GESCO AG

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Q1 FY2026 · Earnings Call TranscriptMay 13, 2026

Operator

Einen schönen guten Tag und herzlich willkommen zum heutigen Earnings Call der GESCO SE anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal 2026. A warm welcome to our English-speaking participants.

Please note that this call is in German language. You, however, can use the subtitles of this Zoom call.

Jetzt möchte ich ganz herzlich CEO Johannes Pfeffer, CFO Andrea Holzbauer und Head of Investor Relations Peter Alex begrüßen, die Sie gleich durch die Zahlen führen werden. Im Anschluss haben Sie natürlich wieder die Möglichkeit, Ihre Fragen in der Q&A Session zu stellen.

Und damit übergebe ich sehr gerne das Wort an Sie, Frau Holzbauer.

Andrea Holzbauer

Ja, vielen Dank. Ich heiße alle recht herzlich willkommen zu unseren Quartalszahlen.

Wir freuen uns, dass Sie doch so zahlreich dazukommen, kurz vor dem Feiertag in Deutschland und so kurz oder doch relativ kurz nach unserer Bilanzpressekonferenz, ist ja auch noch nicht allzu lange her, und insofern freuen wir uns, Ihnen die Zahlen vorstellen zu können. Wir starten wie gewohnt mit einem kurzen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen.

Letztendlich relativ unspektakulär, muss man schon fast sagen. Wir sind aber zufrieden, wir sind ins Jahr wie erwartet gestartet.

Der Auftragsbestand, das sehen Sie, ist deutlich niedriger als im Vorjahr. Das liegt vor allem auch an einem geänderten Bestellverhalten unserer Kunden, was wir aber durchaus als positiv sehen, weil die Kunden da auch vertrauen, dass wir rechtzeitig liefern.

Insgesamt aber doch auch ein stabiler Auftragseingang, leicht über dem Vorjahr. Der Umsatz ebenfalls stabil auf Vorjahresniveau.

Und sehr erfreulich: Wir konnten das Ergebnis verbessern. Wir hatten ja schon ausgeführt, unser Fokus liegt definitiv auf der Ergebnisqualität und das zeigt das erste Quartal, dass wir hier durchaus das Ergebnis wieder verbessern konnten.

Und insgesamt, wie ich schon gesagt hatte, Auftragseingang recht stabil, leicht über Vorjahr, Umsatz stabil und wir sehen doch eine leichte Tendenz der Stabilisierung, vielleicht auch eine leichte Erholung. Und gerade das Book-to-Bill-Ratio mit 1,14 zeigt doch, dass wir hier sehr stabil unterwegs sind, was doch positiv auch ist für den Start ins neue Jahr.

Und gerade Auftragseingang und Umsatz würde ich noch ein bisschen näher beleuchten auf der folgenden Seite. Wir sehen hier den Auftragseingang, der jetzt gerade über die letzten Quartale, wenn man den Verlauf ansieht, doch so die Tendenz nach unten hatte, gerade von 2024 kommend in 2025 rein.

Das erste Quartal immer stärker wie alle anderen Quartale. Ausnahme ist hier das dritte Quartal 2025, hier haben wir den Zugang der Eckart, der hier mit ca.

12 Millionen rein fällt und wir hatten im Q3 ein paar schöne Auftragseingänge aus dem Projektgeschäft, drum da hier ein bisschen die Ausnahme. Aber insgesamt eben der Verlauf Tendenz nach unten.

Erfreulicherweise jetzt im ersten Quartal sehen wir wieder eine Tendenz nach oben im Auftragseingang. Q1 liegt eben über Q1 2025, über dem Vorjahr und geht schon wieder in Richtung Q1 2024.

Also das sehen wir durchaus als eine deutliche Stabilisierung und so eine leichte Tendenz, dass es auch wieder nach oben gehen könnte. Beim Umsatz ist das Bild natürlich ein bisschen anders.

Hier haben wir so das Übliche im Q1, also im Q1 ist der Umsatz dann tendenziell immer niedriger und steigt dann im Lauf des Jahresverlaufs an, vor allem Q3, Q4, auch aufgrund des Projektgeschäfts, immer Umsatz und Ergebnis stärker, aber auch hier eben positiver Verlauf auf Höhe des Vorjahres. Und dann eben hier noch mal, wenn wir noch mal ganz kurz zurückgehen, bitte, sieht man hier auch noch mal eben den positiven Ausblick zum Book-to-Bill-Ratio mit 1,14.

War jetzt auch lange Quartale nicht mehr der Fall, dass wir 1,14 erreichen konnten. Auch hier dieser Vergleich zu Q1 2024, wo wir hier im selben Ratio wieder drinnen liegen und in den Vorquartalen eben teilweise deutlich darunter und im Q1 2025 auch unter dem jetzigen Book-to-Bill-Verhältnis.

Insofern auch das wirklich für uns schon ein positives Signal. Und genau, damit kommen wir zur Bilanz.

Wir hatten ja auch immer herausgestellt, dass wir neben dem Thema Ergebnisqualität auch weiterhin den Fokus auf eine stabile und positive Bilanz legen wollen. Uns ist auch Verschuldung wichtig, dass wir hier sehr niedrig unterwegs sind, unsere Verschuldung auch abbauen.

Und Sie können sich sicherlich erinnern, Q4 jetzt oder Ende 2025 hat man diese einmalige Geschichte aus dem Bestandskäufen Werkzeugstahl der Deutschen Edelstahlwerke, die die Dörrenberg gekauft hat, wo wir hier natürlich einen negativen Effekt auf Working Capital und Net Debt hatten in 2025. Aber erfreulicherweise geht's jetzt wieder in die entgegengesetzte Richtung im Q1.

Natürlich sind wir nach dem einen Quartal noch nicht wieder da, wo wir 2024 lagen, da hatten wir ein sehr gutes Working Capital und sehr niedrige Verschuldung auch. Das haben wir natürlich noch nicht geschafft, das dauert jetzt, bis wir wieder in die Richtung kommen, aber wir konnten doch einiges realisieren, das Working Capital reduzieren und auch den Free Cashflow noch mal stärken dadurch.

Erfreulicherweise liegt der bei 13,8, obwohl wir schon einiges auch an Investitionen getätigt haben im ersten Quartal, und konnten dadurch natürlich gerade auch die Verschuldung wieder zurückfahren. Dann kommen wir zu den einzelnen Segmenten.

Material, Refinement and Distribution, sehen Sie hier einen sehr positiven Verlauf auch jetzt im Vergleich zu den beiden Vorjahren. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz ist gestiegen im Vergleich zum Vorjahr, der Umsatz 11%.

Da allen voran gerade bei Dörrenberg und Funke gab's eine Verbesserung des Umsatzes und eine Steigerung die 11 und 12% und auch das EBIT konnten alle Firmen leicht verbessern. Eine deutliche Verbesserung gab's bei der Funke und bei der Dörrenberg.

Die PGW ist in etwa auf Vorjahr. Und Johannes, du hast sicherlich noch ein paar interessante Anmerkungen dazu?

Johannes Pfeffer

Genau. Danke erstmal.

Und ich werde Ihnen jetzt so ein bisschen im Lauf der Präsentation zu den Segmenten und ein meiste Verlauf zu den einzelnen Beteiligungsunternehmen ein bisschen Hintergründe geben. Insgesamt die Märkte bei Materials, Refinement and Distribution uneinheitlich.

Für die Dörrenberg, unsere größte Beteiligungsgesellschaft, der dominante Abnahmemarkt sind Werkzeugstahlmärkte, die sind noch sehr verhalten. Trotzdem haben wir bei der Dörrenberg ein schönes Wachstum und eine schöne, sage ich mal, Trajektorie.

Das hängt sehr stark mit dem Thema zusammen, dass wir zu Jahresende von einem ehemaligen Wettbewerber der Dörrenberg, nämlich den Deutschen Edelstahlwerken, einen großen Lagerbestand aufkaufen konnten. Im Gegenzug gab auch die DEW eine Empfehlung ab, ihre Bestände oder ihre Bedarfe künftig bei der Dörrenberg decken zu können.

Das war, glaube ich, ein ziemlich schlauer Schachzug von der Dörrenberg und dieses Projekt hilft uns mit sehr viel Rückenwind im Moment. Da gewinnen wir eigentlich doppelt.

Zum einen gewinnen wir die Kunden, die wir jetzt bedienen können, also einfach die Menge. Zum anderen haben wir die Werkzeugbestände, ich habe es bei der Bilanzpressekonferenz ja ausgeführt, die Bestände für diese Werkzeugstähle sehr günstig kaufen können.

Dazwischenzeit haben sich die Legierungszuschläge eigentlich ganz erfreulich entwickelt, insofern haben wir da einen doppelten Rückenwind gehabt. Legierungszuschläge, der Trend hat sich ein bisschen, sage ich mal, jetzt in den letzten Wochen wieder stabilisiert.

Chrom und Nickel, die Hauptlegierungszuschläge, haben sich wieder ein bisschen, sage ich mal, beruhigt. Wolfram ist immer noch sehr unruhig und Molybdän, wo wir, sage ich mal, auch da partizipieren, zum kleineren Maß hat uns auch noch geholfen.

Müssen wir mal abwarten, wie das Legierungszuschlagsgeschehen in den nächsten Wochen so sich weiterentwickelt. Insgesamt wollen wir das, wissen Sie, die Abhängigkeit von solchen Windfalls, sei es Profits, was uns natürlich lieber ist, oder Windfall Losses, klein wie möglich halten.

Das mal zur Dörrenberg, also eigentlich eine ganz schöne Entwicklung und das wirklich Erfreuliche ist, dass wir fast alle Kunden, die die Deutschen Edelstahlwerke sozusagen da übergeben hatten, auch wirklich, die bei uns dann gekauft haben und auch sehr zufrieden sind und auch zukünftig kaufen werden. Das heißt, unsere Customer Conversion Rate ist sogar besser, als wir das ursprünglich angenommen hatten.

Also ganz erfreuliche Situation. Die PGW hat andere Endmärkte, unsere zweitgrößte Beteiligungsgesellschaft in dem Segment.

Da profitieren wir, sage ich jetzt mal, von der Diversifizierung der Endabnahmemärkte bei der PGW. PGW kommt selber mit sehr viel Kraft ins neue Jahr, hat operativ eine ganze Reihe Verbesserungen gemacht, hat auch noch mal investiert in Produktionsoptimierungen, Produktionseffizienz, Produktionskapazität.

Da werden wir jetzt in den nächsten Wochen noch viel Freude an der PGW haben. PGW ist aber auch das Unternehmen, das den größten Gegenwind durch die US-Zölle hat und auch durchs weltpolitische Geschehen.

Ich glaube, wir hatten es immer wieder mal an der Stelle durchblicken lassen, das Thema Pulverknappheit durch die unzähligen Kriege, die überall stattfinden, hilft der PGW nun leider nicht, weil sie eigentlich ein sehr schönes Geschäft im Jagd- und Sportbereich hat, das im Moment so ein bisschen darniederliegt. Aber in Summe eigentlich ein ganz ausgewogenes Bild.

Und auch viel Freude macht uns im Moment die Funke. Wir haben in die Funke auch noch mal investiert, in dem Fall weniger in Capex und Anlagen, sondern tatsächlich in Personal, in Führung.

Wir haben einen zweiten Geschäftsführer dort installiert mit Philipp Bornemann, einen sehr erfahrenen Business Director von uns aus der Holding heraus, und wir sehen, dass da eigentlich sehr viel, sage ich mal, Erfreuliches gerade im Moment passiert in Sunder, wo die Funke zu Hause ist. Also in Summe eigentlich unser Sorgen-Segment Materials, Refinement and Distribution mit einem schönen Start ins Jahr.

Andrea Holzbauer

Dann schauen wir uns das nächste Segment an: Healthcare and Life Science. Das sieht jetzt auf den ersten Blick vielleicht nicht so ganz erfreulich aus, weil gerade der Umsatz deutlich unter Vorjahr liegt.

Wenn man aber genauer hinschaut, gerade was das Ergebnis anbelangt, ist es erfreulich, weil wir hier einfach das Thema Ergebnisqualität auch darstellen, dass wir hier wirklich den Fokus drauflegen und auch wenn der Umsatz zurückgeht, unser Ergebnis halten. Das heißt, hier sind alle Gesellschaften tatsächlich im Umsatz unter Vorjahr, aber das Ergebnis eben sehr stabil, beim Return on Sales eine ganz kleine Verbesserung sogar im Vergleich zum Vorjahr, sodass wir hier wie erwartet auch tatsächlich ins Jahr gestartet sind und da auch zufrieden sind mit der Entwicklung, gerade was das Thema Ergebnisqualität anbelangt.

Johannes Pfeffer

Vielleicht auch noch ein paar Worte dazu am Healthcare and Life Science. Gucken wir uns mal den Markt für Healthcare an, die Medizintechnik, die ja vor allem die INEX und primär die Amtrion betrifft.

Konnte man jetzt im ersten Quartal eine leichte Erholung festmachen. Frau Holzbauer hat es vorher einleitend gesagt, alle in der Medizintechnik sind sehr bedacht darauf, ihre Bestände, also alle unsere Kunden, ihre Bestände runterzufahren und ihre Bestellfristen zu senken.

Das ist eigentlich fein für uns, ist auch ein Vertrauensbeweis. Wir hatten in den letzten Monaten viel investiert zur Lieferfähigkeit und zur Lieferpünktlichkeit, Vertrauen bei den Kunden aufzubauen.

Das macht sich natürlich kurzfristig jetzt in etwas weniger Auftragseingang bemerkbar, aber trotzdem, da bin ich mir sicher, der richtige Weg. Insofern macht uns das gar nicht so viel Kummer.

Ganz erfreulich im Medizintechnikbereich und insgesamt in dem Segment Healthcare and Life Science sind die Märkte tatsächlich in USA, die hier sehr gut anspringen. Da haben wir gerade bei der Setter, das ist jetzt weniger Healthcare, sondern eher Life Science Business, haben wir sehr schönes Zusatzgeschäft akquirieren können.

Das wird jetzt teilweise sogar noch dieses Jahr, aber dann primär nächstes Jahr aktiv dann sehr stark zum Umsatzwachstum beitragen können. Die INEX ist von den dreien das, sage ich mal, Unternehmen, das die, sage ich mal, unsicherste Wachstumsperspektive im Moment hat, namentlich die Hubel innerhalb der INEX.

Da haben wir den großen Kunden Sartorius und Süss, die beide gerade im Moment so ein bisschen mit gebremstem Schaum unterwegs sind. Aber in Summe eigentlich so, wie wir das erwartet hatten.

Weder die Märkte noch das, was die Kunden und wir innerhalb der Märkte machen, überrascht uns hier sehr stark. Wir sind sehr zuversichtlich, dass übers Jahr hinweg auch das Healthcare and Life Science Segment seine Ziele erreichen wird.

Andrea Holzbauer

Ja, und damit sind wir dann auch schon beim letzten Segment: Industrial Assets and Infrastructure. Hier sehen Sie, dass sich Order, also Auftragseingang, Umsatz ganz gut und stabil entwickeln.

Umsatz ist sogar gestiegen im Vergleich zum Vorjahr. Ist natürlich auch durch die Eckart bedingt, die da jetzt mit an Bord ist, die wir letztes Jahr ja erst ab dem Q3 dann auch in den Zahlen hatten.

Das Ergebnis sieht noch nicht so toll aus. Das liegt einfach an unserem üblichen Projektgeschäft, wo dann letztendlich Ergebnismarge vor allem in den letzten zwei Quartalen dann auch realisiert wird.

Und dieses Jahr spielt hier vor allem auch die Kesel mit rein. Kesel hat man auch schon letztes Jahr berichtet, die kämpfen wirklich oder hatten sehr stark gekämpft mit dem Thema, dass die Kunden keine Bestellungen getätigt haben.

Da kamen viele Anfragen, aber die finale Bestellung, der Auftrag, blieb da sehr lange aus, was sich jetzt einfach ergebnisseitig jetzt auch gerade im ersten Quartal noch stark bemerkbar macht. Das Erfreuliche hier: Im ersten Quartal konnte die Kesel aber dann auch schon erste Auftragseingänge verbuchen.

Das heißt, da hat sich die Durststrecke jetzt letztendlich ausgezahlt, der Vertrieb der Kesel ausgezahlt. Und auch gerade Anfang April, was sich jetzt noch nicht in den Zahlen widerspiegelt, aber gerade Anfang April haben die noch mal einen sehr schönen Auftrag von weiteren drei Maschinen bekommen, sodass wir hier dann vom Auftragseingang insgesamt schon fast auf Vorjahr sind bei der Kesel.

Und das hilft natürlich auch, wenn wir auf den Rest des Jahres schauen für die Kesel, dass wir hier dann wirklich wieder ja, doch Fahrt aufnehmen können und die Kesel dann beruhigter auch weiter voranschreiten kann. Und es zeigt, dass eben das Thema, dass wir hier eine sehr starke Marktstellung haben, die Produkte solide sind und die Kunden die Produkte zu schätzen wissen, dass das tatsächlich so ist.

Und jetzt hoffentlich nach und nach auch der Aufholeffekt kommt.

Johannes Pfeffer

Vielleicht auch da noch mal ein Blick auf die Märkte. Während die beiden ersten Segmente, die wir berichtet haben, also die Material, Refinement and Distribution einerseits, die Healthcare and Life Science andererseits, die sind ja eigentlich sehr schön, sage ich mal, fließend, sehr, sage ich mal, stabile Marktsegmente.

Bei Industrial Assets and Infrastructure sieht das anders aus. Frau Holzbauer hat's so erwähnt, das ist sicher an sich schon durch das Projektgeschäft ein eher volatiles und saisonales Geschäft.

Das ist jetzt durch die, sage ich mal, Verwerfungen in der ganzen Endkundensituation noch stärker, sage ich mal, zum Tragen gekommen. Die Amplituden sind zum Teil wirklich sehr sehr stark ausgeprägt.

Gucken wir uns mal unsere vier Unternehmen in dem Segment ein bisschen genauer an. Das erste Unternehmen, wo das eigentlich gar nicht so genau gilt, ist die Größte hier, ist die SVT.

Die läuft nämlich sehr stabil. Sie ist aber weniger volatil als doch sehr stark saisonal.

Und hat immer einen sehr starken, sage ich mal, Fokus auf Quartal 4. Das ist einfach Natur dieses, sage ich mal, Ladearmsystem Business, wo die meisten Abnahmen im vierten Quartal einfach stattfinden.

Also SVT können Sie sich merken, gar nicht so volatil, nicht so betroffen von Marktschwankungen, aber saisonal sehr stark backgeloaded. Die SVT läuft sehr stabil, Auftragseingang ganz fein, deswegen sehen Sie auch einen hohen Book-to-Bill hier, guten Ertrag, gute Ertragslage und auch weltweit die Neukundengewinnung sehr schön.

Bei der SVT haben wir wirklich klar den Vorwärtsgang drin. Wir wollen jetzt auch in die globale Expansionsplanung sehr viel mehr investieren.

Da stehen Standorte in Übersee an zur Gründung und das immer eigentlich langfristig sehr sehr fein mit diesem Unternehmen. Die MAE und die Eckart, die gehen so ihre Dinge.

Da kann man eigentlich weder viel Positives noch Negatives vom Marktgeschehen im Moment sagen. Erfreulich, Frau Holzbauer hat's vorher schon gesagt, die Kesel, die jetzt hier wirklich das Highlight im ersten Quartal war, nachdem wir da doch sehr sehr lange gewartet hatten.

Wenn wir den April auch noch dazu nehmen, hatten die sogar in den ersten vier Monaten Auftragseingang von oberhalb 6 Millionen, fast 7 Millionen Euro erzielt, was natürlich für so ein kleines Unternehmen wirklich fein ist und bestätigt uns sehr da drin, dass wir auf der richtigen Spur sind. Insgesamt sind die Märkte für Werkzeugmaschinen in Deutschland aber noch sehr verhalten, also da wachsen die Bäume jetzt nicht in den Himmel.

Aber dank GESCO Business System haben wir auch hier, sage ich mal, eine große Beharrung reingekriegt, eine große Stabilität reingekriegt und fühlen uns da eigentlich sehr wohl, dass wir in dem Segment unsere Ziele nicht nur erreichen, sondern vielleicht sogar durch die Kesel und die SVT unsere Ziele übererreichen. Ein Wort dann noch abschließend zur Eckart, unsere jüngste Akquisition.

Da ist der Markt, das hatte ich aber immer wieder betont, sehr sehr aktiv, sehr agil. Das sind diese Maschinen, die Tunnelbohrmaschinen, die da sehr stark treiben.

Da müssen wir einfach gucken, da haben wir Kapazitäts-, sage ich mal, Engpässe. Da müssen wir einfach für uns gucken, dass wir unsere Lieferfähigkeit noch weiter hochfahren können, da können wir noch mehr Umsatz machen und auch noch mehr Geld verdienen.

Aber das zum Abschluss dann zu unserem dritten Segment Industrial Assets and Infrastructure.

Andrea Holzbauer

Ja, damit kommen wir auch schon zum Ende unserer Präsentation. Zum Abschluss noch mal kurz der Forecast mit 515 bis 530 Millionen Umsatz und Jahresüberschuss nach Anteilen Dritter von 15 bis 20 Millionen.

Wir hatten ja die Bandbreite relativ groß gewählt fürs Ergebnis aufgrund der doch weiterhin hohen Volatilität und Einflussfaktoren. Insofern bleibt der Forecast natürlich erst mal so, wie wir ihn auch vor ein paar Wochen bei der Bilanzpressekonferenz Ihnen kommuniziert haben.

Und vielleicht dazu noch, wir haben natürlich den Fokus auf Ergebnisqualität hier und natürlich auch das Thema Cash is King, haben wir Ihnen ja vorgestellt, unsere solide Bilanz, das weiterhin auch in den Fokus zu stellen.

Johannes Pfeffer

Und genau das wird uns dieses Jahr auch, was die Prognosegenauigkeit angeht, sehr helfen. Da hilft uns nun wirklich unser GESCO Business System.

Wir haben einen großen Fokus auf Themen wie Pricing, wie strategischen Materialeinkauf, Kostenmanagement, Erzeugung von Free Cashflow. Das sind genau die Dinge, die uns dieses Jahr helfen werden.

Ich glaube, wir sind uns alle einig, das Jahr wird erneut auch marktseitig kein Bombenjahr werden. Die Rückenwinde werden auch dieses Jahr nicht kommen, von denen wir alle hoffen.

Aber wir fühlen uns mit dieser Prognose 15 bis 20 Millionen als Konzernergebnis, und damit haben eine deutliche Verbesserung, fast eine Verdoppelung im Vergleich zum letzten Jahr, fühlen wir uns sehr wohl. Und ich wurde bei der Bilanzpressekonferenz auch gefragt, ob wir denn da schon auch gewisse Risiken mit eingepreist haben.

Die Antwort hieß damals und ist auch heute noch: Ja, das haben wir. Und der April hat das auch bestätigt.

Insofern, ich glaube, die Weichen stehen auf den richtigen Themen und ja, wir arbeiten da weiter dran. Vielleicht noch ein letztes Wort, bevor ich dann final abbinde, zum Thema Merger and Acquisition.

Das interessiert Sie in der Community ja auch immer besonders. Der M&A-Markt, der hat noch mal richtig Schwung gekriegt.

Das merkt man gerade im Moment im ersten Quartal und jetzt noch mal im April werden wir fast bombardiert mit sehr interessanten Anfragen, die auch ins Beuteschema der GESCO passen. Da sind wir sehr, sage ich mal, dahinterher und versuchen natürlich da auch für uns die richtigen Perlen rauszufischen.

Und vielleicht so als Fazit: Wir sind in diesem Markt sehr aktiv, auch wenn das im Moment vielleicht für Sie gar nicht so rüberkommt. Das waren so ein bisschen die Eindrücke, die Impressionen, die Wasserstandsmeldungen von uns hier aus der Brücke.

Und Andrea, mit diesen Worten gebe ich an dich oder an die Moderation zurück.

Andrea Holzbauer

Ja, damit sind wir mit der Präsentation am Ende und freuen uns auf Ihre Fragen.

Operator

Ja, vielen herzlichen Dank für die Präsentation und die Einblicke, Herr Pfeffer, Frau Holzbauer. Und nun an Sie, sehr geehrte Teilnehmende, wir kommen zu Ihren Fragen.

Und für einen dynamischen Austausch bitten wir Sie, Ihre Fragen persönlich über die Audiospur zu stellen. Klicken Sie dafür den Hand-heben-Button.

Sollten Sie telefonisch zugeschaltet sein, gerne die Tastenkombination Sternchen 9 und Stern 6. Sollten Sie keine Möglichkeit haben, frei zu sprechen, dann stellen Sie die Fragen gerne im Chat, aber präferiert ist die Audiospur.

Herr Nielsen, Sie haben die Möglichkeit, jetzt Ihre Frage zu stellen. Bitte schön.

Herr Nielsen

Ja, schönen guten Tag zusammen. Können Sie mich hören?

Andrea Holzbauer

Sehr gut.

Herr Nielsen

Ja, wunderbar. Ja, herzlichen Dank für die Präsentation.

Ich habe auch nur noch eine kleine Ergänzungsfrage, sonst ist alles schon abgedeckt. Jetzt sind wir ja schon in der Mitte des zweiten Quartals.

Diese leichte Belebung und positive Entwicklung des Auftragseingangs auf Gruppenebene jetzt besprochen, setzt sich die nach Ihrer Wahrnehmung bis jetzt im zweiten Quartal so fort oder haben Sie da jetzt eventuell doch eine leichte Abdämpfung im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten feststellen müssen?

Johannes Pfeffer

Vielleicht würde ich mal allgemein qualitativ das beurteilen, Herr Nielsen. Ich glaube, wir kriegen hier gar kein ganz einheitliches Bild.

Also teilweise sieht man schon auch wieder Investitionszurückhaltung, die sicher auch durch den Krieg da noch mal stärker geworden. Teilweise spüren wir davon aber auch gar nichts oder andersrum haben es auch schon eingepreist.

Also insofern, es gab sicher keine weitere Belebung, Herr Nielsen, das kann man sicher sagen. Also es ist jetzt nicht so, dass es wirklich der Rückenwind sich verstärkt hat.

Wir nehmen es aber im Moment, ich zumindest, nicht so wahr, dass es in unseren vertikalen Märkten, die wir bedienen, jetzt eingeschlafen ist oder komplett so vielleicht sogar in Gegenwind gedreht hat. Andrea, magst du das noch ergänzen durch Zahlen?

Andrea Holzbauer

Ja, also es ist, wie du schon sagtest, etwas uneinheitlich und man muss schon auch immer sagen, da ist jeder Monat auch unterschiedlich. Gerade im Projektgeschäft, da kommt mal da ein großer Auftrag rein, dann führt das zu einem recht positiven Verlauf.

Und wir sehen es halt nach wie vor, dass schon gerade bei dem ein oder anderen, jetzt Dörrenberg, PGW, halt das Bestellverhalten schon auch sehr kurzfristig ist, sodass auch wenn jetzt schon wieder ein halbes Quartal rum ist, noch eine finale Aussage fürs nächste Quartal tatsächlich schwierig ist. Aber ich würde es auch so sehen, es ist jetzt weder, dass eine Riesenbelebung da irgendwie zu sehen ist, noch irgendwie ein Downturn.

Also es ist eher so diese Stabilität, wie gesagt mit unterschiedlichen Plus-Minus-Effekten in den einzelnen Unternehmen.

Herr Nielsen

Gut, herzlichen Dank.

Operator

Ja, vielen Dank für die gestellte Frage. Und wir kommen direkt zum nächsten Teilnehmenden, der seine Hand gehoben hat.

Herr Steffen, bitte schön, Sie haben die Möglichkeit, Ihre Frage zu stellen. Herr Steffen, Ihr Mikrofon ist freigeschaltet, das können wir sehen.

Noch können wir Sie nicht hören.

Herr Steffen

Können Sie mich jetzt verstehen?

Operator

Ja, jetzt können wir Sie hören.

Herr Steffen

Jawohl. Hallo zusammen.

Ich hoffe, es geht einigermaßen. Ich bin nämlich noch auf Rückreise von der Frühjahrskonferenz, könnte also etwas wackelig sein, aber ich versuche's mal.

Eine Frage zu Setter. Sie hatten ja im Bericht erwähnt, dass die Erlöse im Moment rückläufig sind wegen geringerer Bestellung durch einen US-Kunden.

Jetzt haben Sie Zusatzgeschäft gewonnen, was halt dann im Jahresverlauf und spätestens dann 2027 richtig trägt. Wird dann die Setter ab dem Moment wieder deutlich auf Wachstumskurs sein?

Johannes Pfeffer

Die Setter wird im Jahr '26 nicht auf Wachstumskurs, was Umsatz angeht, kommen, sondern eher die Ertragskraft stärken. Das Neugeschäft, das ein ganzes neues Segment, das wir damit aufgetan haben, wird dieses Jahr sehr moderat da reinspielen, wird uns aber nächstes Jahr einen sehr starken Rückenwind geben.

Da glaube ich, also nächstes Jahr würde ich die Prognose sehr positiv sehen. Dieses Jahr, sage ich mal, eher auf Vorjahresniveau, aber mit deutlich besserer Quality of Earnings.

Herr Steffen

Das ist doch schon mal erfreulich. Ein Detail zu den Zahlen: Sie hatten ja einen sehr deutlichen Anstieg beim operativen Cashflow, stark getrieben von einem Anstieg ungefähr 9 Millionen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Ist da irgendein besonderer Effekt reingewirkt oder ist einfach, sagen wir mal, da das ein Stück gestreckt worden?

Andrea Holzbauer

Kein besonderer Effekt, auch nicht offensichtlich gestreckt. Wir schauen natürlich, dass wir da jetzt auch Working-Capital-optimiert das Ganze machen.

Also wir hatten teilweise Gesellschaften, die haben schon vor Fälligkeit gezahlt. Das versuchen wir natürlich auch umzustellen.

Wir wollen natürlich pünktlich zahlen und da nicht die Lieferanten hängen lassen, aber vor Fälligkeit, das sind so Themen, wo wir uns einfach anschauen. Dann hängt es natürlich auch immer ein bisschen vom Bestellverhalten ab, Bestellzeitpunkt und Zahlungszeitpunkt, wo wir da einfach gewisse Effekte sehen.

Was auch noch ein bisschen einen Einfluss gegeben hat, was immer erfreulich ist, wir haben auch noch mal die Anzahlungen, die wir von Kunden erhalten haben, sind etwas nach oben gegangen im Vergleich zum Vorjahr.

Herr Steffen

Wunderbar. Eine abschließende Frage: In den kommenden Quartalen muss sich das Ergebnis ja noch deutlich auf Quartalsbasis verbessern.

Jetzt haben wir die Saisonalität in einem Segment, die wird helfen, dann hatten Sie beschrieben im Segment Healthcare soll sich das auch im Jahresverlauf verbessern. Gibt's noch weitere Faktoren, die deutlich positiven Beitrag dann zu den Quartalsergebnissen leisten werden?

Andrea Holzbauer

Also letztendlich ist es so der allgemeine Zeitverlauf und natürlich auch, je länger wir im Jahr fortgeschritten sind, umso besser können dann auch vielleicht Ende '25 angestoßene Maßnahmen greifen. Wir haben im GBS natürlich vielfältige Aktionen und Themen, die wir bespielen.

Johannes Pfeffer hat das ja schon ausgeführt, von Strategic Pricing, Strategic Selling, viele Themen und Bausteine, die wir mit den Unternehmen zusammen machen, die dann im Jahresverlauf dann auch Wirkung zeigen sollen und werden, sodass wir da dann auch eine Ergebnisverbesserung durch diese Maßnahmen zustande bringen wollen. Und dann natürlich auch der Umsatz, der noch mal ansteigt, wo dann noch mal sein Übriges dazuführt.

Johannes Pfeffer

Gibt noch vielleicht einen Sondereffekt, den man hier noch nennen könnte, nämlich wieder dieses Projekt, ich habe es vorher ausgeführt, bei der Dörrenberg mit dem Stahl Aufkauf von den Deutschen Edelstahlwerken. Da sehen wir im ersten Quartal noch gar nicht die volle Blüte, sozusagen das volle Umsatzvolumen, weil wir diese Stähle erst mal zu uns auch in das Dörrenberg-Lager übertragen mussten.

Da werden wir jetzt ab April oder auch im Q2, Q3 auch noch mal einen Wachstumsschub dadurch sehen.

Herr Steffen

Prima. Ich drücke die Daumen für die nächsten Quartale und herzlichen Dank für mal die Beantwortung meiner Fragen.

Andrea Holzbauer

Ja, danke, Herr Steffen.

Operator

Ja, vielen Dank, Herr Steffen, für Ihre gestellten Fragen. Und ich warte noch einmal ab.

Derzeit haben keine Teilnehmenden ihre Hand gehoben. Wir warten aber gerne noch und gerne an Sie, liebe Teilnehmende, die Aufforderung: Nutzen Sie die Möglichkeit, Fragen an das Management zu stellen.

Das ist augenblicklich nicht der Fall. Alle Sachen scheinen absolut und klar dargelegt worden zu sein.

An dieser Stelle herzlichen Dank an Sie, Herr Pfeffer, Frau Holzbauer, für die Präsentation und die Beantwortung der gestellten Fragen. Wir kommen damit zum Ende des heutigen Earnings Calls.

Sollten sich zu einem späteren Zeitpunkt noch Fragen ergeben, dann zögern Sie bitte nicht, den Head of Investor Relations Peter Alex zu kontaktieren. An dieser Stelle wünsche ich Ihnen einen schönen Tag, eine erfolgreiche Zeit, einen schönen Feiertag morgen und nochmals für das Schlusswort gerne an Frau Holzbauer.

Andrea Holzbauer

Ja, vielen Dank. Ja, auch allen Teilnehmern herzlichen Dank, dass Sie uns zugehört haben, das Interesse gezeigt haben so kurz vor dem Feiertag.

Ich möchte noch mal auf unsere nächste Veranstaltung verweisen zum Abschluss: Wer Interesse und Zeit hat, Sie sind natürlich alle herzlich eingeladen, bei unserer Hauptversammlung dabei zu sein, die wir wieder in Düsseldorf in der Rheinterrasse machen am 24.06. Insofern wünschen wir Ihnen einen schönen Feiertag und vielleicht dem ein oder anderen auch ein schönes langes Wochenende.

Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.

Johannes Pfeffer

Happy Father's Day.