Operator
Einen schönen guten Tag und herzlich willkommen, liebe Teilnehmenden. Bitte erlauben Sie mir ganz kurz auch die englischsprachigen Zuhörer und Zuschauer zu begrüßen.
A warm welcome to today's earnings call of the CANCOM SE. A brief instruction before we continue the earnings call in German language as scheduled.
The company has made sure that our English-speaking listeners have the opportunity to participate in the call via live audio translation in English language. You will see now a QR code and brief instructions in the picture.
Please use your cell phone to scan it and then mute the voice output of the Zoom call and follow the call in English on your cell phone or in a second browser window. Having said this, I will now continue in German.
Ja, nochmal einen schönen guten Tag und herzlich willkommen zum heutigen Earnings Call der CANCOM SE anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen für das 3. Quartal 2025.
Wir freuen uns, den CEO Rüdiger Rath und CFO Thomas Stark sowie den Vice President Investor Relations & Corporate Strategy Lars Dannenberg begrüßen zu dürfen. Die Herren werden uns gleich durch die Präsentation und die relevanten Zahlen führen, und im Anschluss haben Sie Ihre Möglichkeit, im Rahmen einer Q&A-Session über die Audiospur Ihre Fragen zu stellen.
Bitte beachten Sie, dass Fragen über den Chat heute nicht vorgesehen sind. Und damit übergebe ich sehr gerne das Wort an Sie, Herr Dannenberg.
Lars Dannenberg
Vielen Dank dafür, vielen Dank für die Einführung. Ein herzliches Willkommen natürlich auch von unserer Seite.
Rüdiger Rath, unser CEO, wird jetzt als Erstes erstmal die Highlights präsentieren, danach macht der Tom als CFO natürlich die Zahlen, bevor wir wieder zurück zu Rüdiger zum Ausblick und dann eben zu den Q&A, die wir dann gemeinsam mit Ihnen durchgehen. In der Hinsicht, Rüdiger.
Rüdiger Rath
Ja, einen schönen guten Tag. Ich begrüße Sie herzlichst aus dem sonnigen München.
Danke, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind zum Earnings Call für das Q3 2025. Gemeinsam mit meinem Kollegen Thomas Stark freue ich mich da drauf, Sie durch den Call zu führen, und ich würde sagen, wir steigen gleich ein, kommen wir zu den wesentlichen Ereignissen im Q3 2025.
Auch hier freue ich mich, Ihnen vorstellen zu können, dass das von uns erwartete sequentielle Improvement, die Verbesserung in Q3 25 gegenüber dem Q2 25 eingetreten ist. Wie Sie sehen, haben wir hier eine Steigerung knapp 8% erzielt auf der Top-Line-Seite, sind leicht gewachsen in der Gesamtsumme mit knapp 424 Millionen Euro Umsatz.
Wir haben unsere Profitabilität gegenüber dem Q2 deutlich gesteigert, selbst unter der Berücksichtigung, dass wir im Q3 2,6 Millionen an Restrukturierungsaufwendungen zu berücksichtigen hatten. Wir sind in der EBITDA-Marge auch im internationalen Segment stabil auf 9,6% geblieben.
Das bedeutet, in Summe haben wir unsere Profitabilität im Vergleich zum Q2 deutlich steigern können, aber da wird der Tom später noch ein bisschen näher drauf eingehen. Unser Operating Cashflow, wie Sie gesehen haben, haben wir die saisonale Verteilung, wir haben jetzt nichts Untypisches festgestellt, sodass wir hier einen leichten Rückgang 12,6 Millionen hatten in Q3.
Unser Net Cash ist auf einem soliden Level von 55,1 Millionen. Zusammengefasst kann man sagen, wir sind mit der Entwicklung des Q3 zufrieden, haben unsere Profitabilität gesteigert gegenüber dem Q2 und haben unser Top-Line-Niveau gehalten gegenüber dem Vorjahresvergleich.
Ich würde dann gerne weitergehen zu, wie Sie gewohnt sind, zu den wesentlichen Business-Highlights und die entsprechenden Trends, die wir für uns erkennen, Ihnen auch darstellen möchten. Auf der einen Seite, denke ich, das ist auch bei Ihnen in den anderen Calls, Sie wissen von AI in aller Munde.
Wir haben für uns einen internal AI Coding Agenten entwickelt, der uns hilft, auf Basis einer IBM watsonx Plattform die Softwareentwicklung, die wir in Teilen vorantreiben, zu automatisieren und deutlich, deutlich schneller in dem entsprechenden Coding voranzukommen. Ein weiterer Punkt, und das hatte ich in einem Call beim letzten Mal schon dargestellt, wir haben jetzt erfolgreich einen Proof of Concept mit einer Quantum Safe Encryption in Kooperation mit dem Austrian Institute of Technology durchführen können.
Warum ist das wichtig? Wenn Sie sich vorstellen, dass heute kritische Infrastrukturbetreiber, Behörden oder auch die Finanzbehörden Daten teilweise 10, 20 oder sogar noch länger aufbewahren müssen, dann muss man sich irgendwann damit beschäftigen: Ab wann sind diese Daten denn überhaupt noch sicher und wann kann Quantentechnologie die entsprechenden Verschlüsselungscode entsprechend knacken?
Und wenn Sie davon ausgehen, dass so ein Migrationsprojekt teilweise zwischen 5 und 10 Jahre dauern kann, und wenn man davon ausgeht, dass selbst das BSI, also das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, heute schon sagt, man rechnet damit, dass Anfang der 2030er Jahre entsprechende Verschlüsselungsmethoden da sind, dass man knacken kann, sollte man sich heute damit beschäftigen, und wir haben schon frühzeitig dargestellt, dass wir hier auch in diesem Umfeld ein Vorreiter sein wollen. Wie Sie mitbekommen haben aus der Presse, ist der DigitalPakt 2.0 in Deutschland verabschiedet worden, die Finanzierung ist gesichert.
Wir erwarten gerade in unserem Education-Umfeld sowie auch im kommunalen Umfeld einen entsprechenden Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung im Jahr 26. Ich gehe später noch mal ein bisschen auf unsere CANCOM LIVE Event-Serie ein.
Ich kann Ihnen aber schon jetzt ein kleiner Teaser geben: Es war für uns bisher ein großer Erfolg, weil mit den Themen AI, Security, Netzwerk, die wir im Wesentlichen dort adressieren, treffen wir den Puls der Zeit. Wir haben es nach etwas langwierigem Erarbeiten geschafft, den Microsoft Azure Expert Managed Services Provider Titel und auch die Zertifizierung zu erhalten.
Es gibt wenige Unternehmen, die diese entsprechende Zertifizierung – sie ist sehr aufwendig – auch erreichen. Für uns war es wichtig gerade im Umfeld, was unsere Azure-Aktivitäten betrifft, dort auch die entsprechenden Kapazitäten und auch gegenüber unseren Kunden darzustellen, dass wir klassifiziert sind von Microsoft, die entsprechenden Managed Service Provider Aktivitäten durchzuführen.
Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit haben wir es geschafft, ein Leuchtturmprojekt in der Schweiz zu gewinnen mit einem Cyber Defence Center Projekt, wo es sich gezeigt hat, dass die Kooperation über Landesgrenzen hinaus gut funktioniert, wir entsprechend die Schweiz in die Möglichkeit gesetzt haben, auch erfolgreich entsprechende Produkte zu adressieren, auch wenn die Leistungsfähigkeit in dem Land nicht gegeben ist, sondern sie auf Ressourcen innerhalb der CANCOM-Gruppe zugreifen mussten, und das freut uns sehr, dass wir dort entsprechend erfolgreich sein konnten. Im Rahmen der Integration ist es so, dass wir jetzt mit dem ServiceNow Plattform, die wir konzernweit im Wesentlichen für IT Services, für Customer Care einsetzen, wir in Österreich jetzt planen, dieses Jahr live zu gehen.
Die Vorarbeiten sind geleistet, das bedeutet, wir bewegen uns hier innerhalb des Konzerns auf einer einheitliche Plattform, sodass wir auch über Landesgrenzen hinweg Ticketing-Bearbeitung beziehungsweise entsprechende Liefer- und Leistungsverpflichtung auch über unsere Plattform abbilden können. Wie ich Ihnen dargestellt habe, hat auch AI bei uns selber einen Einfluss.
Wir haben es geschafft, unsere Sales-Effizienz zu steigern, indem wir den Sales-Kollegen und Kolleginnen Möglichkeiten geben, schneller auf entsprechende Präsentationen zuzugreifen, über Themen ausgewählte Suche entsprechende Angebotsvorlagen dementsprechend darzustellen. Da haben wir AI mit dem Tool Seismic eingeführt, sodass der Vertrieb auch in der Lage ist, schnell, aber auch auskunftsfähig zu reagieren.
Wir haben, wie wir schon dargestellt haben, im Rahmen unserer SAP S/4HANA Migration sind wir auch ein großes Schritt weitergekommen, was die noch fehlenden Einheiten betrifft, aber in diesem Zusammenhang war es auch wichtig, diese Migration konsequent umzusetzen. Das bedeutet, dass wir die Legacy-ERPs, die wir teilweise noch als Subsysteme hatten, abschalten, und hier sind wir auch einen großen Schritt weitergekommen.
Und wir haben auch eine hohe Anzahl an Mitarbeitern, die sich mit dem Thema AI beschäftigen. Wir haben dort eine ausgewählte Gruppe, da geht es im Wesentlichen darum, business-case-orientiert vorzugehen, auch innerhalb unseres Unternehmens den ganzheitlichen Blick zu bewahren: Was bringt es uns auf der einen Seite, aber was hat der Kunde davon, wenn wir entsprechend unsere AI-Roadmap umsetzen und weiterverfolgen?
Das ist einmal im Kurzdurchlauf die wesentlichen Facts, die ich Ihnen darstellen wollte, und würde dann gerne noch weitergehen auf unsere Portfolioelemente. Wie Sie sehen, haben wir unsere 6 Fokusthemen, das AI Digital Solutions in aller Munde.
Wir sehen heute schon entsprechende Entwicklungen gerade auf der Infrastrukturseite und auch in der Business-Case-Entwicklung, sprich im Coding von entsprechenden Anwendungen. Das hat auch teilweise was mit Internet of Things zu tun, weil wir müssen die Daten ja irgendwo einsammeln.
Das bezieht sich im Wesentlichen häufig am Edge. Das Workplace-Business sowie Data Center und Cloud sind auch hiervon betroffen.
Security & Connectivity hatte ich Ihnen eingangs schon gesagt. Die Anforderungen gerade aus der Regulatorik heraus aus der einen Seite, aber auch die Entwicklungen, die AI auf der anderen Seite hat – wir reden hier schon teilweise: AI for Security, Security for AI – die Diskussionen führen wir sehr intensiv mit unseren Kunden, und das Thema Enterprise Applications, unsere Value Added Services, die wir in Zusammenarbeit mit unserer ServiceNow-Plattform unseren Kunden anbieten, das ist ein Portfolio, wo Sie davon ausgehen können, dass das gerade den Puls der Zeit trifft, und wie hieraus resultierend sehr, sehr positives Feedback, gerade bei den Veranstaltungen, die wir jetzt gerade durchführen.
Wir haben heute, glaube ich, die finale Veranstaltung in Berlin, wo wir uns im Wesentlichen 3 wesentliche Themenblöcke kümmern: Wir kümmern uns das Thema AI-Innovationen, Infrastruktur-Play hierum, weil letztendlich nützt Ihnen es nichts, wenn Sie eine Lösung haben, aber Sie sie nicht sicher, performant betreiben können. Das heißt, der Infrastruktur-Play ist auch keine unwesentliche Disziplin in diesem Feld.
Wir haben hier Breakout-Sessions, die sich teilweise mit der Virtualisierungsthematik bestimmen von Applikationen. Wir reden viel, viel, viel über den Workplace, wir reden über unsere Value Added Services, und wir haben einen sehr, sehr großen Zuspruch bisher in den Stationen gehabt, die wir in 2025 durchgeführt haben, und man kann eindeutig sagen, das Konzept der CANCOM LIVE, was wir vor knapp 3 Jahren gestartet haben, spiegelt sich wieder.
Alles, was man öfter als zweimal durchführt, hat schon Tradition vielleicht, sodass auch Kundenfeedback und auch von unseren Herstellern, Providern oder auch Infrastruktur-Providern wir sagen: Wir sehen, dass wir hier in den unterschiedlichen Lokationen gesehen, wir freuen euch auf den Dialog mit euch auf der einen Seite, aber auch die Themen, die wir dort adressieren, finden regen Zuspruch. Und es ist für mich ein Erfolg bisher gewertet, sodass wir hier auch merken, dass wir eine gewisse Belebung auch nicht nur aus dem Markt heraus, sondern auch selber antreiben können.
Soweit, gut von meiner Seite, und dann würde ich gerne an den Tom übergeben für die Q3 Financials.
Thomas Stark
Vielen Dank, Rüdiger. Herzlich willkommen auch von meiner Seite.
Tom Stark, CFO. Dann kommen wir heute wieder wie gewohnt auf die Financials zu gehen.
Wir starten heute mit den 9-Monats-Umsatzzahlen. Man kann das Wort, das der Rüdiger Rath verwendet hat, Belebung, hier gerne anwenden.
Als Ausgangspunkt die 9-Monats-Zahlen: Business Gradually Improving ist die Headline. Die Folie stand-alone spiegelt natürlich noch nicht die Thematik wieder, die im Wesentlichen sich verändert hat gegenüber den ersten beiden Quartalen, von daher kommen wir hier mit dieser Folie nicht allzu intensiv.
Alle Gaps, die man hier sieht, also ein Gap im Umsatz, ein Gap im EBITDA, aber auch das Thema EBITDA-Marge, sind im Vergleich zum Vorjahr zwar noch leicht rückläufig sind, im Vergleich zum Vorquartal auf Quartalsebene deutlich verbessert und deutlich verändert. Von daher der Fokus auf die Quartalszahlen und da, wo relevant, referenzieren wir noch mal auf die 9-Monats-Zahlen.
Schauen wir zum Q3 der Gruppe: hier noch mal deutlich zu sehen, wir haben einen Umsatz, der auf Augenhöhe zum Vorjahresumsatz liegt. Zwei Botschaften sind dabei wichtig: weniger, dass es ein kleines Wachstum ist, sondern grundsätzlich, dass wir hier wieder auf Augenhöhe sind als eine Botschaft und die andere, die Entwicklung sehen wir gleichermaßen in beiden Segmenten.
Das EBITDA mit einem Wert von 27,1 nach 31,0 im Vorjahr ist vielleicht der Anlass zu sagen, lass uns mal gucken, was ist denn der Vergleich zum Q2 25? Da war die Entwicklung im EBITDA 15,7.
Man sieht also auch da eine deutliche Steigerung und man nähert sich dem Vorjahreswerten, zumal wir auf ein paar Sondereffekte noch im Detail eingehen. Und last but not least auch die Marge, die über dem Q2 mit 6,4 gegenüber Q2 4,0 deutlich verbessert.
Was waren die Treiber in diesem Segment? Lassen Sie uns einen Blick machen auf die Thematik Rohertrag, Aufwendungen und dann Gesamtergebnis.
Rohertrag lag mit 168 knapp hinter dem Vorjahresvergleichswert, der lag als Ausgangsbasis bei 178, wo natürlich es ist so, wir sind nach wie vor in einer kompetitiven Wettbewerbssituation, das war nicht unerwartet, von daher haben wir zwar eine Margenverbesserung, aber nicht in der Höhe, die wir im Vorjahr gesehen haben. Das zeigt grundsätzlich mal das Potenzial, das die Organisation hat, zeigt aber auch natürlich einen Grund für, ja, das Ergebnis hat sich deutlich verbessert gegenüber dem 2.
Quartal. Delta Rohertrag kommt im Wesentlichen aus nach wie vor kompetitivem Umfeld einerseits, andererseits auch durch eine leicht, und wir reden Gott sei Dank überall nur von kleinen Deltas, mit verminderten Anteilen oder Abfragen von Dienstleistungen.
Umgekehrt auf der Personalseite, hier haben wir die vorher auf der Summary-Folie schon erwähnten Sondereffekte. Wir haben ganz wie wir es im Q2 Earnings Call auch kommuniziert hatten und schon avisiert hatten, Sondereffekte durch Freistellungen und Abfindungen in Höhe 2,6 Millionen, der überwiegende Anteil davon natürlich im Segment Deutschland.
Die spiegeln sich natürlich im Ergebnis wider. Der Personalaufwand in Summe ist leicht gestiegen, in Deutschland ist stabil trotz oder inklusive der entsprechenden Abfindungen, und in Österreich haben wir natürlich die Situation, dass hier kollektivvertragsmäßige Erhöhungen einfach anstehen.
Wie man es aber im Ergebnis sehen, es war nicht schädlich für das Ergebnis, im Gegenteil, das Segment International hat einen sehr guten Ergebnisbeitrag mitgeliefert. An der Stelle kurze Referenz in zwei Richtungen: einerseits auf die 9-Monats-Zahlen.
Die häufigste Frage heute im Laufe des Tages war, okay, was waren eigentlich die gesamten Restrukturierungsaufwendungen in den vergangenen 9 Monaten, und die summieren sich auf ein Total von 6,3 Millionen. Und speziell und spezifisch auf diesen Punkt nach vorne geblickt, was ist in Q4 zu erwarten?
Auch hier machen wir eine Aussage, genauso wie wir sie vorausschauend im letzten Earnings Call gemacht haben: Wir haben jetzt einen Großteil beziehungsweise quasi vollständig unsere Maßnahmen in der GuV berücksichtigt. Vollständig, schwieriges Wort, kann mal 1, 2 hin oder her geben, aber nicht nennenswerte Effekte in Q4 ist die Botschaft, was das Thema Abfindungen und Freistellungen angeht.
Im Gegenteil, nachdem wir über die Freistellungen die laufenden Gehälter im Wesentlichen schon im Ergebnis verarbeitet haben, haben wir in Q4 einen positiven Effekt, den wir im Personalaufwandsbereich erwarten. Der wird sich natürlich in Gänze erst in 26 materialisieren, aber sicherlich mit Rückenwind für das 4.
Quartal 25. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen analog mit 26 Millionen, wie man dem Zwischenbericht entnehmen kann, auf dem niedrigsten Level seit der letzten 5 Quartale.
Also auch hier Effekte, die bemerken, dass wir tätig sind. Nichtsdestotrotz, und das sei an der Stelle erwähnt, weil es auch sehr viele Investoren gefragt haben, was macht ihr eigentlich an Investitionen?
Jawohl, wir haben natürlich jetzt One-offs durch Restrukturierungen. Es entspricht natürlich erstens mal einem, ja, ein Adjustieren der Organisation der Menge nach, aber natürlich auch ein Performancemanagement, wo wir schauen, dass wir das Portfolio, das der Rüdiger vorgestellt hat, entsprechend besetzen, dass wir die wachstumsreichen Bereiche entsprechend besetzen.
Das einerseits, andererseits investieren wir aber natürlich auch in neue Geschäftsfelder. Genannt sei zum Beispiel das Thema Kooperation mit ServiceNow, Unified Commerce, eine Shop-Plattform mit Marketplace, mit der wir natürlich vollautomatisiert Kundenbeziehungen aufrechterhalten können und betreiben können.
Das sind Dinge, die jetzt noch wenig Erträge bringen respektive ein großes Potenzial für die Zukunft zeigen. Das machen wir.
Nichtsdestotrotz ist in den Kosten auch entsprechend enthalten. Segment Germany: Ja, hier der wesentliche Unterschied zu den Vorquartalen.
Grundsätzlich Deutschland: Umsatz quasi identisch mit dem Vorjahr im Vergleich zum 1. Halbjahr, also eine klare Trendumkehr.
Die Nachfrage war, was heißt erwartungsgemäß, sie war auf einem Level, der deutlich über dem Q1 und Q2 gelegen hat. Belebung wird der Rüdiger nachher noch kommentieren, was sehen wir denn vorausschauend für Q4 und going forward.
Im Ergebnis: 13,3 Millionen EBITDA im Vergleich zu 17,3 im Vorjahr. Auch hier die Lücke deutlich geringer unter Berücksichtigung, dass wir hier knapp 2 Millionen der Abfindungen sehen, also auch hier die Lücke geschlossen und das Thema oder deutlicher reduziert, und in Summe natürlich ein Wert, der den Erwartungen, die wir fürs 3.
Quartal gehegt haben, entspricht. Segment International: Hier haben wir eine sehr auffällig positive Marge, ist allerdings auf gleichem Level wie im Vorjahr.
Liegt ein bisschen daran, dass in Österreich viele Unternehmen auch im 3. Quartal ihr Kalenderjahr oder Fiskaljahresende haben.
Von daher nach wie vor stabiler Ergebnisbeitrag, setzt sich allerdings zusammen aus einem stabilen Beitrag der CANCOM Austria, aus einem leichten steigendem Beitrag der Workplace-Einheit in Österreich wie auch einem leichten Plus des EU-Ablegers in Belgien, die alle zum Ergebnis beigetragen haben. Das EBITDA-Level mit 9,6 ist herausragend.
Im Schnitt hat die CANCOM Austria, seitdem sie Mitglied der Gruppe ist, oder das Segment respektive einen durchschnittlichen EBITDA-Wert von knapp unter 8%. Wir haben hier ein sehr, ja, steiles Portfolio, sehr starker Fokus auf Security und Connectivity.
Das sind natürlich Trendbereiche. Wir haben vorhin auch gesehen, das Projekt Quantenkryptographie ist in Österreich gestartet worden.
Viel Kompetenz, viel langlaufende Projekte, geringerer transaktionaler Anteil als in Deutschland und in Kombination mit der Workplace-Einheit sicherlich ein starker Player im österreichischen Markt mit positivem Ergebnisbeitrag. Operating Cashflow: Auch hier recht genau im Rahmen der Erwartungen oder des Avises, den wir im 2.
Quartal gegeben haben. -12 ist der Wert, den wir im 3.
Quartal sehen, kumuliert auf 9-Monats-Sicht -11,6, absolut fast schon wieder ein normaler saisonaler Verlauf. Da war meine Äußerung, und da kennen Sie mich, ich hätte nichts dagegen, wenn es auch etwas negativer wäre, denn es würde zeigen, dass das Geschäft noch stärker anzieht.
Nichtsdestotrotz, hier der Ausblick natürlich auch: im 4. Quartal ein sehr deutliches Plus und das Thema Triple Digit haben wir nach wie vor im Visier.
Net Cash: 55,1 nach 23,3. Hier muss man ein bisschen aufpassen: 23,3 im Vorjahr war belastet oder voll belastet, da gab es einen Effekt im 3.
Quartal eines Aktienrückkaufprogramms, das im 3. Quartal 115 Millionen Euro gekostet hat.
Man sieht, auch da hat sich einiges in Summe verbessert. Und wenn man die Quartale mit den Cashflows der letzten Quartale addiert, dann sieht man, wir haben also da offensichtlich einen guten Job gemacht und werden den noch deutlicher sehen im 4.
Quartal. CapEx: Die Folie, bei der ich immer sage, kann man am einfachsten steuern.
11,6 ist der Wert im CapEx nach 9 Monaten. Der Vorjahresvergleichswert war 17,2, das sind rund 30% weniger.
Von daher auch hier alle Maßnahmen, alle Kosten im Blick und nichtsdestotrotz der Hinweis noch mal: Investition ist nicht immer Investition im Sinne von CapEx, sondern auch die zukunftsträchtigen Geschäftsfelder, die wir natürlich dennoch tätigen, weil wir glauben, dass wir die Organisation in die richtige Struktur bringen müssen und auch werden. Beeinflussbare Punkte, die ich jetzt erwähnt hatte, waren hier: CapEx in line mit den Erwartungen und auch der Ausblick an der Stelle noch kurz, wird sein, wir werden die 1,0, die wir als Sales-Target haben, sicherlich erreichen und unterschreiten.
Wir haben CapEx, Operating Working Capital, wir haben das Thema Kosten adressiert, sowohl die Sachkosten wie im Effekt als auch das Thema Effekte durch die Restrukturierung und Personalmaßnahmen. Die beeinflussbaren Dinge sind also jetzt in der GuV auch sichtbar.
Die indirekten Themen Fokusthemen, Skills und Personal in die Bereiche bringen, die Wachstumsaussichten bringen, ist natürlich parallel im Gange. Und mit diesem kurzen Blick würde ich noch auf zwei kleine Folien überleiten, die nur für Modelle geeignet sind: PPA based Amortisations, das ist für diejenigen unter Ihnen, die jetzt DCF-Modelle erstellen wollen oder müssen.
Von daher können wir da rein informativ über die Folie hinweggehen. Die würden wir jetzt zum Jahresende noch mal neu kommentieren, wenn der Wechsel ist aufs neue Geschäftsjahr.
Und last but not least das Thema Share Buybacks, ein Status-Update: Den Share-Buyback-Start am 22. September haben wir kommuniziert mit einer Laufzeit bis 28.
September 26 maximal. Wir haben hier ein maximales Volumen, also in der Ermächtigung genutzt von 90 Millionen, und das entspricht dann bei 10% des Share-Capitals einer maximalen Anzahl an Shares von rund 3,151 Millionen.
Der Status wird wöchentlich auf der Webseite veröffentlicht. Wir haben zum aktuellen Zeitpunkt, 10.
November, 544.000 Stück mit 13,7 Millionen zurückgekauft. Das gibt volumengewichtet ungefähr 25 € an Share-Preis.
Und die Run-Rate, die ja auf der Webseite ersichtlich ist und Sie wöchentlich nachsehen können, liegt bei 78.000 Shares pro Woche. Mit diesen Ausführungen übergebe ich gerne zurück an den Rüdiger, der uns jetzt ein bisschen in den Ausblick und in die Zukunft führt.
Rüdiger Rath
Tom, vielen Dank für die ausführliche Darstellung des Q3 Financials. Outlook 2025: Wie wir eingangs schon gesagt haben, nach der deutlichen Verbesserung gegenüber dem Vorquartal, also sprich Q2 25, erkennen wir zunehmend Anzeichen einer Stabilisierung und Erholung im weiteren Jahresverlauf.
Da, wie Sie wissen, das 4. Quartal üblicherweise auch einen starken Einfluss auf das Jahresergebnis hat, blicken wir zuversichtlich auf die Erreichung unserer Prognose hin.
Als Rahmenbedingungen möchte ich Ihnen noch dahinterliegend 3, 4 Dinge mitgeben, weshalb wir auch die Zuversicht ausstrahlen: Wir sehen auf der einen Seite eine Belebung im Public-Sector-Bereich, was in Q4 24 so nicht vorhanden war. Wir sehen, wir hatten es in vorigen Calls schon des Öfteren, dass jetzt auch der SMB-Bereich im Umfeld Windows 10, Windows 11 langsam Fahrt aufnimmt und wir hier steigende Endgerätezahlen sehen, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen beziehungsweise wo Austauschzyklen jetzt auch im SMB-Bereich angenommen werden, auch gleichzeitig das Thema Windows 11 zu erledigen.
AI, Security hatten wir auch im Vorfeld schon gesagt. Die Anforderung der Kunden, die entweder aus der Einstufung: Ich bin jetzt ein kritisches Unternehmen, ich unterliege einer Regulatorik, treiben das Data-Center- sowie das Netzwerk- und Security-Geschäft.
Der Tom hat es gesagt: Wir sehen schon erste Effekte aus den von uns eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, die sich auch in Q4 widerspiegeln werden. Des Weiteren haben wir Investitionen in Plattformen in unsere Partnerschaft mit ServiceNow getätigt und gerade die Investitionen, die wir in das Plattform-Business Unified Commerce in unserer Sprache oder Cloud Marketplace.
Wir haben jetzt gerade im Abschluss des Q3 gesehen, dass wir im Cloud Marketplace ein Double-Digit-Wachstum erreicht haben, was dazu führt, dass wir auch an den Steigerungsraten im Cloud-Markt partizipieren können und mit unserer Investition in die Plattform auf dem richtigen Weg sind. Das sind alles Dinge, die uns die Zuversicht ausstrahlen, dass wir die Bandbreite, die wir hier dargestellt haben, erreichen werden und somit, würde ich sagen, on track in der Guidance 2025, und übergebe dann wieder an Lars.
Lars Dannenberg
Ja, vielen herzlichen Dank, Rüdiger, dafür. Kommen wir nun zur Q&A-Session, die Ingmar für uns leitet.
Operator
Ganz genau. Vielen Dank für die Präsentation.
Jetzt starten wir mit der Q&A-Session, und für einen entsprechend dynamischen Austausch bitten wir Sie, liebe Teilnehmende, Ihre Frage persönlich über die Audiospur zu stellen. Klicken Sie hierfür auf den „Hand heben“-Button, und wenn Sie telefonisch zugeschaltet sind, nutzen Sie die Tastenkombination *9 und anschließend *6.
Fragen über den Chat sind, wie eingangs erwähnt, heute nicht möglich. Wir haben den ersten Teilnehmenden, der die Hand gehoben hat: Herr Treisch, Sie können Ihre Frage jetzt stellen.
Bitte schön.
Herr Treisch
Hallo, könnt ihr mich hören?
Operator
Ja.
Herr Treisch
Perfekt, super. Dann ich habe zwei Fragen, und die eine wäre noch mal einmal kurz zurückkommen auf das Thema, die Nachfragesituation in Deutschland.
Sie hatten eben schon mal ein paar Punkte genannt, generell, dass die öffentliche Hand sich quasi verbessert, SMB-Kunden vielleicht doch ein wenig Liebe für Windows 11 gefunden haben. Können Sie da vielleicht ein paar mehr Details gerade in Richtung Public Business nennen?
Ist das eher eine gewisse, aber nicht pent-up demand, ist das eine generelle Normalisierung? Sehen Sie wirklich einen größeren Drang für mehr Investments in den kommenden Quartalen, sprich auch deutlich mehr größere Tenders oder Ähnliches?
Und das Zweite wäre zu der Guidance Range: Fühlen Sie sich dort irgendwo zuversichtlich in eine oder die andere Richtung zu guiden, oder ist der Midpoint das wahrscheinlichste Outcome nach wie vor? Vielen Dank.
Rüdiger Rath
Herr Treisch, vielen Dank für die Frage. Ich beantworte sie gerne.
Public-Umfeld: Ja, wir sehen große Tender, die gerade herauskommen, die wir auch in der Bearbeitung haben, die Volumina steigen vor allen Dingen auf der Bund- beziehungsweise auf der Landbetreiberseite, also sprich den IT-Betreibern von Bundesländern. Parallel dazu merken wir, dass wir in dem Bereich Education, in dem wir sehr stark sind, aber auch im Local Public jetzt schon die Belebung.
Die Ausschreibungen, wissen Sie selber, die müssen Sie erstmal gewinnen und dann kommen die entsprechenden Rahmenverträge, müssen Sie entsprechend auch monetarisieren. Da sind wir zuversichtlich, aber wir sehen heute schon eine relativ starke Belebung, was den kommunalen Bereich und die Bundesländer betrifft.
Im Rahmen der Guidance kann ich Ihnen da heute schon sagen, ja, wir gehen davon aus, dass wir vom unteren Ende bis zum Midpoint, dass wir dort in der Range zuversichtlich sind, landen werden.
Herr Treisch
Super, vielen Dank.
Rüdiger Rath
Gerne.
Operator
Ja, vielen Dank für die gestellte Frage. Wir haben einen Teilnehmenden, der per Telefon zugeschaltet ist.
Sie haben die Möglichkeit, jetzt Ihre Frage zu stellen. Bitte schön.
Dafür müssten Sie sich unmuten, wahrscheinlich mit der *6. Jawohl.
Nicole
Hallo, hier ist Nicole von Berenberg. Ich habe drei Fragen, ich würde die einzeln durchgehen.
Meine erste Frage ist zum Momentum im International Segment. Wenn Sie im H1 Call davon ausgegangen sind, dass sie weiteres Wachstum verzeichnen, war Q3 jetzt flat.
Meine erste Frage wäre, ob Sie uns noch mehr Gründe geben können, woran das gelegen hat, das flat development, und wie Sie auf Q4 blicken.
Rüdiger Rath
Im internationalen Segment, der Tom hat es dargestellt, reden wir ja nicht nur von Österreich. Wir reden von der Schweiz, Rumänien und auch Brüssel, das EU-Business.
Das EU-Business ist für uns gerade im Q4 immer ein relativ starkes Business, weil dann entsprechende Rahmenverträge doch noch zum Erfolg führen und die wir heute halten oder Abrufe gestalten. Was Österreich, also sprich die CCA-Gruppe betrifft, gehen wir davon aus, dass wir eher flat bleiben werden gegenüber dem Vorjahr, aber mit entsprechender Steigerung der Profitabilität.
Nicole
Alles klar. Ich habe gerade gesehen, meine Frage zu Deutschland wurde eigentlich schon beantwortet, weil da wollte ich nur nachfragen, ob es richtig anzunehmen ist, dass vor allem der Public Sector den Großteil des Wachstums oder des Zeit-Developments in Q3 ausgemacht hat.
Aber meine letzte Frage wäre tatsächlich noch bezüglich der EBITDA-Guidance, weil wenn ich mir das so angucke, müssten Sie, das untere Ende der EBITDA-Guidance zu erreichen, eine signifikante Verbesserung in Q4 haben, sprich EBITDA müsste mehr als 36% year-over-year wachsen. Was macht Sie zuversichtlich, das zu erreichen, beziehungsweise können Sie mir hier helfen, mal das Delta zu schließen?
Rüdiger Rath
Können wir gerne. Tom?
Thomas Stark
Ja, sehr gerne. Sehr sehr gerne, Nicole.
Ja grundsätzlich, die bloße Ansicht: Was war denn jetzt Vorjahresquartal Q4 versus was muss denn dann in Q4 25 erreicht werden?, muss man da an der Stelle kurz erläutern. Grundsätzlich das letzte Jahr, Q4 24, hatte zwei ganz große Effekte, die in Summe natürlich das Gesamtergebnis in Q4 beeinflusst haben.
Einerseits hatten wir damals schon das Thema Sondereffekte oder One-offs in Summe von 6 Millionen. Wir haben damals Risikovorsorge betrieben, findet sich auch im Earnings Call zum entsprechenden Quartal respektive zum Gesamtjahr.
Größenordnung waren rund 4 Millionen, 3,9 der genaue Wert für die Risikovorsorge, also Projekte abmanagen, Wertberichtigungen einstellen, und der zweite Effekt waren Abfindungen und Freistellungen auch in diesem Quartal in Höhe von 2 Millionen. Wenn wir also von 27, und das ist der Wert, der ist jetzt nicht genannt worden, aber das ist der restate korrespondierende Wert EBITDA in Q4, sprechen, dann haben wir theoretisch mit der jetzigen Situation nicht mehr Restrukturierung, sondern eher Tailwinds, also sprich, wir werden positive Effekte haben unter deutlich geringere Mitarbeiteranzahl als im Vorjahresvergleich einerseits.
Und andererseits sei nur bemerkt: Letztes Jahr war ja das Thema Wahl. Wir haben jetzt, und da ist das Erwartungsmanagement sicher wichtig, eine sehr gute Nachfrage aus dem kommunalen Bereich.
Der Bund ist nach wie vor schwierig, beziehungsweise da ein bisschen verhalten oder insgesamt vorsichtig. War auch nicht zu erwarten, dass bei einer Haushaltsverabschiedung im September unmittelbar riesige Bids neu vergeben werden, die eh Laufzeiten haben.
Von daher hatten wir im Vorjahr den Effekt: neue Regierung, Wahl, quasi Stillstand im öffentlichen Bereich. In diesem Jahr haben wir jetzt nicht den super Aufschwung, weil der einfach Zeit dauern wird, aber wir haben sehr positive Effekte natürlich going forward und in Summe eine gute Nachfrage allgemein.
Das muss man berücksichtigen, wenn man das Thema vergleicht, entsprechende Quartale anschaut, und noch ein Referenzwert, nur den auch noch mal zu geben: In der Konstellation, in der die Org momentan sich befindet, Minor Acquisitions einmal ausgenommen, war das Ergebnis, das wir in Q4 23 zum Beispiel erzielt hatten, bei 39, und das sollte dann doch relativieren, zu zeigen, jawohl, 27 ist nicht der richtige Vergleichswert. One-offs Punkt 1, Tailwind Punkt 2, öffentlicher Bereich Punkt 3 und allgemeine Belebung dürfte, glaube ich, die Lücke oder die Frage ganz gut beantworten.
Nicole
Alles klar. Vielen Dank dafür.
Operator
Vielen herzlichen Dank für die gestellte Frage. Und wir kommen zum nächsten Teilnehmenden: Joe Mærten.
Sie haben die Möglichkeit, Ihre Frage zu stellen. Bitte schön.
Jean-Marc Müller
Hallo, ich Joe Mærten. Das ist interessant, ja?
Also Jean-Marc Müller hier von der ZKB. Könnt ihr mich hören?
Thomas Stark
Jawohl. Also noch ein Spaß.
Hi!
Jean-Marc Müller
Ja, Joe Mærten. Also wieso nicht?
Man kann die Namen Änderung doch geben. Anyway, eine Anschlussfrage zur letzten Frage: Also die One-offs sind mir klar.
Könnten Sie mir noch mal ein bisschen sagen, in welcher Linie die gebucht worden? Weil mir ist schon auch aufgefallen, oder wenn ich so ein bisschen die Quartale mir anschaue und ich weiß, da gibt's Mix-Effekt und so, aber gerade Q4 letztes Jahr war ja die Gross Marge eigentlich auch sehr schwach.
Muss man eigentlich eine ähnliche Dynamik vorhersehen jetzt fürs Q4 in 25, also dass auch jetzt die Gross Marge eher tiefer kommt als in den Vorquartalen, dafür dann auf den OPEX-Kosten das alles wieder wettgemacht wird?
Thomas Stark
Ja gerne, also als Anschlussfrage einerseits. Bei mir sind zwei Bereiche: Erstens, wo wird das gebucht, wo sieht man's denn?
Sehen tut man die Abfindungen, die sind als einzelne Positionen, allerdings fairerweise im Geschäftsbericht am Jahresende. Dort wird man diese Position sehen.
Die Freistellungen, und das ist ja auch ein nicht unerheblicher Beitrag, die sind im Personalaufwand, und zwar im fixen, weil da quasi der Personalaufwand einfach weiterläuft. Der wird nur quasi vorgezogen, weil mit einer Kündigung sozusagen klar ist, da wird keine Gegenleistung mehr erbracht, der Mitarbeiter wird ja freigestellt, ist seine Miete da.
Das heißt, das findet sich jetzt nicht 100% sichtbar im Personalaufwand, die erste Teilfrage, denke ich, ne? Gross Profit oder Margin: Ich habe auch bewusst das Thema, wie war denn die Margenentwicklung von Q2 auf Q3 gezeigt, zu zeigen, jawohl, da ist also schon was passiert.
Das hat die Lücke zu den möglichen Margenprofilen, die wir in der Vergangenheit gesehen haben, noch nicht geschlossen. Ein kompetitives Umfeld ändert sich ja nicht so schnell, das macht ja nicht Klick und dann ist alles irgendwie ganz anders, aber wir haben zumindest eine Verbesserung gesehen.
Im Vorjahr ist die Marge, je nachdem, wo man draufschaut, natürlich auch eventuell durch die Einmaleffekte betroffen. Zum Beispiel das Risiko-Vorsorge-Thema geht teilweise in den Rohertrag und dann haben Sie natürlich einen Rohertrag, der auch affected ist.
Insofern ist die Frage ein bisschen schwieriger zu beantworten. Grundsätzlich aber, denke ich, zwei Aussagen: Ja, Vorjahr war teilweise die Sondereffekte auch in der Marge, in der EBITDA sowieso in Summe und im Gross Profit teilweise.
Jean-Marc Müller
Und das ist klar, aber zum Teil auch in der Gross Marge?
Thomas Stark
Ja, genau.
Lars Dannenberg
Ja, ein wenig gedrückt.
Jean-Marc Müller
Okay. Also man muss nicht den gleichen Abfall der Gross Marge erwarten jetzt dieses Jahr im Q4, wie wir es letztes Jahr hatten.
Thomas Stark
Zumindest ist die Aussage richtig: Ja, da ist ein Sondereffekt auch in der Gross-Profit-Marge drin, und wir denken, die Margenentwicklung ist grundsätzlich mal in die richtige Richtung.
Jean-Marc Müller
Danke.
Lars Dannenberg
Danke, Jean-Marc.
Operator
Herr Müller, vielen Dank für die gestellte Frage. Und ich warte noch einen kleinen Augenblick, ob noch weitere Teilnehmende eine Frage stellen möchten und ihre Hand heben.
Das ist nach jetzigem Stand nicht der Fall. Wir haben keine weiteren Fragen.
Und an dieser Stelle kommen wir dann zum Ende des heutigen Earnings Calls. Herzlichen Dank an Sie, Herr Rath, Herr Stark, Herr Dannenberg für die Präsentation und Ihre Zeit für die Beantwortung der Fragen.
Wenn sich weitere Fragen aus Ihrem Teilnehmerkreis ergeben, dann zögern Sie nicht und gehen Sie gerne auf Herrn Dannenberg von Investor Relations zu. Von meiner Seite wünsche ich Ihnen einen schönen Abend, eine erfolgreiche Restwoche und für die famous last words übergebe ich gerne noch einmal an Sie, Herr Rath.
Rüdiger Rath
Ingmar, vielen Dank für die Überleitung. Ja, sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich, dass Sie an dem Earnings Call teilgenommen haben.
Tom, vielen Dank. Lars, vielen Dank fürs Durchführen.
Und ja, wir hören uns wieder. Einen schönen Abend noch und bis demnächst.
Auf Wiederhören. Ciao.
Lars Dannenberg
Ciao.
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