Viscom AG

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Q4 FY2025 · Earnings Call TranscriptApril 1, 2026

Operator

Hallo und herzlich willkommen, einen wunderschönen guten Morgen zum heutigen Earnings Call mit der Viscom SE. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2025 abgeschlossen und die Prognose für das Jahr 2026 veröffentlicht.

Ich freue mich sehr, Herrn Salewski und Herrn Schwingel begrüßen zu dürfen, die uns heute durch die Präsentation führen und im Anschluss für Ihre Fragen zur Verfügung stehen. Für die Q&A-Session im Anschluss der Präsentation und Ihre Fragen nutzen Sie bitte die Chatbox am rechten unteren Rand des Bildschirms, und in der Q&A kommen wir auf alle Ihre Fragen zurück.

Und damit darf ich das Wort an Sie übergeben, meine Herren. Schön, dass Sie da sind.

Herr Salewski

Ja, herzlichen Dank und herzlich willkommen zur Analystenkonferenz zum Jahresabschluss 2025 der Viscom SE. Herr Schwingel und ich, wir sitzen hier in Hannover und werden heute wieder in zwei Teilen vortragen.

Zunächst berichte ich über die Märkte und Technologie, und dann gefolgt von den Geschäftszahlen, die Herr Schwingel im zweiten Teil vorstellt. Der Auftragseingang in 2025 lag mit knapp 81 Millionen Euro sogar 8 % über dem Vorjahr.

Der Umsatz in 2025 betrug 81,7 Millionen Euro und lag damit 2,8 % unter dem Vorjahreswert. Also mit 3,3 Millionen Euro weniger Umsatz in 2025 haben wir das Ergebnis zwar gut 10 Millionen Euro verbessert, trotzdem sind wir mit einem negativen EBIT von 1,815 Millionen Euro negativ herausgekommen.

Damit sind wir nicht zufrieden mit dem Verlauf des vergangenen Geschäftsjahrs. Also es gab einige belastende Einzeleffekte, die Herr Schwingel im zweiten Teil noch mal genauer vorstellen wird.

Trotzdem möchten wir feststellen, dass das Geschäftsmodell der Viscom SE grundsätzlich auf ganz solider Basis steht. Die Preise passen zu den Produkten und zu den Märkten, die Herstellkosten sind in der Planung, und wir haben die Produkte entsprechend im Umfang.

Schauen wir mal auf die Auftragseingänge in den Quartalen 2024 und 2025. Wir können zunächst sehen, dass wir in 2025 an das relativ starke Q4 von 2024 angeschlossen haben und in den ersten drei Quartalen sogar das Auftragsniveau teilweise überschritten haben.

Im Q4 sehen wir dann jedoch einen Rückgang in den Auftragseingängen, der vor allem mit verschobenen Aufträgen auch aus der Batteriezellen-Inspektion zu tun hat. Die Umsätze in den Quartalen 2024 und 2025 zeigen hier vor allem, dass im Schlussquartal 2025 ja das typische Verhalten, was wir aus früheren Jahren kennen, in ein umsatzstarkes letztes Quartal gefolgt ist, was sicher mit notwendigen Lieferterminen seitens unserer Kunden zu tun hat, aber auch mit dem Geschäftsverlauf insgesamt.

Wir haben uns hier mal die Umsatzverteilung nach Branchen von 2021 bis 2025 angeschaut. Auffällig ist hier vor allem der starke Anteil der Automobilindustrie oder der Automobilelektronik, muss man in diesem Fall sagen.

Die anderen Branchen, die hier dargestellt sind, sind Industrieelektronik-Inspektion, NDT, also Non-Destructive Test, also Röntgensysteme für Laboranwendungen und Röntgenkomponenten, dann die Device-Inspektion für fertige Geräte wie Mobiltelefone und Tablets, und dann in Rot hier die Batteriezellen-Inspektion. Das sind jetzt ausgewählte Branchen, die wir im Vergleich zur Automotive-Branche darstellen.

Nicht dabei sind zum Beispiel Dienstleister, die für verschiedene Branchen fertigen, oder auch das Geschäft, was wir über Distributoren und Handelspartner führen. Aber hier sieht man ganz deutlich, wie von 2023 auf 2024 eben der absolute Anteil oder der absolute Wert der Automobilelektronik zurückgegangen ist.

Also dieser Einbruch, der vor allem mit den Absatzmärkten ja deutscher und westlicher Automobilhersteller in China zusammenhängt, der schwache Automobilmarkt in Deutschland in 2024 und auch die langsame Transformation zu den batterieelektrischen Antrieben hat sicher dazu beigetragen, dass unsere Kunden weniger investiert haben. Große Unsicherheiten, aber eben auch Überkapazitäten, vor allem auch Überkapazitäten chinesischer Hersteller, die in die Absatzmärkte eben der westlichen Hersteller, die vor allem Kunden unserer Kunden sind, hineingedrängt haben.

Das hat auch einen Gesamteffekt, denke ich, auf andere Bereiche wie zum Beispiel Industrieelektronik gehabt. Man sieht, dass eben die Ausrüstung für den deutschen Maschinenbau, und der befindet sich ja auch seit 2024 in einer schwierigen Absatzlage, hier zu sehen ist, das ist der graue Balken.

Insofern sieht man da, dass auch die Automobilelektronik sich allerdings in 2025 wieder etwas stabilisiert hat. Das hängt auch damit zusammen, dass wir neue Kunden im Bereich der Automobilzulieferer gewonnen haben, und das vor allem auch in Asien und in China, wo es namhafte Hersteller jetzt im Moment geschafft haben, auch ich sag mal, Produktion zu steigern und wir dort neue Kunden gewonnen haben.

Denn unsere Systeme sind in der Automobilelektronik bekannt, und die Kunden wissen, dass sie Audits mit den Endkunden bestehen, wenn sie Viscom-Systeme einsetzen. Das noch mal zu verdeutlichen, was das für unser Geschäft bedeutet, haben wir hier mal nebeneinander dargestellt, immer für die Jahre in Blau den Anteil der Automobilelektronik an unserem Geschäft und daneben in Summe die anderen Branchen.

Und man sieht eben, dass 2024 zum ersten Mal in dieser Zeitreihe die Automobilelektronik einen geringeren Anteil, also deutlich unter 50 % ausgemacht hat im Verhältnis zu den anderen ausgewählten Branchen. Und auch die leichte Steigerung 2025 ist zu sehen.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass wenn wir den roten Batterieanteil uns mal in 2024 und 2025 anschauen, dass da ein leichtes Wachstum aus den Bereichen Industrie, NDT und Device-Inspection zu sehen ist. Was ist im letzten Jahr passiert?

Aus Vertrieb- und Marktentwicklungssicht gab es durchaus erfolgreiche Segmente. Die SMT-Inspektion hat einen hohen Ergebnisbeitrag im letzten Jahr erzielt.

Der Umsatz mit offenen Mikrofokus-Röntgenröhren ist deutlich über der Planung herausgekommen. Da haben wir eine starke Steigerung und auch eine Produktionsausweitung gehabt.

Dazu, in der Device-Inspektion, also der Inspektion von fertigen Geräten, haben wir neue große Projekte abseits der mobilen Geräte oder Tablets realisiert. Und da geht es zum Beispiel industrielle Kühlsysteme.

In Asien haben wir auch eine positive Entwicklung verzeichnet. Das ist, wie eben schon gesagt, zum Teil auch die Automobilelektronik in Asien, und die Neukunden, die wir dort gewonnen haben, das sind auch Zulieferer für namhafte chinesische Automobilhersteller.

Weniger erfolgreich im letzten Jahr waren die Beiträge aus der Drahtbond-Inspektion, also Wire-Bond-Inspektion, das wir in den Bereich Mikroelektronik verorten. Auch die Neuentwicklungen im Bereich der Mikroelektronik haben im letzten Jahr noch keinen Ergebnisbeitrag gehabt.

Dann die Batteriezellen-Inspektion war im letzten Jahr sehr zurückhaltend, sagen wir mal so. Auftragseingänge, die wir im zweiten Halbjahr erwartet haben, sind zum Teil nicht gekommen und werden in diesem Jahr erwartet.

Dazu kommen USA und Mexiko. Die haben auch aufgrund der Zollkonflikte unter der Erwartung abgeschnitten.

Und in Frankreich haben wir eine konjunkturbedingte schwache Ertragslage auch in 2025 gehabt. In diesen vier Themen sind wir aktuell mit Maßnahmen unterwegs, die auch bereits erste Ergebnisse zeigen.

Ich möchte noch ein bisschen über die Entwicklung und die Technologie sprechen. Im letzten Jahr haben wir im November auf der größten Elektronikmesse, der Productronica in München, unsere neue KI-unterstützte Programmierung vorgestellt, und zwar vAI Provision.

Die ist im Markt sehr gut angekommen, denn unsere Systeme, die haben einen gewissen Programmieraufwand, weil sie eben auch in der Fehlerfindung so herausragend sind, muss man das auch sehr genau einstellen. Und da übernimmt jetzt eine KI-geführte Programmierfunktion viele viele der Fleißaufgaben und der Fleißarbeiten, die bei der Prüfprogrammerstellung notwendig sind.

Das ist, wie gesagt, schon sehr gut angekommen. In einem weiteren Schritt haben wir hier aber auch die Optimierung der Parametereinstellung vorgenommen.

Das heißt, das, was eigentlich der Experte macht, der sagt, was ist eine gute Lötstelle, was ist eine schlechte Lötstelle, da setzen wir Deep-Learning-Verfahren ein. Das spart insgesamt Zeit und Kosten und erhält aber nachgewiesen die hohe Prüfqualität.

Ein weiteres Beispiel für die Entwicklung aus dem letzten Jahr sind die Batteriezellen-Inspektion mit ICT. Das ist jetzt ein bisschen widersprüchlich, ne?

Batteriezellen-Inspektionsgeschäft war im letzten Jahr jetzt nicht besonders stark, aber wir haben schon in der Zeit der Northvolt-Projekte die Systeme so weiterentwickelt, dass wir hier eine führende Fertigungstechnologie haben. Sie wissen, die Northvolt-Insolvenz hat der europäischen Batterieindustrie einen starken Dämpfer versetzt, aber trotzdem schreitet die Fertigungstechnologie voran.

Wir haben Systeme im Einsatz mit Kunden, die mit ihrer Röntgenmesstechnik nicht nur die Sicherheit der Batteriezellen gewährleisten, sondern eben auch durch ihre Messwerte die Produktion optimieren helfen und damit den First Pass Yield verbessern. Und das ist ein wichtiges Kriterium für unsere Kunden, dass es hier nicht nur Gut-/Schlecht-Entscheidung geht, sondern dass man damit auch wirklich den Ausschuss, der in der Batteriezellenproduktion üblich ist, reduzieren kann.

Und damit haben wir jetzt interessante neue Projekte, die wir angehen und wo wir auch auf kurzfristig zukünftiges Geschäft hoffen. Ein drittes Beispiel sind Kaskadenlösungen.

Das sieht so ein bisschen so aus, wir haben hier zwei Systeme hintereinander im Einsatz mit Transportbändern links und rechts, die werden zum Teil automatisch mit Robotern bestückt mit sehr langen Bauteilen. Man kann sich das so ein bisschen so vorstellen wie im Flughafen die Röntgeninspektion: Vorne legt man was rein, dann wird geguckt, was drin ist, und hinten kommt es raus.

Und das ist hier völlig automatisch funktioniert. Also das ist kein Bediener davor, der sich die Bilder anschaut.

Und hier haben wir zum Beispiel die automatische 3D-Röntgeninspektion von langen Bauteilen für Kühlsysteme in der Inspektion. Dort wird die Dichtigkeit von so anspruchsvollen Kühlsystemen geprüft, die bei Hochleistungscomputern in Rechenzentren, aber auch in Antrieben, in elektrischen Antrieben eingesetzt werden.

Ja, das sind drei Beispiele, die wir im letzten Jahr ja entwickelt haben und auch in den Markt gebracht haben. Das heißt, wir haben trotz der zurückhaltenden Marktsituation natürlich weiter in unsere Technologie investiert und uns dort weiterentwickelt, damit wir weltweit auch da unsere technologische Führung behalten.

Hier noch mal die Darstellung unserer fünf Säulen, auf denen unser Geschäftsmodell basiert: die SMT-Inspektion, die trotz der geringeren Automobilelektronik-Inspektion eine gute Performance hingelegt hat und vor allem auch einen guten Ergebnisbeitrag, wo wir überwiegend Seriensysteme einsetzen; dann in der Device-Inspektion für Tablets und Mobilgeräte, aber jetzt auch für industrielle Inspektionen aus dem Bereich von z.B. diesen Verbindungstechnologien in diesen Kühlaggregaten; im NDT, also Non-Destructive Test, stellen wir Röntgenkomponenten, also offene Mikrofokus-Röntgensysteme her, die wir an andere verkaufen, die damit andere Messgeräte herstellen, da konnten wir im letzten Jahr den Umsatz doch gut steigern; die Mikroelektronik-Inspektion, wo wir vor allem auf das Backend der Halbleiterindustrie fokussiert sind, wo es Packaging geht, wo Verbindungen und auch Glassubstrate und Ähnliches eingesetzt werden in der Chipherstellung, dort haben wir uns weiterentwickelt, wir haben eine hochauflösende automatische Röntgeninspektion, und dort erwarten wir in Zukunft auch Geschäft, da müssen wir allerdings noch ein bisschen mehr investieren; im Bereich der Batterie-Inspektion sind wir technologisch führend und haben jetzt Projekte vor der Brust, die wir uns bewerben und wo wir auch in diesem Jahr größere Aufträge erwarten.

Also dann zum aktuellen Stand und Ausblick: Wie führen wir unser Geschäft wieder zur Profitabilität? Wir steigern die Effizienz im Kerngeschäft.

Wir haben bei uns hier in der Montage und in der Fertigung in Hannover, also am Standort Hannover, wo wir fast ausschließlich fertigen, die Serienproduktion deutlich effizienter gestaltet. Wir haben unser Produktportfolio ja schon vor Jahren auf ein modulares Baukastensystem ausgerichtet.

Hier setzen wir noch mehr auf Vorzugskonfigurationen, eben ohne große Störungen effizient durchzufertigen. Wir entwickeln in neue Geschäftsfelder.

Das heißt, ich hatte gerade schon über die Mikroelektronik gesprochen. Wir sehen Anwendungen in vielen Bereichen, ob es nun in dem Bereich der Datenverarbeitung, der KI, Rechenzentren ist, ja oder eben auch im Bereich des Backends der Halbleitertechnologie.

Wir sehen Chancen und werden unsere Chancen nutzen im Batteriegeschäft, weil wir dort herausragende Lösungen haben. Na ja, und wir sehen im Moment eine positive Geschäftsentwicklung in USA und Asien, was sehr erfreulich ist.

Gerade in USA aus einer Messe, die jetzt Anfang des Jahres stattgefunden hat, können wir auch sehen, dass die Investitionsbereitschaft in USA wieder gewachsen ist. Mit allen Barrieren und allen Krisen, die in der Welt herrschen, sehen wir gerade in USA eine Investitionsbereitschaft, weil das Make in America, also dass man auch kritische Technologie wieder ins Land holt und dort Fertigung aufbaut, die sonst in Asien ausschließlich gefertigt werden, führt dort zu neuen Investitionen, und unsere Kunden fragen an und kaufen.

In Deutschland und Europa wissen wir, dass im Moment das Wirtschaftswachstum eher gering ist. Wir sehen auch, dass die Elektronikproduktion in Europa stark unter Druck ist.

Es wird viel verlagert, nicht nur aus Deutschland nach Osteuropa, sondern auch in Außer-EU-Regionen. Und trotzdem sind wir da auch sehr aktiv in den Elektronikverbänden mit der EU in der Diskussion, dass die Elektronikfertigung für Europa für diskrete, systemkritische Technologien, ob das nun in der Sicherheit und Verteidigung ist, wie hier aufgeführt, oder im Aerospace, aber auch in der Mobilität und in der Datenkommunikation.

Also da haben wir inzwischen großes Gehör dafür, dass die gesamte Lieferkette der Elektronikfertigung ein wichtiger Bestandteil für Autonomie ist. Und wir rechnen auch damit, dass es dort Impulse geben wird, dass hier ein stärkeres Wachstum wieder möglich ist.

Im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie gucken wir natürlich nicht nur auf Elektronik. Da sind wir Zulieferer in der Lieferkette für die europäische Produktion – nicht nur die europäische, aber gerade in Europa fertigen unsere Kunden halt auch für diesen Bereich.

Aber wir sehen dort neue Anforderungen auch an die Sicherheit der Lieferkette. Da, wo es darum geht, dass Geräte, die ja für die Verteidigung beschafft oder hergestellt werden, in der Lieferkette sicher sind, und unsere Röntgensysteme können schauen, dass dort ja keine Spionage-Hardware drin ist, dass dort keine gefährlichen Teile eingebaut sind und dass die Geräte oder die Ausrüstung für die Verteidigung entsprechend den Vorgaben entspricht.

Und da gibt es erste Projekte, und wir werden auch auf der Hannover Messe ausstellen sogar im Bereich des Rüstungsclusters, weil unsere Systeme mit den Röntgensystemen dort in der Sicherheit der Lieferkette eingesetzt werden können. Also wir haben eine klare Ausrichtung für Unternehmen.

Wir können flexibel reagieren, und wir werden das auch erfolgreich umsetzen. Wir beobachten natürlich im Moment auch gerade die Energiesituation, welche Auswirkung wird das auf unsere Kunden haben.

Da sind wir natürlich extrem vorsichtig. Auf der anderen Seite haben wir eine große Nachfragesituation im Moment, weil die Märkte doch im Moment wieder anziehen.

Ich möchte dann schließen aber noch mal mit einem Überblick: Wir machen Technologie sicher, zuverlässig und nachhaltig, das ist unser Motto. Wir sind dort stark, wo 100 % automatische Qualitätsprüfung notwendig ist, die Produkte unserer Kunden sicher und zuverlässig zu machen, indem wir alle Fehler automatisch finden.

Die großen Themen Elektrifizierung, Digitalisierung, Mobilität und Sicherheit spielen alle in diese Richtung, und wir sind da gut positioniert mit unseren Produkten bei der Produktion eben für die Qualität zu sorgen. Ja, das war mein Teil, dann gebe ich weiter an Herrn Schwingel, der die Zahlen bringt.

Herr Schwingel

Ja, dann übernehme ich hier ganz gerne und ich möchte Sie vielleicht so ein bisschen bitten, vielleicht so drei Folien so ein bisschen im Hinterkopf zu behalten, die Herr Salewski gezeigt hat, und zwar war es zum einen so ein bisschen die Branchenverteilung, ja, und dann so ein bisschen die Quartalsverteilung, was die Auftragseingänge und die Umsätze angeht, weil sie verdeutlichen so ein bisschen das schwierige Marktumfeld, in dem wir uns bewegen, und letztendlich eine Herausforderung letztendlich für die ganze Organisation darstellten. Das spiegelt sich nicht in vielen einzelnen Punkten wider, auf die ich wirklich auch gerne später eingehe.

Und hier noch mal so ein bisschen den Blick nach hinten, was wir an einigen Stellen auch schon getan haben, und dass wir mehr oder weniger einen Sidestep im letzten Jahr mit knapp 82 Millionen Euro hingelegt haben. Wie gesagt, unsere Planerwartungen waren eine etwas andere.

Der Korridor, in dem wir gegeben hatten, 80 bis 90 Millionen, da sind wir zwar reingefallen, aber das hat Herr Salewski auch schon ausgeführt, unterm Strich sind wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Aber hier kann man es auch sehen, das war mehr oder weniger, wenn man sich so die Jahre 21 bis 23 anschaut, natürlich noch ganz anders marktgetrieben waren, natürlich viele Weichenstellungen hier intern auch anders gestellt haben, und dann letztendlich dann in 24 der massive Einbruch 29 % und jetzt noch mal ein leichter Rückgang die 3 %.

Das ist natürlich auch nicht ganz spurlos im Ergebnis vorbeigegangen. Wie gesagt, das letztjährige Ergebnis ist jetzt absolut unbefriedigend, muss man schon sagen, auch wo wir im Korridor gelandet sind.

Ich werde auch gleich noch etwas zu den Maßnahmen sagen oder zu den negative Ergebnisbeiträgen, die dazu geführt haben. Aber hier hat man ja am 23.

Februar auch entsprechend den Kapitalmarkt informiert, dass wir im Grunde genommen hier unsere Zielmarke verfehlt haben. Gleichwohl möchte ich doch den Hinweis hier geben, dass es uns gelungen ist, doch den Turnaround vom Ergebnis her signifikant zum 24er-Ergebnis darzustellen.

Und wir haben natürlich eher das Thema dann topline-getrieben, und in welcher unsteten Bewegung oder Zeit wir uns bewegen, kann man auch daran ableiten, dass wir im Aufstellungsprozess hier des Abschlusses 25 natürlich dann plötzlich den Irankrieg mit reinbekommen haben, der natürlich im Grunde genommen auch ich sag mal so, mögliche Schatten vorauswirft, und wir natürlich gucken müssen, was bedeutet das letztendlich für unser Geschäftsmodell. Herr Salewski hat es dargestellt, wir sind eigentlich gut aufgestellt, aber ich glaube, da sind Sie genauso tief drinne, viel Unsicherheit ist aktuell zu verspüren, und die Reichweite unserer Projekte, deswegen noch mal so der Blick in die Quartalsentwicklung: Valide können wir drei Monate nach vorne gucken, was Projekte angeht.

Natürlich gibt es auch viele andere Projekte, die natürlich längerfristiger Natur haben, aber das ist so die verlässliche Bandbreite, mit der wir im Grunde genommen hier im Grunde genommen das Viscom-Schiff steuern. Wenn wir mal so einen Blick in die Regionen werfen, und hier spiegelt sich es eigentlich im Grunde genommen das, was wir in den vergangenen Jahren auch einigemale feststellen konnten und mussten.

Europa war und ist weiterhin die stärkste Säule. Hier hat man im letzten Jahr einen leichten Rückgang 6 % verzeichnet, was letztendlich auch natürlich den allgemeinen Unsicherheiten und dem geopolitischen Umfeld geschuldet war.

Sehr, sehr erfreulich, und das hat Herr Salewski auch schon ausgeführt, war unsere Entwicklung in Asien. Also hier sind wir gut positioniert.

Da haben letztendlich speziell hier die Belebung der Investitionsbereitschaft in Indien, China, aber auch in ausgewählten Märkten in Südostasien zu beigetragen. Und dort sind wir ja auch gut aufgestellt.

Wir haben in Indien eine Niederlassung gegründet vor einigen Jahren. Wir sind an zwei Standorten in China unterwegs und entsprechend in den anderen Regionen mit starken Vertriebspartnern.

Amerika mit 15 % ein Rückgang von knapp 12,6 Millionen auf 10,7 Millionen Euro. Da muss man schon sagen, das waren mit Sicherheit auch ein gutes Stück die Zollthematik und die politischen Wirren, die da doch zu einer gewissen Zurückhaltung in den Märkten geführt hat.

Zum Ergebnis sage ich gleich noch etwas. Ja, und hier sieht man es auch so ein bisschen die Früchte der Arbeit, was gut ist auf alle Fälle, wenn wir mal uns die Regionen Asien und Amerika angucken, dass wir profitabel unterwegs sind, auch gerade im asiatischen Raum, wo doch eine ganz andere Wettbewerbssituation häufig vorzufinden ist, dass man das auch wirklich dann ergebnisseitig nach dem leichten Verlust in 24 doch deutlich drehen konnte.

Wie gesagt, 15 % weniger Umsatz in Amerika, gleichwohl ist es uns hier gelungen, auch ein positives Ergebnis zu erzielen. Und hier Europa: Hier sind natürlich dann auch sehr viele Einmaleffekte mit drinne, auf die ich gleich noch eingehen werde.

Haben wir natürlich doch deutlich gute 10 Millionen Euro das Ergebnis verbessert, sind hier aber unterm Strich negativ geblieben. Wenn man hier noch mal so ein bisschen hier eine gewisse Relativierung vornimmt, was im Grunde genommen die EBIT-Darstellung angeht, weil einfach nur die absoluten Größen sich anzuschauen, wäre etwas vielleicht zu kurz gesprungen.

Wie Sie wissen, haben wir natürlich auf der einen Seite Einmalaufwendungen gehabt in 24, bedingt durch die Restrukturierung im Personalbereich, die sich seinerzeit mit 4,7 Millionen Euro im Ergebnis niedergeschlagen haben, sodass man hier im Grunde genommen eher die 7,1 Millionen als Basis nehmen kann. Aber, und das hatten wir auch jetzt im Rahmen der Kommunikation zum Jahresabschluss beschrieben, ist das Ergebnis bei uns auch belastet worden durch zusätzliche Wertberichtigungen.

Das ist nun mal so. Das war teilweise aufgrund von gewissen kaufmännischen Bewertungsansätzen hier, Überfälligkeitsverfahren, eine Bewertung der Vorräte vornehmen.

Das hat zu einem negativen Impact von 619.000 Euro geführt. Und weil wir auch so ein bisschen über die Regionen gesprochen haben mit Amerika, da ist es doch sehr stark im Grunde genommen global aber das Thema der Währungsdifferenzen hier vor die Füße gefallen, die uns letztes Jahr mit 948.000 Euro negativ hier die GuV vorbelastend haben.

Und last, not least, Herr Salewski hat es auch gesagt, wir hatten im Batteriebereich nach den guten Anfängen und da war ja unsere strategische Ausrichtung auch in diesem Bereich durch die Gründung der Exacom uns hier anders darzustellen in einer eigenen Marke, musste man noch mal 200.000 Euro aus diesem Vorgang einzelwertberichtigen. Wie gesagt, wir hatten ja schon im Abschluss 24 einen Großteil der Forderung hier in die Wertberichtigung genommen, aber nach der aktuellen Aktenlage ist nun mit keiner Quote zu rechnen, und das hat hier noch mal im Grunde genommen das Ergebnis belastet.

Stichwort Personal: Also ich glaube, dass wir frühzeitig im Grunde genommen hier agiert haben und angefangen haben, die Strukturen entsprechend hier nach unten zu drücken. Deswegen hier auch nach den Ausbauphasen oder Jahren 21 bis 23 haben wir ja doch im Grunde genommen mit -23 % bzw.

13 % im Grunde genommen hier doch einen massiven Einschnitt vorgenommen und bewegen uns absolut gesehen auf dem vergleichbaren Niveau wie 2021. Und das ist etwas, wo natürlich auch das ganze Unternehmen vor die Herausforderung gestellt war, im Grunde genommen jetzt ich sag mal so, die Veränderungen im Produktmix, ja, und vielleicht hier auch noch ein kurzer Hinweis, Exkurs, und das kann man schön an den Säulen, wie Herr Salewski dargestellt hat, der Vergangenheit ableiten: Wir waren halt sehr stark seriengetrieben durch Großabnehmer, die im Grunde genommen uns seit 24 weggebrochen sind, und die Organisation ist gerade dabei, im Grunde genommen in allen Stellen sich neu zu erfinden, weil wir natürlich eine viel kleinere Teiligkeit bekommen werden, weil die Auftragsvolumina, was die Systemanzahlen angeht, sich natürlich doch signifikant teilweise verändert hat.

Das war letztes Jahr eine Lernkurve, die wir in gewissen Bereichen durchschreiten mussten, aber wir haben sie durchschritten, und wir sind positiv gestimmt, dass wir zumindest für dieses Jahr, sofern die Märkte uns die Planvolumina auch dann zuteilwerden lassen, hier profitabel dann durch die Zeit gehen. Und die Maßnahmen, die wir seinerzeit in 24 angedacht haben, sind in 25 abgeschlossen worden.

Was waren zwei Hauptthemen? Das waren ja auch häufig nicht Kritikpunkte, aber immer die Frage: Warum haben sich gewisse Positionen in der Bilanz wie entwickelt?

Schlagwort Working Capital, und hier vorneweg das Thema der Forderungen und Vorräte. Auch hier, wie gesagt, der Anstieg 29 % von 24 auf 25 auf knapp 32,1 Millionen Euro ist letztendlich dem Umstand geschuldet, dass wir ein so starkes Schlussquartal im Umsatzleben hatten, und das ist auf der einen Folie von Herrn Salewski gut sichtbar gewesen, dass wir da gegenüber dem Vorjahr doch ein sehr starkes Anziehen hatten.

Und die Verläufe in den Quartalen sind schwer zu prognostizieren, weil wie gesagt, wir haben eine Sichtweise von drei Monaten valide, was die Auftragserlangung angeht, und in der Regel sind das auch dann die klassischen Durchlaufzeiten. Wir haben gegengesteuert auf der Vorratsseite.

Also hier ist es uns gelungen, wenn man sich jetzt mal hier 21 mit 25 vergleicht, doch signifikant die Vorräte nach unten zu wirtschaften. Da ist mit Sicherheit auch ein gutes Stück ein Erfolg im Grunde die Modularisierung unseres Portfolios, was wir in 21 noch nicht in der Form hatten, und die doch sehr starken Anstrengungen im letzten Jahr hier das Thema der Halb- und Vorratssysteme nach unten zu bewegen, was uns gelungen ist.

Auf der anderen Seite ist natürlich hier im Grunde genommen auch dann die Abarbeitung in ich sag mal so Halbensysteme dann mit unterblieben, bewussterweise, hier natürlich auch entsprechend Liquidität schonend zu agieren. Jetzt können Sie sagen, ja, ist ein kleiner Widerspruch, weil wir haben Wertberichtigungen gebildet in Höhe von über 600.000 Euro, was ich gerade beschrieben habe.

Das liegt natürlich auch zum Teil daran, dass wir ein sehr große Maschinenpopulation auch in einer gewissen Altersstruktur noch abdecken müssen. Also die Wertberichtigung ist jetzt keine Verschrottung, sondern einfach nur eine reine bilanzielle Berücksichtigung übers Gängigkeitsverfahren, aber da stecken letztendlich dann auch das Potenzial im Ersatz- und Servicegeschäft dort das Geschäft zu tätigen.

Gehen wir kurz noch so ein bisschen auf die Bilanz ein und die GuV. Hier, wie gesagt, kurz dargestellt die Aktivseite mit den größten Veränderungspositionen.

Das ist oben zu nennen die Sachanlagen, und hier ist schwerpunktmäßig die Investitionszurückhaltung zu nennen. Wir haben wirklich im Grunde genommen jede Investition auf den Prüfstand gestellt, und glücklicherweise, bedingt dessen, dass wir halt doch ein Fertigungsbetrieb sind, ist das Volumen überschaubar, aber auch hier haben wir in vielen Bereichen im Grunde genommen wirklich eine Sperre verhängt, was letztendlich dazu geführt hat, dass wir hier einen entlastenden Effekt hatten.

Bei den aktiven latenten Steuern haben wir einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen. Diese Bewertung der latenten Steuern ist dem Umstand geschuldet, dass nun die Werthaltigkeit von Verlustvorträgen hier überprüft werden musste, und IFRS schreibt hier vor, dass, wenn eine gewisse Verlusthistorie gegeben ist, hier eine entsprechend Korrektur vorzunehmen ist.

Das hat uns hier letztes Jahr getroffen. Das sehen Sie auch in der GuV, weil da haben wir statt eines Ertrages einen Aufwand, das ist hier die Gegenposition.

Zahlungsmittel sage ich gleich noch was dazu. Ja, der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen habe ich gerade beschrieben, das ist letztendlich dem starken Schlussquartal geschuldet, und das Gleiche gilt letztendlich auch hier für die Vorratsposition, sodass wir letztendlich 4,3 Millionen einen Abbau verzeichnet haben.

Auf der Passivseite: Verbindlichkeiten leicht gestiegen. Wir sind natürlich immer nur im Rahmen des Horizonts auch beschaffen, und da hatten wir zum Jahresende doch ein sehr starkes Volumen, was sich hier im Anstieg der Verbindlichkeiten niedergeschlagen hat.

Die Vertragsverbindlichkeiten, die sind entsprechend hier auch gesunken gegenüber dem Vorjahr, und zwar ist es uns hier gelungen, Rückstellung für Nacharbeiten entsprechend abbauen zu können, aber auch in einem Rückgang der Anzahlungen ist dieser Position begründet. Die kurzfristigen Darlehen sind gestiegen, das ist die Gegenposition der Vorfinanzierung der Forderungen, wie eben dargestellt, das letztendlich das, was wir bankenseitig im Rahmen der Kontokorrentlinie in Anspruch nahmen hier aufgebaut haben.

Bei den sonstigen kurzfristigen Schulden, der Rückgang ist halt damit begründet, dass die Personalmaßnahmen aus 24 Anfang 25 umgesetzt wurden und hier letztendlich im Grunde genommen dann zahlungswirksam wurden. Und letztendlich bei den sonstigen langfristigen Schulden, das lag daran durch die IFRS-16-Bewertung von diesen Verbindlichkeiten, dass hier gewisse Liegenschaften mehr oder weniger sich im Rahmen der Laufzeit verjüngen, voraussagen, also auslaufen.

Ja, Cashflow relativ unspektakulär. Wie gesagt, dadurch, dass wir auch jetzt einen schwachen negativen Beitrag geleistet haben, ist natürlich der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit belastet worden, aber hier, wenn man sich die Differenz zum Vorjahr anguckt, ist es dem Umstand geschuldet der Abbildung, wie letztendlich die Kontokorrentlinien hier sich niederschlagen.

Das Gleiche gilt im Grunde genommen bei der Finanzierungstätigkeit im unteren Bereich, aber ansonsten die Zahlungsmittel haben sich hier 1,6 Millionen vom Stichtag verändert. Bei dem Blick auf die Ertragslage und somit zur Gewinn- und Verlustrechnung: Sei erwähnt oben die berühmten knapp 3 % weniger im Umsatz, die letztendlich knapp 2,4 Millionen Euro ausmachten.

Aber hier ist letztendlich festzustellen, dass im Grunde genommen hier die Leistung sich doch deutlich im Grunde genommen zwar gesteigert hat, die sich letztendlich aus die Umsätze lösen und der Veränderung der fertigen und unfertigen Systeme sowie der aktivierten Entwicklungsleistung, angeht, ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Materialaufwand hat sich entsprechend erhöht, aber auch aufgrund einer Produktmixverschiebung, und das ist auch hier wir planen eher auf der Maschinentypenebene von unten nach oben hoch, und haben letztes Jahr dann doch eine starke Verschiebung hin zum OEM-Geschäft verzeichnet, was auf der einen Seite gut war und ist, aber das Geschäft hat einen höheren Materialeinsatz im Geschäftsbetrieb selbst mit sich gebracht und hat natürlich hier im Grunde genommen die Aufwandsposition negativ belastet.

Gut, der Personalaufwand, hatte ich eben schon dargestellt, ist runtergegangen deutlich 8,2 Millionen Euro, begründet halt in den entfallenen Restrukturierungsaufwendungen, aber auch durch den Abbau im Personal, was natürlich dann entsprechend den Personalaufwand entlastet hat. Ergebnis entlastend schlug sich der Rückgang der Abschreibung 0,5 Millionen Euro nieder.

Ergebnis belastend wirkte sich im Grunde genommen die Verringerung der sonstigen betrieblichen Erträge 400.000 Euro oben beschrieben nieder, und Ergebnis entlastend wirkten sich auch die geringe Wertberichtigung gegenüber dem Vorjahr aus. Dagegenläufig waren die schon von mir erwähnten 200.000 Euro aus der finalen Wertberichtigung des einen Vorgangs.

Wenn man Richtung Prognose 2026 schaut, wo wir hinlaufen, muss man sagen, wie Sie wissen, sind wir eher doch ein konservativ agierendes Unternehmen, aber vor dem Hintergrund der geopolitischen Risiken und hier vorneweg jetzt die Auseinandersetzung in und rund den Iran haben wir hier einen verhaltenen Aufschwung unterstellt. Und unser Ziel ist es vorrangig, erstmal die Profitabilität a) wiederzuerlangen und b) zu steigern.

Und obwohl wir vielleicht vor einem Jahr eine ganz andere Markterwartung für dieses Jahr hatten, planen wir doch eher einen Sidestep und sehen es als realistisch an, uns in einer Range im Auftragseingang und Umsatz zwischen 80 und 90 Millionen Euro zu bewegen und einer entsprechenden EBIT-Range von 1,6 bis 4,5 Millionen Euro bzw. 2 bis 5 %, was, wie gesagt, mit Sicherheit noch lange nicht in trockenen Tüchern ist, weil wenn man sich den Auftragsbestand anguckt, mit dem wir diesjahr reingegangen sind, das waren knapp 19 Millionen Euro, sind wir doch eher noch etwas geschwächt gestartet, aber wir sind zuversichtlich, im Grunde genommen die hier abgezeichneten Prognosegrößen erzielen zu können.

Ja, das soweit von meiner Seite bis zu dieser Stelle, und ich würde sagen, wir übergeben jetzt zurück an den Anruf, der dann die Fragen moderiert.

Operator

Sehr gerne, und wir haben auch schon einige Fragen erhalten. Nichtsdestotrotz einmal noch der Hinweis: Wenn Sie Fragen haben, nutzen Sie gerne die Chatbox, und wir versuchen alle Fragen zu beantworten.

Und ich würde gerne das Thema mit der Batterie-Inspektion einmal eröffnen und starte mit der Frage: Können Sie genauer erläutern, warum die Battery Inspection im Jahr 2025 hinter den Erwartungen zurückblieb? Müssen wir in diesem Zusammenhang mit weiteren Wertberichtigungen rechnen?

Herr Salewski

Ja, gut, wie schon gesagt, also wir haben nach der, ich sag mal, Northvolt-Situation in 2024 ja in der Branche auch ein, ich sag mal, ein Umdenken erlebt. Man hat das ja auch gesehen, dass glaube ich PowerCo von Porsche, die haben glaube ich im letzten Jahr auch dann da noch mal neu entschieden und das die eigene Fertigungsplanung also nicht gemacht.

Das ging vielen im Markt so, während man sagen muss, die chinesischen Hersteller, die haben auch Überkapazitäten, die haben da auch ganz schön auf den Preis gedrängt, sodass ich sag mal, neue Fabriken, die jetzt in Europa entstanden sind, im Wesentlichen Kopien von chinesischen Fertigungsstätten waren. Da ist kaum westliche Technik drin, das wissen wir, sodass die europäischen Initiativen, ob das nun in Frankreich oder eben auch in Deutschland waren, noch nicht realisiert wurden.

Was wir jetzt im Moment sehen, sind hauptsächlich Prototypen oder so ja, ich sag mal, kleine Fertigungsmodelle, die später skaliert werden sollen. Insofern, die Aufträge sind im letzten Jahr dann ausgeblieben.

Wir haben einen größeren Kunden, der auch in Richtung Italien da unterwegs ist, mit dem da waren mehrere Steps vereinbart, und bei so langlaufenden Projekten, das geht ja über mehrere Jahre, hat sich dann die Realisierung eines Teiles aus dem letzten Jahr dann in dieses Jahr verschoben. Das ja, war einfach so ich sag mal, wie der Projektverlauf beim Kunden da gelaufen ist.

Also weitere Wertberichtigungen erwarten wir da nicht, weil wie gesagt, jetzt der Markt sehr vorsichtig agiert. Das, was Northvolt damals gemacht hat, war ja schon ein sehr steile Wachstumskurve zu realisieren und alles gleichzeitig voranzutreiben.

Da ist einiges auf der Strecke geblieben, da standen auch viele Systeme bereit und wurden nicht betrieben oder sind nie gelaufen. Ich denke, das ist aber verarbeitet soweit.

Und nach vorne geschaut gibt es halt auch in Nordamerika und in Asien interessante Entwicklungen, und wir sehen da nachhaltig auch, dass wir in den nächsten Jahren dort noch erhebliche Steigerungen möglich machen können. Deshalb halten wir daran fest.

Also unser Engagement im Bereich der Batteriezellen-Inspektion ist da ungebrochen, was ich ja auch über den Technikteil berichtet habe, was wir da als automatische Inline-CT in der hohen Geschwindigkeit haben, das gibt's so sonst nicht, ne? Das bedeutet also auch, dass wir bei Rundzellen ich glaube bis zu fünf Zellen pro Sekunde und bei den Pouch-Zellen, wo diese Lagen geprüft werden, also auch mit hoher Geschwindigkeit dabei sind.

Und das ermöglicht dann wirklich eine 100 % Inline-Inspektion, während andere Lösungen eher auf Stichproben aus sind, haben wir hier die Möglichkeit, eben auch kleinste Abweichungen im Fertigungsprozess 100 % zu kontrollieren. Insofern, da ist weiter Engagement.

Operator

Sie haben nun gerade schon die verschobenen Aufträge angesprochen. Wie hoch war das Volumen der im Batteriegeschäft verschobenen Aufträge, die in Q4 nicht realisiert wurden?

Und ist zeitnah mit einer entsprechenden Beauftragung zu rechnen bzw. die Zusatzfrage: Wann genau wird darüber entschieden?

Herr Salewski

Ja, ich glaube, das würde zu sehr ins Detail gehen, dass wir da jetzt eben auch einzelne Kundenentscheidungen genau terminieren. Also wir erwarten Entscheidungen jetzt im ersten Halbjahr, die für uns ausfallen können.

Also da können wir noch nicht sagen, wie das ausgehen wird, aber da sind ganz aktuell eben auch technische und kaufmännische Verhandlungen unterwegs. Die Effekte im vergangenen Jahr haben wir einzeln nicht ausgewiesen, aber da war es auch so, das kann man glaube ich sagen, dass dort das Volumen sich von Projektanfang im Laufe des Projektes verändert haben und wir da auch ein paar Korrekturen im letzten Jahr verarbeitet haben.

Aber in diesem Jahr sollte da jetzt keine Änderung mehr stattfinden.

Operator

Vielen Dank für die Ausführung. Schauen wir auf die Materialkosten.

Die Materialkosten sind im Vergleich zum Vorjahr mehr als 15 % gestiegen, was hauptsächlich auf den Produktmix zurückzuführen ist. Rechnen Sie in diesem Jahr mit einer Verbesserung des Produktmixes und damit mit niedrigeren Materialkosten?

Herr Schwingel

Ja, also wenn ich das heute wüsste, dann könnte ich Ihnen eine valide Antwort drauf geben. Ich würde es mal andersrum sagen: Also wir schauen natürlich schon an, inwieweit die Quote, und zwar immer so die Quote zur Gesamtleistung, sich wie entwickelt, ja?

Letztes Jahr war letztendlich hier im Grunde genommen uns da rausbewegt, etwas oder leicht bedingt dessen, dass wir eine Verschiebung zum OEM-Geschäft hatten, ja? Also was auch nicht weiter schlimm ist, weil wir trotzdem eine Deckung haben.

Bei uns steht und fällt es in vielen Bereichen natürlich auch, in welchen Branchen wir welche Umsätze erzielen können, es mal vorsichtig zu sagen. Und weil wir über das Thema Batterie eben schon gesprochen haben: Batterie haben wir viele Chancen und Möglichkeiten, ja, aber die ziehen sich teilweise über die Anbahnung sehr, sehr lange hin.

Und da hatten wir letztendlich auch, kann man dazu sagen, ein Projekt in der Pipeline, was sich dann kurzfristig nicht realisiert hat, ja? Da hätten wir auch relativ kurzfristig im Grunde genommen gewisse Leistungen in Rechnung stellen können.

Also das ist ein bisschen der Pferdefuß in diesem Bereich, wenn es unser Geschäft geht, und damit haben sie auch automatisch irgendwie einen direkten Einfluss auf Quoten und auch gerade zum Material. Also weil im Grunde genommen sich im Bereich der Batterie erkennbar viel mehr Handelswaren niederschlagen.

Also vielleicht nur zur Erklärung: In der Regel ist so, wir fertigen unsere Systeme, wir montieren unsere Maschinen hier ganz klassisch, und die Wertschöpfung ist letztendlich die Stundenanzahl, die wir letztendlich hier bringen. Und der Materialansatz ist im Grunde genommen ich sag mal überschaubar auch vom Risiko her.

Im Bereich der Batterieprojekte reden wir von Projekten, ja, und da sind teilweise ganz andere Komponenten, nämlich Bänder, Robotertechnik mitbei. Das heißt also, der Materialeinsatz ist hier in der Regel höher und kann je nachdem, wie sich die Projekte realisieren, natürlich Einfluss haben auf die Quote, aber sie sollte natürlich in der Topline auch entsprechend Margen mitbringen.

Operator

Vielen Dank. Der Materialaufwand und die Währungsdifferenzen belasten 2025 das EBITDA.

Welche Strategien setzen Sie ein, diese Risiken künftig zu reduzieren?

Herr Schwingel

Tja, das ist eine gute Frage. Also das eine ist im Grunde genommen das Thema Wertberichtigung ich sag mal so negativ oder positiv zu beeinflussen, ist die Gängigkeit zu erhöhen.

Also ganz klassisch: Also wir haben natürlich im Rahmen unseres Einkaufcontrollings natürlich zum Ziel, auch nur im Grunde genommen die Bedarfe uns reinzuholen, die auch im Grunde genommen sich in einem überschaubaren Zeitraum drehen werden. Also sprich die Kapitalbindung runter, das hat man jetzt zumindest bei den Vorräten gesehen, auch wenn man sich die vergangenen Jahre anguckt, dass wir da doch ein sehr geringes Volumen erreicht haben.

Dass wir im Grunde genommen jetzt bei einigen Positionen, die es nicht geschafft haben, in die Werthaltigkeit zumindest zum Stichtag zu bringen, das war bedauerlich, aber deswegen sind sie ja nicht verloren. Also es gibt auch durchaus die Chance, im Rahmen von wertberichtigten Positionen, wenn die Gängigkeit kommt, nun Wertberichtigung zu heben.

Also von Grundsatz her, es fängt ja bei der Konstruktion an, dass man sagt von Anfang an, dass man natürlich schon da im Grunde genommen die Kosten, die Herstellkosten im Grunde genommen irgendwo hier probieren positiv zu beeinflussen. Es gibt aktuell ein Rhythmusprojekt, wo wir auch dann durch den Einsatz anderer Komponenten doch signifikant den Zukauf verbessern wollen und werden, aber das wird sich natürlich im Laufe der Zeit erst im Grunde genommen hier niederschlagen und realisieren.

Operator

Vielen Dank für die Ausführung. Lassen Sie uns einen Blick nach vorne werfen.

Viscom investiert in zukunftsorientierte Technologien und digitale Lösungen. Welche Innovationen oder Produkte werden 2026 den größten Umsatzbeitrag liefern?

Herr Salewski

Welche den größten Umsatzbeitrag liefern, müssen wir schauen. Das spielt ja alles zusammen.

Wir sind natürlich in unserem Kernmarkt, im SMT-Markt unterwegs. Da geht's natürlich neben der Inspektionsgüte auch Taktzeiten.

Also wenn wir so auf Aerospace oder Satellitenboards schauen, da sind ja Trends unterwegs, die gehen zum Beispiel dahin, dass man eben auch Datencenter und Datenrechner, die heute in einem großen Datencenter irgendwo jetzt sag mal auf der Erde stehen, dass man da auch überlegt, diese Datenverarbeitung im Satellitenbereich zu machen, also dass man sozusagen die Cloud wirklich in die Cloud hebt. Dort hat man bessere Voraussetzungen, was Kühlung angeht zum Beispiel, aber es ist natürlich eine ganze Menge.

Es werden jetzt auch Projekte gestartet, bei denen neue Satellitennetzwerke dort entstehen, und solche Boards, die da drauf sind, die haben dann 1.000 komplexe Bauteile drauf, BGAs. Da sind mehrere Millionen Fehlermöglichkeiten da drauf, und das in angemessener Zeit zu prüfen, haben wir jetzt zwei neue Entwicklungen gemacht.

Wir haben also 'ne schnellere Bildaufnahme für die Röntgenbilder geschaffen und bei den 3D-Verfahren eine optimierte 3D-Aufnahme geschaffen, die da die Taktzeiten noch mal unwahrscheinlich reduziert hat, und das hat uns gerade wieder einen Vorteil auch gebracht im Vergleich zum Wettbewerb. Und da werden wir dranbleiben, und das wird im nächsten Jahr auch neues Geschäft bringen.

Es gibt nicht viele Player in dem Markt, das sind vielleicht eine Handvoll. Und da werden wir, denke ich, in diesem Jahr, also im laufenden Jahr, auch die Möglichkeit haben, Umsätze zu steigern.

Neue Produkte, die wir auf den Markt bringen, es ist ja im Wesentlichen diese KI-gestützte Programmierung, das wird weiterentwickelt. Da gibt's wirklich enorme Fortschritte, wo man weniger Know-how braucht, die Systeme auch einzurichten.

Das passt zu den Anforderungen der Märkte mit weniger Fachqualifikation dann auch solche komplexen Systeme betreiben zu können. Und es gibt mit unserem vConnect, das haben wir auch schon mal vorgestellt, eben auch eine Plattform, die in der Kundenkommunikation und Datenaustausch immer wichtiger wird.

Da sind wir jetzt auch in Lizenzmodellen in Verhandlung mit Kunden, dass wir damit eben auch echte Umsätze erzielen und das nicht als ich sag mal, Teil des Maschinenproduktes mitliefern, sondern dass wir da auch digitale Dienstleistungen eben direkt berechnen, was zusammen mit den KI-Einsätzen, die wir haben, halt auch passiert. Also die Industrie ist da noch konservativ unterwegs und langsam.

Lizenzmodelle sind nicht sehr beliebt, aber für diese Dienstleistung wird das, denke ich, in der Zukunft verstärkt der Fall sein.

Operator

Vielen Dank. Wir bleiben beim Thema Investitionen.

Der Capex im Jahr 2025 lag auf einem sehr niedrigen Niveau, vermutlich auch bewusst vorsichtig an das Geschäftsvolumen angepasst. Mit welcher Entwicklung rechnen Sie für 2026, und ist von einem ähnlich niedrigen Investitionsvolumen auszugehen?

Herr Schwingel

Gut, vielleicht muss man mal den Begriff niedrig relativieren. Also erstmal der Schwerpunkt unserer Investition ist mehr oder weniger im Rahmen der aktivierten Entwicklungsleistung zu sehen.

Ich hab's ja beschrieben, im Grunde genommen wir haben, was das Thema Sachanlagen angeht, relativ wenig. Wenn, dann haben wir eher das Thema, dass wir PKW-Flotten haben, die irgendwo vielleicht dort abgebildet werden.

Ansonsten Gebäude sind auch gemietet. Und hier ist im Grunde genommen eigentlich die kommunizierende Röhre natürlich auch in der Personalreduzierung zu sehen.

Wir haben natürlich in allen Bereichen angepasst und damit auch im Grunde genommen irgendwo die Basis in Entwicklung etwas runtergefahren, aber wir haben das bewusst getan, dass wir quasi gesagt haben, wir werden weiterhin im Grunde genommen ein innovatives Unternehmen sein und bleiben, ja? Und die abgebildeten Größen, ich meine so die 2,8 Millionen Euro, ist erstmal die Größe, die wir auch für dieses Jahr als geplante oder Zielgröße ansehen.

Also das ist ja erstmal das neue Level. Früher waren wir über 3 Millionen Euro, das hat sich etwas reduziert, aber das ist so erstmal die Stoßrichtung, die wir halten.

Und der Gegenpart, muss ich dazu sagen, ist natürlich die Abschreibung, also sprich das Niveau hält sich die Waage, dass im Grunde genommen dort jetzt erstmal keine weiteren Effekte draus erwartet werden oder ersichtlich dort nicht. Und wichtig ist, wie gesagt, dass man die Werthaltigkeit und da schließt sich ein bisschen der Kreis zu dem, was Herr Salewski gesagt hat, ob das vAI Provision ist.

Das sind ja in-eigenentwickelte Tools, die wir im Grunde genommen im Markt anbieten und die laufen jetzt hoch und werden angenommen, und das ist das Entscheidende.

Operator

Na gut, vielen Dank. Die Quartalsberichte der letzten Jahre vermitteln wiederholt ein ähnliches Bild und sprechen von einem herausfordernden Marktumfeld und einer Aussicht auf eine zukünftige Verbesserung, die jedoch nie eintritt.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Warum sollten Investoren diesmal davon ausgehen, dass die angekündigte Trendwende tatsächlich gelingt?

Herr Salewski

Ist 'ne Marktfrage, ne? Muss ich wohl antworten.

Also ich hab's ja schon erwähnt: Also die Anzeichen jetzt in USA, da hat sich was verändert, was jetzt die Investitionsbereitschaft angeht. Und wenn wir uns unseren wichtigsten Markt, also Europa, und da ist Deutschland auch ein großer Anteil davon, wenn wir uns den deutschen Markt anschauen, ich meine, worauf warten?

Es ist sicher so, wir brauchen Impulse für die Industriepolitik. Wir haben eine hohe Anzahl an Regeln, die wir einhalten müssen.

Das hatte ich heute Morgen von irgendwie von 92.000 Regularien, die die deutsche Unternehmen irgendwie berücksichtigen müssen. Wir sind hier schon an einem Standort, der ich sag mal, gewisse Herausforderungen hat.

Und unsere Kunden reagieren darauf ja mit ich sag mal, verzögerter Investitionsbereitschaft, oder sie verlagern gezielt nach Osteuropa oder auch weiter nach Asien. Aber das können wir aus den letzten zwei Jahren wirklich sagen, dass Investitionsentscheidungen deutlich länger brauchen.

Gerade hier für deutsche Unternehmen: Wo fertigen sie? Haben sie den Endmarkt?

Und das ist nicht nur die Automobilindustrie. Das ist auch der Maschinenbau, ne?

Also wenn wir Industrieelektronik nehmen, das sind z.B. Steuerungscomputer, die in Maschinen eingebaut werden.

Das hängt eben auch stark an auch an Exportmöglichkeiten dieser Anlagen. Insofern, da muss einiges zusammenspielen, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland und Europa wieder steigt.

Wir haben es in Frankreich auch gesehen, da ist relativ wenig im letzten Jahr gelaufen. Die Erwartung ist allerdings auch schon, dass ein gewisser Nachholeffekt dort eintreten wird und dass sich das auch mittelfristig wieder auf ein höheres Wachstum einpendelt.

Trotzdem haben wir hier den Vorteil, dass wir in allen Märkten vertreten sind, also in Amerika und in Asien besonders auch. Da haben wir ja schon die guten Ergebnisse jetzt gezeigt, das letzte Jahr hat da schon ein Wachstum vor allem auch in China gezeigt, aber auch die anderen asiatischen Staaten, da sehen wir weiteres Anhalten.

Geht auch einher mit der KI und dieser Nvidia-Thematik. Dort wird im Moment sehr viel investiert, ja, ich sag mal, die Datenflut, die weiter steigt, ne?

Ist immer die Frage, ist wahrscheinlich im Analystenbereich sowieso: Ist es eine KI-Blase oder nicht? Also ich habe jetzt Geschichten oder wirklich auch Anwendungen gehört zuletzt auf der Messe in Amerika, dass die Datenspeichervolumen noch stark wachsen werden, z.B.

im Medizinbereich, dass das ja, ich sag mal, die Gentechnik und da vor allem auch die Medizin erst einmal genetisch mit diesen mRNA-Stoffen, wie viel Terabyte an Daten da pro Patient alleine anfallen. Also ich sag mal, das ist ein Beispiel dafür, dass die Datenverarbeitung steigen wird, dass die Rechenzentren auch in den nächsten Jahren weiter wachsen werden und dass wir mehr Rechenkapazität brauchen, und das alles passiert mit Elektronik, die aufwendig geprüft werden muss, und da werden wir einen Anteil von haben.

Letzter Punkt zu dem Marktthema ist, wir sehen seit letztem Jahr auch in Indien eine Aktivität, wie wir sie aus China von vor 20 Jahren kennen. Also Indien startet jetzt wirklich durch.

Wir sind im indischen Markt gut vertreten. Unsere Produkte sind da nachgefragt.

Wir haben Vorteil gegenüber chinesischen Wettbewerbern z.B. in Indien, die dort überhaupt nicht gern gesehen sind.

Wir waren auf einer Messe mit ganz wenigen chinesischen Ausstellern. Das heißt, da bietet sich auch eine Chance, nicht zuletzt mit dem neuen Handelsabkommen mit der EU, dass wir im indischen Markt weiter wachsen können.

Also da gibt's viele Hinweise. Ich hab's auch vorhin beschrieben, wo wir unsere Chancen sehen, und das Ganze allerdings auch mit ganz klarem Blick auf die Kosten und auf die Struktur.

Denn wir sind hier in Deutschland mit Entwicklung und Montage ja, ich sag mal, in einem Umfeld, in dem wir hohe Qualität fertigen können, und das müssen wir natürlich zu vernünftigen Preisen schaffen. Da haben wir gute Ansätze, und da werden wir das auch weiter optimieren.

Operator

Vielen Dank. Vielen Dank für die Ausführung.

Sie haben von dem mittelfristigen Ausblick ins Jahr 2026 schon gesprochen. Schauen wir ein bisschen kürzer: Wie hat sich die Auftragslage im ersten Quartal 26 entwickelt, insofern Sie hier schon was dazu sagen können?

Herr Schwingel

Dürfen wir nicht. Also von daher, ich weiß, diese Frage kommt immer so ein bisschen erwartungsfroh.

Also jetzt haben wir heute den 1. April, deswegen soll's kein Aprilscherz sein, sondern ich glaube, da sollten wir die Tugend der guten Kommunikation leben.

Und dann möchte ich Sie bitten, sich noch ein paar Wochen zu gedulden, bis wir dann offiziell die Quartalszahlen kommunizieren, wenn wir auch dazu natürlich etwas sagen können.

Operator

Machen wir das. Wir schauen noch mal auf den Ausblick ein bisschen tiefer genauer: Welches Umsatzvolumen planen Sie im neu zu erschließenden Halbleiterbereich 2026?

Sie geben noch zusätzliche Investitionen an. Was beinhalten diese und welche konkreten Anwendungen sollen erschlossen worden, Stichwort Glassubstrat?

Herr Salewski

Ja, das ist ein spannender Bereich. Also wir kennen inzwischen die Industrie sehr gut.

Das ist ja ein ziemlich ja geschlossenes Ökosystem an Lieferanten und großen Herstellern, also jetzt auf der Wafer-Seite. Wo sich Chancen öffnen, ist eben im Backend, also da, wo der Chip vom Wafer, also getrennt vorliegt und dann in ein Package, also in ein Gehäuse gebracht wird, und da kommen ja auch durchaus die Glassubstrate zum Einsatz, also bei solchen Chiplets, und Glassubstrate haben auch die Möglichkeit, dort optische Datenverbindungen sozusagen ins Glas einzubetten.

Das ist noch relativ in einer frühen Entwicklungsphase, das wird in den nächsten Jahren dann wahrscheinlich serienreif werden. Da sind wir mit Herstellern im Gespräch, welche Prüfaufgaben denn da entstehen.

Wie gesagt, wir prüfen mit Röntgen und optisch, das können wir beides, allerdings nicht im Nanometerbereich. Das ist eine andere Welt.

Also wenn man so ein Elektronenmikroskop hat, dann kann man auch Kristallstrukturen auf Siliziumebene darstellen. Das wird aber nicht inline gemacht, das wird im Labor gemacht.

Der Prozess läuft, da gibt's vielleicht immer noch Fehleranalysen. Wir sehen eher in der ja, ich sag mal, im Packaging und im Advanced Packaging viele Aufgaben, wo es z.B.

bei Metallisierung von Glasoberflächen oder auch solche Through-Silicon Vias, TSVs, da gibt's Aufgaben bis hin zur ganz klassischen Wafer-Bump-Inspektion, wo wir mit Kunden in Kontakt sind. Die Investitionen da bedeuten, wenn man denn wirklich in die ja, ich sag mal, in die Serienfertigung da reinkommt, dann muss man halt auch ein Supportnetzwerk herstellen, das an allen Standorten, und üblicherweise werden solche Produkte dann mindestens an zwei, wenn nicht an drei Standorten gefertigt, also typischerweise irgendwo in Asien, vielleicht in Europa oder in USA.

Und dort muss man natürlich eine entsprechende Supportstruktur aufrecht oder überhaupt erstmal aufbauen. Da sind wir bereit dazu, solche Investitionen zu tätigen, wenn denn da ein größerer Auftrag dahintersteht.

Das können wir jetzt für 2026 noch nicht mit Sicherheit sagen, was da passiert. Es werden Entscheidungen getroffen.

Es kann sich bereits was entwickeln oder es kann auch noch länger dauern, können wir nicht genau terminieren.

Operator

Vielen Dank. Bleiben wir noch beim Umsatz: Wie sehen Sie die Zukunft des Servicegeschäftes und wie groß könnte der Anteil am Sales sein?

Herr Schwingel

Also Service hatte ich ja mal angedeutet: Also wir haben irgendwie so zwischen 20 und 30 % ist so unsere Positionierung im Service, ja? Also da sind wir relativ stabil unterwegs.

Aber auch hier ist ja die Frage: Was kann man irgendwo zukünftig den Kunden an Mehrwert bieten, wenn es drum geht, Maschinen länger am Laufen zu halten? Wir hatten glaube ich schon mal an anderer Stelle gesagt, teilweise laufen die Maschinen auch größer 10 Jahre.

Da kommt wieder das Thema der Ersatzteilverfügbarkeit. Ich glaube, das ist auch eine Stärke, die wir bieten können als Unternehmen, dass wir halt auch unsere Maschinen sehr lange supporten können.

Und inwieweit man jetzt durch irgendwelche Upgradefunktionen darüber hinausgehend hier Angebote machen kann, das hängt natürlich schwer davon ab, ob da indikative Signale aus den Märkten kommen, wo es Sinn macht, dann entsprechend irgendwelche Programme aufzusetzen.

Operator

Vielen Dank. Es gibt noch zwei Fragen, die das EBIT in 2026 betreffen.

Ich würde die Fragen zusammenfassen: Sie erwarten in der Guidance eine EBIT-Verbesserung mindestens 4 Millionen Euro ohne wesentliche Umsatzbeiträge. Wo werden diese Kostensenkungen realisiert werden und was stimmt Sie zuversichtlich, im Jahr 2026 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren?

Herr Schwingel

Also ich hatte es ja ausgeführt, alleine die, ich nenn's mal so, Belastungen, die wir ungeplant verkraften mussten, ja, also Wertberichtigungen, dann Währungskursdifferenzen und dann die Einzelwertberichtigung, wenn man die alleine schon zusammennimmt, dann würden wir schon mal ein theoretisches ausgeglichenes EBIT erzielen. Und das andere hängt natürlich in der Struktur der Aufträge drin.

Also das würde jetzt zu weit gehen, das stellen wir auch nicht dar, aber wir analysieren natürlich schon, wo wir unser Geschäft mitmachen. Und wir haben durchaus bewusste Belastungen letztes Jahr in Kauf genommen, wo wir dort Marktzugänge zu kriegen zu gewissen Kunden, die Preiszuständnisse gemacht haben, die sich natürlich nicht im Ergebnis niedergeschlagen haben, sondern eher negativ sich gefunden haben, aber wir haben damit die Gängigkeit gesteigert, muss man auch dazu sagen.

Das Ganze steht und fällt natürlich, inwieweit die Spreizung der Produkte in der entsprechenden Quantität wirklich sich wiederfindet. Und wie gesagt, wir stellen's nicht dar, aber bezogen auf die einzelnen Produktgruppen hatten wir letztes Jahr eine sehr starke Verschiebung, da wiederhole ich mich jetzt hier, zu den Röhren.

Wir haben sehr viele Röhren verkauft im OEM-Geschäft, was gut war. Das ist aber zulasten von Maschinen gegangen.

Und die Maschinen sind eigentlich natürlich etwas, wo wir doch den Fokus auch unserer ganzen Wertschöpfungskette im Haus legen. Und muss man auch dazu sagen, weil wir über Batterie gesprochen haben: Die Erwartungshaltung letztes Jahr im Batteriebereich ist nicht erfüllt worden, und für dieses Jahr gibt es dort deutlich bessere Signale über die Projekte, die wir dort haben.

Und wir sind zuversichtlich, wenn die Struktur der Umsätze so kommt, werden wir im Grunde genommen auch die zusätzlichen Deckungsbeiträge bis zum Break-even auf alle Fälle auch generieren, dass wir bei den von uns dargebotenen 1,6 bis 4,5 Millionen Euro EBIT rauskommen. Aber wie gesagt, ich möchte sagen, das ist erstmal so der Ansatz.

Die Vertriebsstrukturen arbeiten dran, aber wir schreiben jetzt erstmal das erste Quartal gerade ab. Und vielleicht kann man so viel sagen: Also unsere Erwartungen sind erfüllt, zumindest was die Markterschließung angeht, und den Umsatz, den ziehen wir dann entsprechend danach.

Operator

Vielen Dank. Aktuell liegt noch eine letzte Frage vor: Wie sehen Sie die Exacom-Zukunft?

Herr Salewski

Hatten wir glaube ich schon gesagt: Also wir halten an der Entwicklung und an dem Aufbau der Batteriezellen-Inspektion fest. Wir sehen dort also nachhaltig auch sicher ein großes Wachstum im Bedarf an Batteriezellen, und wir haben eine Technologie, mit der man sowohl die Qualität, aber auch die ich sag mal, die Prozessoptimierung realisieren kann.

Das wird geschätzt und da gibt's eine große Nachfrage, und von daher wir sehen da eine positive Zukunft.

Operator

Sehr gut, vielen Dank. Wenn ich das richtig sehe, sind wir damit auch am Ende der Fragen angekommen.

Ich sehe zumindest niemanden, der noch in dem Chat am Tippen ist, das heißt, das wäre es tatsächlich für heute an Fragen an Sie gewesen. Und damit darf ich sagen: Vielen Dank für die aufschlussreichen und vielen Fragen, die uns heute gestellt worden sind, und ein Dankeschön an Sie, meine Herren, für Ihre Zeit und die Einblicke, die Sie uns gegeben haben.

An alle Teilnehmer kurz noch der Hinweis: Wir haben Ihnen bereits eine E-Mail zugesendet mit der Bitte ein kurzes Feedback. Seien Sie doch so gut und teilen Sie dieses mit uns und mit Viscom.

Und damit darf ich für ein paar abschließende Worte noch einmal an Sie übergeben, meine Herren.

Herr Salewski

Ja, vielen Dank auch für die zahlreichen Fragen und das Interesse. Wir sehen uns hier bald wieder.

Bedanken uns für heute.