Liechtensteinische Landesbank AG

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Q2 FY2026 · Earnings Call TranscriptAugust 19, 2026

Christoph Reich

Herzlich willkommen zur Präsentation unseres Halbjahresergebnisses 2026. Ich freue mich sehr, dass Sie dabei sind und danke Ihnen für Ihr Interesse an der LLB-Gruppe.

An meiner Seite ist Markus Schifferle, unser Group CFO.

Markus Schifferle

Guten Morgen auch von meiner Seite.

Christoph Reich

Gemeinsam möchten wir Ihnen einen Überblick über die Entwicklung der LLB-Gruppe im ersten Halbjahr geben. Zunächst werde ich das erste Semester aus Sicht der Gruppenleitung einordnen und einige zentrale Entwicklungen hervorheben.

Anschliessend wird Markus Schifferle das Finanzergebnis erläutern und die wichtigsten Kennzahlen kommentieren. Danach komme ich auf die Umsetzung unserer Strategie ACT-26 und gebe einen Ausblick auf die zweite Jahreshälfte sowie die Zeit danach.

Im Anschluss stehen wir Ihnen gern für Fragen zur Verfügung. Diese können Sie bereits während der Präsentation schriftlich stellen.

Nutzen Sie dafür einfach die F&A-Funktion. Meine Damen und Herren, wenn Sie mich fragen, was mir vom ersten Halbjahr 2026 besonders geblieben ist, dann sind es vor allem zwei Dinge.

Da wäre zunächst unser verbessertes Moody's-Rating von Aa2 auf Aa1. Aa1 steht für sehr hohe finanzielle Sicherheit und Stabilität.

Es ist die zweithöchste Ratingstufe überhaupt, das beste Depositen-Rating in Liechtenstein und es bringt uns weit in die weltweite Spitzengruppe der von Moody's gerateten Banken. Das zweite Highlight ist unser starkes Halbjahresergebnis.

Wir sind gewachsen, wir sind effizienter geworden und wir haben unsere strategische Agenda planmässig weiterverfolgt. Das eine ist die Bestätigung von aussen, das andere ist unsere eigene Leistung.

Beides zeigt aber dasselbe: Die LLB ist erfolgreich, sie ist wachstumsstark, sie ist gut aufgestellt und sie ist strategisch auf Kurs. In einem Satz: Wir setzen, was wir uns vornehmen.

Das ist umso bemerkenswerter in einem Marktumfeld, das im ersten Halbjahr sehr volatil, geopolitisch äusserst angespannt war. Genau dort zeigt sich aber unsere Schlagkraft und Umsetzungsstärke.

Möglich machen das unser breit diversifiziertes Geschäftsmodell, eine Strategie, die funktioniert, und ein Team, das sie konsequent umsetzt. Wie genau, das werden wir Ihnen im Folgenden aufzeigen.

Und damit übergebe ich an unseren CFO für seine Ausführungen zu unserem Finanzergebnis.

Markus Schifferle

Meine Damen und Herren, wir blicken auf ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Besonders erfreulich ist dabei, dass wir Wachstum, Profitabilität und Effizienz gleichzeitig weiter verbessern konnten.

Das zeigt einmal mehr: Unser diversifiziertes Geschäftsmodell und unsere Strategie funktionieren. Und die Anstrengungen und Investitionen der vergangenen Jahre zahlen sich zunehmend aus.

Mit einem Konzernergebnis von 105 Millionen Franken erzielen wir den höchsten Halbjahresgewinn seit 2007 und liegen damit 15% über dem Vorjahreswert. Auch beim Wachstum konnten wir weitere Fortschritte erzielen.

Der Netto-Neugeldzufluss belief sich auf 2,2 Milliarden. Das entspricht einer annualisierten Wachstumsrate von 4,1% und liegt damit deutlich über unserem strategischen Zielwert.

Die Net New Loans beliefen sich auf 211 Millionen. Besonders positiv entwickelte sich das Geschäftsvolumen.

Mit erstmals über 132 Milliarden erreichen wir einen neuen Höchststand. Die Cost-Income-Ratio reduzierte sich auf 59,5% und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert.

Mit einer Tier-1-Ratio von 18,5% verfügen wir weiterhin über eine sehr solide Kapitalbasis. Die Verbesserung unseres Konzernergebnisses ist Ausdruck einer positiven Entwicklung von Ertrag und Aufwand.

Der Geschäftsertrag erhöhte sich leicht auf 315 Millionen Franken. Gleichzeitig konnten wir den Geschäftsaufwand rund 14 Millionen bzw.

7% reduzieren. Im Geschäftsertrag wurde der erwartete Rückgang im Zins- und Dienstleistungsgeschäft durch das Wachstum im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft mehr als kompensiert.

Positiv entwickelte sich zudem der übrige Geschäftsertrag. Darin enthalten sind die Erträge aus der Vermittlungsvereinbarung im Zusammenhang mit dem strategischen Rückzug aus dem Middle-East-Geschäft.

Gegenläufig dazu wirkte die Erhöhung der Kreditrisikovorsorge. Besonders erfreulich ist die Entwicklung auf der Kostenseite.

Die Integration der ehemaligen ZKB Österreich ist abgeschlossen und die geplanten Synergien werden realisiert. Zusammen mit konsequenter Kostendisziplin und unserem Fokus auf Effizienz trägt dies wesentlich zur Verbesserung der Kostenbasis bei.

Den Personalaufwand konnten wir gegenüber dem Vorjahr mehr als 10 Millionen reduzieren. Gleichzeitig verringerte sich der Personalbestand rund 60 Vollzeitstellen verglichen mit dem Stand Ende Juni 2025.

Dahinter stehen vor allem die realisierten Synergien aus der Integration der ehemaligen ZKB Österreich sowie der Rückzug aus dem Middle-East-Geschäft. Ebenso reduzierte sich der Sachaufwand 6 Millionen.

Dazu beigetragen haben insbesondere die abgeschlossene Integration sowie weitere Effizienz- und Kostenmassnahmen. Für das Gesamtjahr rechnen wir unverändert mit einem Geschäftsaufwand von rund 400 Millionen.

Unser Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft entwickelte sich auch im ersten Halbjahr erfreulich. Der Erfolg erhöhte sich auf knapp 134 Millionen und liegt damit 6% über dem Vorjahreswert.

Treiber dieser Entwicklung waren eine gesteigerte Kundenhandelsaktivität sowie höhere durchschnittliche Volumen. Die durchschnittlichen Depotvolumen lagen dabei rund 10 Milliarden über dem Vorjahresniveau.

Entsprechend lagen sowohl die bestandesabhängigen als auch die transaktionsabhängigen Erträge über dem Niveau der Vorjahresperiode. Damit zeigt sich: Das Wachstum der Kundenvermögen entfaltet zunehmend Ertragspotenzial.

Gerade in einem Umfeld tieferer Zinsen leisten die wiederkehrenden Erträge aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft einen wichtigen Beitrag zur Stabilität unseres Geschäftsmodells. Bei der LLB halten sich die zinsinduzierten Erträge sowie die Erträge im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft nahezu die Waage.

Ein besonders wichtiger Treiber für die nachhaltige Entwicklung unseres Kommissionsgeschäfts sind unsere Anlageberatungs- und Vermögensverwaltungsmandate. Diese entwickeln sich seit Jahren sehr erfreulich.

Mit einem Volumen von 25 Milliarden erreichen wir auch hier einen neuen Höchststand. Die Durchdringung erreicht mit 22% den höchsten Wert seit Einführung unserer LLB Invest Mandate.

Diese Mandate schaffen wiederkehrende Erträge, erhöhen die Planbarkeit unseres Geschäfts und stärken die Stabilität unserer Ertragsbasis. Mit 61 Millionen liegt der Zinserfolg leicht unter dem Vorjahreswert.

Trotz des tieferen Zinsumfelds gegenüber der Vorjahresperiode entwickelte dieses Zinsgeschäft sich insgesamt robust. Der Zinsertrag ging gegenüber dem Vorjahr zwar 15% zurück, gleichzeitig reduzierte sich hier jedoch der Zinsaufwand 19%.

Positiv wirkte sich die weitere Rentabilisierung unseres Kreditportfolios aus. Sie leistete im ersten Halbjahr einen Beitrag von rund 3 Millionen.

Zusätzlich profitierte das Zinsengeschäft vom Wachstum der Kundenausleihungen. Die Aktivmargen konnten wir weiter verbessern und federten zusammen mit dem Volumenwachstum einen wesentlichen Teil der Belastung aus der tieferen Passivmarge ab.

Der Handelserfolg normalisierte sich nach dem ausserordentlich starken Vorjahr auf 106 Millionen. Der Rückgang ist nahezu vollständig auf das zinsinduzierte Handelsgeschäft zurückzuführen.

Die Zinsdifferenz zwischen US-Dollar und dem Schweizer Franken reduzierte sich gegenüber der Vorjahresperiode rund 35 Basispunkte. Entsprechend gingen die Erträge aus den Währungsswaps zurück.

Sowohl bei den Kundenausleihungen als auch bei den Kundenvermögen erreichten wir neue Höchststände. Die Kundenausleihungen erhöhten sich auf über 17 Milliarden.

Einen wesentlichen Beitrag da zu diesem Wachstum leistete da das Firmenkundengeschäft. Besonders erfreulich entwickelte sich das Wachstum der Kundenvermögen.

Diese erhöhten sich auf 115 Milliarden und liegen damit rund 6% über dem Vorjahresende. Getragen wurde diese Entwicklung durch eine positive Marktperformance sowie einen Netto-Neugeldzufluss von 2,2 Milliarden.

Bemerkenswert dabei ist vor allem die Breite unseres Wachstums. Wir verzeichneten Zuflüsse in beiden Marktdivisionen, in allen Geschäftsfeldern und in allen drei Buchungszentren.

Zudem enthält das ausgewiesene Net New Money bereits die Abflüsse aus dem strategischen Rückzug aus dem Middle-East-Geschäft im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Bereinigt diesen Effekt wäre das organische Wachstum nochmals höher.

Das Ergebnis vor Steuern der Division Privat- und Firmenkunden erhöhte sich knapp 7% auf 85,5 Millionen. Treiber dieser Entwicklung waren insbesondere das starke Wachstum im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft sowie die verbesserte Kostenbasis.

Auch beim Wachstum konnte die Division weitere Fortschritte erzielen. Das Netto-Neugeld belief sich auf 830 Millionen und war breit über verschiedene Geschäftsbereiche abgestützt.

Besonders erfreulich entwickelte sich das Geschäft mit Kunden aus Deutschland. Gleichzeitig erreichten sowohl die Kundenausleihungen als auch die Kundenvermögen neue Höchststände in dieser Division.

Das Geschäftsvolumen überschritt erstmals die Marke von 43 Milliarden. Auch die Division International Wealth Management entwickelte sich erfreulich.

Das Ergebnis erhöhte sich über 16% auf 69,2 Millionen. Positiv wirkten dabei insbesondere höhere Kundenvermögen, tiefere Kosten sowie die Erträge aus der Vermittlungsvereinbarung im Zusammenhang mit unserem Middle-East-Geschäft.

Mit einem Netto-Neugeldzufluss von knapp 1,3 Milliarden verzeichnete die Division erneut ein starkes Wachstum. Dieses war auch hier breit abgestützt, wobei sich insbesondere das institutionelle Geschäft in Österreich sehr erfreulich entwickelte.

Zudem sind auch hier die Abflüsse aus dem strategischen Rückzug aus dem Middle-East-Geschäft enthalten. Die Kundenvermögen und das Geschäftsvolumen erreichten beide neue Höchststände.

Die Bilanzkennzahlen unterstreichen die weiterhin hohe finanzielle Stabilität der LLB-Gruppe. Mit einer Tier-1-Ratio von 18,5% liegen wir weiterhin deutlich über den regulatorischen Anforderungen.

Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich auf 8,8% und spiegelt die gestiegene Profitabilität der Gruppe wider. Besonders erfreulich ist die bereits erwähnte Anhebung unseres Depositen-Ratings auf Aa1.

Ein weiterer positiver Schritt im ersten Halbjahr war der erfolgreiche Start des Liechtensteinischen Pfandbriefinstituts. Die Erstemission über 250 Millionen Franken sowie das Triple-A-Rating unterstreichen die hohe Qualität dieses Instruments.

Für die LLB-Gruppe schafft das Pfandbriefinstitut eine zusätzliche, langfristige Refinanzierungsquelle und stärkt unsere finanzielle Flexibilität. Aus den Zahlen des ersten Halbjahres lassen sich drei zentrale Erkenntnisse ableiten.

Erstens, unser Wachstum bleibt breit abgestützt. Wir sind in beiden Marktdivisionen, sämtlichen Geschäftsfeldern und allen Buchungszentren gewachsen.

Ein organisches Wachstum von 2,4 Milliarden aus Netto-Neugeld und Net New Loans, Kundenvermögen von 115 Milliarden und ein Geschäftsvolumen von über 132 Milliarden belegen dies eindrücklich. Zweitens, das Wachstum entfaltet zunehmend Wirkung auf unsere Profitabilität.

Die steigenden Kundenvermögen schaffen zusätzliche Ertragskraft im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft. Gleichzeitig helfen uns das Volumenwachstum und die Diversifikation unseres Geschäftsmodells, die Auswirkungen eines anspruchsvolleren Zinsumfelds erfolgreich zu kompensieren.

Auch die Ertragsqualität im Kreditgeschäft konnten wir weiter verbessern. Und drittens, die angekündigten Effizienzgewinne wurden nun sichtbar.

Mit einer Cost-Income-Ratio von 59,5% liegen wir deutlich unter unserem Zielwert von 65%. Auch bereinigt den Zusatzertrag aus der Vermittlungsvereinbarung hätte die Cost-Income-Ratio mit knapp 62% klar unter dem Vorjahreswert gelegen.

Gleichzeitig werden die Synergien aus der Integration der ehemaligen ZKB Österreich nun zunehmend sichtbar. Die Kostenbasis normalisiert sich wie geplant, die Effizienz verbessert sich spürbar und die Profitabilität steigt.

Zusammen mit einer konsequenten Kostendisziplin und weiteren Initiativen zur operativen Exzellenz trägt dies wesentlich zur positiven Entwicklung bei. Für mich zeigt sich klar: Die LLB-Gruppe hat Wachstum, Profitabilität und Effizienz im ersten Halbjahr weiter verbessert.

Damit verfügen wir über eine starke finanzielle Ausgangslage für den erfolgreichen Abschluss unserer Strategie ACT-26. Die Nachfolgestrategie entwickeln wir aus einer Position der Stärke durch Stabilität, verbesserte Profitabilität und einer soliden Kapitalbasis.

Mit diesem positiven Zwischenfazit übergebe ich gern an Christoph Reich.

Christoph Reich

Vielen Dank, Markus. Meine Damen und Herren, seit Anfang 2022 verfolgen wir mit ACT-26 eine klare strategische Agenda mit den drei Kernelementen Wachstum, Effizienz und Nachhaltigkeit.

Unser Ziel war und ist es, die LLB damit Schritt für Schritt stärker, effizienter und zukunftsfähiger zu machen. 2026 ist das letzte Jahr dieser Strategieperiode und entsprechend wichtig ist für uns die Frage, ob die gesetzten Massnahmen tatsächlich Wirkung zeigen.

Und die Entwicklung des ersten Halbjahres geben darauf eine klare Antwort: Ja, sie zeigen Wirkung. Denn in allen drei strategischen Handlungsfeldern haben wir uns erfolgreich weiterentwickelt.

Beginnen wir mit dem Kernelement Wachstum. Wie erfolgreich unsere Wachstumsstrategie wirkt, zeigt sich besonders deutlich in Deutschland.

Zum Halbjahr betreuen wir bereits rund 9 Milliarden Franken von deutschen Kundinnen und Kunden. Das sind weitere 10% mehr als Ende 2025.

Und wir sehen für die kommenden Jahre zusätzliches Potenzial. Das freut mich besonders, weil dieses Wachstum nicht auf kurzfristigen Marktbewegungen basiert.

Es ist Ausdruck einer grossen Nachfrage nach unserem Angebot und unseren Leistungen. Deutsche Kundinnen und Kunden schätzen die Stabilität unserer Bank und des Finanzplatzes Liechtenstein ebenso wie unsere Kompetenz im Private Banking und unsere langjährige Erfahrung in der Begleitung von Unternehmerfamilien über Generationen hinweg.

In zahlreichen Gesprächen, die ich in den vergangenen Monaten in Deutschland führen durfte, wurde eines besonders deutlich: Kundinnen und Kunden suchen heute gezielt nach Stabilität, sie suchen nach Sicherheit und sie suchen nach Diversifikation über unterschiedliche Rechts- und Währungsräume hinweg. Gleichzeitig wünschen sie sich eine Partnerin, die komplexe Vermögensfragen verständlich einordnet und sie bei strategischen Entscheidungen langfristig begleitet.

Und genau hier holen wir die Kundinnen und Kunden ab. Besonders erfreulich: Unser Deutschlandgeschäft entwickelt sich insgesamt sehr gut, denn wir wachsen sowohl über unsere deutschen Standorte in München, in Frankfurt und in Düsseldorf als auch durch Aktivitäten aus Liechtenstein.

In Österreich haben wir im ersten Halbjahr einen wichtigen und zentralen Meilenstein erreicht. Mit der technischen Migration der ehemaligen ZKB Österreich konnten wir Anfang 2026 die Integration erfolgreich abschliessen.

Damit ist die Zusammenführung der beiden Banken nicht nur rechtlich, sondern auch kulturell und operativ vollzogen. Heute arbeiten wir auf einem Kernbankensystem mit einem Angebot und als eine Bank.

Das Ergebnis: Die LLB Österreich ist mit einem Geschäftsvolumen von über 46 Milliarden Euro in ihrer Position als führende Vermögensverwaltungsbank des Landes Österreich weiter gestärkt. Besonders erfreulich ist auch die Entwicklung des Standorts Salzburg.

Dieser hat innerhalb unserer österreichischen Organisation weiter an Bedeutung gewonnen. Und noch etwas zeigt unsere Entwicklung in Österreich eindrücklich, nämlich, dass wir Wachstum nicht nur realisieren, sondern auch erfolgreich integrieren können.

Ausgehend von der Gründung der LLB Österreich vor 15 Jahren und der Übernahme der Semper Constantia 2018 hat sich die LLB zu einem der wesentlichen Player im österreichischen Wealth Management entwickelt. Mit unseren ausgezeichneten Fondslösungen und unserer Vermögensverwaltungskompetenz haben wir uns somit nachhaltig am österreichischen Markt etabliert.

Neben Österreich und Deutschland entwickelt sich auch unser Schweizgeschäft erfreulich. Die LLB Schweiz konnte im ersten Halbjahr ein gutes Ergebnis erzielen.

Dies insbesondere beim Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts durch eine gezielte Erhöhung der Vermögensverwaltungsquote. Das betreute Geschäftsvolumen konnten wir auf über 16 Milliarden Franken steigern.

Unsere drei Standbeine – das Direktkundengeschäft, das Private Banking und das Firmenkundengeschäft – tragen alle positiv zur Entwicklung bei. Besonders wichtig ist aus meiner Sicht, dass wir unsere Position entlang der gesamten Kundenbeziehung weiter stärken konnten.

Unsere regionale Nähe zu den Kundinnen und Kunden sowie die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Geschäftsbereiche sind dabei zentrale Erfolgsfaktoren. Kundinnen und Kunden erwarten heute persönliche Beratung, gleichzeitig aber auch hohe digitale Verfügbarkeit und einfache Prozesse.

Genau diese Kombination bieten wir. Die guten Ergebnisse der Schweiz bestätigen, dass wir mit diesem Ansatz richtig liegen und dass wir als Universalbank alle Kundensegmente kompetent betreuen können.

Gleichzeitig zeigt es, dass unser Wachstum auf mehreren tragfähigen Säulen beruht. Wachstum zeigt sich aber nicht nur in unseren Märkten, es spiegelt sich auch in der Entwicklung unserer Geschäftsfelder wider.

Ein gutes Beispiel dafür ist unser Geschäft mit externen Vermögensverwaltern. Dieser Bereich entwickelt sich seit Jahren sehr erfreulich und zählt zu den wichtigen Wachstumsbereichen der LLB-Gruppe.

Unsere besondere Stärke liegt dabei im Zusammenspiel unserer Kompetenzen: Im Fonds-, EAM-, Treuhand- und Family-Office-Geschäft verbinden wir die Stärken verschiedener Einheiten zu einem integrierten Leistungsangebot. Dieses Zusammenspiel eröffnet unseren Kundinnen und Kunden Mehrwert und schafft zusätzliche Wachstumschancen.

Besonders hervorheben möchte ich dabei unser Fonds-Powerhouse. Es betreut rund 1000 Fonds mit einem Volumen von insgesamt 52 Milliarden Franken.

Dank seines One-Stop-Shop-Ansatzes erhalten unsere Kundinnen und Kunden umfassende Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Fondsgeschäfts aus einer Hand. Gleichzeitig profitieren sie von unserer Präsenz in Liechtenstein, Österreich, der Schweiz und Deutschland.

Dadurch können wir Kundinnen und Kunden grenzüberschreitend begleiten, Kompetenzen bündeln und ganzheitliche Lösungen anbieten. Gerade in einem zunehmend komplexen Umfeld ist dies ein wichtiger Wettbewerbsvorteil und eine starke Basis für weiteres Wachstum.

Entscheidend ist jedoch nicht allein das Wachstum, sondern auch dessen Qualität. Langfristig profitables Wachstum setzt voraus, dass wir steigende Volumen effizient bewältigen.

Auch deshalb investieren wir seit Jahren konsequent in die Digitalisierung unserer Wertschöpfungskette und die kontinuierliche Optimierung unserer Prozesse. Unsere Organisation soll so effizienter werden und unseren Kundinnen und Kunden einen spürbaren Mehrwert bringen.

Ein Beispiel dafür ist unser Mobile und Online Banking, das wir in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt haben. Dadurch verfügen wir heute über eine leistungsfähige und sichere Plattform, die Banking, Anlegen und Beratung miteinander verbindet.

Rund 60.000 Nutzerinnen und Nutzer loggen sich pro Monat ein. Sie schätzen die umfassenden Funktionen, die transparente Vermögensübersicht und die hohen Sicherheitsstandards unserer Plattform.

Dank unserer eigenen Systemlandschaft können wir zudem Kundenfeedback sehr schnell aufnehmen und direkt in die Weiterentwicklung unserer Lösungen einbinden. Viele Innovationen, die später in diese Kernanwendungen einfliessen, erproben wir aber zunächst auf unserer digitalen Plattform wiLLBe.

Entsprechend entwickeln wir diese kontinuierlich weiter. Was als reine Anlage-App gestartet ist, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer vielseitigen Lösung für Investieren und Sparen entwickelt.

Mittlerweile nutzen über 40.000 Kundinnen und Kunden wiLLBe. Im ersten Halbjahr haben wir insbesondere bei Festgeld- und Goldangeboten eine anhaltend starke Nachfrage verzeichnet.

Damit bleibt die Plattform ein wichtiger Wachstumstreiber für die LLB-Gruppe. Das dritte Kernelement ist Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit ist heute im Banking zu einem grossen Teil ein regulatorisches Thema. Für uns hört sie dort aber nicht auf.

Denn was könnte nachhaltiger sein als eine Bank, die seit 165 Jahren besteht, gut und zukunftsorientiert aufgestellt ist und für ihre Kundinnen und Kunden da ist. Nachhaltigkeit ist damit Teil unserer DNA seit 1861.

Nachhaltigkeit ist für uns aber nicht nur eine ökologische Frage, sie ist ebenso eine gesellschaftliche. Uns ist wichtig, den Menschen etwas von unserem Erfolg zurückzugeben.

Ein Beispiel dafür ist der alljährliche Olympic Day. Gemeinsam mit dem Liechtenstein Olympic Committee setzen wir uns dort dafür ein, Kindern und Jugendlichen Bewegung, Sport und die olympischen Werte näherzubringen.

Damit unterstützen wir den Breitensport ebenso wie die langfristige Entwicklung künftiger Sporttalente. Im Bereich Ökologie setzen wir auf Initiativen, die unmittelbar vor Ort wirken, wie etwa im Rahmen unseres Environmental Days.

Hinzu kommen unsere Schwerpunkte bei der verantwortungsvollen Unternehmensführung wie Diversity and Inclusion. Nach viereinhalb Jahren befinden wir uns in der finalen Phase von ACT-26.

Und kurz vor der Ziellinie können wir eine überaus positive Bilanz ziehen. Wir haben unsere ambitionierten Ziele erreicht.

Wir sind gewachsen, wir sind effizienter geworden und wir sind nachhaltiger als noch vor fünf Jahren. Das zeigt: ACT-26 ist eine Strategie, die funktioniert, und sie hat uns eine tragfähige Basis für das gegeben, was kommt.

Damit, meine Damen und Herren, komme ich zum Ausblick. Wir bewegen uns weiterhin in einem anspruchsvollen Umfeld.

Das tiefe Zinsniveau, die technologische und regulatorischen Anforderungen sowie die geopolitischen Entwicklungen prägen unsere Rahmenbedingungen. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere strategischen Initiativen weiterhin konsequent umsetzen, nahe an unseren Kundinnen und Kunden bleiben und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit unserer Organisation weiter stärken.

Für das Gesamtjahr 2026 bleiben wir daher bei unserer Erwartung eines soliden Ergebnisses. Parallel dazu läuft die letzte Etappe von ACT-26.

Wir werden die Strategie planmässig und erfolgreich abschliessen. Gleichzeitig arbeiten wir intensiv an unserer Nachfolgestrategie, die wir Ihnen gerne am 22.

September vorstellen werden und einen Tag später in Zürich auch vorstellen. Ich freue mich bereits sehr darauf.

Schon heute kann ich sagen, dass wir im Januar aus einer Position der Stärke starten können. Die konsequente Umsetzung unserer aktuellen Strategie, die Digitalisierung unserer Prozesse und die Fortschritte in unseren Wachstumsmärkten geben uns Rückenwind für die kommenden Jahre.

Das lässt mich mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Denn am Ende entscheidet nicht das Umfeld über den Erfolg eines Unternehmens, sondern dessen Fähigkeit, konsequent zu handeln und Vorhaben erfolgreich umzusetzen.

Und genau dafür steht die LLB seit 165 Jahren. Meine Damen und Herren, damit sind wir am Ende unserer Ausführungen angelangt.

Vielen Dank für Ihr Interesse und wir stehen Ihnen nun gerne für Ihre Fragen zur Verfügung. Noch einmal zur Erinnerung: Diese können Sie schriftlich an uns richten.

Nutzen Sie dafür einfach die F&A-Funktion in der oberen Menüleiste. Und die erste Frage geht an unseren CFO Markus Schifferle.

Sie kommt von Markus Bleischlinger: Was waren für Sie die grössten Highlights im ersten Halbjahr 2026?

Markus Schifferle

Vielen Dank für diese Frage. Möchte das in drei Punkten zusammenfassen.

Wir haben Wachstum erzielt, wir konnten unsere Profitabilität verbessern und die Effizienz erhöhen. Was meine ich damit?

Mit einem Wachstum von organisch 2,4 Milliarden erreichen wir unsere Zielwerte einerseits und auf der anderen Seite neue Rekordwerte in allen Bestandsgrössen, sei es Geschäftsvolumen über 130 Milliarden, Assets under Management 115 Milliarden. Also Wachstum funktioniert.

Profitabilität: Wir konnten das Ergebnis unterstützt mit gewissen Effekten 15% steigern. Das heisst, das Wachstum entfaltet Wirkung.

Und der dritte Punkt: Wir haben wie angekündigt im letzten Jahr der Strategie ACT-26 Effizienz angesagt und liegen jetzt mit einer Cost-Income-Ratio normalisiert von 62% auch hier unter unserer Zielgrösse. Das macht mich stolz auf unser erstes Halbjahr 2026.

Christoph Reich

Danke, Markus. Die zweite Frage kommt von Dr.

Hubertus Hattapa. Sie ist in vier Teilfragen aufgeteilt.

Die ersten drei wird Markus Schifferle übernehmen, die letzte nehm dann ich. Die erste Frage lautet: Wie viel des Ergebnisanstiegs ist strukturell wie Synergien, Kostendisziplin und wie viel auf den Einmaleffekt aus dem Middle-East-Rückzug zurückzuführen?

Ist die bereinigte CIR von 61,6% die ehrliche Vergleichsbasis?

Markus Schifferle

Vielen Dank für das Interesse. Wir haben im ersten Halbjahr 2026 mit diesen 10,9 Millionen einen Einmaleffekt.

Ansonsten ist unser Ergebnis die ehrliche Basis. Darauf können wir aufsetzen und können wir sagen, mit rund 62% stehen wir hier auf einer soliden Basis.

Natürlich werden wir zukünftig investieren. Für den Moment ist 60,6% die richtige und ehrliche Basis.

Wenn ich gleich weitergehen darf: Genau, das Zinsengeschäft ist rückläufig. Wir spüren hier einerseits den Druck aufgrund des Nullzinsniveaus im Schweizer Franken.

Wir reagieren demgegenüber aber mit einer konsequenten Rentabilisierung unseres Kreditbuchs und sind der Meinung, dass wir im Zinserfolg hier eine gewisse Bodenbildung sehen. Auf der anderen Seite haben wir ein zinsinduziertes Handelsgeschäft, wo wir mit Fremdwährungsswaps Fremdwährungsgelder in Schweizer Franken swappen und veranlagen.

Und dort hatten wir einen Rückgang aufgrund der Zinsdifferenz Schweizer Franken / US-Dollar. Hier entscheidet sich, wo die Leitzinsen hingehen.

Hier könnte es sein, dass noch ein gewisser Druck entsteht. Genau.

Und die dritte Frage bezieht sich auf den Neugeldzufluss. Hier haben wir wenig Basiseffekte drin.

Es handelt sich ein breit abgestütztes Wachstum. Ich habe dies erwähnt.

Wir sind in allen Buchungszentren, in beiden Marktdivisionen und sehr erfreulich auch in all unseren Geschäftsfeldern gewachsen. Hier handelt es sich nicht Einzelmandate, sondern ein breit abgestütztes Wachstum.

Christoph Reich

Dankeschön, Markus. Die vierte Teilfrage: Wie viel des Wachstums stammt konkret aus Deutschland und wie ist die mittelfristige Zielgrösse?

1 Milliarde Neugeld konnten wir mit dem Deutschlandgeschäft zugewinnen. Das sind 10% mehr als noch Ende 2025, also von 8 auf 9 Milliarden.

Der Grossteil dieses Wachstums ist auf unsere drei neuen Standorte zurückzuführen, aber auch Wachstum aus Vaduz heraus mit deutschen Kundinnen und Kunden, beispielsweise im E- und EAM-Geschäft. Jetzt, wie geht's in Deutschland weiter?

Deutschland ist für uns eine Erfolgsstory. Wir sehen, dass wir am deutschen Markt auch ankommen, dass unsere Leistungen gefragt sind.

Und das leitet mich gerade über zur nächsten Frage von Frau Birgit Haas: Weitere Details zum Neugeschäft und welche Entwicklungen würden wir sehen, und dann noch eine Frage zum Altersvorsorgedepot. Ja, die Kundinnen und Kunden, was suchen sie?

Sie suchen eine Bank, die für Stabilität und Sicherheit steht. Sie suchen eine Bank, die ein professionelles Leistungsangebot hat natürlich in Bezug auf die persönliche Beratung, aber auch die digitale Plattform.

Und sie suchen vor allem – und das ist unsere Stärke – auch Vermögensverwaltungskompetenz und Vermögensstrukturierungskompetenz. Wir fokussieren in Deutschland vor allem auf das Mittelstandssegment und entsprechend hier kommen wir mit unserer DNA sehr gut an und sehen, dass wir hier auch in unseren Produkten und Dienstleistungen weiteres Wachstum erzeugen können.

Deswegen sind wir optimistisch, was Deutschland anbelangt, auch für die kommenden Jahre und wollen dort weiteres Wachstum erzielen. Dann die spezifische Frage zum Altersvorsorgedepot.

Ja, das kennen wir natürlich und wir machen uns auch Überlegungen dazu, auch wie wir dies in unsere Produktpalette aufnehmen können, beispielsweise die digitale Produktpalette wiLLBe. Dazu ist es jetzt aber noch zu früh, konkrete Angaben zu machen.

Dann weiter von Frau Birgit Haas: Was erwarten Sie für die weitere Entwicklung des Zinsergebnisses, SNB-Zinsmarkt?

Markus Schifferle

Wir erwarten Leitzinsen im Schweizer Franken stabil. Der Markt sieht gewisse Tendenzen für punktuelle Zinserhöhungen, was jedoch nicht in naher Zukunft.

Wie schon ausgeführt, sind wir der Meinung, dass der Druck auf die Passivzinsmarge zu einem Ende kommen sollte und dass uns gelingen wird, auf der Aktivseite im Kreditgeschäft dieses weiter zu rentabilisieren. Entsprechend erwarte ich eine Normalisierung des Zinsergebnisses.

Christoph Reich

Gut, wir stehen Ihnen gerne für weitere Fragen zur Verfügung. Im Moment ist der Chat leer.

Dann würde ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken für Ihr Interesse an der LLB. Wir würden uns freuen, Sie bald wieder begrüssen zu dürfen.

Ich möchte die Gelegenheit auch nutzen, Sie speziell nochmals auf den 23. September aufmerksam machen.

Dann werden wir in Zürich in unserem Modissa-Gebäude die neue Strategie an einem Investors Day präsentieren. Ein Anlass, auf den wir uns bereits sehr freuen, und Sie werden in Kürze die Einladung dazu erhalten.

In diesem Sinne: Hoffentlich bis bald in Zürich, auf Wiedersehen und einen schönen Tag.