Viscom AG

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Q1 FY2026 · Earnings Call TranscriptMay 12, 2026

Operator

Hallo und herzlich willkommen, einen wunderschönen guten Morgen zum heutigen Earnings Call mit der Viscom SE. Die Gesellschaft hat das erste Quartal 2026 abgeschlossen und die Ergebnisse heute Morgen veröffentlicht.

Ich freue mich sehr, Herrn Salewski und Herrn Schwingel begrüßen zu dürfen, die uns heute durch die Präsentation der Ergebnisse führen und im Anschluss natürlich für Ihre Fragen zur Verfügung stehen werden. Für die anschließende Q&A-Runde nutzen Sie wie gewohnt die Chatbox unten am rechten Bildschirmrand und wir werden auf Ihre Fragen in der Q&A zurückkommen.

Und damit darf ich das Wort nun an Sie übergeben, meine Herren. Schön, dass Sie da sind.

Carsten Salewski

Ja, danke schön. Guten Morgen.

Herzlich willkommen zur Analystenkonferenz zum Abschluss des ersten Quartals jetzt 2026 der Viscom SE. Mein Name ist Carsten Salewski.

Auch heute werden wir wieder in zwei Teilen vortragen. Mein Kollege Herr Schwingel wird im zweiten Teil dann die Geschäftszahlen vorstellen und ich fange mit den Zahlen, Märkten und der Technologie an.

Der Auftragseingang im ersten Quartal 2026 lag mit 21,8 Millionen € circa 7% über dem Vorjahr. Der Umsatz betrug nur 14,36 Millionen € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert und auch unter der Planung.

Aufgrund des Umsatzmixes unter anderem beträgt das EBIT auch nahezu -4 Millionen €, also ein wirklich schlechter Start ins Jahr, aber das war nach einem starken Q4 2025 abzusehen. Und wir haben dank des guten Auftragseingangs jetzt im ersten Quartal einen circa 30% höheren Auftragsbestand, mit dem wir jetzt hier ins zweite Quartal gehen.

Wenn man es mit dem Jahresendwert, dem Auftragsbestand zum 31.12. vergleicht, sind wir sogar 38,8% drüber.

Also, da haben wir ein ganz gutes Polster, damit ist die Fertigung gut ausgelastet. Und wir arbeiten da dran, dass wir zum Halbjahr hier ein gutes Stück aufholen.

Schauen wir uns die Auftragseingänge nach Quartalen hier mal über einen längeren Zeitraum an, also seit 2022. Da sehen wir, dass der AE im Q1 auf Planniveau liegt.

Die Erwartungen für die folgenden Quartale sind hier mal grau dargestellt, also der untere Bereich, das ist so im Rahmen der Jahresprognose. Im oberen Bereich habe ich einmal die darüber hinausgehenden Chancen auf zusätzliche Aufträge auch für verschobene Großprojekte aus der Batteriezellenproduktion und aus neuen Bereichen dargestellt.

Also, wenn Sie aufmerksam zugehört haben in der letzten Veröffentlichung, da hatten wir ja auch im Q4 über verschobene Großaufträge berichtet, weshalb der Auftragseingang dann ein bisschen hinterher war. Also, die Chancen sind nach wie vor da und da arbeiten wir dran.

Und das trotz des schwierigen Marktumfeldes haben wir hier mal dargestellt, dass unsere Produkte und unsere Technologie auch in diesem Umfeld Möglichkeiten hat. Die Marktsituation mal zu unseren fünf Säulen: Also, wir haben hier regional unterschiedliche Entwicklung, sehen aber auch Stabilisierung und Chancen in allen Segmenten.

Im SMT-Bereich, also der Elektronikmontage, da geht es die automatische optische und Röntgenprüfung im Wesentlichen von Lötstellen auf bestückten Baugruppen, können wir sagen, Europa stabilisiert sich ein wenig, ist aber von allen Regionen im Moment ja, sag mal das mit dem geringsten Steigerung. Asien ist deutlich belebter in der Nachfrage nach Equipment für die Elektronikfertigung.

Das sehen wir vor allem, dass da aus dem Bereich der Datacenter, aber auch aus dem Automotive-Bereich vor allem in China recht viel Anfragen und auch Aufträge kommen. Und in USA haben wir auch eine merkliche Zunahme der Nachfrage und die Investitionsbereitschaft ist gestiegen.

Im ersten Quartal gab es eine Messe in Anaheim, also in Kalifornien, wo wir deutlich gemerkt haben, dass jetzt die Investitionen getätigt werden, auf die wir auch schon lange warten, denn die Industrialisierung, vor allem die Aufbau von Produktion in den USA wird jetzt umgesetzt. Trotz aller Zollsitzuationen und so weiter muss dort investiert werden und das sehen wir auch von dem Auftragseingang aus den USA recht deutlich.

Insgesamt im SMT-Bereich ist Automotive noch weiterhin verhalten, auch regional unterschiedlich und auch abhängig von der Art der Zulieferprodukte. Also, es wird investiert in neue Produkte im Bereich der E-Mobilität und des autonomen Fahrens.

Allerdings haben wir auch noch an vielen Stellen Überkapazitäten. Trotzdem sehen wir jetzt auch die ersten Beschaffungen oder Erneuerungen von altem Equipment.

Also, es bewegt sich etwas, aber es ist wie erwartet nicht auf dem Niveau, das wir noch vor wenigen Jahren dort gekannt haben. Im Bereich der Industrial Inspection und Device Inspection prüfen wir fertige Produkte, im Wesentlichen für mobile Kommunikation, also Mobiltelefone, Tablets, aber auch Computer oder andere fertige Geräte.

Dort sehen wir im Bereich des Consumers einiges an Ersatzgeschäft. Also, wir sind ja schon seit über 10 Jahren dort an vielen Stellen in der automatischen Kontrolle von diesen mobilen Geräten und dort sehen wir jetzt die ersten Ersatzbeschaffungen.

Das heißt, das ist andauerndes Geschäft, aber auch für neue Komponenten und neue Produkte nimmt das zu. Das kann sowohl im Bekleidungsbereich sein, wie in der Prüfung von Schweißnähten bei irgendwelchen Kühlanlagen.

Also, da gibt's eine ganze Menge neue Aufgaben und Projekte, in denen wir erfolgreich unterwegs sind, wo wir die automatisierte Röntgeninspektion vorantreiben. Also, im Device-Bereich bewegt sich was.

Das OEM-Geschäft, die mittlere Säule, das sind im Wesentlichen unsere offenen Mikrofokus-Röntgenröhren, die wir hier fertigen und die dann in der Röntgenmesstechnik von anderen Herstellern eingesetzt werden. Da haben wir eine anhaltend gute Nachfrage.

Im letzten Jahr ist es ja deutlich gestiegen. Wir haben auch Neukunden gewonnen.

Und die Treiber dafür sind im Wesentlichen auch Halbleiter, Aerospace, aber auch Automotive, vor allem auch in Asien. In der vierten Säule, in der Mikroelektronik, da können wir über Einzelprojekte berichten.

Also, das ist noch nicht so, ich sag mal, in Großaufträge gemündet. Da arbeiten wir aber dran.

Es gibt neue Entwicklungen im Backend der Halbleiterindustrie bei Microbumps, im Photonics, aber auch in den Leistungshalbleitern, die ein bisschen zurückhaltend waren, sehen wir jetzt wieder neue Projekte und haben damit unserer Entwicklung Chancen, eben auch in große Projekte reinzukommen. Und dann zu guter Letzt die Batteriezelleninspektion: Wie angekündigt arbeiten wir da ja an Prototypenlinien in Europa, aber auch an einigen Großprojekten, die wir ja, ich sag mal, vor der Brust haben und an denen wir arbeiten.

Deshalb noch mal so ein bisschen mehr zu unserer Exacom. Was machen wir eigentlich im Bereich der Batteriezelleninspektion?

Also, die Exacom hat eine herausragende Lösung zur automatischen Batteriezelleninspektion entwickelt. Da machen wir Inline-CT, das heißt mit Robotertechnik und entsprechend der Rundumaufnahme, wie man das vielleicht aus der Medizintechnik auch kennt, können wir 3D-Aufnahmen von Batteriezellen machen und damit vermessen, dass die Batteriezellen dort die richtigen Spezifikationen haben und nicht zur Gefährdung werden, weil durch Kurzschlüsse irgendwelche Erhitzung oder Brände passieren.

Und das ist also einmal die Sicherheit der Zellen. Es geht aber auch den First Pass Yield gerade in dem Bereich, denn bei der Montage von diesen Batteriezellen gibt es immer sehr viel Ausschuss.

Und mit den Vermessungen, die wir da machen, können wir die Prozessparameter besser steuern oder helfen, sie zu steuern. Das ist ein wichtiges Kriterium für unsere Kunden.

Hier noch mal so eine Darstellung: Wir machen das ja nun schon seit einiger Zeit. Auch vor der Exacom haben wir bei Viscom ja schon Projekte gehabt, wo wir verschiedenste Zellformate geprüft haben und das dann ausgegliedert in der Exacom.

Sieht man hier so eine typische Anlage, das sind automatisierte Anlagen, zum Teil schlüsselfertige Systeme, die dann mit Roboterhandling diese Zellen prüfen. Über 45 verschiedene Zellformate haben wir da schon im Feld in der Prüfung mit über 100 Installationen, bereits mehr als 2 Milliarden Zellen geprüft.

Ich habe heute gehört, jetzt müssten schon 3 Milliarden insgesamt sein. Also, das ist etablierte Technik.

Jetzt sind das hier große Zahlen, da ich sag mal, wenn man den gesamten Batteriemarkt nimmt, vor allem das, was da aus China kommt, ist das noch viel, viel mehr. Wir sind da im High-End-Bereich unterwegs und haben da namhafte Kunden aus verschiedenen Bereichen, sowohl im Wearables, im Consumer als auch im Automotive-Bereich.

Zur Geschäftsentwicklung: Also, der Ausblick für 2026 sieht wie folgt aus: Also, wir haben nach der Personalanpassung in 2024 die richtige Größe für die geplanten Umsätze. Wir haben uns richtig aufgestellt.

Die Fertigungsauslastung, wie ich vorhin schon sagte, ist zurzeit gut und die Nachfragesituation ist auch angemessen zu den Plänen, die wir haben. Es gibt Herausforderungen im Markt, die Automobilelektronikhersteller haben relativ großen Wettbewerbsdruck, investieren aber, wie gesagt, zum Teil wieder in Modernisierung und auch in neue Produktlinien.

Die Handelsbarrieren, Themen bei der Materialversorgung, auch nicht zuletzt wegen der Situation im Nahen Osten, und die Energiekosten sind natürlich externe Faktoren, die unser Geschäft beeinflussen. Wir begegnen dem mit Innovationen und technologisch vorn zu stehen.

Wir halten unsere Kosten niedrig, wir steigern die Effizienz, zum Beispiel dadurch, dass wir in der Fertigung Vorzugskonfigurationen in einer Fließfertigung effizient herstellen. Und wie gesagt, insgesamt sehen wir, dass der SMT-Bereich bei uns weiterhin ganz wichtiger Bereich ist, auch im Automobilbereich, aber wir kümmern uns auch die neuen Anwendungen, wie gerade vorgestellt.

Und dann haben wir noch aufgeschrieben: Vor diesem Hintergrund wird das Geschäftsjahr 2026 für die Viscom SE weniger von dynamischem Wachstum als vielmehr von Konsolidierung, Effizienzsteigerung und strategischer Weiterentwicklung geprägt sein. Was bedeutet das?

Wir haben die Technologie, wir sehen die Märkte und wir können uns da im Wettbewerb behaupten, sind aber auch abhängig davon, wie sich die Märkte entwickeln. Und wie schon vorgestellt, sind die Regionen da unterschiedlich stark am Wachsen.

Also, zum Ende meines Teils zu kommen, noch mal: Was macht Viscom? Wir machen Technologie sicher, zuverlässig und nachhaltig.

Wir sind dort stark, wo es 100% automatisierte Qualitätsprüfung geht, damit die Produkte unserer Kunden sicher und zuverlässig sind, indem wir alle Fehler automatisch finden. Das ist herausragende Technik, die wir hier in Deutschland, in Europa haben.

Das ist relativ einzigartig in einigen dieser Märkte. Und wir sind in den richtigen Wachstumsmärkten unterwegs: mit Elektrifizierung, mit Digitalisierung, mit Mobilität und Sicherheit.

Insofern sind wir da gut aufgestellt auch für das schwierige Umfeld, was wir sehen. Und wir werden dieses Jahr da noch ordentlich aufholen, dass wir in unserer Guidance bleiben werden.

Damit übergebe ich an den Zahlenteil, an den Herrn Schwingel.

Dirk Schwingel

Ja, guten Morgen auch noch mal direkt an dieser Stelle von mir. Vielen, vielen Dank.

Und ja, ich möchte mal so ein bisschen meinen Blick doch etwas weiter nach hinten werfen, und zwar mal so ein bisschen die Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre noch mal abzubildend. Zum einen muss man sagen, der Start in dieses Jahr war verhalten, aber erwartungsgemäß.

Abgetragen sehen Sie die Quartalsumsätze von 2022 bis entsprechend 2026, können Sie sehen, dass eigentlich so die ersten Quartale immer so ein verhaltener Start gewesen ist. Das letzte Jahr wich da so ein bisschen davon ab, weil da hatten wir doch eher dann so ein bisschen eine fallende Tendenz, aber ich glaube, das unterstreicht noch mal etwas, wie sich so nicht das Geschäftsmodell verändert hat, aber die Märkte.

Stichwort hier, dass gerade so unsere großen Kunden der Vergangenheit aus dem Automotive-Bereich so sich neu aufgestellt haben. Das hat auch bei uns zu einer Neuaufstellung geführt.

Da hatten wir in 2022 und 2023 klassischerweise immer ein sehr starkes Schlussquartal. Konnten wir in 2024 sagen, das ist ein atypischer Verlauf gewesen, sondern wir hatten dort fallende Größen.

Im letzten Jahr haben wir mit einer Kraftanstrengung, muss man dazu sagen, letztendlich natürlich auch die Topline zu erreichen, wohl dem, dass natürlich unterm Strich wir doch enttäuscht waren, dass wir dann doch die Ergebniszeilen nicht geschafft haben, aber die Säule soll auch darstellen, dass wir doch sehr stark ausgeatmet hatten im letzten Jahr und doch relativ mit einem geringen Abarbeitungsstand ins Jahr gegangen sind. Und deswegen hatten wir mit den vermeldeten 14,4 Millionen € Umsatz einen wirklich sehr schwachen Start, aber wie gesagt, erwartungsgemäß.

Wir haben auch mal jetzt hier unsere Erwartungen für die nächsten Quartale abgetragen, und zwar hier sehen Sie und das muss man immer mal vor Augen halten: Die Projektreichweite, die wir haben, sind in der Regel so 3 bis 4 Monate. Und das, was uns zuversichtlich stimmt, ist zum einen der doch recht hohe Auftragsbestand mit knapp 27 Millionen €, den wir zum 31.03.

in den Büchern hatten. Und da lagen wir 30% über dem des Vorjahres, dass wir zumindestens jetzt die Lücke schließen, die wir brauchen, letztendlich unser Jahresziel zu erreichen.

Und sofern sich jetzt die Umsätze genauso entwickeln, wie wir aktuell die Projektsituation haben, sehen Sie hier die Verläufe, dass auch jetzt in diesem Jahr nicht mit einem so starken Peak zu rechnen ist wie in den Jahren 2022 oder 2023. Was bedeutet dies letztendlich für uns im Konzern?

Sie wissen, wir haben ja die geographische Segmentierung im Rahmen unserer Berichterstattung. Europa ist weiterhin hier die mit Abstand stärkste Region mit nahezu 60% am Konzernumsatz, aber wir mussten im ersten Quartal in allen Regionen entsprechende Umsatzrückgänge verzeichnen.

Europa war hier mit -16% noch die Region, die den geringsten Rückgang erstmal hier auswies. In Asien hatten wir auf der einen Seite einen sehr guten Markt, was den Auftragseingang angeht, aber das trägt sich so ein bisschen durch in alle Regionen: Wir waren dort sehr schwach, was den Auftragsbestand angeht.

Das wird sich jetzt im Jahresverlauf verändern und deswegen weisen wir hier einen negativen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr von gut 39% aus. Und das Gleiche gilt auch für Amerika.

Also, hier muss man ganz klar sagen, hier ist ein Topline-Thema gewesen. Und wir sind ja doch häufig alles Kaufleute, da kann man absehen, was das letztendlich fürs Ergebnis bedeutete.

Wenn ich jetzt mal wieder in den Regionen Amerika und Asien mir anschaue, da haben wir natürlich im Grunde genommen leichte negative Ergebnisbeiträge gehabt im Verhältnis zum Vorjahr, obwohl wir da natürlich sehr stark Umsatzrückgänge hatten. Das ist so, das sind die Skaleneffekte, die wir halt hier nicht hatten.

Und die stärkste negative Veränderung haben wir hier in Europa, aber es erklärt sich auch, oder wenn ich später auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung eingehe, was im Grunde genommen hier die Treiber gewesen sind. Werfen wir doch kurz auch mal einen Blick so ein bisschen, was hat sich bei uns in der Bilanz getan.

Und hier auf der Aktivseite kann man sehen, dass im Grunde genommen die Veränderung sich ja in überschaubaren Größen gehalten hat. Bei den Sachanlagen haben wir einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, aber dieses ist schwerpunktmäßig auf die weiterhin hier bei uns praktizierte Investitionszurückhaltung zurückzuführen und entsprechend hier die planmäßigen Abschreibungen, die sich hier abbilden.

Die Reduzierung bei den immateriellen Vermögenswerten knapp 900.000 € ist dem Umstand geschuldet, dass wir hier ein geringeres Volumen an Entwicklungsprojekten hier aktuell in die Zuführung genommen haben und auf der anderen Seite ein höheres Volumen an Abschreibungen auf bereits abgeschlossene Projekte verzeichnen mussten. Die stärkste Veränderung auf der Aktivseite sehen wir bei der Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.

Das muss auch so sein naturgemäß, weil durch natürlich den Druck, den uns die Kunden gemacht haben Ende letzten Jahres, ihre Lieferungen und Leistungen noch zu kriegen, findet dies natürlich im Rahmen eines Abbaus statt. Und wie gesagt, knapp 14,4 Millionen € Umsatz im Quartal, je nachdem, wann da die Umsatzlegung in den Monaten gewesen sind, hat das hier letztendlich saldiert zu einem Rückgang knappe 7 Millionen € geführt.

Und auf der anderen Seite haben wir einen Anstieg bei den Vorräten. Wir haben ja das Working Capital sehr stark uns auf die Fahnen geschrieben, also sprich das Thema der Abarbeitung der Vorrats- oder der Kapitalbindung über die Vorräte haben wir doch sehr stark nach unten bewegen können, aber gleichwohl sind wir natürlich jetzt hier angehalten, den hohen Auftragsbestand entsprechend hier abzuarbeiten.

Und das schlägt sich erfahrungsgemäß in einer positiven Bestandsveränderung und in einem Anstieg der Vorräte nieder. Springen wir auf die Passivseite.

Hier ist etwas weniger Bewegung drinne zum 31.12., aber ich will da auf einige kurz eingehen. Zum einen sind es die Vertragsverbindlichkeiten.

Hier drunter schlagen sich die erhaltenen Anzahlungen nieder, die hier leicht angestiegen sind. Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Schulden, Sie wissen ja, wir haben nach IFRS das Thema der Leasingverbindlichkeiten abzubilden, die haben sich entsprechend hier reduziert knapp 700.000 €, sodass man hier letztendlich unterm Strich sagen, dass Eigenkapital auch unten diese Veränderung von -4,4 ist dem Periodenergebnis geschuldet.

Ansonsten hat sich hier auf der Passivseite eigentlich nicht so viel zum 31.12. getan oder verändert.

Ich hab's ja beschrieben, was auf der einen Seite auch immer unser täglich Wirken ist, dass wir natürlich gucken müssen, dass wir unseren Cash entsprechend auch hier managen. Und in diesem Jahr haben wir es zumindestens geschafft, den Kassenbestand leicht 500.000 € von 3,9 auf 4,4 Millionen zu erhöhen.

Wenn man sich die Veränderung zum Vorjahr anschaut, haben wir doch einige stärkere Verwerfungen drinne. Das ist natürlich zum einen auch jetzt bei dem Cashflow der betrieblichen Tätigkeit dem Umstand geschuldet, dass wir hier den Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechend hier abbilden können, was sich in einer positiven Veränderung darstellt.

Die Investitionstätigkeit, das wissen Sie aus der Vergangenheit raus, sind bei uns fast ausnahmslos Entwicklungsleistungen, die wir entsprechend hier aktivieren. Da sind wir etwas weniger stark im Rahmen des Cashouts unterwegs gewesen.

Und im Rahmen der Finanzierungstätigkeit, hier schlägt sich letztendlich die Tilgung der Leasingverbindlichkeiten und der kurzfristigen Darlehen und natürlich auch der gezahlten Zinsen nieder. Ja, wahrscheinlich mehr mit etwas Spannung vor erwarten ist natürlich der Blick auf die Konzernergebnisrechnung.

Und hier oben sieht man's, dass wir letztendlich unseren Umsatz, der sich jetzt letztendlich hier -27% gegenüber dem Vorjahr auf 14,4 Millionen € bewegt hat, natürlich deutlichst unter dem des Vorjahres gewesen ist. Und von daher überrascht es eigentlich auch nicht, dass wir unterm Strich mit einem roten Ergebnis durch die Tür gegangen sind.

Wenn man sich aber im Grunde genommen die einzelnen GuV-Positionen anschaut, kann man zum einen sehen, dass wir eine deutlich positive Bestandsveränderung haben. Hatten wir im Vorjahr noch einen Abbau gehabt knapp 200.000 €, haben wir letztendlich hier 1,6 Millionen angearbeitet.

Wie gesagt, das ist dem Umstand geschuldet, dass wir hier einen sehr hohen Auftragsbestand zum Stichtag hatten. Der Materialaufwand hat sich nur geringfügig verändert, aber auch hier muss man immer schauen: Wie setzt sich die Aufwandstruktur im Material zusammen?

Das ist sehr stark bei uns produktmixgetrieben. Wir haben aufgrund des schwachen Startes eine sehr starke Verschiebung in den Strukturen gehabt und auch gerade zum Vorjahr, wenn man den Vergleich hier bemüht, haben wir hier natürlich im Grunde genommen auch eher dann auch durchaus belastende Faktoren drinne, aber in diesem Fall jetzt nicht aus irgendwelchen Wertberichtigungen, sondern wirklich aufgrund des Mixes.

Erfreulich ist die Veränderung im Personalaufwand. Hier sind wir knapp 300.000 € unter dem Vorjahresquartal.

Und das ist das, was der Herr Salewski eben auch angedeutet hat: Wir haben die Strukturen auf eine gewisse Unternehmensgröße ausgerichtet im Personal und was ja erfahrungsgemäß einen sehr starken Fixkostencharakter hat, sind wir hier auf dem Plateau angelangt, was wir uns vorgenommen haben, und sind jetzt an einigen Stellen noch am Nachjustieren. Und im produktiven Bereich, auch dieses wurde bereits angedeutet, haben wir auch hier im Grunde genommen eine Optimierung gestartet, dass wir im Grunde genommen eine Gleichförmigkeit in die Produktionsprozesse bringen, hier entsprechend Effizienzen zu heben.

Die Abschreibungen sind gestiegen. Das liegt schwerpunktmäßig an höheren abzuschreibenden und fertiggestellten Entwicklungsleistungen.

Also, hier gibt es keine außerordentlichen Abschreibungen auf entwerteten Größen. Sie wissen's, wir sind in einer reiner Montagebetrieb, deswegen sind im Grunde Investitionen in Sachanlagen hier im Grunde genommen nicht die tragende Säule, sondern hier schlagen sich in erster Linie dann auch Entwicklungsleistungen wieder.

Erfreulich ist die Veränderung bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Hier sind wir knapp 200.000 € unter dem des Vorjahres gewesen.

Und hier kann man sagen, wir hatten jetzt dort deutlich weniger Rechts- und Beratungskosten. Und was im letzten Jahr uns auch knapp 1 Million Ergebnis gekostet hatte und das haben wir jetzt im ersten Quartal nicht, sind die Entwicklung bei Währungskursen.

Also, die Währungsdifferenzen haben sich aktuell bei uns hier in keiner signifikanten Größenordnung niedergeschlagen. Gleichwohl mit den positiven und negativen Entwicklungen muss man schon sagen: Die Topline hat gefehlt und das hat letztendlich dazu geführt, dass wir ein negatives EBIT von nahezu 4 Millionen hier ausweisen müssen und auch ein negatives Periodenergebnis von -4,7 Millionen.

Hierdrinnen schlägt sich im Grunde genommen zum einen natürlich das Finanzergebnis nieder, was leicht über dem des Vorjahrsquartals gelegen hat. Wie gesagt, wir haben ja im Grunde genommen hier die Betriebsmittelfinanzierung bedienen wir aus KK-Linien, die uns zur Verfügung gestellt werden.

Und die Inanspruchnahme ist letztendlich hier abgebildet im Rahmen des Finanzanteils. Und bei den Ertragsteuern ist es ja so aufgrund der Verlusthistorie, dass wir aufgrund der Latenzen der Steuern hier einen Aufwand zu melden oder vermelden haben.

Gleichwohl, wer Herr Salewski jetzt in seinen Ausführungen angehört hat, sind wir optimistisch gestimmt, dass wir die gesteckten Ziele, die wir ja unlängst kommuniziert haben, weiterhin verfolgen können. Das hat Ihnen hoffentlich auch ein Bild gegeben über die Potenzial und die Möglichkeiten, die wir marktseitig im Rahmen der noch zu generierenden Auftragseingänge hier erwarten, und reziprok stellt sich das natürlich auch im Rahmen unserer Umsatzzahlen nieder.

Und wie gesagt, wir wollen wieder profitabel sein. Wir sind ähnlich wie Sie natürlich auch sehr negativ getroffen, was die aktuelle Abbildung angeht, aber wie gesagt, wir sehen Licht am Ende des Tunnels.

Und von daher halten wir auch weiterhin unsere Guidance hier aufrecht, die letztendlich beim Auftragseingang und Umsatz eine Bandbreite zwischen 80 und 90 Millionen widerspiegelt und bei einem positiven EBIT, was sich in einer Range von 2 bis 5% beziehungsweise 1,6 und 4,5 Millionen € bewegen soll. Ja, an dieser Stelle bin ich mit meinen Ausführungen auch am Ende und würde zurückgeben, Herr Auffermann, in Ihre Richtung für die Fragen.

Operator

Sehr gerne. Herr Schwingel, Herr Salewski, vielen Dank für die Ausführungen.

Und wir haben auch die ersten Fragen erhalten, drei Stück an der Zahl kommen vom Abid [unclear], Ihrem Analysten. Und wir fangen mal an mit der ersten Frage bezüglich der Batterieinspektion.

Sie heben die Großprojekte hervor. Können Sie uns eine Größenordnung und den zeitlichen Horizont dieser Projekte einmal geben und dabei klarstellen, wo sich diese Projekte aktuell befinden?

Ist das Auftragsbestand, sind sie darin bereits enthalten und geht es aktuell noch die Ausschreibungs-, die Pipelinephase? Wo befinden sich die Projekte?

Carsten Salewski

Ja, ja, vielen Dank für die Frage. Also, da können wir natürlich wenig zu sagen, zumal das jetzt im ersten Quartal eben nicht Teil der Auftragseingänge entsprechend war und Vertragsverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind.

Insofern war es trotzdem an der Zeit, das hier zu erwähnen, weil es in diesem Jahr noch eine Rolle spielen wird. Das ist zumindest unsere Erwartung.

Also, zu den Fragen der Größenordnung möchte ich jetzt noch nichts sagen. Deshalb hatte ich vorhin im Ausblick der Auftragseingänge halt auch oben diesen Chancenbereich gezeigt.

Also, das ist dann schon auch erheblich. Allerdings muss man sagen, dass solche Projekte auch eine längere Laufzeit haben.

Da reden wir dann von 12 Monaten oder länger. Das heißt, wenn da jetzt ein Auftrag kommt, dann wird der nicht vollständig Umsatz in diesem Jahr, aber ein Teil davon sicher.

Insofern ist das für die Exacom gerade nach der Northvolt-Situation, wo wir im letzten Jahr sogar noch letzte Abschreibungen zu hatten, eine wichtige Entwicklung, dass unsere Technologie in dem Markt eine Chance hat und vor allem gute Chancen hat, denn wir haben dort auch andere große Player im Wettbewerb und haben diese technisch überboten. Insofern sind wir da schon jetzt ja ein bisschen schon im Vorhinein stolz und werden das dann hoffentlich auch demnächst verkünden können.

Operator

Vielen Dank. Die nächste Frage bezieht sich einmal auf die Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise die Materialkosten.

Diese sind im Q1 trotz niedriger Umsätze deutlich gestiegen. Wie viel davon ist auf den Produktmix zurückzuführen?

Wie viel ist Kosteninflation und Preisdruck beziehungsweise die fehlende Weitergabe an Kunden? Und normalisiert sich die Materialquote mit der Abarbeitung des Auftragsbestands oder ist der aktuelle Bestand strukturell margenärmer?

Dirk Schwingel

Ja, also, wie gesagt, das erste Quartal ist im Grunde wirklich nicht repräsentativ und mit Sicherheit auch keine Blaupause für die weiteren Verläufe im Jahr. Also, wie gesagt, wir haben es hier dargestellt, aber es ist so, dass wir, wenn man mal Richtung Röhren schaut, haben wir ein sehr starkes OEM-Geschäft dahinterstehend, die im Grunde eine Marge beitragen, auch eine gute Marge beitragen, aber im Grunde genommen einen höheren Materialeinsatz auch in sich tragen.

Und das hat natürlich einen starken Impact. Und durch die fehlenden Maschinenumsätze global haben wir im Grunde genommen hier deutlich zu wenig im Grunde genommen irgendwo eine Kompensation.

Muss man es mal so formulieren. Eine zweite oder eine weitere Erklärung ist, und zwar wenn Sie sich vielleicht auch im Rahmen unserer Quartalsberichterstattung die Verteilung der Umsätze angucken, hatten wir auch im ersten Quartal einen sehr verhaltenen Service- und Dienstleistungs- Umsatz getätigt, der auch im Grunde genommen erfahrungsgemäß ein sehr stark deckungsbeitragsstarker Umsatzträger ist, den wir im Unternehmen haben, der natürlich irgendwie über die Quotenbetrachtung natürlich die Materialaufwandsquote auch beeinflusst.

Die Kostensteigerung, wenn Sie in die Richtung gehen: Wir haben einige Warengruppen, die aktuell aufgrund der Kriegssituation, der geopolitischen Verwerfungen einer gewissen Preissteigerung unterliegen. Da probieren wir natürlich, wenn es geht und möglich ist, natürlich die an die Kunden weiterzugeben.

Ja, also, wir haben das schon auf dem Schirm und auf dem Radar, dass wir hier gewisse Steigerungen haben. Die sind jetzt aber nicht in so einer Signifikanz sich bei uns im Materialaufwand niederschlagen, dass man sie beziffern könnte.

Und vielleicht von der Technik her: Wir haben so eine Durchschnittsbewertung, was die Teile angeht, weil wir beschaffen ja auftragsneutral, die Ware läuft über Lager. Und wenn Sie halt Lagerbestände haben, die in Vorperioden beschafft wurden zu anderen Einstandspreisen, ergibt sich daraus ein leicht sich steigender Wert, wenn Sie die Entnahme tätigen, die Leistung zu erbringen, von der Technik her.

Aber wir haben es auf dem Schirm und wir sind natürlich auch mit unseren Vertrieblern in der Diskussion, wenn erkennbar ist, dass hier gewisse Positionen sich doch signifikant verändern, dass wir da natürlich auf den Kunden zugehen. Also, das eine ist, wir haben eine sehr starke Mixverschiebung drinne, dann haben wir eine Mixverschiebung der Umsatzverteilung, die wir hatten, sodass wir im Grunde genommen bezogen auf die nächsten Quartale eine Entwicklung erwarten, die sich gemäß unserer Planung widerspiegelt.

Operator

Vielen Dank. Ein Blick nach Asien: Sie erwarten für Asien im Q2 einen deutlichen Umsatzanstieg, weisen aber zugleich auf die niedrigeren Deckungsbeiträge aufgrund des intensiven Wettbewerbs hin.

Sollten wir dies als einmalige Preiseffekte im Zusammenhang mit spezifischen Projekten in Indien und China verstehen oder deutet dies auf ein strukturell niedrigeres Margenprofil in Asien hin? Und mit welchen Maßnahmen steuern Sie dem entgegen?

Carsten Salewski

Das ist eher eine Marktfrage. Also, sagen wir so, die Deckungsbeiträge hängen ja jetzt nicht nur an der Region, sondern auch am Produkt.

Und wenn wir über den Mix im ersten Quartal sprechen, dann waren da vielleicht weniger für die hochpreisigen Systemen dabei. Und im unteren Preissegment, also das ist auch so ein Einstiegsprodukt, wie jetzt sagen wir jetzt mal aus dem SMT-Bereich, gibt es da Pastendruck-Inspektionen und dann eine optische Bestückungs- oder Lötstellenkontrolle.

Das sind jetzt eher Systeme, die im niedrigeren Preissegment sind und dort gibt's auch mehr Wettbewerber. Insofern ist das richtig, da gibt's einen höheren Wettbewerbsdruck, sind aber Einstiegsprodukte, mit denen wir dann unsere hochpreisigen automatischen Röntgeninspektionen verkaufen.

Also, da gibt's ganz viele Beispiele auch aus Asien. Insofern ist das dann eher ein zeitlicher Zusammenhang.

Bei den automatischen Röntgeninspektionssystemen gibt's nicht so große Unterschiede im Preisniveau in den verschiedenen Regionen. Insofern sind wir da jetzt nicht so betroffen.

Wie wir dagegenarbeiten, ich sagte es vorhin schon: Effizienz in der Fertigung, dass wir ein bisschen die Variantenvielfalt jetzt reduziert haben, dass wir kostengünstiger fertigen. Aber Herr Schwingel sagte es auch, die Kriegssituation und die Energiekosten sind, wie sie sind, und das versuchen wir natürlich weiterzugeben.

Ist in einem wettbewerbsumkämpften Markt wie Indien nicht so leicht, muss man dazu sagen. Da haben wir dann entsprechend auch ja, ich sag mal, Aufgabe, das Preisniveau zu halten.

Funktioniert einigermaßen gut, weil wir mit unseren Produkten da eben auch Merkmale haben, die es so, sagen wir mal, in den wachsenden Anbietermarkt zum Beispiel aus China nicht gibt. Dazu kommt noch, das ist jetzt sicherlich ein bisschen über die Zusammenhänge, dass die chinesischen Maschinenbauer in Indien nicht so stark vertreten sind.

In Europa sehen wir sie auch nicht, in USA sowieso nicht. Insofern ist da eigentlich in China dann eher so eine Marktverschiebung da, dass das Low-End jetzt aus unserer Sicht eher lokal ist, aber im High-End haben wir sicher noch 3 bis 5 Jahre Vorsprung, was die Technologie angeht.

Insofern sehen wir uns im Moment gut aufgestellt.

Operator

Vielen Dank für die Ausführung. Meine Damen, meine Herren, ich habe noch eine weitere Frage, daher gerne die Erinnerung: Sollten Sie noch Fragen haben, nutzen Sie gerne die Chatbox, diese zu stellen.

Es geht noch einmal das Thema Guidance und Batterieprojekte. Mit welcher Gewichtung sind die möglichen Umsätze der Batterieprojekte in der Guidance enthalten?

Dirk Schwingel

Wollen wir den Dart holen? Das ist eine interessante Fragestellung.

Also, wir machen ja eine Segmentierung nach Regionen und nicht nach Produkten. Deswegen möchte ich da so ein bisschen mich nicht rausreden, aber es ist letztendlich immer wie Herr Salewski auch gesagt hat, das Batteriegeschäft ist im Grunde genommen ein Projektgeschäft.

Und natürlich unterstellen wir im Rahmen unserer Planung eine gewisse Größenordnung, wie wir sie im Grunde genommen erstmal verfolgen. In der Guidance ist jetzt, muss man dazu sagen, kann man durchaus grob sagen, dass wir so die ja kleiner 10% im Rahmen des Umsatzes hier erwarten.

Und die Ergebnisbeiträge im Batteriegeschäft kann man unterstellen, sollten etwas besser sein, weil wir da im Grunde noch eine gewisse Technologieführerschaft haben. Das haben Sie auch gesehen im Rahmen der Darstellung der Produkte, aber der Markt kommt da nicht so richtig zum Laufen.

Sofern jetzt das als Antwort reicht, also die Gewichtung im Grunde genommen im Rahmen der Umsätze die 10%, kleiner 10%, erstmal leichte Ansätze, aber das kann halt sehr stark sich verändern, ne?

Carsten Salewski

Ja, vielleicht noch ergänzend dazu: Denn die Frage zielt ja auch darauf hin, im Seriengeschäft haben wir ja zwischen Auftrag und Umsatzlegung so maximal 3 Monate, häufig kürzer. Bei den langlaufenden Großprojekten ist natürlich schwieriger jetzt, dass wir Auftragseingang und Umsatz gleich halten.

Also, das kann dann schon passieren, dass wir im Auftragseingang da ich sag mal mehr an die Obergrenze der Guidance kommen und das werden wir dann adressieren, wenn das so weit ist. Aber im Grunde genommen ist auch ohne die Großprojekte die Guidance ich sag mal unsere Hauptplanung, denn die Großprojekte lassen sich schwieriger einordnen, was die genauen Zeitpunkte der Auftragserteilung angeht, aber da wir jetzt schon relativ dicht dran sind und vermuten, dass da sich bald was bewegt, haben wir das heute schon mal adressiert.

Operator

Vielen Dank. Wir haben tatsächlich noch zwei weitere Fragen erhalten.

Die erste Frage bezieht sich auf den Produktmix: Wie viel Prozent des Umsatzes werden im High-End-Bereich erzielt?

Carsten Salewski

Wir veröffentlichen ja nicht nach Produktarten, aber ich kann sagen, dass die automatische Röntgeninspektion oder das Röntgengeschäft insgesamt wir zum High-End-Bereich, wie Sie es nennen, zählen würden und dass ich glaube mehr als die Hälfte unseres Umsatzes ausmacht.

Operator

Vielen Dank. Und dann lassen Sie uns noch einen

Dirk Schwingel

Ich korrigiere, Dreiviertel.

Carsten Salewski

Mhm.

Operator

Einen Blick in die mittlere Zukunft werfen: Welche EBIT-Marge streben Sie in 2 Jahren an beziehungsweise haben Sie eine Mid-Term Guidance formuliert?

Dirk Schwingel

Naja, also, es ist ja so, dass es zu unserer Geflogenheit zählt, also nichts übers ein Jahr, also das aktuelle, hinauszuberichten. Und da haben wir ja gesagt gehabt, wir streben ja erstmal eine Marge an von 2 bis 5%, obwohl wir das erstmal als Sightseeing betrachten zum Vorjahr.

Wir haben das Thema der Strukturen beschrieben und wir haben die Unternehmensstruktur so ausgerichtet, dass wir natürlich über diesen Weg hinausskalieren wollen. Also, ich denke mal, ich sag nichts Falsches, wenn ich sag, dass wir auf alle Fälle für die nächsten, also in 2 Jahren, eine Marge anstreben, die oberhalb der 5% liegt, weil wir im Grunde genommen wieder zur alten Profitabilität kommen wollen bei geänderten Rahmenbedingungen.

Ich hatte es ja erweitert, der Automotive-Bereich hat sich massiv gewandelt, die geopolitischen Verwerfungen haben massiv unsere Kundenstrukturen beeinflusst, aber wir haben Potenzial und wenn man mal wieder das Thema hier Batterie bemühen kann, wir haben's seinerzeit ganz klar, deswegen auch die Ausgründung, als Zugpferd für die Zukunft gesehen gehabt und wir sind zuversichtlich, dass wir in den nächsten 2 Jahren auch hier weitere Erfolge hoffentlich vermelden können.

Operator

Vielen Dank für die Ausführung. Herr Schwingel, Herr Salewski, meine Damen und Herren, uns liegen dato keine weiteren Fragen vor und es ist auch niemand damit beschäftigt, noch eine weitere Frage einzureichen.

Von daher kommen wir zum Ende der heutigen Präsentation und ich darf Ihnen herzlich danken für die aufschlussreichen Fragen, die Sie gestellt haben, und ein herzliches Dankeschön an Sie, meine Herren, für Ihre Zeit und die Einblicke. Allen Teilnehmern haben wir wie gewohnt einen kurzen Feedbackbogen ins Postfach gelegt.

Von daher wären wir Ihnen sehr verbunden, wenn Sie das Feedback zum heutigen Call mit der Viscom SE teilen würden. Und damit darf ich für ein paar abschließende Worte noch einmal an Sie übergeben.

Carsten Salewski

Ja, herzlichen Dank für Ihr Interesse und bis demnächst.

Dirk Schwingel

Genau, schließe mich an und kommen Sie gut ins lange Wochenende rein. Vielen, vielen Dank.

Operator

Vielen Dank. Machen Sie es gut.