Viscom AG

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Q2 FY2026 · Earnings Call TranscriptAugust 12, 2026

Operator

Guten Morgen und herzlich willkommen zum heutigen Earnings Call mit der Viscom SE. Die Gesellschaft hat das 2.

Quartal 2026 beziehungsweise das erste Halbjahr abgeschlossen und die Ergebnisse heute Morgen veröffentlicht. Ich freue mich sehr, Herrn Salewski und Herrn Schwingel begrüßen zu dürfen, die uns heute durch die Präsentation führen und im Anschluss für Fragen zur Verfügung stehen.

Für die anschließende Q&A-Runde nutzen Sie bitte die Chatfunktion. Wir werden auf Ihre Fragen nach der Präsentation eingehen.

Und damit übergebe ich nun das Wort an Sie, meine Herren: The stage is yours.

Carsten Salewski

Ja, vielen Dank und herzlich willkommen zur Analystenkonferenz zum Konzernhalbjahresergebnis 2026 der Viscom SE. Also heute werden wir den Vortrag wieder in zwei Teilen vortragen.

Zunächst berichte ich über Märkte und Technologie und dann Herr Schwingel über die Geschäftszahlen. Ja, der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2026 lag erfreulich mit 55,7 Millionen € gut 30 % über dem Zeitraum im Vorjahr.

Der Umsatz im Halbjahr betrug jedoch nur 36,9 Millionen € und lag damit mit 6 %, also etwa 6 % unter dem Vorjahreswert. Und mit diesem leicht geringeren Umsatz, aber dem eben erfreulich hohen Auftragseingang, haben wir den Auftragsbestand 62,2 % zum Stichtag auf 38 Millionen € erhöht.

Das Halbjahres-EBIT fiel jedoch noch negativ mit 2,5 Millionen € aus. Deshalb haben wir darunter mal die ersten beiden Quartale separat dargestellt.

Vor allem im 2. Quartal haben wir mit 22,6 Millionen € ein positives EBIT von 1,5 Millionen € erzielt.

Das ist die Basis für die nächsten Quartale, die wir mit dem aktuellen Auftragsbestand und vor allem dem im Moment rege laufenden Geschäft ebenfalls positiv gestalten wollen. Damit werden wir das schlechte Ergebnis des 1.

Quartals im Laufe des zweiten Halbjahres ausgleichen und streben somit weiterhin ein positives Jahresergebnis an. Schauen wir uns die Auftragseingänge in Quartalen an, jetzt hier wieder ein längerer Zeitraum.

Da sehen wir halt schon so eine Kurve, die in 2023 sozusagen ihren Boden bekommt und in den Jahren 24 und 25 dann so rumzappelt und jetzt im Q2 mit dem sehr hohen Auftragseingang, also einen großen Auftrag für die In-line-CT für Batteriezelleninspektion aus Südostasien, den wir da erhalten haben. Da sieht man schon einen gewissen Trend.

Wir haben die Quartale Q3 und Q4 hier mal im Rahmen der Jahresprognose dargestellt, die wir ja im Mai noch mal angepasst haben. Wir haben also die Auftragseingangserwartung für dieses Jahr auf 90 bis 100 Millionen € angepasst, aber die Prognose für den Umsatz eben nicht, weil dieser Großauftrag aus der Batteriezelleninspektion erst im Laufe des nächsten Jahres voll umsatzwirksam werden wird.

Ein bisschen über die einzelnen Segmente sprechen. In unseren fünf Zielsegmenten haben wir eben teilweise erhebliche positive Signale im Auftragseingang gesehen hier im ersten Halbjahr.

Zum Beispiel +23 % im SMT-Bereich. SMT für Surface Mount Technology.

Da stellen wir Seriensysteme für die Baugruppeninspektion in der Elektronikfertigung her und dabei sind auch Baugruppen für die Industrie-Elektronik und wieder für Automobil-Elektronik stärker nachgefragt worden, also ein wesentlicher Treiber für die Nachfrage auch im SMT-Bereich. Das ist erstmal sehr erfreulich.

Die ist wirklich so, dass wir Halbjahr zu Halbjahr im Industriesegment, also Industrieelektronik und Automobilelektronik, jeweils so die 70 % höhere Auftragseingänge verzeichnen konnten. Das ist erstmal positiv, wobei wir bauen ja nicht nur auf die klassischen Bereiche, aber zumindest hier ist das Kerngeschäft doch wieder deutlich angezogen.

Ich habe hier noch mal Aerospace und Sicherheit, weil das ja immer die Frage ist, noch mal separat aufgeführt. Auch da haben wir etwa 50 % Wachstum im Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr gesehen.

Das macht zwar insgesamt nicht so einen großen Anteil aus, also wir sind da und bei roundabout 5 % vom Gesamtgeschäft, wir sind kein Rüstungskonzern, aber unsere Standardsysteme werden eben in der Lieferkette auch für Aerospace and Defense eingesetzt, da die Qualität sicherzustellen, und da sehen wir auch eine Belebung des Geschäfts in diesem Bereich, einer der aktiveren Bereiche in Europa auch. Dann im Bereich NDT/MXI, also dem Röhrengeschäft, wo wir offene Mikrofokus-Röntgenröhren herstellen, haben wir weiterhin eine gute Nachfragesituation, auch mit mehreren Neukunden für diese Spezialtechnologie, also das geht weiter.

Da haben wir im letzten Jahr ja einen großen Sprung nach oben gemacht und das läuft weiter mit guter Nachfrage. In der Mikroelektronik, da haben wir wieder mehr Projekte im Bereich der Bonddraht-Inspektionssysteme in diesem Jahr.

Also das war so eine Fertigungstechnologie, die ist so ein bisschen old school gewesen, aber jetzt gibt es da wieder doch einige ganz interessante Aufträge aus diesem Bereich und wir beschäftigen uns mit Prüfaufgaben aus dem Advanced-Assembly-Bereich. Das ist eine Nische, wo wir unsere Prüftechnologie, vor allem im Röntgenbereich, gut eingesetzt sehen.

Also in den Bereich wollen wir weiterhin stärker vordringen. Und dann im Bereich der Battery Inspection, der Großauftrag aus der Batteriezelleninspektion war wirklich ein wichtiger Erfolg für unsere Tochter Exacom und aus diesem Auftrag werden wir auch weitere Folgeaufträge generieren, einmal in der Region.

In Südostasien ist es so, dass dort eben nicht die chinesischen Batteriezellenhersteller dominieren, sondern neue Player im Bereich der Gigafactories ja investieren und da sind wir wirklich gut gesetzt. Das wird uns nicht nur im Batteriezellenbereich in der Region eben einen Auftrieb verschaffen.

Insgesamt muss man sagen, die Investitionsbereitschaft für Seriensysteme ist vor allem in USA und in Asien gestiegen. In Europa sehen wir inzwischen auch mehr Ersatzbeschaffungen und einen gewissen Nachholbedarf, aber insgesamt ist das Geschäft in Europa gleichbleibend, das haben wir hier mal stagnierend genannt.

Also das Wachstum findet im Moment hauptsächlich in Nordamerika und in Asien statt. Zur Technologie möchte ich Ihnen was vorstellen, was aktuell ja viele beschäftigt.

Sie kennen das aus dem Kapitalmarkt, die ganze KI, der KI-Hype, aber auch die Datencenter-Diskussionen sind real. Also es wird im Moment sehr viel investiert in Datencenter und KI-Hardware und das bedeutet vor allem für die Elektronikfertigung dieser großen komplexen Boards, dass dort im Moment viel geplant und auch investiert wird.

Wir haben hier mal so ein Board dargestellt, also beispielsweise, wir dürfen natürlich keine Kundenboards zeigen. Da sieht man so ein bisschen das Größenverhältnis, rechts so eine normale ja auch KI-fähige Grafikkarte und dann so ein typisches Datencenter-Board, wie es zum Beispiel auch der Jensen Huang von Nvidia öffentlich vorgestellt hat.

Wenn man da beim Heise-Verlag ein bisschen googelt, dann sieht man da wirklich solche Riesenbretter. Das ist eine technologische Herausforderung für die gesamte Elektronikfertigung, also die Fertigungslinien an der Stelle und damit auch für die Inspektion, denn die vielen Fehlermöglichkeiten bei diesen sehr sehr teuren Boards müssen natürlich genau geprüft werden.

Da ist im Moment noch sehr viel Handarbeit dabei und für alle Hersteller von Röntgeninspektionssystemen ist das eine Herausforderung. Unsere iX7059 ist in der Lage, diese großen Boards zu prüfen, allerdings müssen wir da noch einen Leistungsschritt schaffen, weil die Prüfzeiten sind doch enorm für so viele Bauteile und unsere Entwicklungen sind da bereits fortgeschritten.

Wir erproben das bei einigen Kunden und ja, es ist noch ein gewisser Weg. Wie gesagt, technologische Herausforderung für alle Anbieter, aber wir sehen da einen großen Bedarf und wir werden uns sicher in den nächsten Quartalen fragen, wie es denn da vorangeht.

Insgesamt, also möchte ich über die Geschäftsentwicklung das noch mal zusammenfassen und einen kleinen Ausblick geben. Also die gute Auftragslage, die wir in Q3 und Q4 haben, also jetzt auch erwarten, wird, denke ich, unser Jahresergebnis wie prognostiziert erzeugen.

Wir sehen eine steigende Nachfrage in Asien und Amerika vor allem. Der Bereich SMT, der profitiert von den Nachfragen aus Industrie, aus Automobil und auch aus diesem Server-Geschäft.

Das Server-Geschäft ist ja nicht nur die KI-Hardware, die dahinter ist, sondern wir haben, glaube ich, jetzt alle gehört, dass auch in Europa da gerade die Energieversorgung für diese doch energieintensiven Datencenter profitiert. Da wird Kühlung benötigt, da wird Stromversorgung benötigt, alles das sind elektronische Baugruppen, die auch zur Peripherie gehören.

Und wenn ich das vielleicht als Bemerkung noch sagen darf: Im Bereich der Satellitentechnik werden ähnlich komplexe Boards eingesetzt und ich finde es hochspannend zu sehen, dass jetzt gerade in USA auch die Datencenter stark in die Kritik kommen, weil, ne, große Gebäude, die viel Strom verbrauchen, viel Wärme erzeugen und dann dort auch ein amerikanischer Hersteller sagt, sie wollen Datencenter im Weltall unterbringen, also in Space, weil man da Kühlung vor Ort sowieso hat und die Stromversorgung über Solar viel einfacher ist. Also das klingt noch nach Science-Fiction, aber ich bin der Meinung, da sollten wir ein Auge drauf haben.

Insofern, wie gesagt, wir sind in den richtigen Bereichen unterwegs. Wir sind Technologieführer, wir müssen noch weiter investieren in die schnellere und bessere Inspektion im Bereich dieser großen Boards.

Da sind wir dran. Trotzdem müssen wir sehen, wir sind zum Halbjahr noch negativ, wir haben weiterhin eine hohe Kostendisziplin und setzen unseren Kurs hier, unsere Strategie weiter fort.

Die Risiken aus den geopolitischen Rahmenbedingungen, auch der anhaltende Irankrieg und die anderen Konflikte sind jetzt nicht hilfreich für die Lieferkette, gerade wenn es wieder wächst. Da haben wir ein Auge drauf und managen das.

Insofern, denke ich, sind wir da erstmal auf dem guten Weg. Also ich sag mal zusammenfassend: Wir sind ganz froh, Ihnen heute doch einen guten Ausblick präsentieren zu können.

Wir haben in den letzten zweieinhalb Jahren mit den veränderten Märkten viele Maßnahmen eingeleitet. Die scheinen jetzt alle in die richtige Richtung zu zeigen und wir sehen eine gute Fertigungsauslastung bis über das Jahresende hinaus.

Insofern sind wir da erstmal auf dem guten Weg. Damit möchte ich schließen und übergebe dann an den Herrn Schwingel, der über die Zahlen spricht.

Herr Schwingel

Ja, vielen Dank, Carsten. Ja, ich übernehme dann mal hier.

Auch guten Morgen von mir an dieser Stelle in Ihre Richtung und ich würde auch ganz gerne mit so einer Zeitreihe beginnen, auch klassischerweise hier mit dem Umsatz, Ihnen auch mal so die Umsatzverläufe darzustellen. Und man muss schon sagen, die Zyklizität, wie wir die in den Vorjahren, also vor 2024 kannten, hier noch mal abgebildet, da kann man schon sehen, dass wir doch eher klassisch unterjährige, starke Verläufe hatten, immer mündend in einem starken Schlussquartal.

Seit 24, also wo doch so ein bisschen hier die Automotive-Bereich stark unter die Räder gekommen ist, haben wir doch einen etwas anderen Verlauf. Wie gesagt, in 24 haben wir auch die Restrukturierung und die Neuausrichtung begonnen.

Und wie gesagt, mit 2025 oder jetzt auch 2026 befinden wir uns auf einem etwas anderen Niveau. Und man sieht es auch, die Quartalszahlen für Q1 diesen Jahres waren extrem gering, erwartungsgemäß, muss man dazu sagen.

Das ist natürlich dem Geschäftsverlauf und der Geschäftsentwicklung in unseren Branchen und Bereichen geschuldet. Aber erfreulicherweise kann man sagen, dass wir im Q2 mit 22,6 Millionen € einen 57 % gesteigerten Umsatz zum Q1 legen konnten.

Und Sie sehen es ja auch, die Umsatzerwartung aufgrund der guten Marktentwicklung fürs Q3 und Q4, da sind in ähnlichen Größenordnung und an dieser Stelle schon mal vorgegriffen, kann man sagen, mit den Größen können wir letztendlich auch die Guidance, die Spanne, die wir im Umsatz gegeben haben, bestätigen. Aktuell, das ist, wie gesagt, jetzt die Bestandsaufnahme, wir holen natürlich nach, was im Grunde genommen die schwache Umsatzlegung im Q1 uns ein bisschen negativ belastet.

Also in Europa kann man konstatieren, dass die Investitionsbereitschaft der Kunden vorrangig aus der Elektronikzulieferindustrie und Automotive noch ausgeprägt zurückhaltend ist, aber hier sehen wir, wie gesagt, aufgrund diverser auch technologischer Impulse Chancen, dass wir hier dann entsprechend nachholen. Der Umsatzanteil in Europa ist weiterhin mit 49 % am Gesamt recht hoch und der Markt in Deutschland hat sich gegenüber dem Vorjahr von 11,5 Millionen auf 9,9 Millionen leicht reduziert.

Wenn wir uns die zweite Region angucken, Asien, kann man sehen, dass wir hier doch eine recht erfreuliche Marktentwicklung abbilden können, getragen durch die Länder Indien und China. Und diese führten letztendlich dazu, dass wir doch einen deutlichen Umsatzanstieg 11,6 % verzeichnen konnten.

Und Herr Salewski hat es eben auch schon angedeutet, erfreulich in dieser Region, bildet sich gerade noch nicht umsatzseitig ab, ist im Grunde genommen auch die erstmalige Platzierung einer Inspektionslösung im Bereich der Batterietechnologie. Weil da natürlich an vielen Stellen jetzt auch, wenn man sich den Auftragsbestand anguckt, müssen wir hier noch ergänzend oder zur Klarstellung mit reinbringen: Der hohe Auftragsbestand beinhaltet aber auch letztendlich schon Leistungen, die sich erst im nächsten Jahr 2027, augenscheinlich im ersten Halbjahr, niederschlagen wird.

Aber wie gesagt, sehr, sehr erfreulich und die Region konnte im Grunde genommen ihren Umsatzanteil mit 36 % am Konzernumsatz noch mal deutlich steigern. Ja, Amerika als dritte Region hat hier umsatzseitig einen Sidestep hingelegt.

Wenn man sich anschaut, aus welchen turbulenten Zeiten auch gerade die Region gekommen ist, ist das so gesehen erstmal doch ein Erfolg, dass wir das Geschäft stabilisieren konnten und für die nächsten Quartale sind wir zuversichtlich, dass wir deutliche Impulse für den Konzern verkünden können. Werfen wir einen Blick aufs EBIT.

Das ist natürlich jetzt auch für die ersten 6 Monate oder zwei Quartale natürlich immer noch geprägt durch das Nachholen des Q1-Effektes. Herr Salewski hat es ja beschrieben: Im Quartal sind wir deutlich positiv rausgekommen.

Schlägt sich das im Grunde genommen hier differenziert nieder und das Ergebnis in Europa, hier noch abgebildet mit -3,2 Millionen €, ist natürlich auch vorrangig getrieben durch die geringeren Umsatzgrößen, die selbst gelegt wurden, aber auch durch die gestiegenen Intersegmentumsätze. Denn Intersegmentumsätze, das ist das Geschäft, was wir aus Hannover schwerpunktmäßig in die Region abbilden.

Wie Sie wissen, sind wir hier im Grunde genommen die wertschöpfende Einheit im Konzern und wir fakturieren dann in die Region rein, in die Niederlassung. Das Segmentergebnis in der Region Asien erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse leicht von 0,3 auf 0,4 Millionen €, aber wichtig für uns, dass wir hier im positiven Bereich sind.

Das Gleiche trifft auch für die Region Amerika zu. Eben ausgeführt: ein Umsatzniveau im vergleichbaren Größenordnung wie 2025, aber bei einer deutlich gestiegenen Profitabilität.

Werfen wir einen Blick auf unsere Bilanz. Da kann man feststellen, dass bei den Sachanlagen der Rückgang schwerpunktmäßig aus den immer noch zurückhaltenden Investitionen der planmäßigen AfA zurückzuführen ist.

Der Rückgang bei den immateriellen Vermögenswerten ist im Rückgang der Entwicklungsprojekte sowie erhöhter Abschreibung auf diese zurückzuführen. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferung und Leistung ist letztendlich auf die Umsatzlegung oder der starken Umsatzlegung speziell in dem Schlussmonat des Quartals Q2 zurückzuführen.

Der Anstieg der übrigen kurzfristigen Forderungen ist auf den Anstieg der Ertragsteueransprüche zurückzuführen und aufgrund des guten Auftragsbestandes ist der Anstieg der Vorräte, wie hier abgebildet, natürlich nachvollziehbar, weil letztendlich die Aufträge werden angearbeitet und dies führt erfahrungsgemäß zu einem Anstieg der Vorräte. Die Passivseite ist im Grunde genommen auch relativ unspektakulär, aber wenn man auf die Veränderung schaut, zu erwähnen sind hier der Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten, ist auf die Zunahme der erhaltenen Anzahlung begründet.

Hierin spiegelt sich zum einen auch natürlich die gute Marktentwicklung nieder und im Grunde genommen, dass wir auch im Sinne von Cash generierend hier entsprechend Anzahlungsvereinbarungen mit den Kunden vereinbaren. Aufgrund der planmäßigen Tilgung von Leasingverbindlichkeiten sind die sonstigen langfristigen finanziellen Schulden 0,3 Millionen € gesunken.

Summa summarum ist das Eigenkapital aufgrund des immer noch negativen Periodenergebnisses 3,4 Millionen € auf 40,6 Millionen € gesunken und die Eigenkapitalquote hat sich damit gegenüber dem Vorjahreswert auf 44,9 % reduziert. Werfen wir einen Blick auf die Cashflow.

Konstatieren kann man hier schon sagen, dass sich im Grunde genommen der Cashmittelbestand in dem ersten Halbjahr lediglich 0,2 Millionen € reduziert hat. Erfreulich: Die Veränderung des Cashflow der betrieblichen Tätigkeit, fiel mit 0,7 Millionen € positiv aus und ist auf die Zunahme der Verbindlichkeiten und der Vorräte und Forderungen der sonstigen Vermögensgegenstände zurückzuführen.

Gegenläufig hierzu wirkte sich das Periodenergebnis negativ aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -0,9 Millionen € und resultiert im Wesentlichen aus den aktivierten Entwicklungsleistungen wie den Einzahlungen aus Forschungszulagen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wies mit 0,1 Millionen € einen nahezu ausgeglichenen Wert aus. Maßgeblich hierfür waren die Anzahlung aus der Tilgung der Leasingverbindlichkeiten und Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Darlehen.

Wenn wir einen Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder Konzernergebnisrechnung legen, habe ich hier mal ergänzend die Entwicklung in den Quartalen 2026 Q1 und Q2 in der linken Hälfte abgetragen, bevor man dann irgendwo die H1-Betrachtung hier vornehmen könnte. Und wichtig ist von uns an dieser Stelle zu sagen, dass wir mit rund 20 Millionen € Gesamtleistung den Break-even haben und mit hier 22,6 Millionen €, hier abgebildet, im EBIT als auch im EBT und im Periodenergebnis hier deutlich positiv im Grunde genommen unser Geschäft abwickeln können.

Das war uns wichtig, Ihnen auch rüberzubringen, dass das Q1 natürlich mit 14 Millionen € oder der Abarbeitung hier natürlich nicht ausgereicht hat und uns auch überhaupt nicht zufrieden gestellt hat. Und Herr Salewski hat es ja auch schon angedeutet: Wir sind zuversichtlich und die Zahlen und die Größen geben es her, dass wir auf alle Fälle jetzt im Verlauf des weiteren Jahres hier das negative Ergebnis noch wieder aufholen werden, letztendlich auch da die Runde abzuschließen, die wir im Grunde kommuniziert haben.

Wichtig ist für uns ganz klar auch das Kostenmanagement. Also die Aufwandsgrößen schwerpunktmäßig natürlich auch die Personalgrößen, wenn Sie sich angucken: Q1, Q2, die sind identisch, was im Grunde genommen auch unterstreicht, dass wir mit den Strukturen gerade im Q2 im Grunde genommen genau auf Planniveau laufen.

Der Materialaufwand ist erfahrungsgemäß natürlich abhängig von der Leistung und der Struktur der Aufträge, die wir zu verzeichnen haben, und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten natürlich auch viele Nebenthemen wie natürlich Messen, die Reisen, die natürlich entsprechend schwerpunktmäßig auch kundenorientiert hier vorgenommen werden. Wenn man aber den Halbjahresvergleich hier noch mal in die Betrachtung einbezieht, sieht man hier, dass wir bezogen auf die Gesamtleistung, definiert als Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und die aktivierten Entwicklungsleistung, einen Anstieg 0,8 Millionen € zu verzeichnen hatten.

Die Erhöhung des Materialaufwandes 3,1 Millionen € ist letztendlich auf Grund des Produktmixes und die Bestandsveränderung zurückzuführen. Wie von mir eben erwähnt: Der Personalaufwand mit 17,3 Millionen € lag sogar 0,2 Millionen € aufgrund der doch auch geringeren Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter unter dem Wert des Vorjahres.

Ergebnisbelastend schlug sich leider hier der Anstieg der Abschreibung auf die fertiggestellten, aktivierten Entwicklungsleistung in Höhe von 0,4 Millionen € nieder. Das ist ergänzend auch noch mal hier dargestellt.

Sie wissen, wir sind ein technologiegetriebenes Unternehmen und sind entsprechend auch nicht nur bemüht, sondern auch verpflichtet, natürlich entsprechende Entwicklungsleistung zu aktivieren. Und wir haben Ende letzten Jahres und auch zu Beginn des Jahres einige Entwicklungsprojekte abschließen können und müssen und das führt letztendlich hier zu einem Anstieg der Abschreibung.

Ergebnis entlastend wirkten sich die Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen 0,3 Millionen € aus. Ursächlich hierfür waren die geringeren Aufwendungen für Rechts- und Beratungsleistung sowie Währungsdifferenzen.

Sie erinnern sich vielleicht noch daran, dass wir letztes Jahr noch gerade aus dem Bereich der Währungskurse einen starken negativen Impact aufs Ergebnis hatten. Dieses, in Hinblick auf die ergriffenen Maßnahmen, was das Thema Währungsgeschäfte angeht, entsprechend reduziert und wir haben hier im Grunde genommen keinen signifikanten Einfluss aus dem Bereich der Währungskurse.

In Summe, wie gesagt, schon beschrieben: das Periodenergebnis 3,1 Millionen € unter dem des Vorjahres, aber wie gesagt, wir werfen hier den Blick nach vorne und nur bedingt zurück. Da komme ich auch schon zum Ausblick und zur Prognose.

Wir haben es an der einen oder anderen Stelle beschrieben und ganz klar noch mal an dieser Stelle: Unser vorrangiges Ziel ist es, nachhaltig wieder profitabel zu werden. Die Strukturen, die wir geschaffen haben, bilden den Grundstein dafür, dass wir im Grunde genommen entsprechend auch diesen Weg verfolgen werden, auch weiterhin die kommunizierte Dividendenpolitik, nämlich mindestens 50 % des ausgewiesenen Periodenergebnisses auszuschütten.

Bezüglich der Eckdaten, die wir letztendlich im Rahmen unserer Guidance kommunizieren: Den Auftragseingang, den haben wir unlängst angepasst und erhöht und sehen hier weiterhin eine Bandbreite von 90 bis 100 Millionen €. Umsatzseitig sind wir bei der von uns zu Beginn des Jahres kommunizierten Umsatzguidance geblieben.

Hier machen wir noch mal einen Sidestep und sehen hier eine Größenordnung von 80 bis 90 Millionen €, entsprechend dann auch an den zuvor beschriebenen Größen, was das EBIT und die EBIT-Marge angeht, bleiben wir in der Range von 2 bis 5 %. An dieser Stelle würde ich gerne abschließen und übergebe sie an Sie zurück, Herr Ruf, und stehen Ihnen dann zur Fragen zur Verfügung.

Operator

Herr Schwingel, Herr Salewski, vielen Dank für die Ausführungen. Wir kommen jetzt zur Q&A.

Einmal die Erinnerung an alle Teilnehmer: Nutzen Sie gerne die Chatbox, Ihre Fragen einzureichen. Wir haben schon eine ganze Anzahl an Fragen erhalten und ich würde einfach mal mit der ersten Frage beginnen, die sich auf den Auftragseingang bezieht.

Die Frage lautet: Wie hoch ist der KI-nahe Anteil im Auftragseingang im H1 und können Sie bitte genauer ausführen, wo Sie bei KI-nahen Anwendungen Aufträge gewinnen und wie Ihre Pipeline hier ist?

Carsten Salewski

Ja, ich hatte ja viel über die Segmente gesprochen. Ich sag mal, ein Teil der Zunahme in der Industrieelektronik kommt sicher aus dem Umfeld der Infrastruktur für Datencenter und KI.

Also das hat mit unserer Kundenstruktur vor allem in Europa zu tun. Also die Technologie, die ich vorgestellt hatte für die wirklich großen Herausforderungen bei den großen Serverboards, ist hier in den Zahlen noch nicht sichtbar.

Das ist erstmal eine gute Nachricht, weil das ist Potenzial, was wir noch heben wollen. Und wie war der andere Teil der Frage?

Operator

Genau, die Pipeline, wo Sie die Aufträge gewinnen und wie Ihre Pipeline ausschaut.

Carsten Salewski

Also KI ist bei uns jetzt kein separates Segment, sondern das geht bei den EMS, bei den Electronic Manufacturing Services, mitunter, die verwenden unsere Systeme, zum Beispiel indirekt in der Lieferkette kann man sagen, wir haben auch viele Kunden wahrscheinlich, die für ASML fertigen. Dort sieht man jetzt auch gerade im Bereich der hochkomplexen KI-Chips bei ASML wahrscheinlich wieder ein bisschen mehr Geschäft und das wirkt sich die Lieferkette und damit auch auf unsere Auftragseingänge für Zulieferer von zum Beispiel ASML aus, aber das können wir nicht beziffern.

Operator

Vielen Dank. Wir bleiben beim Auftragseingang und -bestand.

Angesichts der starken Nachfragesignale in Nordamerika und Asien sowie der positiven Dynamik im Batteriebereich: Warum erwarten Sie für Q3 und Q4 dennoch nur einen Auftragseingang, der etwa auf dem Niveau von Q1 liegt? Welche Annahmen verhindern derzeit eine stärkere Beschleunigung?

Carsten Salewski

Ist tricky question. Also wir holen alle Aufträge, die wir kriegen können.

Im Moment ist das die Jahresplanung. Wenn sich das ändert, werden wir da sicher noch mal berichten, aber es gibt Potenzial nach oben.

Wir haben das im ersten Quartalsbericht ja auch unterteilt in das ist die Jahresprognose und das sind die zusätzlichen Chancen. Die gibt's nach wie vor, die sind nicht weg, die zusätzlichen Chancen, aber das war, ich denke, einmalig, dass wir das so unterteilt haben.

Im Moment haben wir eine solide Planung von 90 bis 100 Millionen € Auftragseingang. Die sind aus heutiger Sicht gut erreichbar.

Kann es auch ein bisschen mehr werden? Ja, das ist alles Erwartung und Schätzung, aber der Markt ist im Moment so, dass das alles möglich ist.

Operator

Vielen Dank. Wir bleiben beim Auftragsbestand und zwar ist der auf 38 Millionen € gestiegen, allerdings entfällt ein Teil auf den Großauftrag, der überwiegend in 2027 umsatzwirksam wird.

Wie viel des aktuellen Backlogs wird voraussichtlich nach 2026 fakturiert und wie hoch ist damit die tatsächliche Abdeckung der H2-Umsatzziele?

Herr Schwingel

Ja, jetzt werden wir natürlich so ein bisschen, ich sag mal das Touchpad hier ein bisschen unscharf von der Beantwortung her, weil, wie gesagt, wir haben ja bis dato kommuniziert, dass ein Großteil des Auftrages erst im nächsten Jahr umsatzwirksam sein soll. Aktuell ist aber der Kunde am Drücken, kann ich an dieser Stelle sagen, und möchte eigentlich die Leistung vorgezogen haben.

Das ist letztendlich ein ziemlich dynamisches Thema, aber unterm Strich möchte ich da wieder auf den Korridor der Umsatzlegung einfach nur verweisen und jetzt nicht nur auf den Großauftrag, den wir hier im Grunde genommen natürlich beschrieben haben, was etwas Positives ist in der Form, dass wir nämlich im Grunde genommen mit einem guten Polster jetzt schon erkennbar ins nächste Jahr reingehen können. Also im Grunde genommen den Anteil des Großauftrages, wie viel davon wird, da möchte ich Verständnis bitten, dass das vielleicht gar nicht so vorrangig zu betrachten wäre, sondern eher, dass man sagt, bleiben wir im Rahmen dessen, was wir uns als Umsatz vorgenommen haben, und da trägt der Großauftrag oder der größere Auftrag entsprechend auch mit bei.

Operator

Vielen Dank. Wir bleiben beim Thema Umsatz: Der Umsatz mit Service und Ersatzteilen ist im ersten Halbjahr rund 20 % zurückgegangen.

Gleichzeitig beschreiben Sie die Nachfrage als stabil und den Servicebereich als zunehmend wichtig. Was erklärt diese Diskrepanz?

Herr Schwingel

Ja, auch hier kann ich sagen, zum einen ist es ein bisschen so die Marktbeobachtung, wenn das Neumaschinengeschäft anzieht, geht es möglicherweise zulasten, ich sag mal so, des Services. Was man hier nicht sieht, dass im Grunde genommen die Bruttoumsätze, die wir im Bereich des Ersatz- und Servicegeschäfts machen, eigentlich gar nicht so abweichend waren.

Da sind eher dann korrigierende Größen drinne. Ich sage jetzt nicht unbedingt Rabatte, die sich vielleicht möglicherweise irgendwo niedergeschlagen haben, aber wir sehen jetzt im Grunde genommen keine Abflachung im Geschäft, sondern eher andersrum, dass wir im Grunde genommen eine starke Überlast im Bereich des Services global haben.

Also da sollten wir vielleicht uns dann wirklich das zweite Halbjahr angucken, wo wir dann zum Jahresende rausgekommen sind.

Operator

Vielen Dank. Bevor wir auf die Kostengrößen eingehen, eine Frage noch zum regionalen Umsatz: Asien war mit Abstand der stärkste Wachstumstreiber in Q2.

Wie nachhaltig ist dieses Niveau und war die Entwicklung breit über Kunden und Anwendungen verteilt oder durch einzelne größere Projekte geprägt?

Carsten Salewski

Ja, also erstmal von der Verteilung her sicher über einen großen Kundenbereich verteilt. Das sind jetzt unabhängig von dem großen Batterieauftrag, der jetzt hier immer Thema ist, hatte ich auch dargestellt, wie in anderen Segmenten wir deutlich höhere Auftragseingänge erzielt haben, also Automotive, Industrie, nur die beiden zu nennen, und das ist vor allem in Asien auch so.

Wir haben dort auch ein starkes Automobilgeschäft in China wieder. Da ist im Moment auch interessanterweise wieder etwas bei bisherigen Key-Kunden, dass da wieder Anwendungen oder Aufträge bestehen.

Also da bewegt sich einiges. Nee, das geht wirklich über das gesamte Spektrum.

Indien ist ein wichtiger Markt für die Elektronikfertigung. Dort haben wir wieder ein Wachstum.

Ich glaube, also ich hatte ja vorhin das große Wachstum in Asien erwähnt und Indien hat da einen wesentlichen Anteil dran. Also insofern sind wir in Asien auch im Ausblick jetzt erstmal auf einem Niveau, das jetzt nicht ganz an vergangene Zeiten heranreicht, aber doch deutlich positiv ist und ich denke, das ist auch nachhaltig so.

Operator

Vielen Dank für die Ausführung. Für die Jahresprognose benötigen Sie im zweiten Halbjahr noch rund 43 bis 53 Millionen Umsatz und 4,1 bis 7 Millionen € EBIT.

Was treibt den notwendigen Ergebnissprung und wie zuversichtlich sind Sie, die EBIT-Margen-Guidance zu erreichen?

Herr Schwingel

Ja, also ich hab's ja ausgeführt. Wir würden die Guidance nicht bestätigen, wenn wir nicht im Grunde genommen valide heute davon ausgehen können, dass wir im Grunde genommen die Ergebnisbeiträge kriegen.

Also die Projektlage, und ist nicht nur Projektlage, dass wir nominell schauen, was ist an Angeboten draußen, sondern welche Ergebnisbeiträge geben es aktuell her. Ja, also wir haben es an einigen Stellen schon, ich will es auch nicht überstrapazieren, Produktmix ist bei uns schon wirklich ein ganz elementares Thema, wo wir entsprechend natürlich auf der einen Seite im Übergang sind von einer Technologie in die nächste, dass das Thema auch der Entwicklungsleistung, was ich Ihnen beschrieben habe.

Da sind wir auf dem Weg, auch die Skaleneffekte hoffentlich in der GuV stärker zu sehen. Das schlägt sich natürlich dann irgendwo in gewissen Quoten nieder, aber wie gesagt, aufgrund des Auftragsbestandes, den wir für dies Jahr haben, und den erwarteten Projekten sind wir eigentlich relativ zuversichtlich, mit einer gewissen Unschärfe, was das Thema der Rahmenbedingungen angeht, dort rauszukommen, sowohl im Ergebnis als auch in der Umsatzgröße.

Von daher würde ich mich jetzt wiederholen, ich hab's eigentlich ausgeführt.

Operator

Mit der nächsten Frage besteht zwar auch das Potenzial, sich zu wiederholen, aber wir wollen sie trotzdem nicht auslassen: Kosteneinsparungen: Q2 zeigt eine deutliche sequentielle Ergebnisverbesserung. Wie viel des EBIT-Anstiegs ist auf strukturelle Kosteneinsparungen zurückzuführen und wie viel auf besseren Umsatzmix beziehungsweise höhere Auslastung und welche annualisierten Einsparungen sind inzwischen realisiert?

Herr Schwingel

Das Letzte ist, also annualisierte Einsparung, die haben wir bis dato nicht kommuniziert, aber auf den ersten Teil vielleicht der Fragen einzugehen, ist es so: Wir haben hier gewisse Fertigungsschritte überarbeitet. Das heißt, wir werden hier mit gewissen Vorzugskonfigurationen schwerpunktmäßig im Grunde genommen die Fertigung auslasten und damit heben wir Skaleneffekte.

Ich kann Ihnen das aber nicht auf den Euro-Bereich runterskalieren, weil das durchgängig ist auf der einen Seite Richtung Lieferanten beschaffungsseitig und, viel wichtiger, auch im Grunde genommen hier einen gewissen Durchfluss zu generieren. Wie gesagt, wir sind dabei, einige Modelle umzustellen, die natürlich im Grunde genommen hier erstmal einfließen müssen, eingetaktet werden, dass im Grunde genommen hier das Verbesserungspotenzial sichtbar ist.

Und ich hab's auch angedeutet: Dies Jahr ist noch so ein Übergangsjahr, deswegen so ein Sidestep. Wir werden entsprechend skalieren über nämlich die Produkte und die entsprechenden Produktionsprozesse, hier entsprechend zukünftig gerüstet zu sein, ein anderes Mengengerüst, ich sag mal im Grunde genommen, zu produzieren und damit auch die Topline natürlich zu beeinflussen.

Operator

Vielen Dank. Wir bleiben noch bei dem Thema Kosten und zwar bei den Materialkosten.

Das ist aktuell die letzte Frage, die uns vorliegt. Daher noch kurz mal die Erinnerung: Wenn Sie noch Fragen haben, nutzen Sie gerne die Chatbox.

Und die Frage liest sich wie folgt: Die Materialkostenquote lag in Q2 bei 36,7 % der Gesamtleistung und in H1 bei 40,2 gegenüber historisch eher 31 bis 33 %. Wie viel dieser Abweichung ist auf einen strukturell ungünstigen Produkt- beziehungsweise Regionalmix zurückzuführen und wie viel sollte sich davon in H2 normalisieren und welche Materialkostenquote ist konkret in der bestätigten EBIT-Margen-Guidance von 2 bis 5 % für 2026 unterstellt?

Herr Schwingel

Ja, das ist ja gute, bohrende Fragen. Ja, also vom Grundsatz her, Bestandsveränderung ist immer kontraproduktiv, wenn es Quoten geht, weil Sie natürlich da keine Deckung drinne haben.

Deswegen ist eigentlich eher eine Treiberquote Umsatz und Material etwas aussagefähiger, aber wir haben unterstrichen in Q2, das haben Sie auch hier gut errechnet, mit der Quote 36 % sind wir auf dem richtigen Weg und wir holen damit im Grunde genommen natürlich erstmal jetzt etwas auf bezogen auf die Gesamtleistung des H1. Natürlich haben Sie recht, wenn man die Vergangenheit bemüht, wo man da rausgekommen ist, aber wir haben in der Vergangenheit auch eine ganz andere Kundenstruktur gehabt und das darf man auch nicht verkennen.

Wir sind auf der anderen Seite, und das hätte ich auch noch ergänzend beschrieben, natürlich auch ganz anderen Wettbewerbssituationen ausgesetzt. Stichwort Indien: Indien ist für uns ein sehr schwer und stark umkämpfter Markt, was teilweise auch dazu führt, dass man dort Produkte zu Preisen platziert, zukünftiges Geschäft zu generieren, die möglicherweise hier das fließt ja ein im Rahmen höherer Materialgrößen, aber im Grunde genommen immer noch einen positiven Ergebnisbeitrag haben.

Also wir sind, was die Materialgrößen ansieht oder die Quoten angeht, hier bezogen auf die Quartale auf dem richtigen Weg. Und das etwas konkreter zu beantworten: Wir liegen mit den 36,7 % im Bereich dessen, was wir im Rahmen unserer Planung unterstellt haben, letztendlich in der Range von den 2 bis 5 % zu liegen.

Operator

Vielen Dank für die Ausführung. Ich kann gerade sehen, dass noch jemand die Chatbox verwendet.

Wir können noch eine Sekunde warten, ob noch eine Frage eingeht.

Carsten Salewski

Schneller tippen.

Operator

Ja, im Zweifelsfall. Und da ist sie.

Ich kann sie einmal kurz noch freigeben: Wo sehen Sie das Unternehmen in 3 Jahren hinsichtlich Umsatz und EBIT? Können und wollen Sie hierzu was sagen?

Carsten Salewski

Marktfrage, kannst du beantworten?

Herr Schwingel

Also vom Grundsatz her, wir stehen dazu, wir wollen profitables Wachstum haben. Also deswegen ist immer die Frage hinsichtlich Umsatz und EBIT.

Ich glaube, wir brauchen beides. Wir brauchen Umsatzsteigerung und mit der Umsatzsteigerung in den Blick auf die gesetzten Strukturen werden wir auch im EBIT wieder deutliche Zuwächse generieren können.

Und ohne jetzt das quantifizieren zu können, das ist die Frage, weil unsere Sichtweite, was die Marktentwicklung angeht, ist irgendwie 3 bis 4 Monate, es mal Ihnen auch ganz klassisch zu sagen, was so unser Grundgeschäft angeht. Wenn wir natürlich jetzt im Bereich, und das haben wir auch geschrieben, im Bereich der Batterien uns bewegen, da sind wir mittlerweile in längeren Zeiträumen, da reden wir eher so 12 bis 18 Monate, wenn der Auftrag da ist, wo eine Realisierung da ist.

Also natürlich freuen wir uns, dass wenn wir von Wachstum reden, natürlich profitabilitätvoranstellen und wir können uns schon vorstellen, dass wir, was den Umsatz angeht, durchaus am oberen Ende der einstelligen Wachstumsraten uns die nächste Zeit bewegen werden und wir wollen natürlich eher auch am oberen Bereich der EBIT-Marge landen, was die Profitabilität angeht.

Carsten Salewski

Ja, vielleicht noch so ein bisschen das aus Marktsicht, dass wir mit den fünf Säulen uns ja so aufgestellt haben, dass wir in jedem dieser Segmente wachsen wollen. Also wir haben das Kernsegment mit der SMT.

Wir sehen, das läuft im Moment ganz gut. Das wird auch weiter gut laufen, weil Elektronik wird immer stetig oder auch mal unstetig wachsen.

Aber in allen Bereichen haben wir die Möglichkeit, eben auch überproportional zu wachsen, wenn's da die neuen Anwendungen in den nächsten Jahren gibt, die wir heute vielleicht nur vermuten. Ich habe Space angesprochen, da wird einiges passieren.

Wir haben die autonomen Roboter, die uns demnächst begleiten werden. Also überall gibt es Chancen und ich denke, dass was wir in den letzten 2, 3 Jahren gemacht haben, ist, uns so aufzustellen, dass wir nicht nur im Kernbereich ein solides Wachstum haben wollen, sondern dass wir mehrere Chancen haben.

Bei der Batteriezelleninspektion realisiert sich das jetzt gerade nach dem Rückschlag, den wir da vor 2, 3 Jahren hatten, als es mit Northvolt nicht geklappt hat. Jetzt haben wir da wieder neue Märkte, das musste sich erholen.

Und so sehe ich das auch im Bereich der Mikroelektronik. Das ist ein Wachstumsmarkt.

Da haben wir was, was viele nicht haben, und wir entwickeln fleißig weiter, dass wir überall zum Technologieführer werden und auch Wachstum erzeugen können. Insofern schaue ich in die nächsten 3 Jahre da sehr optimistisch von der Produkt- und auch von der Marktseite.

Können es wieder unvorhergesehene Ereignisse verändern? Ja, aber gut, mit denen planen wir ja nicht, ne.

Wir gehen nach vorne und ich denke, wir sind gut aufgestellt hier mit unserer Mannschaft, aber auch mit unserem Standort, denn wir haben es mit Hochtechnologie zu tun. Wir schauen auf die Kosten.

Wir haben auch Entwicklungen, die das von dir angesprochene Niedrigpreisniveau in Wachstumsmärkten adressiert, dass wir da auch Produkte anbieten können, die vielleicht einen geringeren Kostenanteil haben, aber für die Märkte besser passen. Also wir sind beständig unterwegs.

Ich denke, wir haben die richtigen Dinge eingeleitet und schauen da nach vorne.

Operator

Vielen Dank für diese Ausführung. Es sind keine weiteren Fragen eingegangen.

Das würde uns zum Schluss der heutigen Veranstaltung bringen und dann kann ich sagen: Herr Schwingel, Herr Salewski, vielen Dank für die Ausführung und vielen Dank für die aufschlussreichen und interessanten Fragen, die uns erreicht haben. Wir danken Ihnen ganz herzlich und in Kürze erhalten alle Teilnehmer von uns eine E-Mail.

Seien Sie so freundlich und teilen Sie doch Ihr Feedback zur heutigen Veranstaltung mit uns und der Company. Und in diesem Sinne kann ich noch einmal für ein paar abschließenden Worte an Sie übergeben.

Carsten Salewski

Ja, herzlichen Dank auch fürs Interesse und ich denke, wir freuen uns aufs zweite Halbjahr und schauen da mit Erwartung voraus. Schönen Tag noch.

Operator

Vielen Dank. Alles Gute.

Carsten Salewski

Danke, Herr Ruf.