Operator
Guten Morgen, willkommen bei der HIAG Immobilien Holding AG, Jahresergebnis 2025, Investors Presentation Full Year 2025 Telefonkonferenz und Live Webcast. Mein Name ist Mathilde, Ihr Chorus Call Operator.
Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass sich alle Teilnehmer während der Präsentation im Zuhörerstatus befinden und dass die Telefonkonferenz aufgezeichnet wird. Nach der Präsentation haben Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen, indem Sie die Tasten Stern und 1 drücken.
Sollten Sie die Hilfe eines Operators benötigen, drücken Sie bitte Stern und 0 auf Ihrem Telefon. Die Konferenz darf nicht für Publikationszwecke aufgezeichnet werden.
Ich übergebe jetzt das Wort an Marco Foisy, CEO. Bitte, Herr Foisy.
Marco Foisy
Ja, vielen Dank, Mathilde, für die Organisation und Einleitung. Guten Morgen, meine geschätzten Damen und Herren.
Wir begrüssen Sie herzlich zur Präsentation der Jahresergebnisse 2025 der HIAG Immobilien Holding AG. Mein Name ist Marco Foisy.
Mit dabei ist auch unser CFO, Stefan Hilber. Es freut uns sehr, dass Sie heute so zahlreich vertreten sind.
Stefan und ich werden wie gewohnt auf die wichtigsten Punkte des Berichtsjahres 2025 eingehen und stehen am Schluss für Ihre Fragen zur Verfügung. Bei HIAG dürfen wir auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken und Ihnen heute ein Rekordergebnis vorstellen.
Besonders freulich ist, dass alle unsere drei Geschäftsbereiche zu dieser positiven Entwicklung und dem Gewinnsprung beigetragen haben. Der Reingewinn stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich rund 53 % auf 115 Millionen Schweizer Franken.
Das Nettoergebnis ohne die Neubewertungsgewinne verbesserte sich ebenso deutlich auf knapp 69 Millionen. Durch die erfolgreich abgeschlossenen Projekte und den weiteren Vermietungserfolgen konnte der Liegenschaftenertrag gegenüber dem Vorjahr 2,3 % auf über 77 Millionen gesteigert werden.
Die zusätzlichen Erträge haben die wegfallenden Mieten der devestierten Liegenschaften mehr als kompensiert. Die Leerstandsquote im gesamten Portfolio bleibt weiterhin bei tiefen 3,2 %.
HIAG hat das günstige Marktumfeld im Transaktionsbereich genutzt und verschiedene Liegenschaften zu Preisen veräussert, die deutlich über den jeweiligen Buchwerten lagen. Aus diesen Verkäufen resultierte ein Gesamterfolg von knapp 19 Millionen.
Auch der Verkauf von Eigentumswohnungen verlief äusserst erfolgreich. Das Promotionsprojekt in Cham leistete mit zusätzlichen 25 Millionen einen bedeutenden Ergebnisbeitrag.
HIAG verfügte per Ende 2025 über eine nochmals gestärkte und äusserst solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 57 % sowie einem Nettoverschuldungsgrad bei rund 37 %. Dank der starken operativen Leistung und der klaren Strategie hat HIAG seine Position weiter gestärkt.
Die konsequente Umsetzung der strategischen Ausrichtung verläuft nach Plan. Aufgrund des sehr guten Geschäftsgangs im 2025 und der weiterhin positiven Aussichten von HIAG wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung im Vergleich zum Vorjahr eine 40 Rappen respektive 12 % höhere Dividende von 3 Franken 70 Rappen je ausstehende Aktie beantragen.
Davon kann der Grossteil aus den Kapitaleinlagereserven erfolgen. Nach diesem Auftakt mit den Key Highlights darf ich für die detaillierten Finanz- und Immobilienzahlen an Stefan übergeben.
Stefan Hilber
Merci, Marco. Guten Morgen, meine Damen und Herren.
Sie haben es gerade gehört, das Jahr 2025 war für HIAG in all ihren Segmenten eines der erfolgreichsten. Der Betriebsertrag konnte deshalb 34 % auf 218 Millionen erhöht werden.
Der Betriebsaufwand auf der anderen Seite stieg aber im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls auf 78 Millionen beziehungsweise 13,5 %. Diese Steigerung ist im Wesentlichen auf den Aufwand für das Promotionsprojekt Livingstone auf dem Cham-Areal zurückzuführen, der sich parallel zum Ertrag beziehungsweise zum Beurkundungsstand bewegt.
Zudem sind in den Immobilienaufwendungen im Betriebsaufwand vor allem aufgrund eines Sondereffekts höher als im Vorjahr. Aber mehr dazu später in meiner Präsentation.
Nach den Abschreibungen resultiert ein 48,8 % höherer EBIT von 138,8 Millionen. Die Finanzierungen profitieren weiterhin vom günstigen Zinsumfeld, und die Steuern lagen aufgrund von steuerlich nutzbaren Verlustvorträgen verhältnismässig tief.
Die Verlustvorträge sind nun aufgebraucht, und wir rechnen künftig wieder mit üblichen Steuersätzen. Das erfolgreiche Wirtschaften in allen Segmenten führte zu einem Rekordgewinn in der Höhe von 115 Millionen, ein Plus von 53 % gegenüber dem Vorjahr.
Dies entspricht einer Eigenkapitalrendite in der Höhe von fast 10 % und einem Earnings per Share von 11 Franken 40. Ohne Neubewertungen konnte der Gewinn ein Drittel auf knapp 69 Millionen gesteigert werden, was einer Eigenkapitalrendite von 6 % und einem Gewinn pro Aktie von 6 Franken 80 entspricht.
Gerne gebe ich Ihnen auf den nächsten Folien mehr Details zu den Ertrags- und Aufwandspositionen. Aus dieser Graphik können Sie entnehmen, welche Effekte erhöhend oder reduzierend auf den Mietertrag gewirkt haben.
Neuvermietungen, vor allem bei unseren grossen Arealen in Biberist, Dornach und Niederhasli, erhöhten den Mietertrag 1,1 Millionen. Einen grossen positiven Effekt auf den Mietertrag mit 2,6 Millionen hatten die abgeschlossenen Projekte im Berichts- und im Vorjahr.
Auslaufende Verträge aufgrund von Entwicklungsschritten, Kündigungen sowie Index- und Referenzzinssatzanpassungen hielten sich allesamt in etwa die Waage. Reduzierend wirkten primär die wegfallenden Mieten in der Höhe von 1,8 Millionen aufgrund der getätigten Devestitionen.
Wie Sie sehen, überwiegen die positiven Effekte, was zu einer Steigerung des Mietertrags von 2,3 % führte. Like-for-like, also ohne die Berücksichtigung von Transaktionseffekten, stieg der Mietertrag 5,1 %.
Der Leerstand über das Gesamtportfolio konnte auf dem Tiefstwert von 3,2 % vom vergangenen Jahr gehalten werden. Ohne den Anfangsleerstand des Gewerbeneubaus Fahrwerk in Winterthur läge der Leerstand des gesamten Portfolios bei lediglich 2 %.
Die höheren Liegenschaftswerte und die im Markt zu beobachtende Renditekompression führten auch zu einer leichten Renditereduktion unseres Immobilienportfolios. Die Bruttorendite reduzierte sich 0,2 Prozentpunkte auf 5,3 %.
Die Nettorendite sank stärker 0,4 Prozentpunkte auf 4,2 %. Dies ist neben den Aufwertungseffekten auch auf die im Vergleich zum Vorjahr höheren Immobilienaufwendungen zurückzuführen, die im Berichtszeitraum eher am oberen Ende der üblichen Schwankungsbandbreite lagen.
Die durchschnittliche Restlaufzeit der befristeten Mietverträge, der WAULT, ist mit 6,5 Jahren nach wie vor lange. 18,5 % der Mietverträge sind unbefristet, somit jederzeit kündbar.
Hingegen sind davon knapp die Hälfte Wohnungsmieten. Von den im aktuellen Jahr fälligen Mietverträgen sind wir bei rund 20 % noch in Verhandlungen, bei rund einem Drittel ist der Auszug aufgrund der nächsten Entwicklungsschritte strategisch, und bei rund der Hälfte wird der Mietvertrag nicht verlängert und nach einem neuen Mieter gesucht.
Die meisten dieser Mietverträge werden erst Ende Jahr fällig, und wir sind zuversichtlich, dass wir diese Flächen in angemessener Frist und zu Marktkonditionen wieder vermieten können. Wir steigerten den Portfoliowert in den vergangenen 4 Jahren über 200 Millionen.
Auf dieser Folie sehen Sie, aus welchen Gründen sich der Portfoliowert im Berichtszeitraum bewegt hat. Unsere Investitionen in die Projekte und in den Bestand sowie die Aufwertungseffekte vermochten den Einfluss der Devestitionen mehr als zu kompensieren.
Dies zeigt auch, dass unsere Capital-Recycling-Strategie funktioniert. Wir verkaufen Liegenschaften, dies mit ansehnlichen Gewinnen, reduzieren dadurch aber die Grösse des Immobilienportfolios.
Wir machen also einen Schritt zurück. Die durch den Verkauf frei werdenden Mittel investieren wir aber wieder wertvermehrend und machen so wieder 2 Schritte vorwärts, weshalb wir insgesamt kontinuierlich wachsen.
Sie sehen hier im Mehrjahresvergleich, welchen Einfluss die Neubewertungen der unabhängigen Schätzer Wüest Partner auf unsere Immobilienportfolio hatte. Im Berichtsjahr 25 wurde das Gesamtportfolio 51,4 Millionen beziehungsweise 2,6 % aufgewertet.
Wie in den vergangenen Jahren war das Entwicklungsgeschäft der wesentliche Treiber dafür. Die Entwicklungsliegenschaften wurden im Berichtsjahr fast 5 % aufgewertet, aber auch die Bestandsliegenschaften legten zu 1,2 %.
Und dies der generellen Markttendenz folgend zu einem wesentlichen Teil im Wohnbereich. Unter anderem war uns aus der 1.
Etappe des Cham-Projekts in Cham bekannt, dass die Nachfrage nach Eigentumswohnungen an diesem Standort hoch ist. Die so starke Nachfrage bei der 2.
Etappe hat uns aber dennoch überrascht. Wir rechneten bei der Präsentation der Halbjahreszahlen im vergangenen August mit einem Beurkundungsstand von 45 % per Ende Jahr.
Schliesslich übertrafen wir unsere eigenen Erwartungen mehr als 10 Prozentpunkte und erreichten einen Beurkundungsstand von 56 %, was zu einem Erfolgsbeitrag von 25 Millionen führte. Der Fertigstellungsgrad liegt per Ende 25 bei 75 %.
Der Erfolg von 18,1 Millionen im Vorjahr betrifft das Promotionsprojekt der 1. Bauetappe auf dem Cham-Areal, das im Jahr 24 bereits zu 100 % verkauft und fertiggestellt werden konnte.
Der Betriebsaufwand exklusive der direkten Aufwendungen für das gerade erläuterte Promotionsprojekt in Cham ist im Vergleich zum Vorjahr 2,3 % angestiegen. Der im Betriebsaufwand enthaltene Immobilienaufwand, der im Jahr 24 eher tief ausfiel, liegt im Berichtsjahr 3,8 Millionen höher, aber damit immer noch in einem normalen Rahmen.
Zu dieser Erhöhung geführt hat primär die Sanierung eines Daches bei einem Industriegebäude in Kleindöttingen, die aufgrund eines ausserordentlichen Wetterereignisses mit Starkregen notwendig wurde und nicht versicherbar war. Reduzierend auf den Betriebsaufwand wirkte der per Mitte 2025 vollzogene Übertrag des Metallrecycling-Geschäfts auf die Thommen-Gruppe.
Die restlichen Aufwendungen, insbesondere auch der Personalaufwand, bewegen sich im Rahmen des Vorjahres und gemäss unseren Erwartungen. Durch unsere erfolgreiche Capital-Recycling-Strategie konnten wir unser Wachstum finanzieren und gleichzeitig die Bilanz grundsolide halten.
Die Eigenkapitalquote liegt bei konservativen 57 % und der Loan-to-Value netto bei tiefen 37,3 %. Dies gibt uns genügend finanziellen Spielraum für das weitere Wachstum und für die Umsetzung der diversen sehr vielversprechenden Projekte.
Wir finanzieren uns weiterhin primär über unseren Syndikatskredit und Anleihen sowie kurzfristig teilweise über Private Placements. Das Tiefzinsumfeld hilft nicht nur auf der Aktiv-, sondern auch auf der Passivseite.
Der durchschnittlich bezahlte Zinssatz für die Fremdfinanzierung konnte deshalb leicht von 1,8 % auf 1,7 % reduziert werden. Die erzielten Margen in den eingesetzten Instrumenten sind gut.
Insbesondere auf dem Anleihemarkt haben sich die Margen beziehungsweise die sogenannten Spreads der HIAG-Anleihen deutlich reduziert. Vor wenigen Wochen konnten wir das günstige Marktumfeld nützen und mit einer negativen Neuemissionsprämie unseren 2.
Green Bond mit einer Laufzeit von 7 Jahren und einem Coupon von 1,34 % emittieren. Mit dieser Emission verlängerten wir die Zins- und Kapitalbindung unserer Finanzierungen ein halbes Jahr auf 2,8 beziehungsweise 3 Jahre.
In der Graphik unten rechts sehen Sie, dass die Fälligkeitsstruktur unserer Finanzierungen weiterhin sehr ausgeglichen ist. Wie in den vergangenen Reportings sehen Sie in dieser Graphik, wie Investitionen in die kurz- und bis mittelfristige Pipeline, also die schwarzen Balken, durch unsere Capital-Recycling-Strategie, also durch die Verkäufe von Liegenschaften und Eigentumswohnungen hier in Grün, sowie durch den bestehenden Finanzierungsspielraum im Syndikatskredit in Rot, finanziert werden kann.
Auch aus dieser Perspektive verfügt HIAG über genügend Finanzierungsspielraum. HIAG gehört mit ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen zu den führenden Immobiliengesellschaften der Schweiz.
Wir sind überzeugt, dass wir durch unser nachhaltiges Handeln nicht nur Mehrwert in ökologischer und von sozialer Hinsicht generieren, sondern auch in ökonomischer. Wir fokussieren dabei auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen, auf die Zufriedenheit der Mieter und auf die eigene Energieproduktion.
Im letzten Nachhaltigkeitsbericht haben wir ein detailliertes Scope-3-Inventar publiziert und nun ebenfalls ein entsprechendes Emissionsziel für unsere Neubauten definiert. Wir richten uns dabei an den strengen Minergie-ECO-Grenzwert 1.
Die positiven Resultate der Mieterzufriedenheitsumfrage hat uns ebenfalls gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und im Bereich der eigenen Energieproduktion erweitern wir die Solarkapazität laufend, im letzten Jahr mit 3 neuen Anlagen.
Marco gibt Ihnen nun gerne mehr Insights zu unseren Entwicklungen.
Marco Foisy
Ja, danke, Stefan. Gerne fahre ich mit der Arealentwicklung fort und gebe Ihnen wie gewohnt ein Update zu unseren Projekten, die derzeit im Bau sind oder vor Baubeginn stehen.
Vorausschicken möchte ich, dass unsere Projekte erwartungsgemäss vorankommen und sich innerhalb der Kostenbudgets bewegen. Zu den 1.
5 Projekten in der Tabelle mit Altstetten, Zürich, Cham und Hausen am Albis gehe ich in den nachfolgenden Folien noch im Detail ein. Wir starten also in der Tabelle ganz zum Schluss im 1.
Block beim Projekt Walzmühlehaus in Frauenfeld. Im letzten November startete die umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Industriegebäudes mit Transformation in ein Wohngebäude.
Hier entstehen nochmals 30 Mietwohnungen und ein paar Ateliers. Mit der Fertigstellung im Herbst 2027 ist dann die Arealentwicklung in Frauenfeld abgeschlossen.
Beim Areal Hive in Meyrin haben wir noch vor Weihnachten mit dem Datacenter-Operator nLighten einen Mietvertrag über mehr als 30 Jahre für den Gewerbebau Hive 6 abgeschlossen. Das Gebäude wird neu erstellt und langfristig flexibel nutzbar sein.
Der Baubeginn erfolgt in den nächsten Tagen. Die Übergabe an die Mieterin ist für Ende 2027 vorgesehen.
Für die Projekte auf dieser Folie gehen wir noch von rund 140 Millionen Investitionen aus und erwarten einen Mietertrag von rund 16,5 Millionen. Die Eigentumswohnungen in Cham werden einen Gesamterlös von mindestens 154 Millionen generieren.
Der offene Entwicklungsgewinn aus all diesen Projekten dürfte noch bei rund 100 Millionen liegen und in den nächsten 2 Jahren realisiert werden. Als Nächstes folgt eine Übersicht über die wichtigsten laufenden Bauprojekte, ergänzt durch ein paar aktuelle Fotos von den Baustellen.
In Zürich Altstetten beim Wohnhochhaus Alto erfolgt der Bezug gestaffelt ab dieser Woche. Aktuell haben wir rund 85 % der 149 Wohnungen vermietet, und wir gehen von einer baldigen Vollbelegung aus.
Die Eröffnung der Retail-Fläche im Erdgeschoss erfolgte bereits vor 2 Wochen durch Lidl. Auf dem Areal in Cham ist die Rohbauphase der 6 Mehrfamilienhäuser der 2.
Etappe abgeschlossen, und es läuft zurzeit die Ausbauphase der Gebäude. Auf dem grossen Bild im Vordergrund sehen Sie die 3 Punktbauten mit den Eigentumswohnungen.
Aktuell sind 85 % der Wohnungen verkauft, deren Bezug ist ab August. Die Vermarktung der 67 Mietwohnungen startete Anfang Februar.
Nach 1 Monat sind bereits 2 Drittel der Wohnungen vermietet und können dann im November bezogen werden. In Hausen-Lupfig auf dem Campus Rehhag haben im letzten Frühling die Bauarbeiten bei den Produktions- und Bürogebäude für Oerlikon gestartet und sind, wie Sie sehen, voll im Gang.
Die Übergabe der beiden Bauten soll Ende Jahr erfolgen. Das Produktionsgebäude sehen Sie auf dem grossen Bild vorne rechts.
Auf der linken Seite beim kleinen roten Baukran sehen Sie einen Teil der Bodenplatte des Bürohauses von Oerlikon. Im Untergeschoss liegt die grosse Verteilzentrale für das regionale Fernwärmenetz.
Auf dem Baufeld von GTR, was wir im Baurecht abgegeben haben, sind aktuell die Vorarbeiten mit den Fundationen und Leitungen für das Rechenzentrum laufend. Das ist das Baufeld hinter dem Produktionsgebäude von Oerlikon.
Die Infrastrukturbauten für das ganze Areal sind Ende Jahr vollständig abgeschlossen. Wir haben dann in Hausen-Lupfig noch 2 Baufelder frei, ein grosses im hinteren Bereich, also hinter dem GTR-Baufeld, sowie ein kleineres entlang der Strasse links auf dem Foto.
Gerne gebe ich Ihnen noch einen Einblick in unsere nächste quasi bauliche Geländekammer mit einem Update zu 3 Projekten, wo wir in letzter Zeit wichtige Meilensteine erreicht haben. In Niederhasli, direkt neben dem Bahnhof, wurde der Gestaltungsplan Ende 2025 rechtskräftig.
Auf dem Baufeld B erfolgte noch im letzten Dezember die Baueingabe für rund 210 Wohnungen und rund 2.500 m² Geschäftsfläche. Auf dem Baufeld A haben wir nun entschieden, das bestehende Gebäude an der Mandachstrasse abzubrechen und das Baufeld mit mehreren Gebäuden mit rund 160 Wohnungen neu zu bebauen.
Zusätzlich entstehen in einem Gebäude und in den Erdgeschossen Büro- und Retail-Flächen. Auf dem gesamten Areal sind rund 230 Millionen Investitionen vorgesehen.
Davon erwarten wir Erlöse aus dem Verkauf von Eigentumswohnungen von rund 85 Millionen sowie jährliche Mieteinnahmen von rund 8,9 Millionen. Auch in der Schönau in Wetzikon geht es vorwärts.
Für die 1. Etappe über die 3 Baufelder C, D und E erfolgten im letzten November die Baueingaben für rund 80 Wohneinheiten.
Für das Baufeld F konnten wir im letzten Jahr den Architekturwettbewerb erfolgreich abschliessen. Hier soll die Baueingabe für die rund 30 Mietwohnungen diesen Mai eingereicht werden.
Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund 73 Millionen, und wir erwarten einen Verkaufserlös aus den Eigentumswohnungen und Reihen-Einfamilienhäusern von rund 49 Millionen sowie rund 2,3 Millionen jährliche Mieteinnahmen. Die Visualisierung auf der Folie zeigt die Frontansicht eines Gebäudes vom Baufeld E, links davon ist das ehemalige Spinnereigebäude.
Die Liegenschaft am Kelchweg in Zürich Altstetten haben wir im Sommer 2022 erworben und nun ein Projekt entwickelt, welches das ganze Potenzial des Grundstücks ausschöpfen kann. Hier planen wir den Teilabbruch von 3 Wohngebäuden aus den 50er-Jahren sowie die Sanierung eines bestehenden Wohngebäudes aus den Nullerjahren.
Mit dem Projekt entstehen 30 zeitgemässe Eigentumswohnungen an bestens erschlossener und ruhiger Lage. Die entsprechende Baueingabe wurde diesen Januar eingereicht.
Der früheste Baustart ist im Sommer 2027. Die Entmietung der bestehenden Wohnungen verlief übrigens sehr unaufgeregt.
Wir haben den bestehenden Mietern verschiedene Unterstützungsmassnahmen angeboten und ihnen unter anderem eine Umzugsfrist von 2 Jahren eingeräumt. Nun das Update zu unserem Transaktionsmarkt.
Auch im 2025 haben wir weitere nicht mehr strategiekonforme Liegenschaften veräussert und die sehr starke Marktnachfrage nutzen können. Insgesamt wurden 15 Bestands- und Entwicklungsliegenschaften mit verschiedensten Nutzungsarten und diversen Standorten in der Deutsch- und Westschweiz veräussert.
Mit den Verkäufen haben wir uns von den drei Arealen in Ermatingen, Yverdon und Diesbach vollständig getrennt. Diese Verkäufe erzielten insgesamt einen Erlös von über 100 Millionen sowie einen Bruttoverkaufserfolg von rund 20 Millionen.
Die durchschnittlichen Verkaufserlöse lagen mit 25 % weiterhin deutlich über den zuletzt geschätzten Werten des externen Gutachters. Wie gewohnt gebe ich Ihnen gerne noch ein aktuelles Stimmungsbild des Schweizer Immobilienmarktes.
Insgesamt präsentiert sich die Schweizer Wirtschaft recht stabil, aber mit moderaten Wachstumsraten. Die schwächelnde Konjunktur zeigt sich nicht nur bei den Exporten, sondern auch bei den weiter steigenden Arbeitslosenzahlen.
Generell zum Immobilienmarkt kann man sagen, dass die anhaltend tiefen Zinsen und die starke Nachfrage den Immobilienmarkt nach wie vor stark beleben. Der Kapitalzufluss in den Markt, vor allem in Immobilienfonds und Anlagestiftungen, erreichte im Vorjahr mit über 9 Milliarden eine neue Rekordmarke.
Bei unseren relevanten Marktsegmenten, welche auf der rechten Folienseite einzeln aufgeführt sind, ist die Mietflächennachfrage insgesamt weiterhin gut und natürlich sehr gut im Wohnbereich. Hier sicherlich speziell zu erwähnen ist der Gewerbebereich, wo die Herausforderungen nach wie vor spürbar sind.
Wir können aber eine intakte Nachfrage beobachten und laufen gute Neuabschlüsse und Vertragsverlängerungen tätigen, was ja auch die tiefe Leerstandsziffer in unserem Portfolio beweist. Im Transaktionsmarkt erwarten wir einen anhaltenden Nachfrageüberhang und damit einen starken Wettbewerb mit weiter steigenden Preisen.
Gerne komme ich zum Ausblick für HIAG für das laufende Geschäftsjahr. Wir rechnen für das gesamte 2026 gegenüber dem Vorjahr mit einer leichten Steigerung der Mieterträge.
Dabei sind die abgeschlossenen Projekte sowie die geplanten Devestitionen mitberücksichtigt, jedoch keine möglichen Akquisitionen. Im 1.
Halbjahr 2026 erwarten wir gegenüber der Vorjahresperiode etwas tiefere Erträge, was dann im 2. Halbjahr aufgeholt wird.
Per Mitte und auch per Ende Jahr gehen wir für das Gesamtportfolio mit einem weiterhin stabilen, vergleichsweise tiefen Leerstand von circa 3,5 % aus. Im Laufe des Jahres investieren wir primär in die aktuellen Bauprojekte rund 125 Millionen.
Die Projektabschlüsse und Fortschritte der Entwicklung dürften wiederum zu spürbaren Wertsteigerungen führen. Beim Promotionsprojekt Cham Livingstone nehmen wir an, dass wir bis Ende Jahr rund 95 % der Wohnungen verkauft haben.
Wir erwarten damit einen weiteren Ergebnisbeitrag von brutto rund 30 Millionen. Im Transaktionsgeschäft planen wir weitere Verkäufe von Liegenschaften im Umfang von rund 40 Millionen.
Für circa ein Drittel liegen bereits beurkundete Verträge vor, wo wir eine übliche Verkaufsmarge erzielen werden. Weiters schauen wir zurzeit intensiv Akquisitionsmöglichkeiten von Bestandsliegenschaften im Gewerbebereich an.
Wir sind hier aber sehr selektiv, und die Liegenschaften müssen genau unserer Anlagestrategie und Renditevorstellung entsprechen. In der Nachhaltigkeit konzentrieren wir uns, wie von Stefan bereits erwähnt, auf diese Themen und wollen das bereits sehr hohe Niveau von HIAG in allen Nachhaltigkeitsbereichen weiter verbessern.
Bezüglich Dividende führen wir die bisherige Politik fort und streben in den nächsten Jahren kontinuierlich steigende Ausschüttungen an. Durch das Wachstum des Yielding-Portfolios wird auch die Dividendenbasis aus den Mieterträgen steigen.
Wiederum werden wir dieses Jahr einen Capital Markets Day veranstalten. Dazu sind Sie herzlich eingeladen und können sich gerne bereits den 24.
September in Ihrer Agenda reservieren. Zusammenfassend erwarten wir für HIAG einen weiterhin erfolgreichen Geschäftsverlauf und gehen von einem guten bis sehr guten Geschäftsjahr 2026 aus.
Unser Unternehmen befindet sich auf einem guten Kurs und ist bestens positioniert. Darüber hinaus erwarten wir eine anhaltend positive Dynamik im Immobilienmarkt.
Gerne schlage ich zum Schluss noch die Brücke vom kurzfristigen Ausblick zu der mittel- bis langfristigen Perspektive von HIAG. Die Strategie mit den entsprechenden Zielen und Massnahmen haben wir letzten August im Detail vorgestellt und hier auf einer Folie nochmals zusammengefasst.
HIAG bleibt bei den drei bewährten Säulen Portfolio Asset Management, Arealentwicklung und Transaktionen. Das Renditeportfolio wird laufend erweitert, und die Mieterträge sollen nachhaltig steigen.
Dies erfolgt durch eigene Projekte und gezielte Zukäufe. Die Projektentwicklung ist der weitere Entwicklungstreiber und ergänzt das Bestandsgeschäft.
Zielgrösse des Portfoliowertes liegt bis 2029 bei etwa 2,5 Milliarden und jährlichen Mieterträgen zwischen 95 und 100 Millionen. Langfristig soll das Portfolio auf 3,5 Milliarden anwachsen mit jährlichen Mieterträgen von 150 bis 160 Millionen.
Der Wohnanteil wächst durch die Eigenprojekte bis 2029 auf circa 20 % und bis 2034 auf rund 25 %. Unsere Projekt-Pipeline konzentriert sich auf bestehende Areale mit hohem Gewinnpotenzial.
Die Investitionen betragen jährlich 100 bis 150 Millionen. Durch gezielte Devestitionen schaffen wir die Mittel für die Projektrealisierung sowie Akquisitionen, optimieren damit unseren Kapitalfluss und schonen die Bilanz.
Eine solide Finanzierungsstruktur bleibt unser Augenmerk für die maximale unternehmerische Flexibilität. Soviel zu unseren Ausführungen.
Nun sind wir gespannt auf Ihre Fragen. Sie können diese jetzt bei Chorus Call anmelden.
Operator
Wir beginnen nun mit der Fragen- und Antwortrunde. Wenn Sie eine Frage stellen möchten, drücken Sie bitte die Tasten Stern und 1 auf Ihrem Telefon.
Sie werden einen Ton hören, der Ihre Aufnahme in die Warteschleife bestätigt. Falls Sie Ihre Frage zurückziehen möchten, drücken Sie bitte Stern und 2.
Teilnehmer werden gebeten, während der Fragestellung den Telefonhörer zu benutzen. Wenn Sie Fragen haben, drücken Sie jetzt Stern und 1 auf Ihrem Telefon.
Die erste Frage kommt von Philipp Züger von Zürcher Kantonalbank. Bitte schön.
Herr Züger, Ihre Linie ist offen. Sie dürfen Ihre Frage stellen.
Marco Foisy
Mathilde, gehen wir sonst zur nächsten Frage?
Operator
Die Verbindung mit dem Fragesteller wurde unterbrochen. Zur Erinnerung, eine Frage zu stellen, drücken Sie Stern und 1 auf Ihrem Telefon.
Marco Foisy
Mathilde, gehen wir zur nächsten Frage?
Operator
Ja. Also, meine Damen und Herren, es liegen keine Fragen vor.
Ich gebe die Konferenz nun wieder zurück an Marco Foisy für das Schlusswort.
Marco Foisy
Schade, dass Philipp Züger irgendwelche technischen Probleme hat und dass sonst keine Fragen vorliegen. Das bestätigt uns, dass wir Ihnen wahrscheinlich viele Informationen bereits mitgeben konnten.
Und eben wenn keine Fragen mehr bestehen, dann bedanken wir uns herzlich für Ihre Zeit und Ihr Interesse an HIAG. Wir wünschen Ihnen alles Gute und freuen uns auf die bilateralen Gespräche in den nächsten Tagen.
Machen Sie es gut und bis bald.
Operator
Meine Damen und Herren, die Telefonkonferenz ist nun beendet. Wir bedanken uns für Ihre Teilnahme.
Auf Wiederhören.
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