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Q4 FY2025 · Earnings Call TranscriptMarch 18, 2026

Michael Strugl

Ihnen heute berichten, wie unser vergangenes Geschäftsjahr 2025 auch verlaufen ist in wirtschaftlicher Hinsicht, aber auch was die Rahmenbedingungen betrifft. Peter Kollmann wird Ihnen die Zahlen im Detail dann präsentieren.

Ich schicke nur voraus: Ein EBITDA von 2,7 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von 1,5 Milliarden Euro ist aus unserer Sicht ein gutes Ergebnis für das Unternehmen. Es ist doch niedriger als im Vorjahr, und das hat im Wesentlichen zwei Gründe.

Das eine ist die Normalisierung von Strompreisen, und das andere ist ein sehr geringes Wasserdargebot. Und vor diesem Hintergrund haben wir auch dieses Ergebnis zu beurteilen.

Wie gesagt, Peter wird dann im Detail noch darauf eingehen. Ich möchte einige grundsätzliche Anmerkungen voranstellen und möchte damit beginnen, dass wir gerade jetzt wieder eine Situation erleben, wo Energie aufgrund von Ereignissen, die wir in keiner Weise beeinflussen können, wieder teurer wird.

Und das hatten wir schon in den Jahren '22 und '23 erlebt, und insofern ist es ein Déjà-vu, sowohl für die Unternehmen, für die Industrie, für die Regierungen, aber auch für den Energiesektor, dass es passieren kann durch exogene Schocks wie beispielsweise geopolitische und geoökonomische Entwicklungen, dass wir dann massiv damit konfrontiert sind, dass wir Verwerfungen sehen, und das führt dann entsprechend auch zu politischen Diskussionen und Konsequenzen. Und eine wesentliche Ursache dafür, dass wir nach wie vor exponiert sind und anfällig für solche geopolitischen Verwerfungen, ist unsere Abhängigkeit von Energieimporten.

Und das gilt sowohl für die Europäische Union, aber es gilt auch für Österreich. Und wir haben nur drei Zahlen hier Ihnen mitgebracht, wie hoch diese Abhängigkeit ist, in Relation zum Primärenergieverbrauch der Europäischen Union, unseres größten Nachbarn, nämlich Deutschland, und auch Österreich.

Und Sie sehen, dass mehr als die Hälfte der Energie, die wir brauchen, importiert werden muss. Das sind hauptsächlich fossile Energieträger, nämlich Öl und Gas.

Und wenn es hier an den Märkten zu Bewegungen kommt, dann schlägt das direkt auch bei uns auf. Diese rund 14 Milliarden Euro, die wir ausgeben, Energie zu importieren, müssen wir verringern.

Uns ist bewusst, dass es das Konzept der Autarkie in der Praxis nicht geben kann, weil wir natürlich in gemeinsamen Märkten uns auch bewegen, aber wir müssen diese Abhängigkeit kleiner machen, wir müssen sie verringern. 14 Milliarden Euro ist sehr viel Geld, und einen Teil davon könnten wir auch in Österreich verdienen und besser verwenden, indem wir selbst mehr Energie erzeugen in diesem Land.

Und ich möchte Ihnen das anhand des Jahres 2025 illustrieren. Sie sehen hier auf der linken Seite der Vergleich der Jahre zwischen Stromimporten und -exporten in Österreich.

Also wir reden jetzt über den Energieträger Strom. Das ist die Energie, die wir am besten selbst erzeugen können im Gegensatz zu Öl und Gas.

Und Sie sehen, dass es in diesem langjährigen Vergleich nur ein Jahr gegeben hat in der jüngeren Vergangenheit, wo wir Stromexporteur waren über das Jahr saldiert. Das heißt, wir haben mehr erzeugt, als wir selbst verbraucht haben.

In allen anderen Jahren, und das gilt auch für das Jahr 2025, über das wir heute berichten, war Österreich Stromimporteur. Und warum das so ist, sehen Sie auf der rechten Seite.

Wir hatten ein sehr schlechtes Wasserjahr 2025, ganz anders als 2024, wo wir ein sehr gutes Wasserdargebot hatten. Und diese ungefähr 8 Terawattstunden, die uns gefehlt haben, die mussten wir zum Teil kompensieren durch thermische Erzeugung, also Gaskraftwerke in Österreich.

Wir wissen, was das bedeutet: Der Gaspreis bestimmt den Strompreis. Aber wir sind damit auch nicht ausgekommen.

Wir mussten 10 Terawattstunden importieren. Und das heißt, wenn wir es schaffen, diese Abhängigkeit massiv zu reduzieren, dann wird uns das wirtschaftlich sehr helfen.

Und das können wir nur, indem wir die eigene Erzeugung ausbauen können. Das heißt, damit ich die Zahl richtig sage, das ist der Vergleich zum Jahr 2024, also insgesamt haben wir 5,3 Terawattstunden importiert im Jahr 2025, während wir im Jahr 2024 5 Terawattstunden im Saldo exportiert haben, und deswegen kommt sozusagen diese Differenz zustande.

Also, wir brauchen mehr eigene Erzeugung. Das ist ein Ceterum censeo, dass wir immer wieder sagen.

Und damit wir mehr Erzeugung in Österreich zubauen können, brauchen wir entsprechende Rahmenbedingungen. Damit bin ich bei einem Punkt, der auch mit Blick auf die Gesetzgebung im Jahr '26 aus unserer Sicht bedeutet, dass hier auch die Weichen richtig gestellt werden.

Wir haben hier einige Punkte aufgeschrieben. Ganz wichtig ist es, den Ausbau einfacher und schneller zu machen.

Das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungs-Gesetz ist noch nicht beschlossen. Es ist angekündigt.

Es ist sozusagen auch in der politischen Koordinierung. Wir brauchen dieses Gesetz.

Wichtig ist auch, dass in diesem Gesetz der Vorrang des Ausbaus der Erneuerbaren Überzeugung, das ist dieses überragende öffentliche Interesse, durchgängig verankert wird, wie das in der RED-III-Richtlinie auf europäischer Ebene vorgesehen ist. Wir haben gesehen in den Entwürfen, dass es hier Ausnahmen geben soll, ausgerechnet für die Wasserkraft, eine ganz wichtige Technologie für die Stromerzeugung in Österreich, die annähernd grundlastfähig ist auch in Österreich.

Wir brauchen dieses überragende öffentliche Interesse auch für die Wasserkraft ohne Ausnahmen. Im Übrigen, in der RED III ist zugrunde gelegt, dass es auf nationaler Ebene keine Ausnahmen geben darf.

Wir haben das auch kommuniziert in Richtung Regierung. Das heißt, würde ein EABG kommen mit solchen Ausnahmen, müsste es relativ rasch novelliert werden, was wir nicht für sinnvoll erachten.

Auch das UVP-Gesetz wird novelliert. Diese Novelle soll ebenfalls beschleunigend wirken.

Wir brauchen auch das Gaswirtschaftsgesetz zur Umsetzung des Dekarbonisierungs- und Gasmarktpakets auf der europäischen Ebene. Das brauchen wir vor allem für die Rahmenbedingungen für grünen Wasserstoff.

Es wird auf der Grundlage des ElWG die Tarifierung im Netzbereich neu gemacht durch den Regulator. Die E-Control wird eine Grundverordnung vermutlich vor dem Sommer noch erlassen mit Grundsätzen für die Gestaltung des Tarifsystems bei den Netzen, und es wird dann eine Systemnutzungsentgelte-Verordnung gegen Ende des Jahres geben.

Das sind die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Netztarife. Netztarife sind ein großes Thema, und es ist wichtig, dass hier die Weichen richtig gestellt werden.

Und was meine ich damit? Dass wir bei den Netztarifen nicht in erster Linie auf die Arbeit, also sprich auf die Strommengen, schauen, sondern auf die Leistung, auf die Anschlussleistungen.

Also wir brauchen eine Tarifierung, die eine starke Leistungskomponente hat, und das muss der neue Tarifierungsrahmen bringen. Einen Punkt noch: Auf der europäischen Ebene wird im Industrial Accelerator Act auch Ursprungskriterien definiert, also das ist dieses berühmte Made in Europe.

Das bedeutet, dass man gewisse Verpflichtungen hat, wenn man entweder öffentliche Beschaffungen oder auch geförderte Beschaffungen durchführt. Für den Stromsektor gibt es eine Sektorausnahme in Österreich.

Es ist wichtig, dass diese erhalten bleibt, weil es sonst zu Verteuerungen und auch zu Verzögerungen kommt. Die EU hat ein bisschen kryptisch, oder die Kommission, muss man sagen, angedeutet, es soll im Vergaberecht zu einer Harmonisierung europäisch kommen.

Also wir brauchen diese Regelung, schnell und günstig beschaffen zu können. Ein weiterer Punkt, der uns auch unter den Nägeln brennt: Meine Damen und Herren, die Belastung der Unternehmen der E-Wirtschaft erreicht ihre Grenzen jetzt.

Wir leisten Beiträge zur Budgetkonsolidierung. Das ist etwas, was politisch vereinbart wurde, wo ich gesagt habe, wir leisten diese Beiträge, aber wir haben ehrlich gesagt natürlich nicht unbedingt eine große Freude damit.

Wenn diese Beiträge, die auf fünf Jahre politisch festgelegt sind, übrigens auch in der Kommunikation Richtung Europäische Kommission im Zuge des Defizitverfahrens, weiter erhöht werden, dann wird das die Fähigkeit der Unternehmen einschränken, auch zu investieren. Die E-Wirtschaft finanziert einen Sozialtarif, im ElWG zugrunde gelegt.

Meine Damen und Herren, das ist eine sozialpolitische Maßnahme. Sozialpolitische Maßnahmen sind aus dem Budget zu finanzieren und nicht durch die Unternehmen.

Und der dritte Punkt ist der Industriestrompreis. Auch der soll, wie man hört, von der Branche selbst finanziert werden.

Das heißt, die E-Wirtschaft ist die einzige Branche, die Steuersenkungen und auch sozialpolitische Maßnahmen selbst finanzieren muss. Das ist nicht vernünftig.

Wir investieren Milliarden, und Sie sehen auf dieser Darstellung, was nur das Unternehmen Verbund im Jahr 2025 an die öffentliche Hand abgeführt hat: Das sind hohe Dividenden. Der Anteil der Republik sind 560 Millionen Euro.

Das sind natürlich Steuern, wie das alle Unternehmen oder die meisten zumindest zahlen, in Höhe von 700 Millionen Euro. Das ist ein Energiekrisenbeitrag im Jahr 2025 von 136 Millionen Euro gewesen.

Meine Damen und Herren, damit haben wir auch eine Dimension erreicht, die wir wirklich kritisch hinterfragen müssen. Und Sie sehen auf der anderen Seite, wir geben das Geld nicht nur zurück in Form von Dividenden, wir investieren das auch.

Und das sind die Investitionen in Österreich, die Verbund tätigt, im Jahr '25 1 Milliarde Euro. Es ist der Ausbau von Netzen, das ist der Ausbau von Kraftwerken, das ist großteils österreichische Wertschöpfung, das sind österreichische Arbeitsplätze.

Und das in einer Zeit, wo die Konjunktur schwächelt und wo wir jeden Prozentpunkt Wachstum dringend brauchen. Und wir leisten dazu einen Beitrag mit unseren Investitionen.

Und dazu kommt, dass wir auch dafür sorgen, und das wird ja als Selbstverständlichkeit angenommen, dass dieses Land Tag und Nacht, 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche und an 365 Tagen im Jahr sicher mit Strom versorgt wird. Auch das kostet Geld.

Auch dafür müssen wir investieren. Und daher mein Appell: Die Politik muss überdenken, wie sie mit den Unternehmen umgeht.

Wir hatten diese Woche ein Gespräch mit dem Bundesfinanzminister, wo wir auf diese Dinge hingewiesen haben. Der Finanzminister schätzt unseren Beitrag, den wir leisten in diesem Land.

Sagt aber auch, braucht dieses Geld, ein Budget zu sanieren. Und wir sagen, wir leisten Beiträge, aber wir können nicht die Melkkuh sein für dieses Budget.

Und wir haben auch darauf hingewiesen, dass wir verstehen und anerkennen, dass in einer Phase, wo es hohe Energiepreise gibt, auch Unterstützungen notwendig sind. Und diese Unterstützungen beispielsweise für die Industrie, drum haben wir gesagt, der Sozialtarif ist sozialpolitisch richtig, der Industriestrompreis ist industriepolitisch richtig.

Die Frage ist ja nur, wie man ihn finanziert. Deutschland finanziert das aus dem Budget, und der österreichische Mechanismus soll ja an die deutsche Regelung angelehnt werden, was grundsätzlich sinnvoll ist.

Und Deutschland hat das ja auch mit der Kommission entsprechend abgestimmt, auch beihilfenrechtlich. Aber wir sind der Meinung, dass man die Möglichkeit nutzen sollte in einer Zeit, wo man der Meinung ist, Energiepreise sind zu hoch, diese nicht auch noch hoch zu besteuern.

Wenn ein Gut teuer ist, es auch noch hoch zu besteuern, ist das ein Effekt, der es noch teurer macht, und das ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll. Und daher hat auch die Europäische Kommission, auch die Kommissionspräsidentin gestern in einem Brief an die Staatschefs einmal mehr darauf hingewiesen, dass es sinnvoll wäre, wenn die Mitgliedstaaten die Steuern auf Elektrizität senken.

Das ist nicht zum ersten Mal, dass sie das gesagt hat. Das muss aber national umgesetzt werden.

Ich glaube, das ist ein vernünftiger Vorschlag in dieser Zeit. Die weiteren Vorschläge waren: Man möge den Beihilfenrahmen, also den Clean Industrial State Aid Framework-Rahmen nutzen, genau gezielt diese Unternehmen, also beispielsweise die energieintensive Industrie, zu unterstützen aus diesem Beihilfenrahmen mit staatlichen Mitteln.

Das tun auch viele Staaten. Wichtig ist die Treffsicherheit.

Und sie hat auch angekündigt, dass es im Emissionshandel, also im ETS, Maßnahmen geben soll, die Marktstabilitätsreserve zu nutzen, sozusagen Preisschwankungen bei den Zertifikaten auszugleichen. Alles aus meiner Sicht richtige Ansätze.

Dazu plädiert sie für einen massiven Ausbau der Erneuerbaren. Und interessanterweise, das große Thema Marginal Pricing, Merit-Order und so weiter, ist hier nicht mehr im Vordergrund gestanden.

Sie weist darauf hin, dass eigentlich alle Experten darauf hinweisen, dass dieses System nicht nur für Versorgungssicherheit sorgt, sondern auch wesentliche Vorteile hat. Ich kommentiere das nicht näher.

Es zeigt aber, dass diese Diskussion eine schwierige ist. Der Rat wird jetzt in den nächsten Tagen auch beraten.

Wir werden sehen, was herauskommen wird. Was die Kommissionspräsidentin auch gesagt hat, ist, dass wenn einzelne Mitgliedstaaten Eingriffe machen, egal nach welchem Modell – iberisches Modell, italienisches Modell, griechisches Modell oder auch Krisenmechanismen, wie das Österreich auch angekündigt hat –, wird die Kommission das case-by-case prüfen.

Also sie wird schauen, ob das die Versorgungssicherheit gefährdet oder zu Marktverzerrungen führt. Adressiert werden auch Netzkosten.

Und es wird angekündigt ein Bridging Instrument für die energieintensive Industrie, gespeist aus ETS-Erlösen. Und das finde ich auch einen interessanten Punkt: Die europäische Ebene und die nationale Ebene hat nicht unbeträchtliche Einnahmen aus dem Emissionshandel.

Diese Einnahmen zu recyceln und damit die Industrie zu unterstützen gezielt, halte ich für eine gute Idee. Also so viel einmal zu dem politischen Framework.

Noch einmal gesagt: In den nächsten 3 Jahren, Peter Kollmann wird darauf hinweisen im Detail, investieren wir 6,8 Milliarden Euro in die Wasserkraft, in die Windkraft, in die Photovoltaik, in Netze, in Speicher, in Wasserstoffprojekte und in Innovation. Das ist unser Beitrag neben Steuern und Dividenden, den wir hier leisten.

Ich habe jetzt noch einmal wichtige Projekte, die wir 2025 umgesetzt haben, mitgebracht. Sie sehen, das sind sowohl Laufkraftwerke bei der Wasserkraft wie Stegenwald als auch Pumpspeicherkraftwerke.

Bei Limberg 3 füge ich gleich hinzu, weil möglicherweise diese Frage kommt: Der Reparaturplan durch den Hersteller, durch den Lieferanten verläuft planmäßig, sodass wir davon ausgehen, dass wir heuer bei Limberg 3 möglichst beide Generatoren in Betrieb setzen können, der eine im Sommer, der andere gegen Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres. Und bei Limberg 1 ist ein neuer Transformator in der Anlieferung.

Geplante Projekte, sehen Sie, sind zum einen auch weitere Pumpspeicherprojekte, aber auch Laufwasserprojekte wie in Golling, Stübing und Leoben. Das heißt, Wasserkraft bleibt nach wie vor ein großer Investitionsschwerpunkt von Verbund, nicht nur beim Neubau, sondern auch bei der Revitalisierung.

Wir tauschen bei vielen Kraftwerken die Maschinensätze, noch mehr Leistung herauszuholen, investieren allein dafür rund, also über 600 Millionen Euro. Wir investieren auch massiv in ökologische Maßnahmen, über 400 Millionen im gesamten Programm bis 2030.

Es sind jetzt schon ungefähr 3/4 unserer Kraftwerke barrierefrei, das heißt passierbar über Fischwanderhilfen. Das sind Investitionen in die Natur und in die Ökologisierung.

Bei Wind- und Sonnenkraft haben wir '25 eine Reihe von Projekten entwickelt und auch in Betrieb genommen: in Deutschland, in Spanien, in Rumänien, in Italien, im kleineren Umfang auch in Österreich. Das gilt auch für die Projektentwicklung, und dasselbe gilt für die Planungen für 2026.

Da ist also einiges geplant. Sie werden fragen: Warum ist in Österreich so wenig und in anderen Ländern so viel?

Die Antwort ist sehr einfach: Es ist wahnsinnig schwierig, in Österreich beispielsweise Windprojekte umzusetzen. Wir haben erst vor wenigen Tagen, nämlich am Sonntag, wieder ein Projekt verloren durch eine Bürgerabstimmung, wo der Unterschied 13 Stimmen waren.

Wir können diesen Windpark dort nicht bauen aufgrund dieses Abstimmungsergebnisses. Das ist schwierig.

Hier, glaube ich, muss man wirklich alles tun, die Rahmenbedingungen entsprechend zu setzen, dass mehr Erneuerbaren-Projekte in Österreich möglich sind. Und ein letzter Punkt von meiner Seite: Wir haben auch für unsere Kunden mit 1.

März einen neuen Tarif eingeführt. Das wissen Sie, das ist der Österreich-Tarif, der seit dem 1.

März gilt. Die Nachfrage ist sehr gut danach.

Wir garantieren diesen Tarif für 12 Monate, obwohl jetzt gerade die Märkte sich wieder sehr stark nach oben bewegen, aber diese Preisgarantie gilt. Und auch das ist ein Beitrag, ein Mehrwert, den wir leisten für Österreich, indem wir unseren Kunden auch Strom zu fairen Bedingungen anbieten.

Ist jetzt ein bisschen länger geworden, aber es gibt einfach eine sehr lange politische Agenda, und die möchte ich nicht unkommentiert lassen, weil Sie hätten mich sonst wahrscheinlich anschließend in der Fragerunde ohnedies danach gefragt. Und damit darf ich an Peter Kollmann übergeben.

Peter Kollmann

Ja, vielen Dank, Michael. Ja, einige von Ihnen werden sich an letztes Jahr erinnern.

Ich kann mich sehr gut daran erinnern. Genau an dieser Stelle sprach ich von enormer Volatilität, Verwerfungen an den Strommärkten und von einem schwierigen Umfeld, wo Planbarkeit eine echte Herausforderung für uns geworden ist.

Aber die Überraschung war jetzt weniger der Strompreis, der ist schon im Trend einer Normalisierung, aber war im Jahresschnitt relativ stabil. Die große Überraschung war die Trockenheit: 30% weniger als im Jahr zuvor.

Ich werde dann noch darauf eingehen, aber das ist eine enorme Auswirkung gewesen für Verbund. Eine andere Überraschung, vor allem für unsere Aktionäre, war der Energiekrisenbeitrag-Strom, der auf 5 Jahre bis 2030 verlängert wurde.

An diesem Tag sank die Verbund-Aktie mehr als 10%. Aktionäre sagten zu Recht: Nach oben seid ihr gedeckelt und nach unten habt ihr das gesamte Risiko.

Zum Stichwort Unsicherheit beziehungsweise Unvorhersehbarkeit: Seit 28.02., Sie haben das verfolgt, stehen die globalen Energiemärkte auf dem Kopf. Der Gaspreis hat sich innerhalb kürzester Zeit verdoppelt, damit natürlich auch die Auswirkungen auf den Großhandelspreis.

Vor diesen spannenden, man könnte auch sagen angespannten Rahmenbedingungen werde ich Ihnen jetzt unsere Zahlen 2025 präsentieren und mit Ihnen diskutieren. Ich beginne mit der Infrastruktur, und Michael Strugl hat bereits die Bedeutung der Infrastruktur für Österreich in seinen Statements erwähnt.

Die Infrastruktur ist eine ganz wichtige Säule des Konzerns. Gleichzeitig ist sie eine sehr wichtige Säule für die Republik Österreich, und das ist keine Übertreibung, wenn ich das sage.

Warum ist denn das so? Auf den Schultern der Infrastruktur steht nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Landes, die gesamte Energietransformation und auch die Leistbarkeit.

Wir zeigen Ihnen hier sehr viele Projekte, die wir durchführen. Und wenn Sie eines herausgreifen, die Deutschlandleitung, und es ist nicht nur die Deutschlandleitung, aber ich werde es verwenden als pars pro toto: Wir haben im Jahr 2025 einen Unterschied gehabt zwischen den österreichischen und den deutschen Strompreisen von mehr als 9 Euro.

Wenn ich das umsetze auf den gesamten österreichischen Strombedarf, sind das ca. 600 Millionen Euro pro Jahr.

600 Millionen Euro pro Jahr, die wir in Österreich, wir alle mehr bezahlen. Und warum bezahlen wir mehr?

Aufgrund der fehlenden Infrastruktur. Wenn wir hier in die Infrastruktur investieren, dann werden diese Kosten geringer.

Und ich will nicht ins Detail gehen, aber wir besprechen manchmal WACC und andere Themen, da geht es dann 30 oder 35 Millionen, und wir vergessen das große Bild. Und das große Bild sind diese 600 Millionen, das sind Anreize, die nicht systemdienlich sind, das könnten noch einmal 200 Millionen sein, und dann haben wir im Schnitt 100 Millionen Engpassmanagement.

Engpassmanagement, und das wissen Sie, weil wir das schon oft diskutiert haben, Engpassmanagement ist nichts anderes als ein Ausgleich, den wir leisten müssen als APG, damit wir eine Systemstabilität haben oder wie der Michael Strugl gesagt hat, eine Versorgungssicherheit jede Sekunde des Jahres. Das Gleiche gilt natürlich auch für das Gasnetz.

Das Gasnetz, das ja in Zukunft auch ein Wasserstoffnetz sein wird. Und ja, es ist eine europäische Diskussion, dass wir diese Brückentechnologie brauchen.

Es ist einfach so, wir können die Technik nicht verändern, auch wenn wir es wollen. Und ja, es ist verbunden mit einem CO2-Ausstoß, aber es geht nicht anders, weil wir die Grundlast und die Flexibilität brauchen.

Daher ist auch die Gas Connect Austria eine wichtige Komponente der Infrastruktur. Und noch etwas möchte ich sagen: Es wird so viel über die Kosten der APG diskutiert.

Wissen Sie, wie viel Prozent der durchschnittlichen österreichischen Stromrechnung auf die Netztarife der APG entfällt? Knapp über 2%.

Knapp über 2%. Ich glaube, das ist sehr, sehr wichtig, insbesondere wenn Sie das Ganze noch einmal überlegen aus der Perspektive, die ich vorher genannt habe, die Schultern, auf denen so viel lastet, die Schultern der Infrastruktur.

Hier habe ich für Sie die wesentlichen Faktoren zusammengefasst. Ich werde das jetzt nicht einzeln durchgehen, weil ich auf den nächsten Seiten ohnedies auf Ursache und Wirkung im Detail eingehen werde.

Das ist eine Seite, die kennen Sie gut, die verändern wir auch nie, weil es zeigt zwei sehr, sehr wesentliche Faktoren, die direkt auf unser Konzernergebnis einwirken: Es ist der Mengeneffekt und es ist der Preiseffekt. Der Mengeneffekt, ich habe das ja schon erwähnt, mit 30 Prozentpunkten weniger als letztes Jahr, von 1,09 auf 0,79.

Da gibt es jetzt zwei Aspekte. Der eine Aspekt ist: Macht das wirklich so viel aus?

Ja, das macht sehr, sehr viel aus. Sie werden das dann in den Zahlen sehen.

Das ist der wesentlichste Faktor zwischen dem Ergebnis '24 und '25. Und die andere Frage, die kommen würde und die ich jetzt vorwegnehme: Sie werden fragen: Na ja, wie ist denn das?

Wie kann man das eingliedern? Ist das ein Trend?

Ist das etwas, was alle fünf Jahre vorkommt? Und das möchte ich Ihnen gerne sagen: Es ist kein Trend.

Ich habe mir das heute in der Früh angesehen: Das trockenste Jahr seit 1926, also seit 100 Jahren, war 1947 mit einem Hydrokoeffizienten von 0,67. Das zweittrockenste Jahr war 2003 mit 0,68.

Das dritttrockenste Jahr war 1992. Und bereits in 100 Jahren das vierttrockenste Jahr war letztes Jahr.

Nun zu den Kennzahlen, die jetzt nicht verwundern, wenn Sie wissen, was die Einflussfaktoren waren und wie stark diese Einflussfaktoren gewirkt haben. Das EBITDA ist gefallen von 3,5 Milliarden auf etwas über 2,7 Milliarden mehr als 21%, das Konzernergebnis von fast 1,9 Milliarden auf fast 1,5 Milliarden 20,6%.

Was Sie aber sehen, und das ist eine wichtige Botschaft, die ich mit Ihnen teilen möchte: Das Ergebnis fällt, wir haben mehr investiert. Und wir werden dann noch über die Investitionen sprechen.

Und ich möchte, dass Sie nur im Hinterkopf behalten: Das Geld für Investitionen, das muss auch verdient werden. Und das möchte ich dann gerne auch in Relation setzen mit dem, was Michael Strugl vorher gesagt hat.

Sie sehen hier den Cashflow aus operativer Tätigkeit, der natürlich sehr stark zurückgegangen ist. Das ist vor allem der Mengeneffekt, den ich vorher erwähnt habe.

Sie sehen auf der rechten Seite den Free Cashflow nach Investitionen und Dividende. Und jetzt ein Punkt, der uns sehr, sehr wichtig ist: Es geht die Nettoverschuldung und den dynamischen Verschuldungsgrad.

Ich möchte diesen dynamischen Verschuldungsgrad, und ich habe das letztes Jahr getan und ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich werde es noch einmal machen: Der dynamische Verschuldungsgrad ist sehr, sehr wichtig, denn sagt im Prinzip, es ist von unserem EBITDA abhängig, also von unserer Tragfähigkeit und der Risikotragfähigkeit, wie viel Schulden wir aufnehmen können. Und was Sie hier sehen, mit einem Nettoverschuldungsgrad von 1, das ist sehr, sehr wenig im Vergleich zum gesamten Versorgungssektor.

Das ist sehr, sehr gut. Das bedeutet, wir sind gut aufgestellt, wir sind sehr resilient.

Wir können mit diesen ganzen Verwerfungen gut umgehen. Aber das ist ein momentaner Zustand.

Und wir als Unternehmen müssen nach vorne blicken. Und wenn wir Ihnen dann sagen, was wir investieren im Detail, nämlich 6,8 Milliarden, dann ist das etwas, was wir in Zukunft leisten müssen.

Und mit den ganzen Abgaben, die wir haben, wird das schwierig. Und deswegen müssen wir an die Kapitalmärkte und wir müssen viel Geld aufnehmen.

Und dieser Verschuldungsgrad, der jetzt sehr, sehr gut ist, wird sich natürlich etwas verschlechtern. Das können wir uns leisten.

Zum Glück können wir uns das leisten. Und da komme ich jetzt auch schon auf die Dividende.

Wir haben 2024 in absoluten Zahlen eine Dividende gezahlt von ca. 970 Millionen.

Das ist eine enorme Dividende. Das ist eine Leistung an unsere Aktionäre, aber natürlich auch eine Leistung an die Republik Österreich.

Das darf man ja nicht vergessen, zusätzlich zu den ganzen Punkten, die vorher erwähnt wurden: Steuern etc., etc. Dieses Jahr sind wir bei fast 1,2 Milliarden, die wir ausbezahlen.

Eine Dividende für 2025, die 2026 ausbezahlt wird: eine normale Dividende von 695 Millionen und zusätzlich eine Sonderdividende von 400 Millionen. Das sind Leistungen, die wir stemmen müssen.

Und da komme ich jetzt auch schon zu dem Punkt, der mir sehr, sehr wichtig ist. Sie wissen es alle, aber ich sage es trotzdem: Investitionen müssen verdient werden.

Das, was wir hier leisten, das sind Potenziale der Vergangenheit, die wir aufgebaut haben, und das sind Gewinne, die wir hier in die Investitionen stecken. Aber wir können sie nur in die Investitionen stecken, nachdem wir einen Energiekrisenbeitrag bezahlt haben, nachdem wir die Dividende bezahlt haben, nachdem wir die Steuern bezahlt haben.

Das, was dann übrig bleibt, das können wir investieren. Und jetzt will ich etwas wiederholen, was vorher schon gesagt wurde, weil es so wichtig ist: Unsere Investitionen sind eine Vitaminspritze, die beste Vitaminspritze, die Sie sich vorstellen können, für den Wirtschaftsstandort, für Österreich.

Die Volkswirte nennen das Multiplikatoreffekte, weil wir eine hohe Wertschöpfung im Land haben. Diese Investitionen, die gehen weiter.

Die gehen weiter an andere große Unternehmen, an kleinere Unternehmen und an ganz kleine Familienunternehmen und natürlich auch Arbeitsplätze. Das heißt, diese Investitionen haben eine enorme Bedeutung für Österreich.

Und wir sind etwas enttäuscht, dass das manchmal zu wenig gesehen wird, was hier für die heimische Wirtschaft geleistet wird. Wir haben hier gezeigt, wohin diese 6,8 Milliarden hineinfließen.

Diese 6,8 Milliarden sind übrigens der höchste Dreijahres-Investitionsplan, den es in der Geschichte von Verbund gegeben hat. Und das in einem schwierigen Umfeld.

Wir investieren mehr als 4 Milliarden in Österreich. Wir investieren in die Netze, und Sie erinnern sich an das, was wir vorher gesagt haben über die Infrastruktur.

Wir investieren in das Wasser, und das Wasser ist ein Juwel, das wir in Österreich haben. Warum?

Es ist grün, es ist CO2-frei, aber es ist eine Grundlast. Wir haben ja ein Problem, wenn die Sonne nicht scheint und wenn der Wind nicht bläst, man nennt das Dunkelflaute.

In einer Dunkelflaute muss die APG kämpfen, damit man diese Systeminstabilität bewältigen kann. Wir haben mit Wasser eine Grundlast, die enorm wertvoll ist.

Und wir investieren nicht nur in das Wachstum, was man immer wieder vergisst ist, wir müssen das Ganze ja erhalten. Das heißt, ungefähr 2,8 Milliarden von diesen 6,8 Milliarden sind Erhaltungsinvestitionen, Maintenance Investments, wie man sagt.

Das ist ein ganz ein wesentlicher Aspekt, den wir immer wieder gerne mit Ihnen diskutieren. Und jetzt, das ist meine letzte Seite, der Ausblick 2026, auf den Sie natürlich schon mit Spannung gewartet haben.

Wir haben eine Prognose für das Jahr 2026 mit einem EBITDA von 2 Milliarden bis 2,5 Milliarden. Das ergibt ein Konzernergebnis von 900 Millionen bis ca.

1,2 Milliarden mit einer Ausschüttungsquote zwischen 45 und 55% auf das bereinigte Konzernergebnis stellen wir die Dividende an für unsere Aktionäre. Natürlich, das muss man dazusagen, wir sind am Beginn des Jahres, und in meinen einleitenden Worten habe ich über die Volatilität gesprochen, über die Überraschungen, über die vielen Aspekte, die alle noch auf uns zukommen können, negative, positive.

Das ist jetzt mal eine erste Einschätzung. Und wir haben unten eben genau deswegen Sensitivitäten gebracht auf das Konzernergebnis: Eine Veränderung von nur 1 Euro im Strompreis beeinflusst das Konzernergebnis etwas mehr als 6 Millionen Euro, und eine Veränderung von 1% – und wir haben vorher gerade von 30% gesprochen –, von 1% hat eine Auswirkung von 14,3 Millionen Euro.

Und auf der rechten Seite, das ist auch sehr wichtig, sehen Sie den Normalisierungstrend. Also Sie sehen, wie von 2025, wo wir einen durchschnittlichen Großhandelsabsatzpreis hatten von 116,3, wie jetzt die Strompreise stark zurückgehen auf 85,7.

Wir haben hier jetzt natürlich eine Situation, wo sie gerade wieder gestiegen sind, wie nachhaltig das ist und wie, wenn der Irankrieg beendet ist, wie sich das dann darstellen wird in den Ölpreisen, in den Gaspreisen, überhaupt in den Energiemärkten, das wird man dann genau evaluieren müssen. Und eine Frage, die für Sie natürlich auch immer wieder interessant ist: Wie viel haben wir denn eigentlich abgesichert für das Jahr 2026?

Das sind 65%.

Operator

Herzlichen Dank. Bevor ich die Fragerunde hier im Raum eröffne, eine Frage, die online mehrfach gekommen ist, nämlich die Präzisierung nach dem Energiekrisenbeitrag-Strom: Wie hoch war der für 2025?

Peter Kollmann

Ja. Der Energiekrisenbeitrag für 2025 war 136 Millionen Euro.

Für 2026 wissen wir es nicht genau. Ist natürlich von sehr vielen verschiedenen Faktoren abhängig, aber wir rechnen damit, dass höher wird.

Operator

Danke schön. Ich darf Sie Ihre Fragen bitten.

Gleich Klara Hofer, APA bitte. Es gibt ein Mikro, ja, kommt schon.

Klara Hofer

Danke schön. Ja, danke für die Präsentation.

Ich habe ein paar Fragen, aber sie hängen aneinander. Erstens würde mich interessieren, Herr Strugl, sehen Sie eine Energiekrise auf uns zurauschen, wie wir das 2022 hatten?

Und dann wird mich interessieren: Die Energiestaatssekretärin hat zuletzt unter anderem den CO2-Preis infrage gestellt. Macht es Sinn, den CO2-Preis infrage zu stellen, wenn wir doch eigentlich die Erneuerbaren günstiger machen wollen?

Sie haben auch davon gesprochen, Steuern zu senken. Von welchen Steuern reden Sie?

Danke schön.

Michael Strugl

Der Energiekrisenbeitrag wurde eingehoben, obwohl es keine Energiekrise mehr gab. Es gibt ja eine Definition auf der europäischen Ebene, wie sozusagen eine Energiekrise definiert ist, auch was Preise betrifft.

Der Energiekrisenbeitrag-Strom in einem eigenen Gesetz in Österreich ist eigentlich ein Budgetsanierungsbeitrag. Wenn Sie mich jetzt fragen, ob wir jetzt eine Energiekrise haben, muss man das differenziert beantworten.

Zum einen: Ist es eine Mangellage, eine Versorgungskrise, wie es beispielsweise 2022 gewesen ist, wo eine Gasmangellage dafür gesorgt hat, dass die Preise enorm gestiegen sind, zuerst für Gas und dann für Strom? Wir sehen, dass Primärenergieträger wie Öl und Gas aufgrund des Kriegs jetzt deutlich gestiegen sind.

Es wird dann auch in weiterer Folge Effekte geben, beispielsweise auf Strompreise. Man darf auch nicht vergessen, je nachdem, wie lange dieser Konflikt noch dauert, diese Gaspreise, die werden dann auch konserviert durch das eingespeicherte Gas.

Die Gasspeicher müssen ja wieder gefüllt werden. Das heißt, eine kritische Situation ist eine Preissteigerung.

Das ist etwas, wo man sich überlegen muss, wie man damit umgeht. Was die Versorgung betrifft, geht man davon aus, dass es ausreichend Liquidität gibt, sowohl im Ölhandel als auch im Gashandel.

Also eine Versorgungskrise in dem Sinn wird derzeit nicht gesehen. Aber Preissprünge sind jetzt schon bemerkbar.

ETS ist ein Kernstück der europäischen Dekarbonisierungsstrategie. Der Emissionshandel ist auch ein bewährtes Instrument.

Es ist aber richtig, dass es indirekte Einflüsse auf Energiekosten hat, auch bei Strom. Daher ist beispielsweise die Strompreiskompensation für die Industrie, die indirekte ETS-Kosten kompensiert – das machen viele Mitgliedstaaten, auch Österreich –, ein Mittel der Wahl.

Jetzt wird darüber diskutiert, beispielsweise der italienische Vorschlag geht in diese Richtung, ob man etwa gasbasierte Stromerzeugung von diesen CO2-Kosten befreit und damit den Strompreis senkt. Das ist eine Diskussion, die derzeit auch auf europäischer Ebene stattfindet.

Das hat auch die österreichische Bundesregierung sich angeschaut. Fakt ist: Man braucht ein abgestimmtes europäisches Vorgehen in diesen Dingen, weil ja der europäische Strombinnenmarkt ein gekoppelter ist und es daher sonst zu Abflüssen gibt in andere Nachbarländer, wenn man das subventioniert.

Das ist aber bekannt. Und Steuern: Die Kommission empfiehlt die Senkung von Steuern und Abgaben zum Teil auf das von der EU geforderte Mindestmaß.

Das sind ganz unterschiedliche Steuern. Das ist zum einen Energieabgabe in Österreich, das sind aber auch Ökostromkomponenten und am Ende auch die Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer.

Das heißt, hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die österreichische Bundesregierung hat einen Teil dieser Steuern, nämlich die Ökostromsteuern und die Energieabgaben gesenkt.

Wir haben auch dazu beigetragen mit einer Sonderdividende, aber auch die EKB. Das ist kein nachhaltiges Modell.

Man muss sich wirklich überlegen, wie das langfristig funktionieren kann. Und dasselbe gilt natürlich auch für die Mehrwertsteuer.

Bei Grundnahrungsmitteln ist man so einen Schritt gegangen. Ich würde sagen, Strom ist durchaus auch etwas, wo man über eine solche Maßnahme nachdenken sollte.

Denn auf der Stromrechnung eines Haushalts stehen die reinen Energiekosten, das sind ungefähr 45% der Stromrechnung, dann stehen die Netzkosten drauf, das sind ungefähr, ja, 25 bis 30%, je nach Bundesland, und der Rest sind Steuern und Abgaben. Und das wirklich Kontraproduktive ist, dass auf alles dann unterm Strich noch einmal 20% draufkommen.

Und das ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll, und da sollte man sich auch bewegen. Wir sagen das eigentlich schon seit Jahren.

Mittlerweile gibt es Diskussionen auch bei fossilen Energieträgern, aber Steuern, und ich sage es noch einmal, die Kommission adressiert das sehr deutlich, sind eine Möglichkeit, rasch zu entlasten.

Operator

Klaus Fischer hatte noch eine Frage ganz vorne bitte.

Klaus Fischer

Danke vielmals. Ich komme noch einmal auf diese Vorschläge, die es gestern auf EU-Ebene gegeben hat, zurück.

Im Wesentlichen läuft es, wenn ich es richtig verstehe, darauf hinaus: Die Merit-Order soll bleiben, aber sie soll sozusagen von externen Faktoren entlastet werden. Nun hat zum Beispiel der Herr Professor Haber von der E-Control gestern gesagt, das ist im Prinzip ein guter Ansatz, aber man muss sich natürlich die Details anschauen.

Sehen Sie das auch so, oder wie?

Michael Strugl

Also die Diskussion über das Marginal Pricing und das Marktmodell, die gibt es schon sehr lange. Erinnern Sie sich: Nach der letzten Energiekrise wurde angekündigt, auch von der Kommissionspräsidentin, es gibt eine Marktordnungsreform, es gibt ein neues Marktdesign.

Es wurden Hunderte Expertinnen und Experten konsultiert in allen Ländern Europas. Sie wissen auch, was rausgekommen ist: Es ist das grenzkostenbasierte Preisbildungssystem, also die Merit-Order geblieben, die ja nichts anderes ist als eine Angebotskurve für ein homogenes Gut.

Aber man hat, und das finde ich sehr richtig und sinnvoll, flankierende Instrumente aufgesetzt: langfristige Lieferverträge, also PPAs, etwas, was jetzt auch wieder die Kommissionspräsidentin adressiert hat und gesagt hat, der Uptake dieser PPAs ist noch zu wenig, es ist der PPA-Markt noch nicht liquide genug. In den europäischen Märkten ist das hoch unterschiedlich.

Differenzverträge, zweiseitige Differenzverträge, den Investoren auf der einen Seite Investitionssicherheit zu geben mit einem Floor, aber eine Abschöpfung zu haben mit einem Cap, wenn die Strompreise sehr hoch sind. Und auch jetzt hat zumindest einmal die Kommission einige Dinge adressiert: Das ist die Effizienz im Infrastrukturbereich, das geht auch sehr stark in Richtung Elektrifizierung, das sind Steuern und Abgaben, das sind CO2-Kosten, und das sind die Kosten der Elektrizität itself.

Und da hat sie eben gesagt, was immer Mitgliedstaaten überlegen, sie werden sich das ganz genau anschauen. Also grundsätzlich ist dieser Ansatz vernünftig meiner Meinung nach.

Was jetzt beim Rat tatsächlich dann als Ergebnis wir hören werden, ich bin selber schon sehr gespannt.

Operator

Ein Mikro bitte zuerst für die Frau Krawarik vom Börsianer.

Frau Krawarik

Herr Strugl, Sie haben ziemlich am Anfang gesagt, die Erneuerbaren im Land sollten stärker ausgebaut werden, damit wir nicht diese große Abhängigkeit haben, die 14 Milliarden, die wir importieren. Jetzt gesetzt den Fall, wir leben in plötzlich fantastischen Welt, wo die Rahmenbedingungen großartig sind, dass ich mir das vorstellen kann, wenn es jetzt ein neues Wasserkraft geben würde innerhalb kürzester Zeit, also wie viel müsste es geben oder wie schnell geht das dann, dass von den 53% das nur noch 40% sind oder wie schnell kann man diesen eigenen Beitrag erhöhen mit Neubauten von dem Wasserkraft oder so, dass ich das einfach mir bildlich auch vorstellen kann?

Michael Strugl

Schnell, wie wir bauen dürfen. Also was ich sagen will, ist: Je besser es uns gelingt, mehr Kapazität zuzubauen, je mehr wir selber erzeugen können im eigenen Land, dann geht das ganz schnell.

Ich nehme noch einmal das Jahr 2024 als gutes Beispiel. 2024 haben wir so viel erzeugt durch die gute Wasserführung, also nicht durch Zubau, sondern eben durch ein größeres Wasserdargebot, dass Österreich zum Stromexporteur geworden ist.

Und das hat dazu geführt, dass der Preisspread zwischen Deutschland und Österreich auf null gegangen ist. Das heißt, das wirkt sich sofort in den Preisen aus.

Und wenn Sie heute auf die europäische Landkarte schauen und die Strompreise drüberlegen, die Großhandelspreise: Wo sind die günstigsten Preise? In Skandinavien, weil dort mehr erzeugt als verbraucht wird, hauptsächlich aus Erneuerbaren; in Spanien, auch Spanien ist ein Exporteur, sehr stark basiert auf Wind und Sonne; in Frankreich, Frankreich ist der größte Stromexporteur in Europa schon seit längerer Zeit, basierend auf Kernenergie.

Mittlerweile ist auch Tschechien zumindest im letzten Jahr zum Exporteur geworden, das ist Atomkraft sehr stark. Und wenn Sie die Preise anschauen: Spanien ist günstiger, Frankreich ist günstiger, Skandinavien ist günstiger, '25 war auch Tschechien günstiger, Deutschland ist auch günstiger, weil sehr viel erneuerbarer Strom dort ist.

Wer ist teurer? Die Schweiz ist teurer, Italien ist teurer und alle Länder im Osten sind teurer.

Das heißt, und die sind auch alle Importeure. Das heißt, es gibt schon eine direkte Korrelation, und die Aussage ist: Je schneller es uns gelingt auszubauen, desto größer die Chance, dass wir auch einen preisdämpfenden Effekt haben.

Und natürlich können wir uns das wünschen, dass die Wasserführung größer ist, aber Jahre wie '25, und leider hat auch das Jahr '26 so begonnen, die werden dazu führen, dass wir weniger erzeugen und dass wir dann zum Importeur werden, und das hat auch Auswirkungen auf Preise.

Operator

Der Herr Strobl gleich nebenan und danach der Herr Auer bitte.

Eine Frage an Herrn Kollmann: Wie groß wird denn wahrscheinlich der Anteil des Verbund bei der Finanzierung des Sozialtarifs beziehungsweise des Industriestrompreises sein, wenn alles so bleibt, wie vorgesehen? Und eine Frage an den Herrn Strugl: Was sagen Sie denn zum Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Mini-AKWs bauen zu wollen?

Peter Kollmann

Ich würde auch die Sozialtariffrage, weil sich Michael Strugl sehr intensiv damit beschäftigt hat in den Diskussionen mit der Politik, weitergeben.

Michael Strugl

Also es ist noch nicht alles final geregelt beim Sozialtarif, obwohl eigentlich dann jetzt schon gilt ab April, aber geht sich vielleicht noch aus. Wir haben einmal mit ungefähr 5 Millionen gerechnet für '26.

Ich nehme gleich die Atomfrage dazu: Es gibt ja viele Vertreter in Europa, die sich für Atomkraft ausgesprochen haben, übrigens auch die Kommissionspräsidentin jüngst, die auch gesagt hat, es gibt eine Renaissance möglicherweise der Atomkraft und sie ist sehr dafür, dass man diese Small Modular Reactors unterstützt, die auch der Herr Ministerpräsident gemeint hat. Ja, Österreich ist einen anderen Weg gegangen, auch Verbund hat diese Technologie nicht im Portfolio.

Industriestrompreis?

Michael Strugl

Wissen wir noch nicht. Wir wissen weder, wie viel kostet, weil wir die Zahl der Anspruchsberechtigten noch nicht haben.

Es gibt noch kein Modell. Daher können wir auch nicht sagen, was es uns kostet.

Wenn man sich an das deutsche Modell anlehnt, was plausibel wäre, also die Regierung spricht von einer Größenordnung von 250 Millionen Euro. Wir glauben, dass es nicht so viel ist in Österreich, aber das muss geprüft werden.

Und wie das dann finanziert wird, ist auch noch offen. Es gibt jetzt nur eine politische Aussage, dass man sich das von den Unternehmen wünscht, wo wir sagen, das halten wir nicht für den richtigen Weg.

Es hat auch der Finanzminister gesagt, also ich sage es gleich, ich kann es nicht zahlen. Man wird sehen.

Operator

Matthias Auer hatte noch eine Frage, Die Presse.

Matthias Auer

Vielleicht ganz kurz eine Nachfrage dazu, Herr Kollmann, weil Sie gesagt haben, im laufenden Jahr rechnen Sie damit, mit höheren Kosten EKBS. Das heißt, das wäre dann ein reines Mengenphänomen und zielt jetzt nicht auf eine mögliche Erhöhung des EKBS für die Finanzierung des Industriestrompreises ab.

Habe ich Sie da richtig verstanden?

Peter Kollmann

Ja, da gibt es zwei Aspekte, die wichtig sind: Erstens ist es so, dass wenn die Strompreise jetzt aufgrund der Irankrise steigen würden, dann wäre es ja so, dass dann die ursprüngliche Abschöpfung dementsprechend wieder wirksamer werden würde. Das wäre der eine Aspekt.

Der andere Aspekt wäre allerdings, dass wir schon von der Bundesregierung erfahren haben, dass man sich ein Nachfolgemodell überlegt. Und das, was auch in der Öffentlichkeit gesagt wurde, ist, dass man sich ungefähr 400 Millionen vorstellt, die aus dem österreichischen Sektor kommen sollten.

Und wenn wir davon ausgehen, dass wir ungefähr 40% davon leisten würden, dann wären das ca. 160 Millionen.

Das ist natürlich mehr als die 136, die wir letztes Jahr bezahlt haben. Wann und wie genau das Nachfolgemodell kommen wird, das ist noch eine offene Frage.

Ob man jetzt, weil die Strompreise wieder ansteigen, sagt: Na ja, jetzt behalten wir noch das alte Modell, weil plötzlich wirkt es ja wieder, weil ja die Strompreise wieder ansteigen. Das muss man auch sehen, aber was man schon sagen kann, ist, wir rechnen damit, dass wir mehr bezahlen werden, egal in welcher Form, als im Jahre 2025.

Michael Strugl

Übrigens hat Verbund 136 Millionen von 200 bezahlt. Das ist deutlich mehr als 40%, das sind fast 70%.

Das passt auch nicht.

Matthias Auer

Vielleicht darf ich da eine zweite Frage noch, Herr Strugl. Ich würde gern anknüpfen beim Thema Ausbau der Erneuerbaren.

Jetzt haben Sie ausgeführt, was das in manchen Ländern eben auch für preisliche Vorteile bringt. Warum tut sich der Verbund dann gerade bei Windkraftwerken so schwer, das auch den betroffenen Menschen in der Region verständlich zu machen?

Und wird zum Beispiel das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungs-Gesetz dieses Problem lösen, oder ist das einfach ein Problem, das da bleibt?

Michael Strugl

Also wir haben es mehrfach schwer: Erstens einmal geeignete Projekte zu entwickeln, Flächen zu finden. Da haben andere, die schon vor Ort sind, es ein bisschen leichter als wir, das einmal ein bisschen zu umschreiben.

Und dort, wo wir die Projekte entwickeln können, haben wir bis jetzt bei entsprechenden Bürgerentscheiden meistens eine Ablehnung erfahren. Also es gibt auch wenige Beispiele, wo es ein positives Ergebnis gegeben hat.

Natürlich tut uns das weh, und das, glaube ich, wird alleine mit dem Beschleunigungsgesetz nicht zu lösen sein. Die Frage der Akzeptanz von solchen Projekten hat auf der einen Seite damit zu tun, dass man auch einen Vorteil an die Bevölkerung weitergeben muss.

Das tun wir auch. Wir bieten dort auch entsprechende entweder Beteiligungen oder Vergünstigungen an.

Trotzdem ist es sehr oft der Fall, dass dann die Bürger sagen: Wir wollen aber trotzdem keine Windräder hier haben. Das heißt, das ist ein Thema, das sehe ich als eine größere Aufgabe.

Da müssen, glaube ich, alle mithelfen, auch zu erklären, warum das wichtig ist, dass wir Erzeugungsanlagen im Land auch brauchen, ob das jetzt Windkraft, ob das Wasserkraft, ob das Stromleitungen sind. Also bei der Photovoltaik ist es am leichtesten, weil der Großteil der Photovoltaik sind private Aufdachanlagen, die haben die Akzeptanz.

Aber größere Anlagen, die wir auch machen, das ist auch schwierig. Das heißt, hier sehe ich eine gemeinsame Aufgabe, die wir entsprechend auch annehmen müssen.

Aber es ist klar: Und die Mehrheiten sind ja jetzt nicht eindeutig, nicht? Also in Burgschleinitz waren es 13 Stimmen.

Im oberösterreichischen Mühlviertel ist ein Projekt über zwei Gemeinden gegangen. Eine hat Ja gesagt, eine hat Nein gesagt.

Sie sehen mich ein wenig ratlos.

Peter Kollmann

Ich würde ganz gerne noch einen zusätzlichen Kommentar machen, der allgemeiner ist zu dem Ausbau der neuen Erneuerbaren, weil das sind schon berechtigte Fragen, die Sie da haben. Aber eine Sache dürfen wir nicht vergessen: Sie müssen systemdienlich sein.

Das heißt, der Ausbau der neuen Erneuerbaren muss klug und synchronisiert sein. Irgendwo muss jemand die Rolle übernehmen zu sagen: Es bringt nichts, wenn wir an einer Stelle, wo wir keine Nachfrage haben, noch mehr Strom hinbauen, der dann abgeregelt wird.

Das ist sinnlos, und das ist etwas, was ich vorher erwähnt habe: Solche Dinge können uns 100, 200 Millionen Euro im Jahr kosten. Und wir müssen dann dort, wo nicht gebraucht wird, wo einfach hingebaut wird, brauchen wir dann Umspannwerke, teure Umspannwerke, wo sich der Preis innerhalb der letzten vier Jahre verdoppelt hat.

Das ist viel Geld. Aber es sind nicht die Umspannwerke, dann müssen wir die Leitungen bauen, dann müssen wir das dort wegbringen.

Wenn wir es dann dort wegbringen und wenn zu viel produziert wird, dann haben wir Verstopfungen im System. Dann brauchen wir wieder das Engpassmanagement oder das Redispatch.

Das heißt, das, was wir seit vielen, vielen Jahren sagen, ist: Der Ausbau der neuen Erneuerbaren, die Integration in das Netz, das braucht Planung, das braucht eine Synchronisierung, das braucht, dass wir wegkommen von den Partikularinteressen und dass wir das österreichische Ganze sehen und dass wir das sinnvoll dort ausbauen, wo es auch wirklich gebraucht wird.

Operator

Vielleicht jetzt von mir noch eine Nachfrage aus dem Netz: Für diese Diversifizierungen, ist da auch ein ausschlaggebender Grund A die Trockenheit und wie wirkt sich das auf unsere Ausbaupläne in der Zukunft aus?

Peter Kollmann

Die Fragestellung der Diversifikation...

Operator

Der technologischen Diversifizierung für das...

Peter Kollmann

Ja, ja. Das ist eine wichtige Frage.

Unser Geschäftsmodell muss resilient sein. Das ist unsere Rolle, die wir hier in der Republik Österreich haben, die wir heute schon mehrmals beschrieben haben, die sehr, sehr wichtig ist.

Damit wir hier alle diese Dinge tun können, die man von uns verlangt, brauchen wir eine Resilienz. Diese Resilienz kommt daher, dass unser Geschäftsmodell diversifiziert ist.

Das heißt, es ist nicht nur die Wasserkraft, es sind nicht nur die neuen Erneuerbaren, sondern es ist auch das Netz, und das Netz ist strompreisunabhängig. Damit reagiert es anders als beispielsweise die Wasserkraft, wo wir Einflussfaktoren wie Preis und Trockenheit haben.

Das Netz ist ein reguliertes Geschäft. Gleichzeitig ist das Netz ein integraler Bestandteil.

Es ist nicht wegzudenken vom Ausbau der neuen Erneuerbaren, es ist nicht wegzudenken von der Wettbewerbsfähigkeit des Landes, von der Unterstützung der Industrie. Die voest spricht fast täglich mit uns über Großraum Oberösterreich, ja, weil sie sind abhängig.

In ihrer eigenen technologischen Entwicklung sind sie natürlich abhängig, dass wir ihnen den Strom liefern. Wir müssen dort Netze hinbauen.

Und ich könnte Ihnen viele, viele andere Beispiele nennen. Das heißt, wir glauben, dass diese Diversifikation, könnte man es nennen, für unser Geschäftsmodell, aber eben auch für unsere Positionierung in Österreich sehr, sehr wichtig ist.

Operator

Vielen Dank. Wir sind eh schon ein bisschen über der Zeit.

Danke vielmals, dass Sie bei uns gewesen sind. Danke an die beiden Herren.

Auf Wiedersehen.