Herzlich zum Audio-Webcast zum Halbjahresergebnis 2026 der Zuger Estates Gruppe. Mein Name ist Patrick Schillhart, ich bin CEO von Zuger Estates und mit mir seitens Zuger Estates in diesem Webcast ist Mirko Käppeli, der Finanzchef von Zuger Estates.
Es freut uns sehr, dass Sie sich so zahlreich eingewählt haben und der Präsentation des Halbjahresergebnisses folgen und sich für die Entwicklung unserer Gesellschaft interessieren. Wir werden Ihnen in den nächsten rund 30 Minuten das Halbjahresergebnis vorstellen und die Präsentation wie gewohnt strukturieren, indem ich einen kurzen Überblick zum ersten Halbjahr 2026 geben werde mit den wesentlichen Entwicklungen.
Mirko Käppeli wird im Anschluss auf die Finanzkennzahlen im Detail eingehen. Ich werde die Entwicklungen im Immobilienportfolio und bei den Projekten erläutern und dann die Präsentation abschließen mit einem kurzen Ausblick auf das Jahr 2026.
Im Anschluss werden wir Ihnen sehr gerne für Fragen zur Verfügung stehen. Kommen wir zum Überblick über das erste Halbjahr 2026.
Sie haben es vermutlich schon in der Medienmitteilung heute früh gelesen: Wir dürfen wiederum auf ein sehr erfreuliches erstes Halbjahr zurückblicken. Wir konnten im ersten Halbjahr 2026 in beiden Segmenten starke operative Ergebnisse erwirtschaften.
Wir konnten eine erfreuliche Erhöhung des Konzernergebnisses ohne Neubewertung und Sondereffekte erzielen und dürfen auch auf den Rest des Geschäftsjahres 2026 zuversichtlich blicken. Die wesentlichen Entwicklungen im Segment Immobilien beinhalten einen stabilen Liegenschaftenertrag auf Vorjahresniveau.
Wir kommen am gleichen Detail noch auf die Entwicklung beim Liegenschaftenertrag zu sprechen. Eine weiterhin sehr tiefe Leerstandsquote.
einen höheren Portfoliowert, bedingt durch die Investitionen, welche wir getätigt haben und Neubewertungseffekte. Die Realisierung des Projektes 43/45 verläuft erfreulich und planmäßig und natürlich eines der Highlights im ersten Halbjahr: Die Stimmbevölkerung der Stadt Zug hat den Bebauungsplan Metalli gutgeheißen.
Wesentliche Entwicklungen im Segment Hotel und Gastronomie: Wir dürfen eine bessere Zimmerauslastung verzeichnen im Bereich Herbergung und dies hat zu einer Umsatzsteigerung geführt und zu einer höheren Profitabilität. Was heißt das bezogen auf die Kennzahlen?
Ich habe es erwähnt: Der Liegenschaftenertrag in etwa auf dem Niveau der Vorjahresperiode, leicht tiefer 0,1 Prozent auf 35,8 Millionen. Der Liegenschaftenertrag konnte stabil gehalten werden, obwohl wir die zwei Senkungen des Referenzzinssatzes im Jahr 2025, wie auch in der Vergangenheit wiederum bei allen Wohnungsmieterinnen und Wohnungsmietern umgesetzt haben.
Wir konnten diese Ertragsreduktion kompensieren durch Indexanpassung bei gewerblichen Mietverträgen und auch durch eine Entschädigungszahlung für eine vorzeitige Mietvertragsauflösung. Der Neubewertungserfolg hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert etwa die Hälfte.
Die Nachfrage institutioneller Investoren nach zentral gelegenen Liegenschaften bleibt hoch, was sich jetzt auch wiederum gezeigt hat in einem Aufwertungsgewinn, auch wenn leicht tiefer ist oder tiefer ist als in der Vorjahresperiode. Der positive Neubewertungserfolg von 24,6 Millionen macht rund 1,3 Prozent des Portfoliowertes aus.
Der Betriebsertrag ist insgesamt 0,9 Prozent gestiegen. Es ist auch darauf zurückzuführen auf eine Steigerung des Ertrags im Bereich Hotel und Gastronomie 0,2 Millionen beziehungsweise zweieinhalb Prozent.
Und erfreulich, insbesondere als Effekt daraus, ist der Anstieg des operativen Ergebnisses. Sie sehen das unten auf der rechten Seite.
Das operative Ergebnis, das heißt das Konzernergebnis ohne Neubewertungserfolg und Sondereffekte, ist 6,6 Prozent gestiegen auf 21,2 Millionen. Das Konzernergebnis mit Neubewertungseffekte ist bedingt durch den tieferen Neubewertungsgewinn tiefer ausgefallen und beträgt 42,9 Millionen.
Viel zu Beginn zu den wesentlichen Entwicklungen und auch zu den wesentlichen Kennzahlen. Ich übergebe das Wort nun sehr gerne an Mirko Käppeli für eine detaillierte Ausführung der Finanzkennzahlen.
Danke Patrick. In der vorliegenden Folie werde ich als Erstes detaillierter auf die Entwicklung unseres Liegenschaftenertrags eingehen.
Wie Sie auf der Grafik zu Ihrer linken Seite sehen, hat sich der Liegenschaftenertrag über die letzten fünf Jahre kontinuierlich erhöht. Vom ersten Halbjahr 2025 zum ersten Halbjahr 2026 ist nahezu stabil geblieben beziehungsweise hat sich leicht zurückgebildet 0,1 Millionen beziehungsweise 0,1 Prozent auf 35,8 Millionen.
Wie sich diese Veränderung zusammensetzt, sehen Sie auf der rechten Seite. Patrick Schillhart hat es bereits erwähnt: Von den bestehenden Mieten resultierten negative Effekte aus der Anpassung der Referenzzinssätze im Umfang von rund einer Viertelmillion.
Positiv dagegen wirkten Anpassungen in den Indexverträgen der Gewerbemieter und eine Entschädigungszahlung für eine vorzeitige Auflösung eines Mietvertrags. Wir konnten diese betreffende Fläche jedoch unmittelbar weitervermieten.
Netto resultiert damit ein negativer Effekt von den erwähnten 0,1 Millionen. Gleich daneben sehen Sie, dass keine Effekte aus den Leerständen resultierten.
Die Leerstandsquote hat sich wohl leicht erhöht, das sind jedoch stichtagsbezogene Betrachtungen. Über die Periode gesehen resultierten aus Leerständen keine Veränderungen im Liegenschaftenertrag.
Da sich unser Portfolio nicht verändert hat zur Vergleichsperiode, resultierten auch keine Veränderungen aus Portfolioanpassierungen und entsprechend ist auch die Veränderung des Liegenschaftenertrags auf einer Like-for-Like-Betrachtung minus 0,1 Prozent. In der nächsten Folie gehe ich nun detaillierter auf die Umsatzentwicklungen im Hotel- und Gastrosegment ein.
Sie sehen, dass wir die Umsätze in der Hotel und Gastronomie leicht erhöhen konnten 0,2 Millionen von 8,1 Millionen auf 8,3 Millionen. Das entspricht einem Zuwachs von 2,7 Prozent.
Der Zuwachs resultierte vor allem aus einer besseren Auslastung unserer Hotels. Die Gastronomie verläuft weiterhin sehr erfreulich und befindet sich auf Vorjahresniveau.
Insbesondere die geopolitischen Auseinandersetzungen, die wir im ersten Halbjahr beobachten konnten, bezogen auf den Nahostkonflikt im Iran, haben soweit keine größeren negativen Effekte auf unser Business gehabt, da wir keine größeren Businesskunden aus diesen Regionen haben. Den GOP konnten wir zusätzlich erhöhen von 41,2 Prozent auf 42,3 Prozent.
Das entspricht einem Zuwachs von 0,9 Prozent. Auf der rechten Seite sehen Sie, wie sich unsere Hotel- und Gastro-Umsätze zusammensetzen.
Das Bild ist verglichen zur Vergleichsperiode nahezu unverändert. Rund ein Viertel der Umsätze stammen aus der Gastronomie, die restlichen drei Viertel stammen aus dem Beherbergungsgeschäft.
Ich gehe nun noch auf einzelne Kennzahlen unserer Bilanz ein. Links dargestellt durch die Balken sehen Sie die Entwicklung unserer Investitionen.
Im ersten Halbjahr 2026 haben wir insgesamt 21,7 Millionen in unser Portfolio investiert. Der überwiegende Anteil mit 18,4 Millionen stammt aus dem Neubauprojekt S 43/45 in der Suurstoffi.
Der Rest wurde in unsere Bestandsimmobilien investiert. Das sind rund 3,3 Millionen und bewegt sich im Rahmen der üblichen Zahlen, wie wir das bei uns in unserem Portfolio sehen.
Zusammen mit diesen Investitionen, aber auch im Zusammenhang mit einer Dividendenausschüttung von 25 Millionen, die wir im ersten Halbjahr vorgenommen haben, reduziert sich die Eigenkapitalquote nur leicht von 57,1 Prozent auf 56,6 Prozent. Rechts dargestellt sehen Sie die Entwicklung und die Zusammensetzung unseres verzinslichen Fremdkapitals.
Verglichen zum 31. Dezember 2025 hat sich das Fremdkapital leicht erhöht 21,1 Millionen auf 681 Millionen.
Wir konnten die gute Konstellation des Kapitalmarkts am 30. 6.
nutzen und haben zu diesem Datum einen neuen Green Bond emittiert und damit auch die Anzahl der Green Bonds von drei auf vier erhöht. Der Umfang des platzierten Bonds betrug 100 Millionen und wir konnten für eine Laufzeit von sieben Jahren einen Kupon von 1,35 Prozent realisieren.
Ganz rechts in der Darstellung sehen Sie die Zusammensetzung unseres Fremdkapitals. Sie sehen, rund 400 Millionen stammen aus nicht grundpfandbesicherten Green Bonds.
Das ist ein Anteil von den gesamten verzinslichen Finanzverbindlichkeiten von 58,6 Prozent. Durch den Abschluss des neuen Green Bonds konnten wir auch die durchschnittliche Restlaufzeit des verzinslichen Fremdkapitals erhöhen.
Es erhöht sich vom 31. Dezember 2025 von 3,7 Jahren auf 4,1 Jahre zum 30.
6. 2026.
Trotz dieser Verlängerung konnten wir den durchschnittlichen Zinssatz des verzinslichen Fremdkapitals auf Vorjahresniveau behalten. Beträgt weiterhin 1,6 Prozent.
Rechts dargestellt sehen Sie die Fälligkeiten dieser Finanzverbindlichkeiten. Zum Halbjahresausweis ist die Verteilung entsprechend jeweils etwas unregelmäßig.
Bezogen auf den 31. 12.
oder mit einer Ansicht zum Jahresende sind unsere Finanzverbindlichkeiten üblicherweise sehr stetig verteilt und betragen jährlich rund 100 Millionen. Lassen Sie mich zum Schluss noch auf einzelne Kennzahlen pro Namenaktie Serie B eingehen.
Auf der linken Seite, durch die grünen Säulen dargestellt, sehen Sie die Entwicklung des Konzernsergebnisses je Namenaktie Serie B. Das operative Konzernergebnis, also der Gewinn ohne Neubewertung und Sondereffekte, beträgt zum 30.
6. 41,60 Franken.
Inklusive Neubewertung und Sondereffekte beträgt es 84,10 Franken. Auf der rechten Seite, durch die hellgrünen Säulen dargestellt, die Entwicklung unseres Aktienkurs.
Betrug per 30. 6.
2.100 Franken verglichen mit einem Net Asset Value zum Marktwert von 2. 267 Franken.
Dies entspricht einem Discount von 7,3 Prozent. Damit gebe ich nun gerne wieder zurück an Patrick Stillhart.
Vielen Dank, Mirko. Ja, meine Damen und Herren, ich komme nun gerne zu den Entwicklungen im Immobilienportfolio und bei unseren Projektentwicklungen.
Sie sehen hier auf der linken Seite die Wertentwicklung des Portfolios. Per Halbjahr 2026 beträgt der Gesamtwert nun knapp 2 Milliarden.
Sie sehen den grauen Bereich ganz oben. Das sind die Betriebsliegenschaften.
Hier einfach wie gewohnt der Hinweis, dass die Betriebsliegenschaften, das sind unsere beiden Hotelliegenschaften in Zug, das City Garden Hotel und das Parkhotel und die drei Häuser mit den Serviced Apartments. Sie werden jeweils nur per Ende Jahr neu bewertet.
Das heißt, die sind eingestellt mit dem Wert von Ende 2025 und die Veränderung ergibt sich insbesondere im dunkelgrünen Bereich. Das ist die Projektentwicklung, also die Renditeliegenschaft im Bau, S 43/45, wo wir natürlich jetzt am Investieren sind, wie es Mirko Cappelli ausgeführt hat, und der grüne Bereich, wo die Aufwertungen ersichtlich sind, auf die ich dann gleich noch eingehen werde.
Auf der rechten Seite, wie gewohnt, die Nutzungsverteilung im Portfolio, sehr breit gestreut. Wir haben keine Portfolioveränderungen gehabt und Flächenveränderungen, Nutzungsänderungen entsprechend die Aufteilung praktisch gleich wie Ende 2025.
Leichte Verschiebungen kommen daher, dass das Ertragsniveau im Wohnbereich aufgrund Referenzzinsanpassungen leicht zurückgegangen sind und die Mieteträger im Büro leicht gestiegen sind. Es sind aber nur geringfügige Anpassungen.
Die Wertentwicklung – ich habe es bereits angesprochen in meinen einleitenden Ausführungen – wir konnten auch im vergangenen Halbjahr eine Aufwertung verzeichnen von 1,3 Prozent des Portfoliowerts, insgesamt eine Aufwertung von 24,6 Millionen. Und diese Aufwertung setzt sich einerseits zusammen aus einer Aufwertung getrieben durch eine weitere leichte Reduktion der Diskontierungszinssätze.
Der Markt zeichnet sich durch eine sehr hohe Nachfrage nach attraktiven und gut gelegenen Liegenschaften aus. Liegenschaften, wie wir sie im Portfolio von Zug Estates haben, die sehr gut gelegen sind und auch mit einer attraktiven Nutzungsmischung und entsprechend wurde bei den meisten Liegenschaften der Diskontierungszinssatz fünf Basispunkte gesenkt.
Nicht bei ganz allen, aber Sie sehen es auf der rechten Seite im Durchschnitt wurde der Diskontierungszinssatz durch den externen Liegenschaftenbewerter vier Basispunkte gesenkt. Dies macht rund 17,8 Millionen der Aufwertung aus und knapp 6 Millionen der Aufwertung kommen aus der Renditeliegenschaft im Bau, dem S 43/45 und der Effekt da stammt insbesondere aus der erfolgreichen Unterzeichnung der ersten Mietverträge fürs S 43, wo wir höhere Mieten erzielen konnten als ursprünglich antizipiert.
Die Entwicklung der Leerstandsquote – wir haben es einleitend erwähnt – der Leerstand ist leicht angestiegen auf 1,2 Prozent. Befindet sich damit aber immer noch auf einem sehr tiefen Niveau, auf einem so tiefen Niveau, dass einzelne Flächenveränderungen bereits relativ deutlich spürbar sind.
Es sind ein paar wenige Mietflächen, Büroflächen in der Suurstoffi, welche zu diesem Leerstand beitragen. Erfreulich ist, dass wir im vergangenen ersten Halbjahr trotzdem Mietverträge im Umfang von über 16.000 Quadratmetern und einem Mietertrag von über 7 Millionen verlängern oder neu abschließen konnten.
Und es handelt sich insbesondere natürlich Mietvertragsverlängerungen, weil die Leerstandsquote ja bereits so tief war. Die Struktur unserer Mietverträge auf der rechten Seite bei den größten Mietern hat sich nichts verändert im Vergleich zu Ende 2025.
Das sind immer noch die gleichen Mieter, welche knapp ein Viertel der Mieterträge ausmachen. Auf der linken Seite sehen Sie, dass der Anteil der über Zehnjährigen jetzt 13 Prozent beträgt.
Da hat es eine Veränderung gegeben, indem wir in der Metalli in Zug den Mietvertrag mit der Migros langfristig verlängern konnten, was zu einer deutlichen Erhöhung dieses Teils der Mietverträge über zehn Jahre beigetragen hat. Auf der anderen Seite, Sie kennen es, haben wir mit unserem Wohnportfolio auch rund 35 Prozent Mietverträge, die naturgemäß unbefristet sind, die Wohnungsverträge.
Und diese Wohnungsverträge zusammen auch mit den sehr langlaufenden Verträgen ergeben eine sehr hohe Cashflow-Sicherheit des Portfolios. Der WALT ist angestiegen von 5,3 Jahren per Ende 2025 auf jetzt 5,9 Jahre.
Kommen wir jetzt zu den laufenden Projektentwicklungen, zunächst zum Projekt S43/45 in der Zug. Für die Bauarbeiten verlaufen erfreulich und planmäßig.
Wir werden im September die Rohbauarbeiten abschließen können und im Anschluss dann mit der Fassade und auch mit den Haustechnikarbeiten beginnen können. Insbesondere erfreulich ist, und ich habe es bereits erwähnt, dass wir nun auch für das S43 erste Mietverträge unterzeichnen konnten über eine Fläche von insgesamt 5.000 Quadratmetern.
Das sind Mietverträge mit zwei Mietparteien, welche bereits in der Sustoffi ansässig sind. Diese werden aber ihre Flächen deutlich erhöhen von 2.400 Quadratmetern auf jetzt 5.000 Quadratmeter, das heißt mehr als verdoppeln.
Und das ist ein schönes Bekenntnis für den Standort in der Sustoffi, für die Attraktivität der Sustoffi, dass wir diese Mieterinnen und Mietparteien nicht nur halten konnten, die Verträge verlängern konnten, sondern dass sie ihre Flächen auch deutlich ausweiten. Mit diesen erfolgreichen Vertragsabschlüssen zusammen mit dem Mietvertrag, dem 30-Mietervertrag mit Zunf für das Gebäude S45, sind nun in der Zwischenzeit 70 Prozent der Büro- und Schulungsflächen im Areal vermietet.
Die Studentenwohnungen, die sind ja bereits seit längerem vermietet an die Hochschule Luzern. Die Übergabe der Mietflächen ist nach wie vor für Mitte 2027 vorgesehen und die Mietparteien werden dann mit dem Mieterausbau starten.
Eines der Highlights oder das Highlight für uns im ersten Halbjahr 2026 ist sicher der positive Abstimmungsausgang beim Lebensraum Metalli. Am 14.
Juni 2026 hat die Zuger Stimmbevölkerung die Gelegenheit gehabt, zum Bebauungsplan Metalli Stellung zu nehmen und hat ihn mit knapp 58 Prozent gut geheißen. Ein für uns erfreuliches Abstimmungsergebnis, insbesondere vor dem Hintergrund, dass auch 70 Prozent an der Abstimmung teilgenommen haben und entsprechend freut uns dieses Abstimmungsergebnis sehr.
Was uns auch freut im Nachgang zur Abstimmung und was für uns auch sehr wichtig ist: Bei der anschließend zweiten öffentlichen Auflage sind keine Beschwerden eingegangen, weshalb wir nun damit rechnen können, dass wir die Genehmigung des Bebauungsplans durch den Kanton bis Ende 2026 erhalten werden. Mit diesem positiven Abstimmungsergebnis ist die Grundlage gelegt und geschaffen für die weitere Entwicklung und in der weiteren Planung werden wir nun die Durchführung des Architekturwettbewerbs für das Hochhaus und die angrenzenden Außenräume angehen.
Viel zu den Entwicklungen bei unseren Projektentwicklungen. Ich möchte nun die Präsentation gerne abschließen mit einem kurzen Ausblick auf das zweite Halbjahr und dann insgesamt auf das Geschäftsjahr 2026.
Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2026 erwarten wir im zweiten Halbjahr einen leicht tieferen Liegenschaftenertrag. Dies insbesondere aufgrund des erwähnten Einmaleffekte.
Wir erwarten auch ein leicht tieferes Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte als im ersten Halbjahr 2026. Im Segment Hotel und Gastronomie gehen wir von einem konstanten Geschäftsverlauf aus und auf das Gesamtjahr bezogen heißt das, dass wir nach wie vor von einer leichten Reduktion des Liegenschaftenertrags ausgehen, aufgrund der Referenzzinssatzsenkungen im Vorjahr, dass das aber kompensiert werden kann mit einem tieferen Liegenschaftenaufwand.
Im Segment Hotel und Gastronomie erwarten wir als Gesamtjahr stabile Umsätze, jedoch eine leicht tiefeere GOP aufgrund einer höheren Kostenbasis dann aufs Gesamtjahr bezogen. Und den Ausblick auf das Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte haben wir leicht angepasst, indem wir nun auf ein leicht höheres Konzernergebnis ohne Sondereffekte als im Vorjahr ausgehen.
Viel zu den Ausführungen von Mirko Käppeli und mir zum Halbjahresergebnis 2026 der Zuger Zeit Gruppe und wir freuen uns nun, Ihre Fragen beantworten zu können. Ich übergebe das Wort an Philipp Hodel, welcher der koordinieren wird und Sie aufrufen wird, Ihre Fragen zu stellen.
Wir bitten es mit Handerheben im Stream auch anzuzeigen. Vielen Dank.
Ja, danke vielmals Patrick. Wie erwähnt hat, werde ich Sie nun durch die Fragerunde führen.
Ich habe bereits die erste Hand gefunden. Philipp steht dort, mehr sehe ich leider nicht, aber ich bitte Sie nun, die Frage zu stellen.
Sie müssten noch das Mikrofon einschalten. Ja, guten Nachmittag, Philipp Züger, Zürcher Kantonalbank.
Ich hätte drei Fragen. Die erste bezieht sich auf die erwartete Sollmieteinnahmen für das Projekt S43/45.
Wo liegt das nach diesen positiven Vertragsabschlüssen? Die zweite Frage bezieht sich auf das Fälligkeitsprofil über ein Jahr, wie da die Struktur aussieht und welche Verträge da bereits in Verhandlungen sind.
Und als drittens hätte ich noch eine Frage zu möglichen oder zu weiteren Einsprachemöglichkeiten beim Projekt Lebensraum Metalli auf der Zeitachse bis zum Baustart. Vielen Dank für diese Fragen.
Zunächst zu den Sollmieteinnahmen beim Projekt S43/45. Wir weisen auf der Seite 18 nun einen Sollmietertrag von 4,8 Millionen aus.
Dieser wurde bereits erhöht: per Ende 2025 haben wir 4,6 Millionen ausgewiesen. Also eine Erhöhung dieses Ertrags ist bereits reflektiert hier auf dieser Folie.
Es sind im Moment noch, wie gesagt, 30 Prozent der Büro- und Schulungsflächen zur Vermietung. Es kann sein, dass sich da noch Veränderungen ergeben, was wir natürlich anstreben, aber nicht sichergestellt ist.
Aber die Erhöhung von 4,6 auf 4,8 Millionen reflektiert die erfolgreiche Vermietung. Dann zur Frage der Fälligkeit über ein Jahr: Es sind unterschiedliche Verträge betroffen.
Es sind einerseits Büromietverträge betroffen, andererseits Retail-Mietverträge in Zug. Es betrifft auch beide Standorte, Sursee und Zug.
Und wir sind natürlich auch durch unsere Inhouse-Bewirtschaftung und durch das Fokussiertheit und Konzentriertheit des Portfolios in regen und intensivem Austausch mit all unseren Mietparteien und wir arbeiten auch daran, dass wir natürlich möglichst viele dieser Mietverträge verlängern können. Und die Einsprachemöglichkeiten sind zwei Verfahren.
Das eine ist das Bebauungsplanverfahren. Da wäre jetzt die letzte Einsprachemöglichkeit eben gewesen bei der zweiten öffentlichen Auflage, dass Beschwerden hätten eingereicht werden können.
Das wurde nicht wahrgenommen. Das heißt bis zum Bebauungsplan gibt es keine Möglichkeit mehr.
Wir werden dann im Anschluss, und das sieht also der Projektwettbewerb ist auch eine Folge des Hochhausreglements. Wir werden eben jetzt Wettbewerbsverfahren machen, Forum Bauprojekt erarbeiten und dann kommt natürlich noch die übliche Baubewilligung und gegen eine Baubewilligung können auch wieder entsprechend Einsprachen gemacht werden.
Aber mit der Genehmigung des Bebauungsplans sind die Volumen eigentlich auch gesetzt und der Bebauungsplan kann dann nicht mehr bekämpft werden. Besten Dank für die Ausführung.
Vielleicht noch eine Anschlussfrage an das Projekt S43-40. Bei einer Fertigstellung im Sommer 2027 und der Übergabe der Flächen, wann erwartet ihr da die ersten Cashflows?
Erste Cashflows, da sind aber noch nicht. Die werden das Jahresergebnis nicht groß beeinflussen, ist in den letzten vielleicht ein, zwei Monaten des Jahres noch zu erwarten, weil wir geben sie im Grundausbau an die Mieterinnen Mitte 2027 und es wird da für den Mieterausbau noch einige Monate mietzinsfreie Zeit haben.
Also gewisse Erträge im geringfügigen Umfang werden 2027 kommen, aber es ist kein großer Effekt, hauptsächlich dann direkt Anfang 2028. Und in Bezug auf die Fälligkeiten für Büro und Retail an unterschiedlichen Standorten, wie ist zurzeit die Marktlage und auf welchen Mietniveaus verhandelt ihr?
Also es ist zu unterschiedlichen Nutzungssegmenten. Ich glaube Retail ist unvermindert so, dass Retail ganz selbstläufer ist, dass wir aber davon profitieren, dass wir hier einfach eine sehr hohe Passantenfrequenz haben und einen attraktiven Standort haben und entsprechend schaffen wir es auch, Flächenveränderungen oder beziehungsweise Mietparteiveränderungen, das hat auch immer wieder neue Mietparteien zu finden.
Die Büroflächennachfrage ist in Zug sehr hoch, sie ist aber auch in Sursee intakt. Es ist nicht so, dass man überrennt wird mit Anfragen, aber wir spüren die Attraktivität im Kanton und wir können durchaus davon sprechen, dass wir eine intakte Büroflächennachfrage haben, was auch unsere Vermietungserfolge zeigen und eben auch die Tatsache, dass wir über 16.000 Quadratmeter verlängern konnten, zeigt, dass es weiterhin funktioniert.
Besten Dank, die Mieter von Sursee, die zusätzlichen, das sind zusätzliche Flächen und nicht ein Abtausch von Flächen. Also sie werden nicht … Doch, das ist also die 5.000 Quadratmeter, die sie anmieten, werden zur Folge haben, dass sie die 2.400 Quadratmeter, die werden in die Vermietung kommen dann auf Anfang 2028.
Also es ist einfach ein Netto-Anstieg, dass sie zusätzliche Flächen gemietet haben. Also es ist nicht 5.000 zusätzlich.
Und wo im Areal sind die 2.000, werden die frei? Können Sie das beantworten?
Es sind unterschiedliche Liegenschaften betroffen. Besten Dank.
Danke vielmals. Gibt es weitere Fragen?
Falls Sie Fragen haben, drücken Sie unten das Handhebesymbol im unteren Menüband. Eine Frage kommt, Sie nur das Kürzel HF.
Ja, bitte stellen Sie Ihre Frage. Ja, Holger Frisch von Raiffeisen.
Danke für die Präsentation. Ich hätte drei Fragen.
Einmal zum Thema Finanzverbindlichkeiten. Da ist ja aufgezeigt worden, die Fälligkeiten innerhalb der nächsten beiden Jahre und auch drei, dass die vor allem Hypotheken betreffen.
Vielleicht können Sie da ausführen: Was sind aktuell die Refinanzierungsüberlegungen? Wird das weiter mit Hypotheken dann finanziert werden oder gibt es da auch die Überlegung, das unbesichert zu machen?
Zweite Frage wäre die Mietvertragsverlängerungen, die erwähnt wurden, sind für die 16.000 Quadratmeter. Könnten Sie dazu was sagen, wie sich das mit den Konditionen verhält?
Wie haben die sich entwickelt gegenüber den bisher bestehenden Verträgen? Und die dritte Frage noch zum Lebensraum Metalli: jetzt mit der erwarteten Genehmigung des Bebauungsplanes, was ist der beste Annahme hinsichtlich Zeitplan?
Wann könnte man theoretisch mit dem Projekt dann wirklich in die Realisierung gehen? Ich beginne mit der Frage zu den Finanzverbindlichkeiten.
Ich möchte hier nicht schon im Voraus eine Ansage machen, ob es über eine Bondplatzierung neu refinanziert wird. Wir halten uns hier weiterhin die Optionen offen, dass wir in beiden Finanzierungskanälen unseren Fuß behalten möchten und auch beide Märkte verfolgen und aktiv beobachten.
Das heißt, ich kann weder das eine noch das andere fix zum heutigen Zeitpunkt ausschließen. Zur Frage der Mietvertragsverlängerungen: Wir sind wirklich erfreut auch zu den Konditionen, welche wir erzielen konnten.
Also nicht nur, dass wir jetzt den Volt vergrößern konnten, auch die Verträge verlängern konnten, sondern wir konnten doch bei einer erheblichen Anzahl der Mietverträge auch leicht bessere Konditionen erzielen. Und zur Frage beim Lebensraum Metalli zum Zeitplan: Wie erwähnt werden wir nun zunächst einen Architekturwettbewerb durchführen, der wird sicher bis Ende nächsten Jahres dauern.
Dann wird noch Vorprojekt und Bauprojekt kommen, mit Baubewilligung braucht es sicher auch zwei Jahre. Also vor 2030 werden nicht größere Investitionstätigkeiten möglich sein.
Besten Dank. Danke vielmals.
Gibt es weitere Fragen an Herrn Stillhart oder Herr Keppeli? Gut, ja, ich sehe keine weiteren Fragen mehr.
Ich übergebe das Wort zurück an Patrick Stillhart. Ja, vielen Dank.
Es freut uns, dass es anscheinend recht klar zu sein scheint, die Entwicklungen in unserem Portfolio. Es freut uns, dass Sie sich eingewählt haben.
Vielen Dank nochmals für Ihr Interesse an der Entwicklung unserer Gesellschaft. Wir stehen auch sonst gerne für einen Austausch und für Fragen zur Verfügung.
Und ja, wir danken Ihnen fürs Zusehen und wünschen Ihnen noch einen schönen Tag. Vielen Dank.
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