CANCOM SE

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Q2 FY2026 · Earnings Call TranscriptAugust 11, 2026

Operator

Earnings call in German language as scheduled. The company has made sure that our English-speaking listeners have the opportunity to participate in the call via live audio translation in English language.

You will now see a QR code and a brief instruction in the picture, and also I post you now the web link for your laptop in the chat box. Please use your cell phone to scan the QR code, mute the voice output of the Zoom call, and follow the call in English on your cell phone or in the second browser window.

Having said this, I will now continue in German language. Einen schönen guten Tag und herzlich willkommen zum heutigen Earnings Call der CANCOM SE anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Halbjahr 2026.

Wir freuen uns sehr, den CEO Rüdiger Rath und CFO Thomas Stark sowie den Vice President Investor Relations & Corporate Strategy Lars Dannenberg begrüßen zu dürfen. Die Herren werden uns gleich durch die Präsentation und die relevanten Zahlen führen, in deren Anschluss Sie dann die Möglichkeit haben, Ihre Fragen im Rahmen der Q&A Session über die Audiospur persönlich zu stellen.

Bitte beachten Sie, dass Fragen über den Chat heute nicht vorgesehen sind. Und damit übergebe ich das Wort an Sie, Herr Dannenberg.

Lars Dannenberg

Ja, vielen herzlichen Dank für die Einführung. Auch willkommen natürlich von meiner Seite.

Und ich würde sagen, Rüdiger, wir starten gleich rein.

Rüdiger Rath

Ja, von mir aus gerne.

Lars Dannenberg

Leg mal los, genau.

Rüdiger Rath

Herzlich willkommen zum Earnings Call der CANCOM SE zum Halbjahr 1, und ich freue mich, dass Sie so zahlreich unserer Einladung gefolgt sind. Bevor wir jetzt weiter einsteigen, erlauben Sie mir bitte zwei, drei kurze Anmerkungen vorab.

Das erste Halbjahr war deutlich geprägt von Unwägbarkeiten. Wir hatten preisliche Anstiege und auch Lieferverzögerungen im Komponentenbereich, geprägt, wie ich es im letzten Call schon dargestellt hatte, durch die enormen Investitionen der AI-Player, der Hyperscaler beziehungsweise der Neoclouds.

Die makroökonomischen Rahmenbedingungen in unseren wesentlichen Märkten, nämlich Deutschland und Österreich, haben auch kein deutliches Wachstum im Inland aufzeigen können. Und dazu kamen noch geopolitische Verwerfungen, die das Ganze auch nicht einfacher gemacht haben.

Diesem Wind [wären?] wir im Halbjahr 1 gemischt begegnet.

In Q1 ist es uns deutlich besser gelungen als in Q2. In Q2 erlebten wir Investitionsverzögerungen sowie auch Repriorisierungen bei Entscheidungen von unseren Kunden.

Wir haben im H1 ein sehr, sehr deutliches Softwaregeschäft tätigen können. Unser Geschäftsvolumen ist rund 2,7% year-over-year gestiegen.

Unsere Umsätze sind in Summe mit -3,5% hinter dem Vorjahr geblieben. Wesentlich ist unsere Profitabilität.

Durch disziplinierte Kostenmaßnahmen, die wir bereits in Teilen in 2025 schon begonnen haben, Steigerung der Produktivität unserer internen Organisation sowie einen verbesserten Rohertrag konnten wir unser EBITDA 34,1% steigern. Der operative Cashflow zeigt eine Veränderung von -110 Millionen auf, wo der Tom später drauf eingehen wird.

Wenn wir weitergehen, wie gewohnt versuche ich Ihnen ein paar Highlights darzustellen. Ich werde nicht auf alle eingehen können, aber es sind ein paar drin sehr oft gesprochen, aber diese Thematik hat sich strukturell verändert.

Cyberangriffe werden immer professioneller, skalierbarer und auch teilweise geopolitisch geprägt. AI beschleunigt dieses, und wir sehen, dass selbst autonome Angriffe, wie Sie es letzten Wochen wahrscheinlich in der Presse vernommen haben, möglich sind.

Dieses geht einher mit der digitalen Souveränität, welches wir ebenfalls hier betrachtet haben. Und wenn Sie lesen, sehen Sie, dass wir als CANCOM gut aufgestellt sind, unsere Kunden bei diesen Themen, ob das auf der Prevent-Seite oder auch dann, wenn es zum Cyberunfall kommt, unterstützen können und hier eine leistungsfähige Organisation mit sich bringt.

Als Weiters würde ich ganz gerne auf die NVIDIA AI Factory-Spezialisierung eingehen. Diese Spezialisierung hilft uns deutlich, als einer der wenigen in Deutschland, es sind in Summe, glaube ich, fünf Partner, die ausgewählt wurden und auch diese Kompetenz erreicht haben, unsere AI-Plattform-Kompetenz zu steigern, die als Grundlage für die Beratung, die Delivery, aber auch den Betrieb von AI-Plattformen, nachhaltig sicherstellen können.

Es versetzt uns in die Lage, als CANCOM als einer der wenigen AI-Infrastruktur-Expertise bei unseren Kunden sowie auch bei potenziellen Neukunden zu positionieren und dieses reproduzierbar an realen Systemen zu beraten. Wer AI will, der braucht Beratung, Architektur, Expertise und Unterstützung im Betrieb.

Und das ist ein wesentlicher Baustein unseres AI-Plays im Markt mit unseren Kunden. Wir haben Mitte September die Eröffnung einer zweiten Service Factory in Hamburg, sprich Norderstedt, vor uns.

Es ist ein zentraler Punkt für uns, unabhängig von der Tatsache, dass dieses ein kundenspezifischer Aufbau ist, wie ich im letzten Mal schon gesagt habe, wir einen deutlichen Auftrag im Norden von Hamburg gewonnen haben, aber ist noch viel mehr. Wir haben jetzt die Möglichkeit, durch die zweite Service Factory Kunden in der Region Nord und Nordost auch zu bedienen, wo in der Vergangenheit wir aufgrund Anforderungen der Kunden, SLAs einzuhalten, Rückführungsprozesse in einer gewissen Zeit einzuhalten, die aufgrund, ja, unserer Lokalität, die wir in Jettingen-Scheppach haben, der Service Factory, nicht erfüllen konnten.

Das bedeutet, wir haben zusätzliches Vertriebspotenzial in der Region geschaffen, dort auch unsere Leistungsfähigkeit, die wir hier in Service Factory Jettingen schon aufgezeigt haben, auch im Norden aufzeigen zu können. Des Weiteren würde ich ganz gerne noch auf unsere interne AI-Organisation eingehen.

Man kann es auch so sehen: Wir haben knapp 750 zusätzliche Mitarbeiter, die wir jetzt letztendlich als Agenten innerhalb unserer Organisation live und in Production haben. Was sind die wesentlichen Ziele?

Selbstverständlich wollen wir unsere Kundenzufriedenheit damit steigern. Wir möchten unsere Kunden mit ihren Anfragen schneller und auch tiefergehend beraten können beziehungsweise unsere Organisation im zweiten Hinblick straffen, weiterhin an unserer Profitabilität zu arbeiten.

Wenn Sie weitergehen, sehen Sie, dass wir mit unserem Portfolio sehr gut aufgestellt sind. Die Fokusthemen artikuliert und werden auch weiterhin unsere Wachstumsbereiche stärken.

Hierbei spielen, wie ich eingangs schon gesagt habe, AI, digitale Resilienz sowie technologische Souveränität die wesentliche Rolle, und das werden wir weiter ausbauen. Dann würde ich zum Tom zu den Financials übergeben.

Thomas Stark

Vielen Dank, Rüdiger. Ja, herzlich willkommen von mir, Thomas Stark.

Ich freue mich jedes Mal, Sie durch die Zahlen zu führen und ein paar Insights in die Financials zu geben. Wir starten fürs Gesamtbild zunächst einmal mit dem Blick aufs Halbjahr.

Wir sehen dabei im Ergebnis, dass wir hier die größte, ja, Veränderung auf der entsprechenden Vergleichsskala haben mit 34% Wachstum. Und im absoluten Wachstum von rund 12,5 Millionen ist es gelungen, trotz der schwierigen Bedingungen das Ergebnis signifikant zu steigern.

Was sind die Treiber für die entsprechenden Ergebnisveränderungen? Zunächst einmal ist es uns gelungen, den Rohertrag zu steigern.

Wir haben im ersten Halbjahr 243 Millionen Euro Rohertrag erwirtschaftet. Das sind absolut 7,3 Millionen mehr als im Vorjahr.

Und damit haben wir auch, was das Thema Rohertragsmarge angeht, mit 44,2% die rohertragsstärkste Halbjahresperiode hinter uns gebracht, nach 41,5% im Vorjahr. Die Diskussion, die der Rüdiger vorhin so zutreffend geschildert hat, wir hatten ja oft das Thema Chancen, Risiken, hat also zumindest in der Profitabilität, in der Margenentwicklung, ja, einen eher Tail-Wind für uns gehabt, ne?

Wir werden auch Dinge sehen aus Q2, wo man sehen, es gibt auch Dinge, die negativ davon betroffen waren. In jedem Fall Profitabilität einer der großen Treiber.

Die zweite Position, die relevant ist, ist die Entwicklung des Personalaufwandes. Hier haben wir eine fette Entwicklung gegenüber dem Vorjahr mit rund 240 Millionen Euro.

Die totale Headcount-Zahl ist hier auf der Folie zu sehen. Wir haben also 5.216 Mitarbeiter.

Das sind 4,3% year-over-year weniger, als wir im Vorjahr hatten. Ich halte den Connect zwar nicht ganz für zutreffend, aber so man will, wir haben mit weniger Mitarbeitern mehr Gross Profit erwirtschaftet und so sicherlich auch die interne und die eigene Effizienz gesteigert.

Der dritte Faktor, das Thema sonstige betriebliche Aufwendungen. Wir haben ausführlich und ausgiebig über Restrukturierungsaufwendungen gesprochen, über Kostensparmaßnahmen.

Die sind sichtbar im Ergebnis. 5,3 Millionen ist das Delta im sonstigen betrieblichen Aufwand, und in Summe führt das dann eben zu den genannten 12,5 Millionen Unterschied, Verbesserung des EBITDA auf Halbjahressicht.

Zum Umsatz, hier sehen wir den Bereich, der durch die Nachfragesituation und auch durch die Projektverzögerungen und Investitionsentscheidungen der Kunden doch beeinflusst war. Wir sehen eine Entwicklung von 775 nach 803,8.

Nachrichtlich, weil ich auf das Thema Lizenzen im Q2 noch eingehen werde: 1,09 Milliarden war das Businessvolumen, was aber ein Wachstum im ersten Halbjahr von 2,7% gegenüber dem Vorjahr betrifft. Schauen wir auch gleich zum Quartal 2.

Ähnliches Bild. Wir sehen auch hier eine signifikante Verbesserung des EBITDA, Anstieg von 15,7 auf 22,2, entspricht rund 41%.

Auch hier sehen wir in der Aufteilung der Treiber, es wurde mehr Rohertrag erwirtschaftet, rund 2 Millionen. Personalaufwand, ähnliches Bild: 120,5 nach 119,5 im Vorjahr.

Und der sonstige betriebliche Aufwand mit einer Reduktion von 5,3 Millionen Euro führen letztlich zu diesem Ergebnis auf der Ergebnisseite. Weil mich doch einige gefragt hatten, was stecken denn für potenzielle Effekte im Ergebnis, was das Thema Restrukturierungen angeht oder Personalaufwandsthemen: Wir hatten im vergangenen Jahr einen Wert von 3,5 Millionen auf Quartalsebene an Abfindungen.

Wir haben in diesem Jahr einen Wert von 1,0 Millionen an Abfindungen. Das Thema Umsatz, hier noch mal deutlich dargestellt mit der entsprechenden Entwicklung, und hier vielleicht auch ein paar interessante Dinge, die wissenswert sind: Das zweite Quartal war das beste Lizenzquartal, das wir bis dato hatten in der Unternehmensgeschichte, sehr erfolgreich.

Und die Zahl mal zu plausibilisieren: Wir hatten rund 170 Millionen Euro an sogenannten IFS-Umsätzen im Q2 erzielt. Das entspricht fast 50% des sichtbaren IFS-Umsatzes.

Und auf den Punkt und den entsprechenden Effekt kommen wir nachher noch mal zurück. Das heißt, im Businessvolumen sind wir mit 537 Millionen Euro im Q2 damit auch gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

Auf die Segmente: Segment Deutschland, das war natürlich im Vorjahr der Bereich, in dem wir am meisten adjustiert haben und am meisten Maßnahmen ergriffen haben, die Profitabilität zu steigern. Ich glaube, die Zahl braucht man wenig kommentieren.

Man sieht hier entsprechend, dass die Ergebnisse Früchte tragen. Mit einem Ergebnis von 15,2 nach 4,9 haben wir sogar eine dreistellige Wachstumszahl im EBITDA.

Man sieht, die Überschrift trifft folgerichtig zu. Wir haben eine sehr gute Margenentwicklung gesehen, und wir haben auch das Thema Kostenmaßnahmen, das ich vorhin schon quantifiziert habe, gut getroffen.

Insgesamt: Rohertragssteigerung 5,6 Millionen, Aufwendungen 4,6 Millionen gesunken, Personalaufwand quasi gleich. Ähnliches Bild zieht sich wie ein roter Faden durch und damit die entsprechende Verbesserung im Ergebnis.

Im Umsatz sehen wir einen Rückgang von 5,5%. Es wäre in etwa die gleiche Zahl an Wachstum, wenn man das Businessvolumen in Deutschland betrachtet.

Im internationalen Segment die einzige Ergebniszahl, die ein anderes Vorzeichen hat: Grundsätzlich im internationalen Segment ein sehr stabiles Geschäft in Österreich. Woher kommt der Effekt, den wir hier jetzt sehen können?

Ist in der Headline deutlich markiert: 'Impacted by EU public business'. Zeigt, wir hatten im Earnings Call zum ersten Quartal schon den Punkt: Ja, wir haben Projekte auf EU-Ebene, wo die Institutionen langsamer entscheiden.

Damals war noch nicht klar, wird es zu Verschiebungen kommen, wird es zu Neuausschreibungen kommen. Wir haben jetzt gesehen, im Q2 haben wir keine oder auf die bestehenden oder potenziell gefährdeten Rahmenverträge keine Umsätze gemacht.

Wir erwarten für das laufende Quartal auch keine positiven Effekte, sondern rechnen damit, dass es zu Neuausschreibungen kommt und wir die Effekte in 2027 wieder sehen werden. Das ist der Effekt, der macht sich natürlich mit dem entsprechenden Ergebnisrückgang bemerkbar.

Rund 70% des Rückgangs ist entsprechend dem Anteil, der hier auf das Public Business in der EU entfällt. Im Umsatz: ein Rückgang von 10,6 Millionen, auf das Public-EU-Business entfallen hier ein Rückgang von rund 6 Millionen.

Insgesamt also Österreich stabil, insgesamt auch ein positiver Ausblick in Österreich. Hier wird erwartet, dass wir im zweiten Halbjahr eine Ergebnisverbesserung gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 erzielen werden.

Kommen wir zum Operating Cashflow. Ja, auch ein Thema, das ich heute viel hatte mit entsprechenden Nachfragen.

Wir sehen einen Wert von -49,6 im zweiten Quartal, year-to-date -109,6. Ja, das ist einer der Bereiche, der durch die, ja, Projektverschiebungen oder längere Laufzeiten von Projekten, das ist eigentlich das Wesentliche, durchaus impacted war.

Was waren die wesentlichen Gründe dafür? Drei Treiber dafür: Zunächst einmal natürlich die Verfügbarkeitssituation von Hardware.

Wir haben jetzt nicht den Punkt gehabt, dass die Lieferfähigkeit eingestellt war, aber wir hatten natürlich längere Lead-Zeiten und damit natürlich auch längere Projektlaufzeiten. Das heißt, es ist naturgemäß mehr Geld in Projekten gebunden, und das ist der Punkt 1, der natürlich sich irgendwo im Operating Cashflow widerspiegeln wird.

Der zweite Punkt ist: Wir haben natürlich auch die Mittel, die wir haben, genutzt und haben uns bevorratet, handlungsfähig zu sein. Das machen wir natürlich nicht für lau, sondern wir merken, wir haben hier in der Margenentwicklung mit 45,7% im Übrigen im Q2 jetzt die beste Rohertragsmarge in einem Quartal erzielt.

Insofern, ja, wir setzen die Mittel, die wir haben, und auch die Größe, die wir haben, das Netzwerk zu den Vendoren, die Kontakte, die wir haben, ein, entsprechend, ja, die Profitabilität zu verbessern, und das der zweite Punkt, der natürlich einen Einfluss auf den Cashflow hatte. Last, but not least, und jetzt referiere ich mal auf den Umsatz, den ich vorher genannt hatte, im Lizenzbereich: Lizenzbereich, ich habe die Größenordnung genannt, wir reden von 170 Millionen, die wir im zweiten Quartal erzielt haben.

Ja, was ist der Hintergrund? Die Hersteller, das sind in der Regel amerikanische Hersteller, die Zahlungsziele in dem Bereich sind kürzer, als wir es in der deutschen Distribution sehen.

Das heißt, wir haben natürlich einen Effekt, der mit dem sehr, sehr positiven Ergebnis, die Steigerung im Lizenzbereich lag bei über 25% Wachstum im Lizenzgeschäft gegenüber dem Vorjahresquartal, das macht sich positiv bemerkbar natürlich auch in der Marge, aber heißt natürlich auch mit kürzeren Zahlungszielen bei amerikanischen Vendoren, muss sich das Thema irgendwo auch im Cashflow sehen. Wird sich also wieder zurückdrehen, ist aber eine Erklärung für das Thema Cashflow mit -109,6 Millionen.

Persönliche Anmerkung: Ich hatte schon mal erwähnt in einem Call, lieber ist mir, ich habe Geld gebunden und ich verdiene Geld und habe Wachstum. An der Stelle kann man es unterstreichen: Wir setzen also die Mittel ein, Geld zu verdienen, und das ist auch gut so.

Wenn der Ausblick jetzt natürlich gefragt wird, was ist denn der Ausblick für das Gesamtjahr? Ja, wenn wir uns die Zeitreihe anschauen, dann sehen wir, wir haben ein Fiscal Year 24 mit 143+, Fiscal Year 25 mit 139+.

Die Aussage vor dieser etwas, ja, unerwarteten Situation geopolitisch, supply-chain-technisch, Komponententhematik, war: Triple Digit, größer. An der Stelle würde ich mich in jedem Fall dazu commiten, Q4 ein sehr, sehr positives Ergebnis zu haben, aber ich glaube, jeder wird verstehen, seriöserweise wird man hier keine konkrete Zahl angeben können.

Wir werden aber, wie wir es in den vergangenen Jahren gesehen haben, an dem Thema natürlich sehr intensiv arbeiten und denken, dass wir auch mit einem sehr guten Ergebnis wieder das Jahr beenden können. Capex well on track.

Ja, das ist mitunter die einfachste, weil leicht zu steuernde Zahl. Hier hatte ich das Q1 kommentiert mit: Ja, wir haben Investitionen vorgezogen respektive gemacht, natürlich unsere Standorte, Rüdiger hat erwähnt, Norderstedt, aber auch die Rechenzentren auszustatten.

Der Split von den 9 Millionen ist 4,0 auf Rechenzentren, 2,6 auf Geschäftsausstattung und 2,4 in neue Standorte. Freiburg ist ja auch ein Thema, das wir neu besetzt haben, weil wir ja auch das Thema organisches Wachstum im Blick haben.

Von daher: alles wie erwartet. Zweites Quartal weniger an Capex als im ersten Quartal, und die 1,0 sehen wir nicht gefährdet für das Gesamtjahr 2026.

Last, but not least: das Thema Bpa. Die oberen Werte unverändert, von daher brauche ich sie, denke ich, nicht zu kommentieren.

Wir haben die Earnings per Shares, wie man hier noch sehen. Da sieht man das Ergebnis oder die Veränderung natürlich am deutlichsten: Steigerung von 0,09 pro Aktie auf 0,38 hat zwei Effekte oder zwei Ursachen.

Einerseits schlägt natürlich da das Ergebnis von oben nach Abzug von Steuern sehr, sehr stark durch. Von 2,7 konnte das Periodenergebnis auf 11,3 gesteigert werden.

Und wie den Zuhörern sicherlich bekannt ist, haben wir auch das Thema Einzug in diesem Jahr vollzogen, was dazu führt, dass im Vorjahr die Basis bei 31,5 lag, aktuell noch, nachdem es zeitgewichtet ist, bei 29,4, gegen Jahresende wird man sich auf 28,7 Millionen Aktien annähern. Viel zum Thema Zahlen, und damit gebe ich gerne wieder zurück an den Rüdiger.

Rüdiger Rath

Danke dir, Tom. Kommen wir zum Outlook 2026.

Auch bei einem gemischten Halbjahr 1 zeigt sich die Nachfrage bei unseren Kunden weiterhin robust und stabil. Die Entwicklung unserer Auftragseingänge Ende Q2 sowie Anfang Q3 bestätigen diese Entwicklung, und wir konnten für uns ein paar relevante Wins bei wesentlichen Kunden verzeichnen.

Vor dem Hintergrund sowie der unveränderten Einschätzung, die wir als Vorstand teilen, der aktuellen Rahmenbedingungen bestätigen wir die Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Würde dann noch kurz auf den Kalender eingehen.

Ich denke, ist bekannt, und dementsprechend würde ich gleich überleiten zur Q&A.

Lars Dannenberg

Judith, damit zurück an euch, genau.

Operator

Ja, vielen herzlichen Dank für die Präsentation. Wir kommen damit zur Q&A Session, und für einen dynamischen Austausch bitten wir Sie, Ihre Fragen persönlich über die Audiospur zu stellen.

Klicken Sie hierfür auf den Button Hand heben. Sollten Sie telefonisch zugeschaltet sein, dürfen Sie gerne die Tastenkombination Sternchen 9 nutzen, die Hand zu heben, und anschließend Sternchen 6, sich freizuschalten.

Fragen über den Chat sind heute, wie eingangs erwähnt, nicht möglich. Und damit, Herr Treich, die Bühne gehört Ihnen.

Herr Treich

Hallo, könnt ihr mich hören?

Operator

Ja.

Rüdiger Rath

Doch.

Thomas Stark

Ja.

Herr Treich

Perfekt. Hallo nach München.

Auf die letzte Slide folgend eure Bestätigung der Guidance, ich denk, das wird wahrscheinlich der Punkt sein, wo die meisten Fragen final kommen. Ich muss euch da nicht belehren, dass es entsprechend 'ne deutliche Beschleunigung des Wachstums impliziert.

Ihr habt erste Punkte angesprochen. Was ich gerne hätte, ist im Endeffekt: Wo kommt eure Confidence her?

Sprich, ihr habt einmal erwähnt, dass ihr auf der EU-Seite 'n Gegenwind hattet in H1, den ihr offensichtlich auch nicht erwartet, dass der in H2 weggeht. Insofern wäre da einmal die Frage: International dürfte demnach wahrscheinlich eher negativ bleiben.

Sprich, eigentlich muss Deutschland der rettende Anker sein. Da habt ihr jetzt vor allem über eben eher Verzögerungen gesprochen.

Insofern meine Frage: Habt ihr deutlich oder größere Projekte, wo ihr wisst, die kommen kurzfristig oder kommen in Q3? Sprich, gab es einfach gewisse Verschiebungen von Q2 nach Q3, aber eben gibt euch die Confidence, dass es tatsächlich, ja, reale Nachfrage gibt?

Und der letzte Punkt dazu: Wir haben über die letzten Monate, glaube ich, 'n steigenden Pricing Impact gesehen. Ist die Frage: Rettet das euch H2 bzw.

gibt es euch die Confidence, dass ihr entsprechend auch in dem Rahmen der Guidance bleibt? Danke schön.

Rüdiger Rath

Okay. Dann nehme ich die Frage, ne?

Vielen Dank für die Frage. Wir bestätigen natürlich die Prognose, weil sich unsere Einschätzung für das Gesamtjahr nicht wesentlich verändert hat.

Das Altjahr, wie ich gerade dargestellt habe und Tom auch dargestellt habe, war durch verzögerte Entscheidungen geprägt, insbesondere im Hardwaregeschäft. Gleichzeitig haben wir aber im Rohertrag und EBITDA gezeigt, dass das Geschäftsmodell für uns resilient ist und resilienter geworden ist.

Und das beruht eigentlich nicht nur auf einer einzigen Annahme, sondern wir haben mehrere Faktoren. Der strukturelle IT-Investitionsbedarf ist weiterhin da, auch wenn wir jetzt in Q2 ein paar Verzögerungen hatten, die dann in Q3 gerutscht sind.

Jetzt muss man sagen, wir hatten ein paar signifikante Deals, die auch helfen, das Q2 Q3 oder Q4, sprich im Halbjahr je nach Liefertermin reinzuwirken. Wir haben ein Servicewachstum, was wir auch schon zu H1 gesehen haben.

Das heißt, es hängt manchmal auch an Mix und Timing zusammen. Das heißt, positive Mix-Effekte.

Und unsere Effizienzmaßnahmen: Wir bleiben natürlich auch weiterhin dran, die Kostendisziplin, sprich weiterhin aktiv nach Möglichkeiten zu suchen, auf der einen Seite unsere Kunden zufriedenzustellen, ja, und unsere Produktivität zu steigern. Und die Nachfrageentwicklung: Es ist nicht unüblich, und das wissen Sie aus den Vorjahren, dass wir grundsätzlich auch im zweiten Halbjahr immer eine verstärkte Nachfrageentwicklung haben gegenüber dem ersten Halbjahr.

Sie haben noch mal das Thema EU-Business angesprochen. Das EU-Business im zweiten Halbjahr ist nicht von wesentlicher Bedeutung gewesen im Vergleich zum Vorjahr, sodass wir dort die Ausprägung eher in H1 hatten, nicht in H2.

Herr Treich

Besten Dank. Habt ihr noch genau vielleicht noch einen Kommentar zum Pricing-Thema, ob das euch in den nächsten Monaten deutlich mehr Support geben wird?

Rüdiger Rath

Och, also das Pricing-Thema ist ein tägliches Thema. Bei den unterschiedlichen Herstellern, mit denen wir agieren, also wenn ich nur unsere Top 15 annehme, wir hatten, glaube ich, gestern wieder eine Preiserhöhung von NetApp, die kommen wird, und das nicht in unwesentlichen Belangen.

Wir können das nicht alles vorhersehen. Ich glaube aber, dass das Plateau noch nicht erreicht ist bei den Preiserhöhungen der jeweiligen Hersteller.

Ob das extreme Preiserhöhungen sein werden, wie wir sie teilweise in Q1 erlebt haben, wo wir teilweise Preiserhöhungen größer 15 bis 20% bei unterschiedlichsten Herstellern, Komponenten hatten, ob sich dieser Trend fortziehen wird, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Ich wüsste es auch gerne.

Wir gehen aber davon aus, dass es im zweiten Halbjahr eher moderatere Preiserhöhungen geben wird als im zweiten Halbjahr.

Herr Treich

Sehr gut. Vielen Dank.

Rüdiger Rath

Bitte.

Operator

Danke für die Fragen, Herr Treich. Wir gehen über zu Tim Oliver Wunderlich.

Die Bühne gehört Ihnen, Herr Wunderlich.

Tim Oliver Wunderlich

Ja, wunderbar. Vielen Dank.

Ich hab 'ne Frage zu Österreich. Sie hatten ja gesagt, dass Sie eine Verbesserung in Österreich erwarten bei der operativen Performance im zweiten Halbjahr.

Erstmal, habe ich das richtig verstanden? Und der zweite Punkt dreht sich die Konkurrenzsituation in Österreich.

Was ich gehört habe, ist, dass der Semanek hat jetzt ja ein neues Unternehmen gegründet. Der Semanek ist ja ehemaliger Vorstand von Kapsch, also das, was jetzt CANCOM Österreich ist, und ich hatte gehört, der Semanek ist relativ erfolgreich darin, Kunden abzuwerben.

Also ist das ein Thema für CANCOM Österreich, dass man Kunden verliert, und ist das möglicherweise dann ein Thema, dass das zweite Halbjahr in Österreich doch nicht so gut läuft, wie Sie es aktuell erwarten? Herzlichen Dank.

Rüdiger Rath

Ja, Tim, da kann ich gleich relativ stark drauf antworten. Fangen wir mit dem ersten Teil an.

Ja, wir erwarten ein deutliches Wachstum im zweiten Halbjahr, was nicht einfach nur ein Wunsch ist, wo wir 'ne Pipeline haben, aber auch konkrete Projekte haben, wo Sie beziehungsweise wir bestätigen können, dass wir dort gegenüber dem Vorjahr wachsen wollen und auch werden. Zum Punkt X-per-COM: Ich weiß jetzt nicht, ob wir uns über einen Mitbewerber, der gerade mal 15 oder 17 Mitarbeiter beinhaltet, unterhalten können, weil ein ehemaliges Vorstandsmitglied sich selbstständig gemacht hat.

Wir sind ein Unternehmen mit knapp 'ner halben Milliarde Umsatz in Österreich, mit knapp 1.500 Mitarbeitern. Der Tunnel ist relativ weit hinten.

Sie sind, ja, unterstützt durch eine Raiffeisen. Sie haben einen Kunden, geprägt durch politische Entscheidungen, ja, wo wir aber weiterhin auch Geschäft machen, weil mit der Anzahl der Mitarbeiter kann ich auch nicht immer jegliche Vertriebsanforderungen, die ein Hersteller mit sich bringt, auch wenn es im österreichischen Markt ist, sofort begegnen.

Schon gar nicht in komplexen Themen wie Security, ja, wie digitale Resilienz. Da kann ich vielleicht mal ein transaktionales Business machen, aber ein Service-Business aufzubauen, das geht nicht innerhalb von vier Wochen.

Ja, sie machen sehr erfolgreich Noise in dem Markt, aber wir sollten uns, glaube ich, nicht daran orientieren. Wir machen einen guten Job.

Wir haben gerade 'ne Kundenzufriedenheitsumfrage gemacht, die uns einen sehr hohen Wert mitgeliefert hat, vergleichbar mit Apple weltweit auf 'nem Wert von 58. Wer sich da auskennt, der weiß, dass das schon herausragend ist.

Wenn wir einen guten Job machen bei unseren Kunden, machen wir auch keine Tür auf für den Wettbewerb. Und 'ne X-per-COM, ja, das ist der Herr Semanek.

Ja, okay, allen Respekt, dass jetzt Unterstützer gefunden hat, das zu tätigen, aber mehr Beachtung würde ich dem nicht schenken.

Tim Oliver Wunderlich

Das klingt gut. Ja.

Herzlichen Dank.

Rüdiger Rath

Bitte.

Operator

Wunderbar. Vielen Dank für Ihre Fragen, Herr Wunderlich.

Und wir gehen über zu Andreas Wolf. Das ist der Raum für Ihre Frage, Herr Wolf.

Andreas Wolf

Super. Vielen Dank.

Ich hoffe, man hört mich. Ich habe folgende Fragen, und zwar: Welche Entwicklung wird erwartet für die Personalzahl für die nächsten 12 6 bis 12 Monate?

Das wäre die erste Frage. Die zweite: In welchem Umfang hat die Hardwarepreisinflation zum Q2-Umsatz beigetragen?

Und die dritte Frage wäre: In welchem Umfang höhere Hardwarepreise zu höheren Boni beigetragen haben? Danke.

Thomas Stark

Ja, Andreas, dann nehme ich die Frage mal: Entwicklung Headcount. Ja, wir haben sie dargestellt natürlich auf der entsprechenden ersten Seite, weil wir, ja, sehr stark über die Anpassung der Org sprechen.

Da geht's natürlich nicht nur, zu sagen, wir bauen ab, sondern wir strukturieren so, dass wir sagen, dass wir die Trendthemen und die Wachstumsthemen richtig besetzen und an den anderen Bereichen natürlich effizienter werden. Es geht also durchaus in beide Richtungen.

Wir werden ein paar Wins sehen, oder wir haben ein paar Wins gesehen, die werden Personalaufbau erfordern, mit denen werden wir auch Geld verdienen. Und ich denke, die Aussage, die wir im Q1 Earnings Call gemacht haben, hat sich jetzt in den Zahlen auch im zweiten Quartal bewahrheitet.

Wir machen natürlich mit Augenmaß und sind natürlich in einer etwas, ja, trotz Ergebnisverbesserung, kritischen Situation immer dabei, die Organisation zu scannen. Wir haben auch in dem Quartal wieder Anpassungen vorgenommen, wie man gesehen hat, aber wir sehen durchaus natürlich die Chancen, die wir haben.

Die werden wir entsprechend besetzen. Wir werden die Wachstumsthemen auch besetzen.

Und insofern wird es sicherlich einen Mix geben, den wir regelmäßig tracken. Und das passiert bei uns hier im Unternehmen in einem zweimonatigen Turnus, dass wir durchschauen: Welche Themen könnten denn besetzt werden?

Wo haben wir Potenziale? Wo sollten wir aber auch überlegen, ob diese Themen Sinn machen oder nicht?

Also enges Monitoring, und das ist, denke ich, die entsprechende Antwort auf deine Frage Nummer 1: Entwicklung Headcount, ne? Pricing war die Frage: Wie ist denn die Aufteilung im Umsatz?

Ja, ich weiß, manche Peers haben das gemacht. Es ist extrem schwierig, das rauszufinden und zu sagen, welcher Anteil entfällt jetzt auf eine tatsächliche Preissteigerung, welcher nicht.

Also ich persönlich glaube, es ist immer eine Schätzung: Wie setzt sich denn das zusammen? Wichtiger ist aus meiner Sicht das Thema: Wie managen wir denn den Vertrieb?

Wir hatten im letzten Jahr auch Calls, wo wir gesehen haben: Ja, die Möglichkeiten und Chancen. Und wir bleiben ja dabei: Es gibt Chancen und Risiken.

Es gibt Auswirkungen, die sind positiv, Auswirkungen, die sind negativ. Die wichtigste Auswirkung ist die der Profitabilität.

Die haben wir gut gemanagt, das sieht man. Die Rohertragsmargen sind jetzt über einen relativ konstanten Zeitraum, nämlich zwei Quartale, höher geworden.

Die Befürchtung, auch von euch im Übrigen, die jetzt hier im Call sind, war: Das könnte schwieriger werden, werdet ihr Preiskampf dann verlieren? Das hat sich nicht bewahrheitet.

Ich glaube, wir haben da eine gute Balance und haben eine gute Vertriebssteuerung mit dem Thema, ne? Das Thema Umfang Boni...

Rüdiger Rath

Boni.

Thomas Stark

Ja, Thema Umfang Boni: Ja, die Boni hängen natürlich am Umsatz. Man muss nicht lange in dem Business sein, zu wissen, dass es an dem Thema hängt, aber auch an den Themen und der Komplexität der Abbildungen.

Jetzt hat Rüdiger netterweise das Thema NVIDIA angesprochen. Wir sind ja einer von fünf Partnern.

Das kann exemplarisch mal zeigen, wie so was auch funktioniert, wenn du in einem Bereich bist, wo du einfach Skills brauchst und aufbauen musst und investieren musst in auch Mitarbeitern und Menschen. Und letztlich sind wir kein Produktionsunternehmen, sondern wir verkaufen unser Know-how über IT-Infrastruktur-Management, AI-Prozessdefinitionen an die Kunden.

Dann bezahlt der Hersteller natürlich nach den Skills. Das sind die zwei Parameter, ne?

Die müssen wir managen. Wir haben eine große Abteilung im Marketing, die ausschließlich diese Themen macht und mit den Herstellern zusammen und dem Vertrieb evaluiert: Welche Bereiche sind die, in denen wir wachsen können, wo man auch das Thema Profitabilität steuern können?

Es ist idealerweise natürlich immer das, was auch der Kunde braucht. Das ist nämlich die oberste Prämisse.

Und insofern kann man sagen: Ja, wir haben bessere Ergebnisse erzielt im Kickback-Bereich als im vergangenen Jahr, und liegt natürlich nicht nur am Umsatz, sondern auch an der Struktur und an dem, was wir machen, ums Portfolio zu schärfen.

Andreas Wolf

Danke.

Operator

Danke schön, Herr Wolf. Und damit kommen wir zur bis jetzt letzten Hand oben.

Meine Damen und Herren, seien Sie daran erinnert, dass das der Raum für Ihre Fragen ist. Wenn noch offene Fragen sein sollten, dann klicken Sie gerne auf den Button Hand heben.

Sollten Sie per Telefon zugeschaltet sein, gerne Sterntaste 9 drücken, die Hand zu heben. Herr Kleffler, die Bühne gehört Ihnen.

Lars vom Cleff

Ja, vielen Dank. Muss das Kürzel sein.

Lars vom Cleff, Deutsche Bank. Ich hab vernommen, ja, Preissteigerungen zu quantifizieren, ist schwierig, aber wir alle wissen, wie Hardwarepreise hochgeschnellt sind in den letzten Monaten.

Und dann Umsatzrückgang von 6% in Q2, das muss ja ein massiver Volumenrückgang gewesen sein, den Sie da gesehen haben.

Rüdiger Rath

Also noch mal eingehend, würde ich nicht so sehen, massiver Rückgang. Ich glaube, Mix und Timing, was ich vorhin eingangs gesagt habe, trägt auch dazu bei.

Wir haben, was der Tom gerade dargestellt hat, ein extrem starkes Softwaregeschäft gehabt. Ich würde nicht sagen, dass wir einen massiven Rückgang des Volumens hatten.

Nichtsdestotrotz werden Sie vielleicht auch durch andere Calls mitbekommen haben, dass die Anzahl der Stückzahlen, die im Markt adressiert wurden, doch gerade im Client-Umfeld bei einigen Herstellern doch für Rückgänge gesorgt haben im zweiten Quartal, das dazu geführt hat, dass sie natürlich wieder höhere Discounts gegeben haben. Auf der einen Seite höhere Preise, aber wenn sie merken, dass die entsprechenden Stückzahlen weniger werden, sind sie auch bereit, je nach Volumen höhere Discounts zu geben, sodass dann der Effekt nicht 100% beim Kunden durchschlägt.

Lars vom Cleff

Okay. Und dann die Backend-Marge, auch da, ja, die Verhandlungen, weiß ich, gehen ja im Wesentlichen immer, ja, Umsatz.

War es nicht möglich vor dem aktuellen Hintergrund ein bisschen mehr auf Stückzahlen abzustellen als Zielgröße?

Rüdiger Rath

Wie Sie wissen, hat jeder Hersteller unterschiedliche Geschäftsjahre. Jetzt Cisco haben wir gerade hinter uns.

Das ist immer für ein Jahr im Voraus. Das heißt, ein wesentlicher Teil der Pläne, die wir getätigt haben, mit den Meilensteinen, die wir zu erreichen haben, entsprechende Bonifikationen zu erhalten, ob das nun auf der Skill-Seite ist, ob das auf der Umsatzseite ist, ob das auf der Anzahl-Kundenseite, da gibt's ja unterschiedlichste Parameter hinterlegt, sind in der Regel zum Anfang des Jahres, als wir diese deutlichen Verwerfungen gesehen haben, schon in place gewesen.

Wie jetzt bei den neuen, ist es eine andere Diskussion, ne, also die wir jetzt anfangen zu verhandeln, aber bei denen, die wir bereits im Bestand hatten, war das leider in vielen Teilen nicht möglich.

Lars vom Cleff

Verstanden. Und dann, aus meinen Gesprächen mit Investoren heute Morgen, habe ich immer wieder das Feedback bekommen, ja, CANCOM sei der einzige IT Service Provider, der im Moment diese Investitionszurückhaltung seiner Kunden in so einer deutlichen Form sieht.

Ist das der allergrößte Teil das wegbrechende EU-Geschäft, oder ist das auch in anderen Teilen des öffentlichen Sektors und bei Ihren Small and Mid-sized Enterprise Clients, die sich im Moment zurückhalten?

Rüdiger Rath

Also wir haben, wie Sie wissen, auf der Federal-Seite, wenn Sie das Public-Geschäft ansprechen, ein sehr erfolgreiches Geschäft in dem Umfeld der Landesdienstleister, Kommunen und Städte und Gemeinden. Da sind wir deutlich gewachsen.

Wo wir ein Thema haben, ist auf der Federal-Seite. Wir haben eine begrenzte Anzahl von Beschaffungsgrundlagen bei diesen Kunden, die unglücklicherweise in Teilen auch im Client lagen und die in Teilen auch zur Neuausschreibung aufgrund der preislichen Verwerfungen dieses Jahr gekommen sind.

Und da sind wir im Prozess. Es sind gerade wesentliche große Ausschreibungen, das werden Sie vielleicht auch bei unseren Peers hören, gerade im Markt, ja, wo sich alle drum bewerben, aber wo wir auch schon in Anfang dieses Jahres beziehungsweise in Q2 nicht erwartet hätten, dass Kunden sagen: Nein, die Preisverwerfungen sind uns zu hoch, wir machen eine Neuausschreibung und wir wollen gucken, ob die entsprechenden Preise sich nicht, wenn wir ein Volumen bündeln, verändern.

Das ist der Fall gerade, und das trifft uns auf der Federal-Seite.

Lars vom Cleff

Verstanden.

Rüdiger Rath

Weil wir dort sehr sehr stark im Client-Umfeld sind. Ja, wir haben auch kleinere Beschaffungsgrundlagen, ob das im Network, Security oder im Data Center-Umfeld ist, aber unser wesentlicher Schwerpunkt im Federal-Bereich lag auf der Client-Seite.

Lars vom Cleff

Okay. Dann weiß ich sehr zu schätzen, dass Sie jetzt auch mal wieder eine Zahl fürs Businessvolumen genannt haben für Q2.

Besteht die Idee, auch wieder zukünftig Businessvolumen zu reporten, halt zu zeigen, wie erfolgreich Ihr Softwaregeschäft läuft?

Thomas Stark

Ja, Lars, wir haben die Zahlen in Q1 ja disclosed, aber in Q2 haben wir sie natürlich entsprechend disclosed, weil es natürlich Impact hatte und natürlich da schon ein Hebel war, der jetzt unterschiedliche Auswirkungen hatte, diesmal zum ersten Mal sogar auf das Thema Cashflow oder Working Capital. Von daher haben wir diese Werte ja durchaus disclosed und werden es sicherlich, denke ich, im Jahresverlauf auch weiterhin tun, ne?

Lars vom Cleff

Könnten Sie mich dann noch mal kurz daran erinnern, wie das Volumen in Q1 war? Also Businessvolumen?

Thomas Stark

Ich habe es genannt. Das Halbjahr war 1,088, und dann habe ich genannt das...

Lars vom Cleff

1,088, okay, dann hab ich's, ja.

Thomas Stark

Genau, und dann das Delta müssen Sie seitdem dann berechnen, ne?

Lars vom Cleff

Genau, das kriege ich hin. Und dann, nur sicherzugehen, dass ich es nicht übersehen habe: Gross Profit und EBITDA by Region, also Germany, International, das brechen Sie jetzt nicht mehr auf?

Nur noch Revenue und EBITDA?

Rüdiger Rath

Jawohl.

Lars vom Cleff

Alles klar. Gut, perfekt.

Danke schön.

Thomas Stark

Danke.

Operator

Vielen Dank für Ihre Fragen, Herr vom Cleff. Meine Damen und Herren, ich halte den Raum noch einen kurzen Augenblick, falls noch Fragen da sein sollten von Ihrer Seite.

Und das scheint nicht der Fall zu sein. Damit kommen wir also zum Ende des heutigen Earnings Calls.

Ein herzliches Dankeschön an die Herren, Herrn Rath, Herrn Stark und Herrn Dannenberg, für die Präsentation und Ihre Zeit. Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Fragen, meine Damen und Herren.

Sollten sich zu einem späteren Zeitpunkt noch weitere Fragen ergeben, dann dürfen Sie sich gerne jederzeit an Herrn Dannenberg wenden. Ich wünsche Ihnen noch einen erfolgreichen Tag und übergebe damit für ein Schlusswort noch mal an Herrn Rath.

Rüdiger Rath

Vielen Dank. Ja, zum Abschluss möchte ich noch mal einen Blick nach vorne richten.

Für das zweite Halbjahr haben wir klare Prioritäten. Wir wollen die Chancen aus der weiterhin vorhandenen Nachfrage konsequenter in Geschäft umwandeln, die Kostendisziplin auf der einen Seite und die positive Entwicklung in der Profitabilität weiter fortsetzen.

Aber gleichzeitig sind wir auch überzeugt von der langfristigen Perspektive des Marktes. Unsere Kunden, und das wird auch nicht von heute auf morgen weggehen, müssen ihre IT modernisieren.

Die Bedrohungen werden, wie ich es eingangs gesagt habe, nicht weniger werden und müssen zentrale Antworten geben auf ihre Herausforderung, was das Thema AI, technologische Souveränität zu tun hat. Mit unserer technologischen Kompetenz, mit dem Aufbau der AI-Spezialisierung im NVIDIA-Umfeld, mit unseren Verstärkungen im Cybersecurity-Umfeld und dem Portfolio sind wir gut aufgestellt, dem zu begegnen und daraus nachhaltiges Wachstum und profitables Wachstum für die CANCOM zu generieren.

Vielen Dank für Ihr Interesse an der CANCOM. Wir freuen uns drauf, ja, ich denke, in drei Monaten hören wir uns wieder, ja, bei der nächsten Berichterstattung, und wünsche Ihnen allen einen schönen Sommerabend.