Jungheinrich AG Pref

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Q4 FY2025 · Earnings Call TranscriptMarch 27, 2026

Operator

Ein wunderschönen guten Morgen und herzlich willkommen zur Jungheinrich Bilanzpressekonferenz 2026. Schön, dass Sie dabei sind.

Gleich werden Ihnen Jungheinrich Vorstandsvorsitzender Dr. Lars Brzoska und Finanzvorständin Heike Wulf die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorstellen.

Bevor wir damit beginnen, ein ganz kurzer technischer Hinweis für alle Journalisten: Im Anschluss an den Livestream werden Sie natürlich die Möglichkeit haben, Ihre Fragen an den Vorstand zu stellen. Dafür öffnen wir das Journalistenportal.

Bitte klicken Sie auf den Link zum Teams Call erst dann, wenn die Präsentation ihr Ende genommen hat. Erst dann werden wir mit dem Teams Call beginnen.

Das war's von mir. Ich übergebe das Wort an unseren Vorstandsvorsitzenden Dr.

Lars Brzoska. Herr Brzoska.

Dr. Lars Brzoska

Vielen Dank, Benedikt. Herzlich willkommen, auch im Namen von Heike Wulf, die hier direkt neben mir sitzt, unsere Finanzvorständin, zu unserer heutigen Bilanzpressekonferenz.

Wir haben wie immer die bekannte Agenda für Sie vorbereitet: Highlights 2025, die ich übernehmen werde. Heike Wulf geht dann stärker auf die Finanzkennzahlen, auf die Details ein, und ich werde dann schließen mit einem Ausblick für 2026.

Und wir freuen uns dann jetzt schon auf Ihre Fragen im Anschluss an unsere Präsentation. Bevor wir aber auf die Finanzkennzahlen kommen und auf den Bericht zur Strategie, möchte ich ein Thema hier einmal anbringen, was auch ein Herzensthema für mich ist: Wir haben jetzt unseren Vorstand vollständig, und wie Sie vielleicht auch an meinem Gesicht entnehmen können, ich freue mich auch sehr darüber, wen ich hier alles jetzt an Bord habe.

Wir haben ja verschiedenste Veränderungen gehabt in der jüngeren Vergangenheit. Wir sind jetzt mit Nadine Despineux, unserer Vertriebsvorständin, mit Heike Wulf, unserer Finanzvorständin, Tobias Harzer seit Februar nunmehr Automation und Warehouse verantwortlicher Vorstand und Mike Mantey als CTO vollständig mit einem Team, mit dem wir nun in die Zukunft gehen.

Was haben wir in 2025 erreicht? Hier mal die Highlights, auf die wir nachher im Detail noch weiter eingehen werden.

Wir haben einen Auftragseingang erreicht von 5,4 Milliarden € und einen Umsatz von 5,5 Milliarden €. Wenn man bedenkt, welche Rahmenbedingungen wir im letzten Jahr hatten und welche wir aktuell auch haben, ist das aus unserer Sicht eine sehr robuste Entwicklung.

Das EBIT – hier muss man Sondereffekte berücksichtigen des letzten Jahres, auch darauf gehen wir gleich noch mal im Detail ein – beläuft sich bereinigt auf 448 Millionen €. Das entspricht einem EBIT Return on Sales von 8,1%.

Der Free Cashflow mit 314 Millionen € auch ja, auf Basis Hintergrunds, den wir alle kennen, ein sehr starker Cashflow, und der Dividendenvorschlag durch das reduzierte Ergebnis mit einer stabilen Ausschüttungsquote dann aber auch wieder bei 28%. Die Strategie 2030+, die wir im letzten Jahr, Anfang letzten Jahres, vorgestellt hatten, haben wir mit verschiedensten Meilensteinen erfolgreich gestartet.

Auch dazu gibt es nachher noch mehr Details. Ein wesentlicher Bestandteil des Ganzen, der durchaus auch pressetechnisch viel Raum eingenommen hat: unser Transformationsprogramm und die Kostenreduzierungen.

Diese sind weitgehend umgesetzt. Auch dazu gehe ich gleich noch mal auf Details ein.

Wir haben bekanntermaßen im letzten Jahr unseren Markteintritt im Mid-Segment gestartet. Und ich kann Ihnen sagen: Wir waren auf der LogiMAT jetzt diese Woche mit hervorragendem Kundenfeedback zu unserer Strategie, mit guten Auftragseingängen, die wir mitnehmen.

Also der Start verläuft sehr positiv, und wir sind auch deswegen sehr positiv, dass die Strategie absolut richtig ist. Ja, und last, but not least und auch von vielen sehnsüchtig, auch richtigerweise, erwartet: unsere neue Segmentstruktur, die wir nun abgeschlossen haben und über die wir heute auch berichten werden.

Nun noch einen kurzen Ausblick auf das Jahr 2025 auch im Abgleich mit der Prognose vom 5. Dezember: Im Auftragseingang am unteren Rand der Prognose mit 5,4 Milliarden €.

Das vierte Quartal war dann doch etwas schwächer als erwartet. Ich gebe Ihnen nachher noch mal einen Eindruck, keine konkreten Zahlen, zum Q1 '26, wo wir im Auftragseingang durchaus auch wieder positive Signale sehen, aber dazu später.

Umsatz mit 5,5 Milliarden sehr erfolgreich im Midpoint. Das EBIT reported, wie Sie hier sehen, 228 Millionen €, 4,2% EBIT ROS.

Da bitte berücksichtigen die One-off-Effects, die Einmaleffekte durch die Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft, des Transformationsprogramms und eine Abschreibung im Bereich Forschung und Entwicklung, die sich dann auf 220 Millionen summieren. Wie gesagt, ohne oder unter Berücksichtigung dieser Effekte lagen wir bei 8,1% und 448 Millionen € EBIT.

Dementsprechend EBT und EBT-ROS auch beeinträchtigt, genauso wie der ROCE. Der Free Cashflow natürlich unverändert mit 314 Millionen € aus unserer Sicht ein durchaus sehenswertes Ergebnis.

Nun zu den strategischen Handlungsfeldern und eine kurze Reflexion dessen, was wir erreicht haben: Walk the talk. Wir haben viel erzählt, was wir alles erreichen wollen mit unserer Strategie, und hier sind einmal die wesentlichen Meilensteine des letzten Jahres zugeordnet zu den Handlungsfeldern, die Sie ja kennen.

Globale Expansion: Wir haben Ende letzten Jahres eine Akquisition getätigt in den USA, die Firma Invar, nicht besonders groß, aber wir haben dann schon im November ein sehr großes Automationsprojekt gewonnen. Invar bringt eine Kompetenz mit, ein Netzwerk, auch viele große Kunden, die wir in Nordamerika sehr gut gebrauchen und die auch Teil nun der Storage Solutions Gruppe sind.

Der Ausbau des Automation-Geschäftes in USA und insgesamt in Nordamerika schreitet damit sehr gut voran. Auf der anderen Seite des Globus: Eröffnung des Global OEM Centers in Shanghai.

Wir bündeln dort alle Funktionen zur Steuerung des Mid-Tech-Geschäfts. Und da das Mid-Tech-Geschäft ja nun chinesisch geprägt ist, die Produkte aus China kommen, war es auch der sinnvolle Schluss und die Entscheidung, das Mid-Tech-Center eben in China in Shanghai zu gründen.

Das haben wir getan, und es läuft jetzt erfolgreich an, es steuert den gesamten Warenstrom und die Bestellungen von unserem Partner in die Welt. Ja, und last, but not least, ebenfalls in Asien, haben wir eröffnet das Business Excellence Center in Malaysia.

Wie Sie wissen, verlagern wir seit einiger Zeit Funktionen aus High-Cost-Countries, Hochlohnländern, in andere Länder. In Europa sind das maßgeblich Rumänien und auch Spanien mit einem IT-Fokus, Zagreb, Kroatien, für Entwicklungstätigkeiten.

Und in Malaysia sind es nun ebenfalls Funktionen, die für Asien maßgeblich tätig werden, die wir eben nicht in Europa abbilden wollen, auch allein schon aufgrund von Zeitzone und Kultur. Dann in dem Bereich der Automatisierung: vielleicht mal das Wichtigste: Wir sehen, dass die Strategie, die neue Strategie, Früchte trägt.

Wir haben jetzt auch in diesem Jahr sehr schöne Aufträge gewonnen, große Aufträge gewonnen. Darüber kann ich Ihnen leider noch nicht jetzt berichten fürs erste Quartal.

Im letzten Jahr haben wir dafür die Grundlage gelegt, eine neue Organisation, eine Automation-Organisation sieht immer anders aus als eine Organisation, die Produkte verkauft. Das haben wir im letzten Jahr umgesetzt.

Wir haben die Mannschaft neu aufgestellt, wir haben die Strategie angepasst, wir haben Schwerpunkte gebildet, insbesondere im Bereich der Branchen, und konzentrieren uns jetzt fokussiert auf diejenigen, wo wir auch die größten Erfolgsaussichten haben und das größte Wachstum. Das bezieht sich sowohl auf Automated Solutions als auch auf den großen Bereich Mobile Robots.

Im dritten Bereich: Portfolioerweiterung. Mid-Tech, wie gesagt, gestartet.

Wir haben im letzten Jahr die Unterschrift unter unseren strategischen Rahmenvertrag und Partnerschaft gesetzt zusammen mit EP. Seitdem haben wir den Markteintritt und die Produkteinführungen der Mid-Tech-Produkte AntOn by Jungheinrich, startend mit Europa und jetzt kommend auch im Rest der Welt.

Wir haben aber auch, nicht zu vergessen, viele Jungheinrich-Produkte, die wir nun in den Markt einführen und die wir auf der LogiMAT gezeigt haben. Ich gehe dann nachher noch mal im Detail ein.

Das High-Tech-Segment, Jungheinrich gelb, ist weiterhin von hoher Bedeutung. Mid-Tech-Segment kam jetzt entsprechend hinzu.

Wir entwickeln uns jetzt zu einem echten Full-Liner über diese beiden Segmente. Und was wir auch unter Portfolioerweiterung Ihnen präsentiert haben: Uplift Ventures.

Wir hatten eine erste erfolgreiche Ausgründung, gleich das erste Venture mit Thurnus AI, wie der Name schon sagt, ist also AI, es ist Artificial-Intelligence-getrieben. Und wir bauen das Ganze weiter aus, sowohl im Bereich Corporate Venture Building als auch im Bereich Corporate Venture Capital.

Ja, und zum Schluss: Transformation. Transformation ist bei uns viel mehr als nur Kostenreduzierung und Effizienzerhöhung.

Wir haben natürlich im letzten Jahr – das haben Sie sicherlich mitbekommen – die standort- und personbezogenen Maßnahmen sind es angegangen, haben sie umgesetzt, und wir haben jetzt für alle die Maßnahmen, fürs gesamte Maßnahmenpaket, die Umsetzung weitgehend umgesetzt. Transformation ist aber auch die Restrukturierung unserer Prozesse.

Und darauf aufbauend dann eben auch die Digitalisierung dieser Prozesse. Wir wandeln uns von einem gewachsenen Unternehmen über 73 Jahre hin jetzt zu einem viel schlankeren, viel moderneren, viel effizienteren Unternehmen auch mit Blick auf die Abwicklung, auf die Prozesse und im Hinblick auf Digitalisierung.

Das ist das Programm DEEP, das Sie kennen, das in diesem Jahr besondere Meilensteine erfahren wird, aber dazu kommen wir später im Ausblick. Und dann, last, but not least: Nachhaltigkeit bei uns weiterhin ein wesentliches Thema, auch unserer DNA.

Dort haben wir bei CDP erstmals die Stufe A erreicht und natürlich bei EcoVadis unseren Platinstatus bestätigt. Zwei Themen, auf die ich gesondert eingehen möchte, weil sie so groß, weil sie so wichtig sind, zum Transformationsprogramm, und zwar hier der Schwerpunkt der Kosteneinsparung, der Kostenreduktion.

Die Notwendigkeit dieser Maßnahmen haben wir im letzten Jahr schon dargelegt. Wir haben einen immens verschärften globalen Wettbewerb, sicherlich auch hervorgerufen durch die Schwäche, durch die Wirtschaftsschwäche in der Welt, jetzt auch noch mal verstärkt durch einen weiteren Krieg im Iran, aber insbesondere auch durch die, wie wir es nennen, die Chinese Wave, respektvoll nennen wir das, weil die Chinesen dort in den letzten Jahren sehr stark geworden sind und jetzt einen erheblichen Einfluss haben in Märkten, in denen sie zuvor nicht so vertreten waren wie heute.

Das alles bringt enormen Druck auf Innovationsnotwendigkeit und Co., aber eben auch auf die Kosten. Und das war der Grund, warum wir diese Maßnahmen nun vollziehen mussten.

Wir hatten uns als Ziel gesetzt, jährlich rund 100 Millionen € durch die Optimierung des Produktionsnetzwerkes, durch den Abbau im administrativen und im Innendienstbereich und durch weitere Maßnahmen gerade auch in Hochlohnländern dies zu vollziehen, hatten den Ausblick gegeben, dass es größtenteils in 2027 dann effektiv sein wird mit einem Full-Year-Effekt in 2028. Ich kann Ihnen jetzt sagen: Wir sind fast durch.

Es gibt nur noch in dem einen oder anderen Land nun Nacharbeiten und die Abschlüsse von Verhandlungen, aber wir können bestätigen, dass wir die 100 Millionen € Kosteneinsparung erreichen werden, vielleicht sogar etwas früher als ursprünglich gedacht. Es geht hier 1.000 Stellen im Abbau und auch in der Verlagerung Nearshore und Offshore.

Zum Produktionsnetzwerk: Weil es auch eine solche Aufmerksamkeit erlangt hat: Wir haben dann im Februar die Teilbetriebsschließung in Lüneburg verhandelt mit IG Metall, den Betriebsräten, und wir gehen jetzt in die Umsetzung. Wir haben Einmalaufwendungen von 93 Millionen € in '25 und 17 erwarten wir noch in '26.

Aber nehmen Sie bitte mit: Wir haben auch hier den Plan, das Ziel erfüllt und werden die Kosteneinsparungen erreichen. Und dann einmal ganz besonders, weil das letzte Jahr davon geprägt war: Mid-Tech AntOn by Jungheinrich.

Bitte gehen Sie einmal mit mir auf die rechte Seite des Charts, denn das ist der Grund, warum wir das Ganze machen. Ich hatte das im letzten Jahr schon mal erläutert im Rahmen unserer Strategievorstellung, aber hier noch mal, ins Bewusstsein zu rufen: In 2019 hatten wir einen Weltmarkt in Stück, also Anzahl Flurförderzeuge – wir reden jetzt mal nur über den Bereich Industrial Trucks & Services – von 1,5 Millionen Fahrzeugen.

In 2024 – die 25er Zahlen bekommen wir erst noch – waren es 2,2 Millionen. Das wird sich aber in 20 25 nicht differieren.

Die einzigen Marktsegmente, die wachsen und die auch signifikant wachsen, haben mit China zu tun. Das eine ist der chinesische Inlandsmarkt, der sich in dem Anteil an dem Gesamtmarktvolumen von 30 auf 40% entwickelt hat, extrem stark, extrem hohe Nachfrage, aber auch der Export chinesischer Hersteller, und das sind die Produkte, die wir natürlich im Mid-Tech-Bereich nun in Europa, auch im Rest der Welt spüren.

Das heißt, im Rest des Marktes, also im High-Tech-Bereich, da ist der Verdrängungswettbewerb jetzt noch stärker geworden. Dazu braucht es Innovation, da braucht es die Anpassung, da braucht es AI, neue Geschäftsmodelle, und im Bereich des Mid-Techs braucht es einen Zugang zu einem Portfolio, was wir vorher nicht hatten.

Jetzt haben wir's. Wir haben in 2025 im Mai die strategische Partnerschaft auch formell besiegelt.

Wir bündeln die Stärken beider Unternehmen. Wir sind also sehr komplementär, nicht nur im Produktportfolio, sondern auch in der Strategie nach vorne und auch in der Chemie.

Also wir passen hervorragend zusammen. Sind in Europa dann im vierten Quartal sehr gut gestartet, haben dort unsere Ziele für das Q4 sogar leicht übertroffen, stark und leicht übertroffen, je nachdem über welches Produktsegment man redet, und wir bauen aktuell unsere Vertriebskanäle, unser Partnernetzwerk stark aus.

Auch auf der LogiMAT haben wir unseren Partnern und die, die Partner werden möchten, gezeigt, was hinter der Strategie steckt. Wir haben auf der LogiMAT, vielleicht haben es viele von Ihnen auch gesehen, auch AntOn auf unserem Hauptstand ausgestellt, zu zeigen, dass es ein echter Bestandteil des Portfolios ist.

Und wir gewinnen jetzt nach und nach starke Händler für auch gerade dieses Segment, aber auch das Jungheinrich-Segment. Wir bauen dann weiter das Portfolio aus, und wir werden auch weiter uns regional ausweiten.

In diesem Jahr kommen schrittweise die Markteinführungen in Asien-Pazifik und auch in Lateinamerika. Über die Gründung des OEM-Centers habe ich schon gesprochen, und alles das, was jetzt in diesem Jahr noch kommt: Wir werden mit EP das Portfolio weiter ausbauen, gerade auch in den Schwerlastbereich, und es gibt weitere Ideen, aber über die wäre es jetzt zu früh zu berichten.

Und damit sind wir bei den Finanzkennzahlen und bei Heike Wulf. Heike.

Heike Wulf

Vielen Dank, Lars. Auch ich möchte Sie, sehr geehrte Damen und Herren, herzlich willkommen zu unserer diesjährigen Bilanzpressekonferenz heißen.

Ich komme nun zum Auftragseingang und etwas detaillierter zu unseren Zahlen: Wie eingangs erwähnt, lag unser wertmäßiger Auftragseingang für die Geschäftsfelder Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie unser Kundendienst im zurückliegenden Jahr bei 5 Milliarden 387 Millionen € und damit etwa 1% über unserem Vorjahreswert. Trotz des sehr herausfordernden Marktumfeldes haben sich insbesondere der Kundendienst und das Neugeschäft positiv entwickelt.

Den Auftragseingang in Stück konnten wir zeitgleich 5% steigern. Hier haben wir am Marktwachstum von lagertechnischen Geräten partizipiert und von unserem Produktmix profitiert.

Im zurückliegenden Jahr haben wir einen Konzernumsatz in Höhe von 5 Milliarden und 502 Millionen € verzeichnet. Dieser leichte Anstieg war insbesondere durch höhere Umsätze im Neugeschäft und im Kundendienst geprägt.

Unser Umsatz mit Miet- und Gebrauchtgeräten ist hingegen leicht gesunken. Folglich stieg unser Anteil des Kundendienstes am Konzernumsatz auf 29%.

Der Umsatz im Finanzdienstleistungsgeschäft ist 4% auf 1 Milliarde 473 Millionen € gestiegen. Mit Blick auf die regionale Umsatzverteilung sind insbesondere die Umsätze in Italien gestiegen.

Da sich Deutschland jedoch rückläufig entwickelt hat, ist der Umsatz in der Region EMEA insgesamt leicht gesunken. Zeitgleich haben wir unseren Umsatz in der Region Americas fast ein Viertel gesteigert.

Wesentlicher Treiber war hier die Entwicklung in den USA. Dementsprechend ist der Umsatzanteil außerhalb der Region EMEA von 17 auf 19% gestiegen.

Kommen wir nun vom Umsatz zum EBIT: Wie bereits eingangs durch Lars Brzoska erwähnt, lag unser EBIT mit 228 Millionen € und einer EBIT-Rendite von 4,2% erheblich unter dem Ergebnis vom Vorjahr. Dieser Rückgang lässt sich mit drei maßgeblichen Faktoren begründen, die sich im dritten und vierten Quartal 2025 ausgewirkt und zu diesen entsprechenden Anpassungen der Prognose geführt haben: Das sind erstens unsere Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft mit 109 Millionen €, zweitens das Transformationsprogramm mit 93 Millionen € sowie drittens ein Verlust aus dem Abgang aktivierter Entwicklungsleistungen für eine nicht fortgeführte Technologie in Höhe von 18 Millionen €.

Ohne diese drei Einmaleffekte hätte sich ein 220 Millionen € höheres EBIT von 448 Millionen € ergeben und die EBIT-Rendite hätte entsprechend bei 8,1% gelegen. In den 448 Millionen € mit der Rendite von 8,1% sind die operativen Beiträge unserer nun verkauften russischen Tochtergesellschaft voll berücksichtigt.

Wenn wir diese Beiträge sowohl im EBIT als auch im Umsatz herausrechnen, kommen wir auf ein EBIT von 424 Millionen € mit einer soliden Rendite von 7,9%, aber dazu später mehr. Erst einmal zum Vorjahresvergleich: Im Vergleich zu 2024 und bereinigt die Einmaleffekte von 220 Millionen € resultierend konnten wir unser EBIT mit 448 Millionen leicht 3% steigern und somit eine Rendite von 8,1% auf vergleichbarer Basis zum Vorjahr erzielen.

Das Finanzergebnis lag mit -32 Millionen € in der Größenordnung des Vorjahres, sodass unser bereinigtes EBT mit 416 Millionen €, 7,6%, ebenfalls vergleichbar und leicht über dem Vorjahreswert liegt. Lassen Sie mich nun etwas detaillierter auf den Verkauf unserer russischen Tochtergesellschaft und die damit einhergehende Beendigung unserer Geschäftsaktivitäten in Russland eingehen.

Wichtig für das Verständnis dieses komplexen und langwierigen Verkaufsprozesses ist, dass das regulatorische Umfeld in Russland strenge Vorgaben für die Veräußerung von Beteiligungen von Unternehmen aus sogenannten unfreundlichen Staaten macht. Insbesondere sieht es eine Freigabeerfordernis durch russische Behörden und eine Kaufpreishöchstgrenze vor.

In dem vom Käufer betriebenen Verfahren zur Erlangung dieser regulatorischen Freigabe hat es Verzögerungen gegeben, sodass wir erst im Dezember 2025 die Freigabe unter Auflagen erteilt bekommen haben. In der Folge kam es zu einer Verringerung des vertraglich vereinbarten Kaufpreises.

Im vergangenen Monat konnten wir den Verkauf abschließen und damit einen Schlussstrich unter das Kapitel Russland setzen. Finanziell hat die Veräußerung zu einer einmaligen Belastung geführt: Im Geschäftsjahr 2025 haben wir 109 Millionen € verkraften müssen, und durch die Entkonsolidierung im Februar diesen Jahres werden im laufenden Jahr noch 20 Millionen € Belastung zu Buche schlagen.

Die russische Tochtergesellschaft hat 2025 operativ jeweils rund 150 Millionen € Auftragseingang und Umsatz sowie 24 Millionen EBIT generiert. Die soeben beschriebenen 2025 angefallenen Belastungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft sind nicht steuerwirksam, und diese haben das Ergebnis nach Steuern in voller Höhe belastet.

Unser Ergebnis nach Steuern ist deshalb spürbar auf 104 Millionen € gesunken. Die Steuerquote entspricht somit 47%.

Entsprechend liegt auch das Ergebnis je Vorzugsaktie mit 1,03 € deutlich unter Vorjahr. Wir möchten aber an unserer Ausschüttungsquote aus dem Vorjahr festhalten und erneut 28% unseres Ergebnisses nach Steuern ausschütten.

Deswegen werden wir der Hauptversammlung am 19. Mai 2026 eine Dividende in Höhe von 29 Cent je Vorzugsaktie vorschlagen.

Das feste Ziel unserer Dividendenpolitik ist, 25 bis 30% des Ergebnisses nach Steuern auszuschütten. Die Anzahl unserer weltweit Beschäftigten ist insgesamt 516 FTE gestiegen.

Zum 31. Dezember 2025 waren 21.438 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jungheinrich-Konzern beschäftigt.

Der Personalaufbau ist maßgeblich auf den Ausbau von Tätigkeiten in unseren Business Excellence Centern, die Produktionsausweitung in unserem Werk in Tschechien und die Akquisition von Invar in den USA zurückzuführen. In Deutschland ist unserer Anteil der Mitarbeitenden 1% zurückgegangen.

Unsere Investitionen mit 87 Millionen € sind in etwa so hoch wie im Vorjahr, und auch unsere Investitionsquote liegt mit 1,6% auf Vorjahresniveau. In den Investitionen für 2025 sind rund 11 Millionen für unser Experience Center in Moosburg enthalten, wo wir kürzlich auch Richtfest gefeiert haben.

In unserem Experience Center werden wir automatisierte Systeme, Softwarelösungen und kundenspezifische Lagerlogistikkonzepte live erlebbar machen. Die Inbetriebnahme ist für Ende diesen Jahres vorgesehen.

Demgegenüber sind unsere Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 205 Millionen € gestiegen. Grund hierfür ist neben der Ausweitung unserer Entwicklungsleistung der bereits erwähnte einmalige Effekt in Höhe von 18 Millionen € aus dem Abgang einer nicht fortgeführten Technologie im Automatisierungsbereich.

Unsere Aktivierungsquote liegt mit 28% in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Im Jahresverlauf haben wir durchschnittlich 1.133 Mitarbeitende im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt und damit mehr als im Vorjahr mit 1.186 Mitarbeitende.

Lassen Sie mich noch eine Sache ergänzen: Ohne unseren Einmaleffekt im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsausgaben wären wir 9% gewachsen und hätten eine Aktivierungsquote von 31% erreicht. Kommen wir nun zu unserem erneut sehr starken Free Cashflow: Dieser lag 2025 bei 314 Millionen €.

Der im Vorjahresvergleich zu sehende Rückgang 117 Millionen € ist sowohl auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit als auch auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit zurückzuführen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von Januar bis Dezember 2025 lag bei 490 Millionen € und ist damit 88 Millionen € gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen.

Den größten Einfluss auf den Rückgang hatte das Working Capital, da wir den Forderungsabbau von 2024 nicht in einem ähnlichen Umfang wiederholen konnten. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit spiegelt wider, dass wir mehr Geld investiert haben.

Wesentlicher Grund hierfür ist die Akquisition von Invar und die damit verbundene Kaufpreiszahlung. Unser ROCE ist im letzten Jahr auf 8,3% gesunken.

Auch dieser Effekt ist maßgeblich auf die Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Veräußerung unserer russischen Tochtergesellschaft und dem Transformationsprogramm zurückzuführen. Die Veräußerung unserer russischen Tochtergesellschaft hat auch unser Working Capital geprägt.

Es berücksichtigt nun nicht mehr das Russlandgeschäft, das letztmalig 2024 im Working Capital enthalten war. Das im Konzern verbliebene Working Capital ist im Vergleich zum Vorjahr spürbar zurückgegangen: absolut auf 961 Millionen € und auch anteilig in Bezug zu unserem Konzernumsatz auf 18%.

Unser Geschäft mit Finanzdienstleistungen hat auch 2025 einen starken Beitrag geleistet: Mit einem Plus von 4% auf 1 Milliarde 473 Millionen € lag der Umsatz mit Finanzdienstleistung unverändert deutlich über einer Milliarde, und auch der Vertragszugang zum Neuwert ist mit 1 Milliarde und 83 Millionen spürbar gewachsen. Die Leasingquote, also die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge über Finanzdienstleistungsverträge, lag im zurückliegenden Jahr bei 42%.

Unsere Refinanzierung erfolgt laufzeit- und zinskongruent. Finanzdienstleistungen sichern langfristig unsere Kundenbindung.

Und hiermit übergebe ich an Lars, der uns einen Ausblick auf 2026 geben wird.

Dr. Lars Brzoska

Vielen Dank, Heike. Also 2025 auf den zweiten Blick ein sehr solides Jahr.

Mehr interessiert Sie sicherlich: Wie geht's denn weiter? Wie wird 2026?

Bevor wir auf die Finanzkennzahlen eingehen, auf die Prognosen in Zahlen, lassen Sie mich einmal auf die Schwerpunkte unserer strategischen Handlungsfelder eingehen, auf das, was wir gemäß Strategie in diesem Jahr erreichen wollen und werden. Und ich gehe wieder chronologisch durch, von links nach rechts: In der globalen Expansion werden wir gerade mit Blick auf Nordamerika und APAC unsere M&A-Aktivitäten stärken.

Es wäre jetzt zu früh, darüber zu berichten, das wissen Sie, aber hier sind wir weiterhin mit Unternehmen im Gespräch, gerade außerhalb Europas den Umsatzanteil und das Geschäft zu erhöhen. Das gilt sowohl für den Bereich Industrial Trucks & Services als auch für den Bereich Automation.

Was auch sehr wichtig ist, all around the world – fängt bei Europa an natürlich, wo wir schon stark präsent sind – ist die Ausweitung unserer Vertriebskanäle. Sie kennen uns als ein Unternehmen, was einen Schwerpunkt im Direktvertrieb hat, wo wir auch sehr stark sind, und wir müssen weiter gehen in die Fläche, deswegen auch die Strategie, das Partnernetzwerk, Händlernetzwerk viel stärker auszubauen und auch Online-Plattformen viel stärker einzusetzen und am Ende einen Multichannel-Vertrieb aufzubauen.

Dann: Forcierung zusätzliches Umsatzwachstum. Ich bin im ersten Punkt schon mal drauf eingegangen.

Wir haben ja das Ziel, 30% und mehr außerhalb Europas zu erreichen im Umsatz. Das geht nur über Akquisitionen, und da sind wir, wie gesagt, intensiv dran.

In der Automatisierung, was werden wir tun und was auch schon die ersten Früchte trägt, also schon abgebildet über Auftragseingänge in diesem Jahr: Wir werden die Marktbearbeitung viel gezielter vornehmen. In der Vergangenheit haben wir versucht, alles irgendwie zu erschlagen, zu bekommen, egal welche Industrie, egal welches Projekt.

Das setzen wir jetzt viel fokussierter ein. Dadurch sind die Ressourcen natürlich auch viel effektiver eingesetzt, und wir konzentrieren uns hier insbesondere auf die Branchen Handel, Logistik, wo wir sowieso schon stark sind, aber auch auf die Produktion, produzierendes Gewerbe, und auf den Bereich Nahrungsmittel und Getränke.

Wir müssen skalieren, das ist der zweite Punkt. Wenn wir es nicht schaffen, oder wenn man es nicht schafft, die Ressourcen über Standards, Standardprozesse, Standardlösungen, auch ausgewählte Partner, auf bestimmte Sachen zu fokussieren, auf bestimmte Felder zu fokussieren, dann kann man nicht skalieren.

Das ist nicht nur eine Frage einer Plattform und von Software, sondern auch eben der beschriebenen Marktfokussierung und Projektfokussierung. Und diese standardisierten Branchenlösungen, die weiten wir jetzt in diesem Jahr deutlich aus, die Skalierbarkeit und die Kosteneffizienz zu steigern, nicht nur Top-Line, sondern auch Bottom-Line im Bereich der Automatisierung stark voranzukommen.

Und wir weiten natürlich das Kundendienstgeschäft aus, insbesondere für automatisierte Lösungen. Das hat aber auch mit der Installed Base zu tun: Je mehr wir verkaufen, umso mehr können wir auch servicen.

Im dritten Bereich: Portfolio. Ich hatte es eingangs auch schon mal angerissen: Wir werden uns weiter zu einem Full-Liner entwickeln im High-Tech-Bereich und im Mid-Tech-Bereich.

Das heißt, mit unserem Partner werden wir das AntOn by Jungheinrich Mid-Tech-Portfolio ausweiten. Wir werden insbesondere in den Bereich der Schwerlastfahrzeuge gehen, aber auch in den Bereich automatisierter Lösungen.

Und ich gehe gleich noch mal ein explizit auf den Bereich High-Tech. Da tun wir auch ganz viel, wie wir es auf der LogiMAT schon vorgestellt.

Die strategische Partnerschaft mit EP wird weiter ausgebaut, auch über das Portfolio hinaus, und nicht zu verkennen: heute noch sehr klein, hoffentlich morgen ganz groß, systematischer Aufbau innovativer Unternehmen, Start-ups und Beteiligung durch unsere Uplift Ventures. Corporate Venture Building schon im letzten Jahr etabliert und mit dem ersten Schritt auch schon erfolgreich, und Corporate Venture Capital im letzten Jahr, aber in diesem Jahr noch mal forciert mit einem guten Fondsvolumen, das wir an den Start bringen werden.

Dann unter Transformation werden wir das bestehende Transformationsprogramm abschließen. Großteil der Effekte erwarten wir jetzt ab 2027.

Und wir werden in diesem Jahr gerade zwei Meilensteine im DEEP-Programm sehen. Das ist einmal die Implementierung von DEEP, Prozesse, Systeme, Neuaufsatz zum einen in einer Vertriebseinheit, nämlich in der Schweiz, und in einem unserer Werke in Deutschland.

Und dann werden wir Ende des Jahres auch sehen, dass sich die ganze Arbeit durch vielen Jahre gelohnt hat, und von dort aus geht der Roll-out dann über die Werke und unsere Vertriebseinheiten weiter. Und dann last but not least: das Thema KI extrem wichtig.

Wir haben in der Presse das ein oder andere Mal bekannt gegeben: Partnerschaften, die für uns extrem wichtig sind. Inhouse beschäftigen wir uns schon seit geraumer Zeit mit dem Thema in vielen Facetten.

Wir setzen KI ein nicht nur im Bereich Administration und nette Dinge, die uns ein bisschen effizienter machen, sondern KI ist bei uns ein wesentlicher Bestandteil für eine Innovation unseres Geschäftsmodells und auch für Neuaufsatz diverser Geschäftssegmente. Im Fokus haben wir dabei die Bereiche Miete und Kundendienst, wo KI bei uns eine wesentliche Rolle spielen wird.

Und im Laufe diesen Jahres werden Sie darüber noch mehr erfahren und auch sehen können. Wir sind sehr begeistert, was wir heute schon können, was die KI heute schon kann, und in welchen Bereichen es uns wirklich nicht nur effizienter, sondern auch effektiver machen wird.

Das mal als Ausblick zur Umsetzung wesentlicher Meilensteine im Rahmen unserer Strategie 2030+. Und dann das ist alles PowerPoint.

Jetzt aber kommen wir mal zu etwas ganz Realem. Es stand auf der LogiMAT dieses Fahrzeug, unser Falcon.

Schwerlast trifft Hochvolt, besser kann man es nicht beschreiben. Wir sind bislang weder im Schwerlastbereich noch im Hochvoltbereich vertreten.

Jetzt sind wir es. Der Falcon war der Eyecatcher auf der LogiMAT.

Es ist das mit Abstand schnellste und Lagerumschlag-stärkste Fahrzeug. Das haben wir uns selbst schon in Tests bewiesen, vor Augen geführt.

Es ist also nicht nur auf Papier ein absoluter Performance-Bringer, sondern auch im Vergleich mit den besten Fahrzeugen, egal ob es Verbrenner sind oder andere Hochvoltfahrzeuge im Markt. Und wir haben hier mal gezeigt, was Jungheinrich kann.

Es hat im Augenblick dieses Fahrzeug noch einen Prototypencharakter, aber die ersten Fahrzeuge haben wir schon mit Kunden vereinbart, dass wir diese bei den Kunden in die Anwendung bringen, da sicherlich noch lernen, sodass ab nächstem Jahr dieses Fahrzeug auch in Serie gehen kann. Wir reden hier über ein Segment, was stückzahlmäßig gar nicht so groß ist, mit knapp und bei 20.000 Fahrzeugen in der Welt, also alles über 5 Tonnen, aber der Einzelwert dieses Fahrzeugs ist natürlich ein ganz anderer als im Bereich unter 5 Tonnen.

Und auch nicht zu verkennen: Dieses Fahrzeug ist dann auch eins, was eine ganze Flotte mit sich ziehen kann. Heute waren wir noch darauf angewiesen, oder bis heute darauf angewiesen, dass andere uns die Schwerlastfahrzeuge liefern, wenn Kunden sie wollten, hatten wir Mischflotten bei Kunden.

Das ist ab jetzt nicht mehr der Fall. Also wir sind sehr stolz.

Und man muss jetzt auch noch eine Sache dazu sagen: Unser Team, was dieses Fahrzeug realisiert hat, hat das in einer unheimlichen Geschwindigkeit getan. Also wir haben auch neue Ansätze in der Entwicklung, viel pragmatischer, viel schneller, viel mehr hands-on.

Also auch da entwickeln wir uns von, ich sag mal, etwas traditionell vielleicht im Umgang mit dem PEP, dem Produktentstehungsprozess, hin zu wirklich agil, und dieses Fahrzeug ist genauso entstanden. Also ich freue mich da drauf, vielleicht merken Sie das auch, wenn wir die ersten Fahrzeuge bei Kunden laufen haben und sehen halt auch, wie performant dieses Fahrzeug ist.

Aber es gibt halt eben nicht nur den Falcon, sondern auch eine ganze Reihe von schlagenden Innovationen. Wir haben Riesenschritte gemacht.

Wir haben jetzt endlich, muss man sagen, unsere Fahrzeuge, unser EFG im Bereich 1 2 Tonnen, der 2i und der 3i. Das alte Fahrzeug ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen, jetzt haben wir endlich die neuen Fahrzeuge, und die sind auch ein riesengroßer Schritt nach vorne.

Also auch dort gibt es keinen Grund mehr, warum wir Jungheinrich in diesen Segmenten nicht signifikant Marktanteile jetzt wieder gewinnen können. Genauso ist es auch der EFG 5er, der entstanden ist, auch ein Performance-Fahrzeug.

Diejenigen von Ihnen, die auf der Fachpressekonferenz waren oder zumindest die Berichte gelesen haben, werden das, denke ich, nachvollziehen können. In unserem starken Segment Niederhub- und Doppelstockgeräte, was wir liebevoll Junioren nennen, haben wir auch wieder mit der Baureihe 1i ein starkes Fahrzeug entwickelt.

Und bei den Schubmaststaplern, auch im Bereich der Lagertechnik, sind wir ja ohnehin A) Marktführer und B) mit den performantesten Fahrzeugen unterwegs. Da haben wir jetzt auch einen draufgesetzt mit dem ETV 4i, also überall dort, wo echte Performance gefragt ist, und das haben wir gerade bei unseren Kunden in Logistik, im Retail-Bereich, aber häufig auch in der Produktion, da sind diese Fahrzeuge genau die Antwort.

Und dann kommen wir zum Bereich Mobile Robots und Automation. Hier haben wir den nächsten großen Schritt gemacht im Bereich Hochhub-Mobile-Robot unser neues Fahrzeug vorgestellt und vor allen Dingen immer in Verbindung mit Software zu sehen: die Master Control.

Denn ein Mobile Robot ist nichts ohne die richtige Softwareplattform. Wir haben jetzt beides entwickelt, haben es beides auf der LogiMAT vorgestellt, haben auch dort ein unheimliches Kundeninteresse sehen können und erfahren können, auch die ersten Fahrzeuge dann gleich verkauft auf der LogiMAT bzw.

Projekte gewonnen. Also auch dort sind wir in der richtigen Richtung unterwegs.

Und sowohl der ITS-Bereich, also Schubmaststapler, unten rechts sehen Sie das, und auch im Bereich Mobile Robots hat man auch goutiert, dass wir nicht nur performante Fahrzeuge bauen, sondern auch schöne Fahrzeuge, also haben den Design Award für diese beiden Fahrzeuge, den ERE 212a und ETV 216i gewonnen. In Summe: Wir haben nicht nur einen Fokus und eine Notwendigkeit im Mid-Tech-Bereich und natürlich eine Antwort mit AntOn by Jungheinrich, sondern wir entwickeln High-Tech-Fahrzeuge, starke Innovationen.

Wir werden uns weiterhin im Markt für High-Tech-Produkte differenzieren müssen, und eben mit diesen Fahrzeugen werden wir das auch können. Nun zu den Zahlen und den Ausblick, den Financials.

Kurze Grundlage, auch wenn die sich quasi schon wieder überholt hat, denn der Irankrieg und die Auswirkungen des Irankriegs sind in diesen Prognosen, in diesem Falle hier Internationaler Währungsfonds, noch nicht verarbeitet, ist vom 19. Januar: Die Prognosen sind auch ohne den Irankrieg schwach gewesen und sind schwach.

Sie sehen es: in der Welt 3,3%, USA 2,4 für 2026, China 4,5. Da muss man mal schauen: Sind das nachher auch die Zahlen oder sind das mehr Statistiken als reale Zahlen?

Eurozone mit 1,3 für uns ganz maßgeblich als wesentlicher Markt und Deutschland mit 1,1 ja, wahrscheinlich eher ein Wunsch als Wirklichkeit, muss man ganz ehrlich sagen. Wir haben die bekannten Risiken, eh schon ein schwaches auch europäisches Wirtschaftsumfeld, glücklicherweise die USA etwas stärker.

Wir haben leider geopolitische Konflikte, die sich jetzt noch mal verschärft haben mit dem Irankrieg, und den vorhin schon benannten strukturell steigenden Wettbewerbsdruck. Aber es auch wieder mit den Chinesen zu nehmen: Die bauen Windmühlen bei starkem Sturm und keine Mauern.

Wir haben auch Chancen. Sie haben gerade gesehen, wie viel Innovationen wir in diesem Jahr in den Markt bringen werden.

Wir nutzen AI als eine ganz wesentliche Technologie, Disruption zu forcieren, selbst der Disruptor zu sein. Und wir haben schon konkrete Themen, die wir Ihnen im Rahmen des Jahres präsentieren werden.

Wir haben globale Expansionsmöglichkeiten, wir blicken mit Optimismus darauf, dass wir jetzt auch die Akquisitionen tätigen werden, die uns auch umsatzmäßig und global nach vorne bringen werden. Und weiterhin sind es intakte Treiber, wenngleich natürlich beeinträchtigt durch die Risiken: Elektrifizierung, also weiterhin ist der Trend von Verbrenner zu Elektro; Automatisierung haben wir auf der LogiMAT auch wieder gesehen, ein anhaltender und starker Trend; und natürlich auch das Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Also für uns ein ausgewogenes Chancen-Risiken-Verhältnis. Und nun zur Segmentstruktur, bevor ich jetzt in die Zahlen gehe: Warum haben wir das gemacht?

Natürlich, Ihnen allen mehr Transparenz zu geben, aber es ist insbesondere für die Steuerung unseres Unternehmens wichtig. Denn wenn Sie die Segmente trennen und eine eigene P&L, eine eigene Gewinn- und Verlustrechnung haben und eigene Verantwortliche haben, läuft es in der Regel besser.

Das ist zumindest unsere Erfahrung. Und deswegen haben wir für diese beiden Segmente Industrial Trucks & Services und Automation & Warehouse Equipment, vormals Intralogistik in Gänze, nun eigene Verantwortlichkeiten, eigene Strukturen, eigene Organisation, eigene P&L.

Das Industrial-Trucks-&-Services-Geschäft gliedert sich nach Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte und Kundendienst, das wissen Sie, und Automated Solutions, Mobile Robots und Warehouse Equipment bilden die Pfeiler, die Säulen für Automation und Warehouse Equipment. Wir wollen also mehr Transparenz schaffen, wir wollen es besser steuern.

Financial Services, ja, ist auch ein Segment, aber es unterstützt diese beiden Segmente im Operativen, insbesondere ITS jetzt und AWE in der Zukunft. Und damit kommen wir zur Prognose.

Und ich gehe erstmal auf die rechte Seite, denn wie Heike Wulf vorhin schon sagte: Man muss sich die Zahlen like-for-like anschauen. Die Ist-Zahlen 2025 kennen Sie, die haben wir berichtet.

Die bereinigten Zahlen, darauf sind wir auch schon mal eingegangen, die sehen Sie in der zweiten Säule. Was haben wir jetzt bereinigt?

Das Erste ist nicht nur der negative Ergebniseffekt aus den genannten Gründen – Russland, Transformation und Abschreibung Bereich R&D – sondern wir müssen auch berücksichtigen, dass die Top-Line, also AE und Umsatz, durch Russland jetzt beeinträchtigt ist. Wir haben in Russland in den vergangenen Jahren und bei 150 Millionen € Auftragseingang und Umsatz erzielt, den wir jetzt nicht mehr haben.

Deswegen ist die AE- und Umsatzbasis eine niedrigere, von der wir abspringen, als das vergangenes Jahr der Fall war. Das sehen Sie mit der Markierung 1.

Dann die schon berichteten Ergebniseffekte. Und am Ende haben wir auch für dieses Jahr – sind wir auch schon kurz drauf eingegangen – Ergebniseffekte, negative Ergebniseffekte, in Summe 37 Millionen €, 20 Millionen € durch die Entkonsolidierung der im Februar '26 verkauften russischen Tochtergesellschaft und 17 Millionen noch einmal aus dem Transformationsprogramm.

Wenn man sich das vor Augen führt, dann haben wir eine Prognose – die Midpoints sind einfach errechenbar – ein Wachstum geplant im Auftragseingang. Wir haben im Umsatz im Midpoint kein großes Wachstum, das ist eine Nachkommastelle.

Das hat aber auch damit zu tun, dass der Auftragseingang natürlich zeitlich dem Umsatz vorgeht und wir nicht damit rechnen, dass wir so viel von dem Auftragseingang in diesem Jahr noch in Umsatz bringen werden, zumal ja auch viel Automation-Geschäft dabei sein wird, was ohnehin längerfristig, länger laufende Projekte sind. Im Ergebnis unter Berücksichtigung der Effekte, sowohl bereinigt '25 als auch beeinflusst '26 die 37 Millionen, werden wir mit 380 bis 450 Millionen € EBIT auch eine starke Performance haben und EBIT-ROS dementsprechend unter Berücksichtigung der 37 Millionen € wären wir über den 8% im Midpoint.

Und damit sagen wir, sind wir auch ordentlich unterwegs, also auf dem richtigen Weg nach 2030. Der ROCE wird sich in einer Bandbreite von 14 bis 18%, also wie zuvor, bewegen und der Free Cashflow deutlich oder über 250 Millionen €.

Deutlich ist auf jeden Fall mal unser Ziel. Sicherlich spannend für Sie nun zum ersten Mal die Präsentation nach Segmenten: Mal kurz zurückgehend: Industrial Trucks & Services auf der einen Seite, das ist das große und starke Geschäft, was wir seit Ewigkeiten schon machen.

Automation & Warehouse Equipment machen wir auch schon seit vielen Jahren, beinhaltet sowohl die Automatisierung und alles, was zur Automatisierung gehört, als auch der Bereich der Regale, des Regalverkaufs, also Warehouse Equipment. Letzterer spielt dort eine große Rolle, sowohl Umsatz- als auch Margen-seitig, und Automation ist halt eben das Wachstumsfeld.

Gehe ich gleich drauf ein. Im Bereich ITS – ich gehe jetzt mal wieder so vor wie eben gerade: Erstmal kurze Erläuterung der bereinigten Effekte in '25: Das Russlandgeschäft in der Top-Line, die 150 Millionen, müssen hier berücksichtigt werden im ITS-Segment.

Die haben wir rausgenommen, deswegen ist 2025 noch die 4,5 Milliarden nun 4,4 bereinigt. Dito Umsatz 4,6 auf 4,5, also die Basis, Absprungbasis, sind 4,4 und 4,5 Milliarden € im Bereich ITS.

Und wir sehen in der Prognose dann dort eine Bandbreite von 4,4 bis 4,8. Sie sehen, wir gehen positiv in dieses Jahr rein, was Auftragseingangswachstum anbelangt im Bereich Industrial Trucks & Services, und 4,3 bis 4,7 auch durch Time-Lag ein etwas niedriger, aber dadurch auch eine sehr gute Book-to-Bill-Ratio.

Im EBIT-Bereich hier gilt es dann, die Negativeffekte zu berücksichtigen. Die wesentlichen spielen sich halt eben auch im Bereich ITS ab: 28 Millionen Russland und 15 Millionen Transformationsprogramm.

Im AWE-Bereich finden sich nur 2 Millionen. Diese 35 Millionen, die Sie unten rechts sehen, sind dann schon in den Zahlen oben enthalten.

Es wird also das berichtete EBIT sein und EBIT-ROS, und das befindet sich dann in einer Bandbreite von 360 bis 420 Millionen € kommend von 395, wie gesagt, schon beinhaltet die 35 Millionen Einmaleffekte mit einem EBIT Return on Sales von 8,3 bis 8,9%. Kurzer Cut.

Jetzt zu Automation & Warehouse Equipment: Dort sehen wir, also in der Top-Line hatten wir nichts zu bereinigen, kommend von 0,9, also 900 Millionen € Auftragseingang, dito Umsatz, sehen wir auch dort ein Wachstum in einer Bandbreite von 1 bis 1,2 Milliarden, ein Umsatz auch durch die Zeitverschiebung der großen Projekte von 0,9 bis 1,1, also etwas darunter, aber wie ich eben gerade schon sagte, eine hohe Dynamik im Bereich der Automatisierung, was wir auf der LogiMAT festgestellt haben. Wir werden hier beschleunigt internationalisieren.

Was heißt das? Wir gewinnen zusehends Projekte in Nordamerika – auch vorhin schon mal kurz darauf eingegangen – aber auch in China.

China ist für uns im Bereich ITS ein extrem schwieriger Markt, weil da die großen Spieler den Markt besetzt haben. Im Bereich der Automatisierung haben wir ein Right-to-play – Right-to-play haben wir auch im Bereich ITS, aber hier haben wir auch mehr Chancen und die wollen wir nutzen.

Wir haben in der letzten Zeit auch gute Projekte gewonnen in China und das macht uns positiv, dass wir die Internationalisierung sowohl nach Westen als auch nach Osten im Bereich des Segments AWE hinbekommen werden. Dann: Bottom-Line.

Sieht erstmal grausam aus mit den Negativzahlen der vergangenen Jahre. Da waren Sonderabschreibungen sicherlich bestimmend in 2025, aber man muss auch sagen: Wir haben schon viel investiert.

Sie kennen die Akquisitionen Magazino und Arculus, beides jetzt im Nachgang betrachtet absolut richtige Investitionen in diese beiden High-Tech-Unternehmen und Mannschaften, die jetzt zusehends in Jungheinrich integriert werden, die auch den Lead übernommen haben in der Programmierung unserer maßgeblichen Plattform, gerade Master Control. Wir haben also viel investiert.

Das muss erstmal wirken und nach vorne hin die Projekte bringen, die sich dann in Umsatz und auch im Ergebnis niederschlagen werden. Das ist auch ein wesentlicher Grund, warum wir im Automatisierungsbereich derzeit noch nicht die schwarze Null haben.

Das können Sie sich einfach errechnen und erdenken. Warehouse Equipment ist positiv und Automatisierungsbereich werden wir jetzt schrittweise aufholen.

Und mit den Themen, die wir jetzt vorstellen und auch in den Markt bringen, wird das über die nächsten Jahre auch gelingen mit großen Schritten. Und das ist auch der letzte Punkt: Margensteigerung durch Standardisierung.

Ich ging vorhin darauf ein: Wir konzentrieren uns jetzt viel mehr auf Branchen, auf Standardprodukte und auf starke Partner, und das wird uns helfen, gerade in der Bottom-Line auch die Margenziele zu erreichen. Kurz auf die Bandbreiten noch im Ergebnis: Wir werden dann, kommend von bereinigt 2 Millionen EBIT in '25, das Ergebnis in einer Bandbreite sehen von 0 bis 15 und ein EBIT-ROS von 0 als Worst-Case-Untergrenze bis 1,5% Return on Sales.

Das war jetzt viel Stoff, und damit wir Sie nicht verloren haben – hoffe ich nicht – die Key Takeaways zum Schluss: Wir haben ein extrem anspruchsvolles Marktumfeld. Wir haben Strukturveränderungen, die auf Deutschland und Europa insbesondere wirken.

Wir haben aber mit der Strategie 2030+ die absolut richtige Antwort, wird auch von vielen bestätigt. Es ist jetzt daran, diese Strategie mit den Meilensteinen, die ich Ihnen präsentiert habe, konsequent und schnell umzusetzen, und wir sehen uns in der Lage, dieses zu tun.

Deswegen sehen wir deutlich Chancen nach vorne, auch wenn das Marktumfeld vielleicht erst einmal nicht besonders erfreulich ist. Wir sind erfolgreich in den Mid-Tech-Markt eingestiegen und sehen da erhebliche Potenziale aufgrund des Marktvolumens und unserer starken Partnerschaft.

Also wir haben eine Antwort auf die, wie gesagt, immer respektvoll von uns genannte Chinese Wave oder China Wave. Und proaktiv – ich mag das Wort nicht – aber wir haben die Antwort schon, wir sind da proaktiv unterwegs und lassen uns von dieser Welle nicht überrollen.

Und zu den purple Maschinen und Lösungen haben wir natürlich und auch jetzt mit Nachweis im High-Tech-Markt wieder starke Akzente gesetzt und setzen starke Akzente nicht nur im Bereich der Trucks und Software, sondern auch gerade im Bereich der Automatisierung. Und ich hoffe, dass wir mit der Transparenz – das der letzte Punkt – die wir Ihnen heute präsentieren, nicht nur die Steuerbarkeit und den Erfolg unserer Segmente sicherstellen am Dach des Konzerns, sondern auch Ihnen eine gute Grundlage schaffen, in vertiefte Gespräche zu gehen.

Und damit habe ich jetzt schon übergeleitet zu unseren Q&As. Ich bedanke mich ganz herzlich, auch im Namen meiner Kollegin, und wir freuen uns jetzt auf Ihre Fragen.

Vielen Dank.

Operator

Danke, Lars Brzoska. Danke, Heike Wulf.

Ja, das war sie, die Präsentation unserer Bilanz für das Geschäftsjahr 2025. Schön, dass Sie dabei waren.

An die Journalistinnen und Journalisten noch einmal der Hinweis, sich spätestens jetzt ins Journalistenportal einzuwählen. Der Teams Call wird dort gleich beginnen.

Allen anderen Zuschauern sagen wir an dieser Stelle: Tschüss, wünschen einen schönen Tag und ein schönes Wochenende. Bis zum nächsten Jahr.