Operator
Warm welcome to today's earnings call of the Cancom SE. A brief introduction before we continue the earnings call in German language as scheduled: the company has made sure that our English-speaking listeners have the opportunity to participate in this call via live audio translation in English language.
You will now see a QR code and a brief instruction in the picture. Please use your cell phone to scan it, mute the voice output of the Zoom call, and follow the call in English on your cell phone or in a second browser window.
Having said this, I will now continue in German. Einen schönen guten Tag und herzlich willkommen zum heutigen Earnings Call der Cancom SE anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2025.
Wir freuen uns, den CEO Rüdiger Rath und den CFO Thomas Stark sowie den Vice President Investor Relations and Corporate Strategy Lars Dannenberg begrüßen zu dürfen. Die Herren führen uns gleich durch die Präsentation, und im Anschluss gibt es dann eine Q&A-Session.
Bitte beachten Sie, dass die Fragen nur über die Audiospur, also mündlich, gestellt werden. Und damit übergebe ich sehr gerne das Wort an Sie, Herr Dannenberg.
Lars Dannenberg
Ja, vielen herzlichen Dank dafür. Willkommen von meiner Seite natürlich zum diesjährigen Earnings Call.
Ich würde sagen, wir starten direkt rein. Rüdiger, leg los, ne?
Rüdiger Rath
Legen wir los. Ja, herzlich willkommen.
Ich freue mich, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind. Und die Situation, in der wir uns befinden, ist: Fiscal Year 2025 liegt hinter uns.
Wir haben eine gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2025 erlebt, dass unsere Kernmärkte verhalten reagiert haben. Geopolitische Spannungen, strukturelle Anpassungen, wir hatten in der Industrie sowie im öffentlichen Sektor Zurückhaltung, wir hatten politische Veränderungen, und dieses führte im ersten Halbjahr dazu, dass wir eine spürbare Zurückhaltung in unseren Kernmärkten gesehen haben.
Das im Wesentlichen bei den Investitionsentscheidungen unserer Kunden im Mittelstand sowie im öffentlichen Sektor. Jedoch im weiteren Jahresverlauf konnten wir eine zunehmende Stabilisierung und eine schrittweise Belebung im Markt beobachten, die sich vor allem im Schlussquartal, dem Q4, deutlich zeigte und dieses verstärkte.
Hier möchte ich auf die wesentlichen Events eingehen. Wir haben, wie Sie sehen, den Umsatz 1 auf 1,7 Milliarden Euro erreichen können.
Wir haben im Q4 einen Anstieg von knapp 1,5% erzielt. Was aber einen wesentlichen Einfluss hatte auf das Ergebnis, war unsere starke EBITDA-Performance im Q4 mit einem Prozentsatz von 46,6% Steigerung gegenüber dem Vorjahres-Q4, einhergehend mit einer sehr starken Cashflow-Performance, sodass wir unseren Operating Cashflow auf 139,8 letztendlich hinarbeiten konnten.
Dieses verdanken wir einem konsequenten Cashflow-Management, welches wir das ganze Jahr durchgehend bearbeitet haben. Ich möchte aber gerne weitergehen auf die Business Moments und Key Trends, wie Sie es kennen und auch in der Vergangenheit erlebt haben.
Ich möchte aber nur auf ein paar wesentliche Dinge eingehen. Wir haben Cancom weiterhin als AI Enabler positioniert und bei dem German Innovation Institute haben wir es geschafft, als AI Innovator letztendlich in einem Rating reinzugelangen.
Wir haben einen großen Serviceauftrag bei einem IT-Dienstleister in Norddeutschland, der Dataport, gewonnen und konnten jetzt quasi mit dem Start der Transition-Phase beginnen, welches ein wesentlicher Meilenstein der Cancom ist, indem wir auch parallel einher einen Service-Hub in Norderstedt in Hamburg aufbauen werden. Wir haben es weiterhin geschafft, als Cancom NVIDIA AI Factory Specialization Partner gelistet zu werden bzw.
nominiert zu werden von NVIDIA, damit wir auch zukünftig an entsprechenden Ausschreibungen, Bids, Tenders teilnehmen können, wo letztendlich die AI Factory Spezialisierung notwendig ist. Wir konnten mit AWS, mit dem AWS Marketplace, eine Vereinbarung erzielen, dass wir es möglich machen, unseren Kunden Zugriff, und zwar seamless Zugriff, auf das Third-Party-Angebot im AWS Marketplace zu erreichen.
Das bedeutet ein Vorteil für den Kunden: Der Kunde muss sich nicht in unterschiedliche Marketplace einwählen, sich entsprechend zertifizieren, sondern kann über uns entsprechende Produkte über den AWS Marketplace beziehen. Und das ist auch ein wesentlicher Bestandteil unserer digitalen Beschaffungsplattform, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen wollen.
Wir haben unsere Regionen erweitert und haben eine zusätzliche Investition in den Standort in Freiburg vorangetrieben, auch den Bereich Südbaden abzudecken. Gleichzeitig, das haben Sie in Teilen schon in den Earnings Calls im letzten Jahr von uns als Information erhalten, arbeiten wir weiter an unseren Effizienzmaßnahmen und haben dort, egal ob es die Einführung von entsprechenden Agenten ist bzw.
Verbesserung, Automatisierung zu erzielen, haben wir auch angefangen, unsere Backoffice-Funktionen letztendlich zu konsolidieren, den Prozess Order-to-Cash konsolidiert abbilden zu können. Aber wenn wir über die Business Moments und Key Trends sprechen, dann müssen wir natürlich auch über den Markt sprechen.
Der IT-Markt ist aktuell, wie Sie jeden Tag wahrscheinlich in der Presse lesen werden, sehr volatil. Wir sehen Instabilitäten auf der konditionellen Seite sowie auch auf der Supply-Seite.
Getrieben wird diese massive Nachfrage nach AI-Infrastruktur durch eine begrenzte Produktionskapazitäten der Vorlieferanten. Das sehen wir nicht nur selber, sondern bekommen das auch aus erster Hand von unseren Herstellerpartnern mit.
Die Dynamik rund AI sorgt für einen enormen Bedarf an Rechenleistung, und das wirkt sich aus. Das lässt die Preise steigen.
Anbieter investieren auch weitergehend in neue Technologien. Das auch bedeutet, bestehende Kapazitäten werden teilweise zurückgefahren, während neue noch nicht vollständig skalieren.
In Summe, das Ergebnis ist klar: Die Komponenten-Kosten steigen branchenweit, und diese Entwicklung trifft nicht nur die Computerressourcen oder Speicherlösungen, auch integrierte Infrastrukturen. Aber was bedeutet das konkret?
Planbarkeit wird herausfordernder, Beschaffungszyklen verändern sich, die Preisvolatilität nimmt zu, und alles deutet darauf hin, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, und zwar mit einer hohen Geschwindigkeit. Das erfordert permanente Anpassung.
Aber, und das ist entscheidend, Preissteigerungen beim Arbeitsspeicher sind aus unserem Blickwinkel eher gute Nachrichten als schlechte. Die Nachfrage übersteigt das Angebot, und das, obwohl so viel RAM produziert wurde wie nie zuvor.
Das ist ein Umfeld, in dem sich starke und große Value-Add-Reseller wie Cancom differenzieren und davon mehr profitieren können. In volatilen Märkten gewinnen nicht die lautesten, sondern die verlässlichsten; nicht die schnellsten allein, sondern die mit Überblick.
In unserem Vertriebsalltag bedeutet das nicht, dass die Vertriebsteams keine schwierigen Kundengespräche haben. Aber das Gute daraus Resultierende ist: Sie sprechen mit dem Kunden.
Und das ist, wie gesagt, in einem Umfeld, in dem die Nachfrage höher ist als das Angebot, eine angenehme Herausforderung. Und hier genau liegt unsere Chance: Unsere Kunden vertrauen uns, und wir geben Orientierung, sodass Sie wissen, dass Sie bei uns bei Cancom in besten Händen sind und die kompetentesten Berater an ihrer Seite wissen.
KI ist der dominierende Wachstumstreiber in der IT. Unternehmen müssen ihre IT-Infrastrukturen deutlich modernisieren, bevor sie KI-Use-Cases skalierbar einsetzen können, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Das erzeugt erheblichen Transformations- und Investitionsdruck. Modernisierung der IT-Landschaften wird zum Pflichtprogramm, und das wirkt sich auf die Nachfrage positiv aus.
Jede AI-Anwendung braucht Rechenleistung, sie braucht Daten, sie braucht Netzwerkkapazitäten, und sie braucht Schutzmechanismen. Wir haben eine Umfrage bei einer repräsentativen Anzahl von Kunden durchgeführt, und das Ergebnis dieser Studie ist: Kunden benötigen intensive Unterstützung bei der Erarbeitung ihrer KI-Strategie, Architektur- und Security-Fragestellungen.
Denn die Implementierung von AI-Use-Cases oder bereits erstellten Agenten geht aus unserer Sicht immer mit der Frage nach Security und Governance einher. Weitere Erkenntnis gerade im Mittelstand in unserer Kundenbasis war: AI ist kein Plug-and-Play.
Die Infrastrukturanforderungen werden komplexer. Ich muss mir die Frage stellen: Wie integriere ich das in meine existierende Umgebung?
Wie arbeite ich zukünftig mit dieser Umgebung? Betreibe ich sie selber oder lasse ich sie betreiben?
Wie sieht mein Datenmanagement aus? Und wo und wie will ich die Daten sicher und effizient betreiben oder betreiben lassen?
Wir als Cancom haben eine sehr, sehr klare Positionierung und haben auch dort eine sehr solide Basis. Wir haben schon unterschiedlichste Initiativen gestartet, sowohl kundenseitig als auch intern.
Wir haben Frameworks erarbeitet für End-to-End-KI-Implementierung. Wir haben starke Partnerschaften, nur einige zu nennen, ob das eine Microsoft ist, ob das eine NVIDIA ist, ob das eine IBM oder auch eine Dell und HPE sind oder ein Cisco.
Wir haben heute schon Relevanz in unserem Portfolio, wenn wir sagen, wir haben Fokus in diesen Segmenten bei unseren Kunden wie Datacenter, Cloud, Netzwerk und Security sowie auch Workplace-Lösungen, die entsprechenden Anforderungen mit Nachdruck zu begegnen. Unser Portfolio ist dementsprechend darauf ausgerichtet, indem wir hier einen ganz klaren Fokus auf die entsprechenden Bereiche, die organisatorischen Veränderungen, die wir in den letzten Jahren schon vorangetrieben haben, wie Sie sehen, und dort die entsprechenden Portfolioinhalte klar mit Fokus ausgestattet haben.
Wir wollen unseren Kunden Orientierung geben. Unsere Kunden haben einen vertrauensvollen Partner an ihrer Seite gerade in solch volatilen Zeiten, und wir stehen dort und können mit unseren Kunden Antworten erarbeiten.
Das bedeutet Verlässlichkeit, das bedeutet Vertrauen in entsprechende Infrastrukturen, und viele Kunden sagen, dass sie mit Cancom den richtigen Partner an ihrer Seite haben. Damit würde ich an dich übergeben, Tom.
Thomas Stark
Vielen Dank, Rüdiger. Ja, auch willkommen von mir, Tom Stark.
Freue mich, wie üblich Sie durch die Financials Fiscal Year 2025 zu führen. Wir fangen heute an mit dem Q4 2025.
Hat natürlich einen Hintergrund: Erstens mal ist es wichtig, ein paar Informationen zu haben, es richtig einordnen zu können, und zweitens ist es auch gut geeignet, die Effekte fürs Gesamtjahr zu zeigen. Einerseits ganz klar, offensichtlich, war ein sehr starkes Quartal.
Es war faktisch das zweitbeste der Firmengeschichte nach dem Q4 2023, das mit 39,1 nur unwesentlich besser war. Allerdings sind enthalten ein paar Punkte, die man erklären muss, und die sind auch farblich gekennzeichnet auf der seit heute Morgen ja verfügbaren Präsentation.
Im EBITDA 38,9 Millionen gegenüber 26,5 ist natürlich das entsprechende Wachstum, das man hier sehen kann. Wir haben in diesem Quartal zwei Sondereffekte, die wir hier mit aufführen wollen.
Einerseits haben wir eine Immobilie in Österreich veräußert zu einem Wert, der über dem Buchwert war. Hatte natürlich zwei Effekte: Einerseits natürlich Liquidierung, und wir haben natürlich damit Cash-Inflow generiert; andererseits aber auch eine weil es eine stille Reserve war, einen Buchgewinn erzielt, der sich in diesem Jahr in der P&L mit 12,9 Millionen niederschlägt.
Weil positiv ist, ist die Farbe auf der Folie entsprechend grün. Weil es aber, wenn man es herausrechnet, abgezogen werden muss, geht der geht der Pfeil quasi in die linke Richtung.
Nichtsdestotrotz, wir haben zusätzlich in diesem Jahr in diesem Quartal Abfindungen, also die Fortführung unserer Restrukturierung, die, wie schon im Q3-Call avisiert, niedriger waren im vierten Quartal mit rund 1,3 Millionen. Und wir haben ein einen Effekt aus Projekt-One-Offs in Höhe von 10,7 Millionen Euro, die einem dedizierten Projekt zugeordnet sind.
Das richtig werten zu können, muss man wissen, ja, das war ein Thema, das sich natürlich wiederfindet im sonstigen betrieblichen Aufwand, das wegen Projektverzögerungen fällig geworden ist und sich zusammensetzt aus 7 plus 3,7. 3,7 sind sozusagen entgangener Umsatz, und die andere Position finden Sie im sonstigen betrieblichen Aufwand.
Die Projektzuordnung, und das ist wichtig zur Einordnung, ist ein Projekt mit einer, ja, einmaligen Komplexität und Größe. Der Vorfall ist auch einmalig in der Historie von Cancom, wir hatten noch nie einen vergleichbaren Effekt.
Und auch wichtige Aussage: Es gibt aktuell keine weiteren Projekte, die erstens in Dimension, Größenordnung und Komplexität an dieses Thema heranreichen. Mit diesen Themen haben wir den Fortgang gesichert und haben das Thema Ready for Service in naher Zukunft sichergestellt.
In Summe netten sich diese Effekte, drum ist die Aussage: Im Wesentlichen ist es zeigt das Quartal die tatsächliche Performance der Gesellschaft. Man sieht, was die Gesellschaft zu leisten imstande ist, und ich glaube, die Ergebnisse sprechen an der Stelle für sich.
Wenn wir uns aufs Gesamtjahr begeben und hier die Effekte anschauen, dann sieht man, wir haben im Umsatz nicht ganz das Plus geschafft, wir haben im EBITDA einen leichten Rückgang. Was ist der Hintergrund?
Es war schlicht und einfach so, dass wir ein schweres Jahr hatten. Ist allen Teilnehmern im Call bekannt: Projektverzögerungen, Tarife, Zölle, Mittelstand, der schwer investiert hat.
Erste Halbjahr negativ mit der allein der EBITDA-Reihe von 21,1 im Q1, 15,7 im Q2. Dann die Verbesserung im Q3, und ab Q3 geht wieder in eine positive Richtung, was sowohl das Thema Umsatzwachstum angeht als auch natürlich die Ergebnisentwicklung.
Hier ist die EBITDA-Reihe die 27,1 im Q3 und die vorgenannten 38,9 im Q4. Das heißt, praktisch sind zwei Drittel des Ergebnisses des Jahres im zweiten Halbjahr erzielt worden gegenüber einem Drittel im ersten Halbjahr als Hälfte, und damit das zweite Halbjahr doppelt so stark wie das erste.
Mit den genannten Werten zuzüglich dem EBITA, das auf der Folie nicht dargestellt ist, waren wir in der Bandbreite mit allen Werten in der aktuellen Prognose. Sondereffekte, die jetzt über die genannten hinausgehen, sind noch die Summe der Restrukturierungskosten, die wir quartalsweise jeweils mitgegeben haben.
Diese Summe beläuft sich auf 7,6 Millionen, inklusive allerdings der vorgenannten 1,3 Millionen in Q4. Von daher ein Quartal, das sicherlich schon teilweise Ergebnisse der Maßnahmen zeigt, die wir unterjährig begonnen haben.
Wir haben im Vergleich zum Vorjahresstichtag, dem 31.12.2024, den Headcount reduziert von 5.553 auf die hier dargestellten 5.281, das sind rund 5%, und wir werden auch im Q1 noch einen Rückgang aus den Maßnahmen des laufenden Jahres sehen, nähern uns der 5.200. Das heißt, Maßnahmen haben gefruchtet.
Schauen wir mal, was wir im Segment Deutschland erzielt haben. Hier ja nun die Darstellung der entsprechenden Effekte aus dem vierten Quartal.
Wir sehen, wir hatten vorhin im aufgeführt die Projekt-One-Offs, die sich mit 12 Millionen im Q4 zu Buche geschlagen haben. 5,4 Millionen zusätzlich waren dann die Abfindungen aus den ersten neun Monaten, und dann ergibt sich hier ein Wert von 17,4, den wir hier als Underlying Operating EBITDA mit einer Größenordnung von 57,5 dargestellt haben.
Das entspricht einer EBITDA-Marge von 5,3%. Und hier vielleicht auch noch wichtig die Darstellung des Segments aufs vierte Quartal: Das vierte Quartal hat ein Wachstum gezeigt in Deutschland mit 5,3% im Umsatz und ein bereinigtes EBITDA mit einer Marge von 8%, war damit gleichauf mit dem Segment International und quasi beide Quartale im beide Segmente im vierten Quartal mit einer EBITDA-Marge von 8%.
Segment International: Ja, hier der umgekehrte Effekt. Hier müssen wir die den Verkauf der Immobilie wieder herausrechnen, das haben wir auf der Folie im Wesentlichen getan.
Dann ergibt sich ein EBITDA von 50,6 Millionen, also natürlich niedriger als die 62,7. Und auch da muss man einordnen, was war der Gesamtwert, den wir erzielt haben, in Bezug auf die Profitabilität und auf die Marge.
Hier haben wir im ganzen Jahr auch im Durchschnitt 8,1% Profitabilität im Segment. Das Segment ist deutlich stabiler, weil weniger transaktional.
Die Fragen haben wir schon hinreichend, denke ich, erläutert, und wir haben grundsätzlich auch wieder im vierten Quartal eine einen guten Ergebnisbeitrag sehen können. Der Operating Cashflow besser als in der Bandbreite dessen, was wir als Zielgröße mitgegeben hatten.
Ja, eine Folie zeigt man natürlich gerne: Wenn man die drei roten Zahlen auf der Darstellung unter dem Strich mal addiert die letzten drei Jahre, dann sind da stolze 427 Millionen an Cashflow generiert worden. Unterstreicht die Aussage, wir sind natürlich als dienstleistungsorientiertes Unternehmen ein sogenanntes highly cash generating Unternehmen.
Wir haben insofern in all den Jahren große Ergebnisse erzielt, die über den Ergebnis also die über den operativen Ergebnissen waren. Working-Capital-Management hat sich deutlich verbessert von einem schon guten Level.
Wir sind in der Working Capital Ratio mit einem Gesamt-Working-Capital von 60 Millionen auf 3,6%. Die Bandbreite, die wir angegeben hatten im letzten Jahr als Zielgröße, war 3 bis 5%.
Von daher sieht man, wir haben da nach wie vor, und das wird sich ja auch nicht ändern going forward, eine starke Cash-Generierung. Die Bandbreite für 2026 ist geben wir dieses Jahr nicht an, wir geben aber Orientierung.
Wir als Gesellschaft können theoretisch, und das ist sicherlich die Zielgröße, die vernünftig ist, 60% Free Cashflow zu EBITDA erzielen. Wir werden positive oder wir erwarten positiven Rückenwind durch einen, ja, besseren Public-Anteil in 2026.
Hier ist bekanntermaßen eine Änderung: Wir haben gegenüber dem Vorjahr jetzt verabschiedete Budgets, wir haben Sondertöpfe, die im DigitalPakt 2.0 sich niederschlagen werden. Das sollte sich im Q4 positiv auf die Cash-Generierung einwirken.
Was etwas schwer schätzbar ist, ist das Thema Storage, und werden wir da Impacts haben? Und dabei geben wir nur eine rechnerische Orientierung für das nächste Jahr, sind aber natürlich zusätzlich zuversichtlich, einen positiven Trend fortsetzen zu können.
Last but not least die Information noch: Die Veräußerungsgewinne der Immobilien und die Zuflüsse aus der dem der Veräußerung finden sich nicht natürlich nicht im operativen Cashflow, die finden sich im Investitions-Cashflow in der Zeile Einzahlungen aus Desinvestitionen in Sachanlagen. Das dürfte einigen, die sich vielleicht schon beschäftigt haben mit dem Thema, aufgefallen sein.
Also der operative Cashflow ist natürlich nicht verbessert durch die Transaktion, die wir vorhin kurz erläutert hatten. Im CapEx auch da da eine eine schöne Trendreihe, die man sieht.
Wir sind also bei den Werten im Fiscal Year 2025 bei 14,9 im Endstand gelandet. Das ist ein CapEx zu Last Twelve Month Revenue von Verhältnis von 0,9%.
Zielgrößenordnung war unter 1%, das werden wir auch als nächstes Jahr als Zielgröße sehen, und wir sind uns sicher, das auch erreichen zu können. Wir haben die Jahre der hohen Investitionen hinter uns.
Wir hatten ja deutlich größere Investitionen, die im Peak bei 40 Millionen im im Jahr lagen, im Mittel bei 33 bis 35 Millionen über mehrere Jahre hinweg, weil wir durch die wesentlichen Themen, die S/4 und ServiceNow, also die Plattformkosten und Salesforce-Kosten, durch sind. Die Themen sind bei uns im Wesentlichen migriert, war auch auf der Folie vom Rüdiger Rath bei den Ereignissen in diesem Jahr.
Von daher ist da dieser Wert sicherlich auch ein nachhaltiger, mit dem wir unser Geschäft umschreiben können. Die größte Position ist dabei das Thema Rechenzentrum.
Wir bieten ja als IT-Systemintegrator natürlich auch ein eine souveräne Lösung für Kunden an, indem wir einen Rechenzentrumsbetrieb mit Fokus auf Betrieb und Servicierung anbieten, und das macht etwa 50% des CapEx aus. Einmal im Jahr haben wir die den Ausweis der Abschreibungen.
Den Abschreibungsausweis im Detail auf die unterschiedlichen Positionen finden Sie in C7 im Geschäftsbericht. Der die Gesamtabschreibung setzt sich zusammen aus Amortisation mit 8,8, die sind hier nicht enthalten.
Das ist die Zeile und der Ausweis im D in der Depreciation: 54,7. Wir bieten den Ausweis einmal jährlich jeweils im Q1 einfach auch für Sie als Analysten für die Modellierung und zur Einordnung, welche Teile sind tatsächliche Abschreibungen und welche Teile sind die sogenannten IFRS-Themen, die als Nutzungsrechte ebenfalls durch die Abschreibungszeile gehen, da Transparenz zu gewährleisten.
PPA-based Amortisation, die PS-Effekte: Hier sieht man die 8,8 in der Zeile 2025, die ich eben genannt hatte, werden auch weniger. Im Wesentlichen geht es da die Abschreibungen der Kundenstämme und Auftragsbestände, die werden naturgemäß Jahr für Jahr weniger, und dann haben wir eine fallende Linie und auch einen fallenden Effekt auf die Earnings per Share, den wir auf der rechten Seite der Folie sehen können.
Share Buybacks, ein Update: Es ist ein laufendes Programm, ongoing. Hier der Stand von Montag.
Einmal wöchentlich werden ja die entsprechenden getätigten Aktienkäufe veröffentlicht. Hier sind wir beim Stand von 1,976 Millionen zurückgekauften Shares mit einem gewichteten oder volumengewichteten Durchschnittspreis von 25,19 €.
Das entspricht momentan 6,27% der der Shares, der ausstehenden Shares. Bis zu 10% ist möglich, und die aktuelle Run-Rate sind 86.000 Shares per week.
Das nur nachrichtlich. Grundsätzlich Eigenkapital Stichtag 31.12.
lag bei 545 Millionen und die Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme bei 37,7%. Und damit übergebe ich wieder zurück an dich, Rüdiger, für den Ausblick.
Rüdiger Rath
Danke. Ja, vielen vielen Dank, Tom, für die Ausführungen.
Vorweg möchte ich, bevor wir zur Prognose kommen, kurz auf die Dividende eingehen. Uns ist es ein Anliegen, dass wir konstante und auch stabile Dividendenpolitik betreiben.
Trotz der Ergebnisrückgang, den wir zu verzeichnen haben, wir haben eine hohe Cash-Generierung, wie Thomas gerade ausgeführt hat, wir haben eine starke Bilanz, ja, und ein Commitment zu einer verlässlichen Aktionärsvergütung, letztendlich auch den Shareholder-Value zu berücksichtigen, ist uns wichtig. Dementsprechend schlagen wir vor, eine Dividende von 1 € per Share letztendlich zu vergüten.
Kommen wir zu dem Ausblick auf das Jahr 2026. Sie sehen hier die Daten.
Der basiert nicht nur auf Hoffnung. Wir haben eine sichtbar verbesserte Nachfrage ab Q4, die auch im Q1 spürbar ist.
Wir haben eine konkrete Deal-Pipeline für das Jahr 2026. Wir haben, wie ich eingangs gesagt habe, Treiber der Digitalisierung, AI-Transformation auf Basis der Nachfrage, und wir haben im letzten Jahr und im Jahr davor schon Effizienzmaßnahmen durchgeführt, die wir auch weiter vorantreiben werden, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Dementsprechend haben wir hier eine Prognose dargestellt. Ich denke, die Daten sehen Sie, ja, und können Sie entsprechend ableiten.
Kommen wir zum Financial Calendar und würde dann übergeben zur Q&A.
Lars Dannenberg
Genau. Danke.
Ingmar, rüber zu dir.
Operator
Ja, vielen Dank. Damit kommen wir zur Q&A-Session.
Für einen dynamischen Austausch bitten wir Sie, Ihre Fragen persönlich über die Audiospur zu stellen. Klicken Sie hierfür bitte auf den Hand-heben-Button.
Sollten Sie telefonisch zugeschaltet sein, nutzen Sie bitte die Tastenkombination Sternchen 9 und anschließend Sternchen 6. Fragen über den Chat sind, wie eingangs erwähnt, heute nicht möglich.
Wir haben die ersten Wortmeldungen. Herr Treisch, Sie haben jetzt die Möglichkeit, Ihre Frage zu stellen.
Herr Treisch
Hallo, könnt ihr mich hören diesmal?
Thomas Stark
Ja.
Rüdiger Rath
Ja.
Herr Treisch
Perfekt. Beim letzten Mal habe ich es nicht geschafft.
Insofern vielen Dank, dass ihr meine Fragen nehmt. Ich würde gleich vielleicht auf die Guidance oder auf das Kommentar eingehen, dass auch Q1 eben nicht nur eine Hoffnung ist, sondern auch eine spürbare Erholung im Demand gesehen haben.
Da wäre meine Nachfrage: Sieht man wirklich auch volumenseitig weiter solide positive Trends, oder ist das im Zweifel tatsächlich ein positiver Pricing-Effekt, der ebenfalls oder bereits in Q1 hilft? Und der zweite Teil meiner Frage wäre insofern auch diese ganze Pricing-Thematik, Memory-Thematik: Andersrum, wie lange glaubt ihr, kann das ein positiver Net-Effekt haben auf euren Umsatz?
Ich meine, die Grundidee ist, wenn eure Volumen im Zweifel flat sind, aber Preise deutlich hoch sind, dann müsste man zumindest aktuell eigentlich sehr positive Umsatzdynamiken sehen. Wo glaubt ihr oder seht ihr erste Punkte, Kipppunkte aller, es hat wirklich einen spürbaren Headwind auf die Volumenachfrage, einfach ein Gefühl zu kriegen, wo stehen wir da über das Jahr?
Und das Letzte dazu auch am Ende: Seht ihr wirklich Engpässe bereits, oder seht ihr nur in gewissen Produktkategorien verlängerte Lieferzeiten, also habt eigentlich weiterhin volle Lieferfähigkeit, nur vielleicht nicht mehr ganz so schnell wie in der Vergangenheit? Danke.
Rüdiger Rath
Ist nicht so, dass die Frage unerwartet kommt. Vielen Dank für die Frage.
Gerade in Q1 ist es noch nicht wirklich über 'n Preiseffekt zu spüren, weil du hast entsprechende Lead-Times, und das sind Bestellungen von Kunden, die im Wesentlichen in Q4 Bestelleingang zu verzeichnen waren, wo wir noch nicht diese gravierenden Preiserhöhungen, die einen oder anderen Hersteller haben erst Mitte Januar begonnen, die anderen haben erst im Februar begonnen, wo wir die entsprechenden Preiserhöhungen zu verzeichnen haben, die sich dann Gott sei Dank noch nicht aus reinem Preiseffekt in Q1 widerspiegeln. Also ist es auch eine Volumennachfrage, die weiterhin getrieben ist, und wir letztendlich hier dann auch erwarten, dass wir im zweiten Halbjahr dort, wenn wir die entsprechenden Lead-Times vorhalten, da gehe ich gleich drauf ein, auch preisliche Effekte erzielen können.
Da komme ich zu den Supply-Engpässen. Ja, die sehen wir wirklich.
Wir sehen wirklich, dass es teilweise Lieferzeiten gibt, die schon in Teilen sehr spät in das Kalenderjahr geschoben werden, wo es natürlich Allokationen, Eskalationen gibt. Aber wir werden auch bei gewissen Komponenten, da beziehe ich mich im Wesentlichen auf die Computerressourcen, werden wir hier auch Supply-Engpässe spüren, die man versuchen kann zu umgehen, indem man Downsizing betreibt, indem man vielleicht bereit ist mit dem Kunden, das habe ich eingangs gesagt, der Kunde steht auch unter einem gewissen Transformations-, Modernisierungsdruck, dann kriegt man halt vielleicht keine zehn Stück, aber fünf Stück zu dem gleichen Preis, dass wir dort Diskussionen mit dem Kunden führen müssen, den entsprechenden preislichen Nachteil, den hat, dementsprechend zu kompensieren.
Ich komme aber zurück: Das ist immer noch eine gern gesehene Diskussion mit dem Kunden, weil dann habe ich eine Nachfrage, anstatt dass ich mit dem Kunden diskutieren muss und Projekte generieren muss, eine Nachfrage zu generieren. Vielen Dank.
Herr Treisch
Danke auch.
Operator
Damit kommen wir zum nächsten Teilnehmenden: Herr Wunderlich, Sie haben die Möglichkeit, Ihre Frage zu stellen.
Herr Wunderlich
Ja, wunderbar. Herzlichen Dank.
Guten Tag in die Runde. Ich wollte fragen: Ihr hattet angedeutet, Effizienzmaßnahmen laufen weiter.
Heißt das, wir können auch in 2026 noch weitere Einmaleffekte einplanen? Und wenn das so ist, vielleicht könnt ihr das etwas quantifizieren und auch ein bisschen was dazu sagen, was genau noch geplant wäre?
Das ist meine erste Frage. Und die zweite Frage ist: Was sind eure Pläne für das Cash?
Also ihr habt 200 Millionen liquide Mittel in der Bilanz, ihr generiert wahrscheinlich mindestens 50 Millionen Free Cashflow in 2026, das heißt 250 Millionen. Und jetzt für die Dividende und das verbleibende Aktienrückkaufprogramm gebt ihr vielleicht noch 70 Millionen aus.
Jetzt verstehe ich, dass ihr natürlich eine gewisse Cash-Reserve halten müsst, auch unterjährig so das Working Capital zu managen. Aber insgesamt ist da ja sicher noch einiges an Spielraum, weiter zurückzukaufen oder tendenziell auch irgendwann die Dividende zu erhöhen.
Vielleicht ein Kommentar zu den Shareholder Returns wäre noch sehr gut. Herzlichen Dank.
Thomas Stark
Gerne, Tim. Ich nehme die Frage gerne.
Sind ja eigentlich zwei Komponenten: Einerseits das Thema Effizienz und Maßnahmen und dann das Thema Cash. Erstmal zum Punkt Effizienz: Ja, wir haben in den letzten zwei Jahren viel getan, würde ich mal sagen.
Angepasst, dass wir das Portfolio, das der Rüdiger dargestellt hat, von dem wir glauben, dass es in Zeiten von AI die besten Wachstumschancen verspricht und natürlich auch die besten Margenprofile verspricht, angepasst, dass wir mit den dann in 2024 gestarteten Maßnahmen im Wesentlichen die Struktur gemacht haben. In 2025 war es dann natürlich beides: Wir wachsen in den Bereichen, wo wir glauben, und investieren auch in Personal, wo wir glauben, wir brauchen die richtigen Skills, am Markt erfolgreich zu sein.
Andererseits haben wir aber auch gesehen, die Gesamtzahl der Mitarbeiter, die reduziert wurde, liegt bei 300. Wenn man sich dann auch das Q4 anschaut und den Tailwind, den man durch diese Maßnahme haben, schauen wir jetzt natürlich auf Sicht.
Wie gehen die Zeiten weiter? Wenn wir die Maßnahmen hinter uns haben, sollten wir eine deutlich verbesserte Struktur haben, mit der wir durchaus auch hohe Profitabilität erzielen können.
Nichtsdestotrotz werden wir, und das haben wir im letzten Jahr sicherlich gezeigt, auf Sicht fahren und natürlich Maßnahmen ergreifen, sobald wir sehen, irgendetwas in den Erwartungen geht sich nicht aus wie gedacht, oder wir haben Themen, die natürlich oft nicht beeinflussbar sind wie Kriege oder dergleichen, ist ja in aller Munde. Das heißt, wir fahren auf Sicht.
Wir werden handeln, sofern notwendig, und werden das aber dann auch in der entsprechenden Konsequenz machen. Meine Darstellung vorhin war ja bewusst das zweite Halbjahr, zu zeigen, was da für ein Unterschied war.
Also wir werden dann entsprechend handeln. Zweiter Punkt, das Thema Cash: Ja, spannend.
Wir haben noch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm und von daher sehr verfrüht die Nachfrage. Sicherlich war die Information zu zeigen, ja, da ist ja noch was outstanding.
Also wir werden hier noch rund 4%, also wir hätten theoretisch noch 4% vor uns, ne? Und wir stehen auch vor einer Hauptversammlung, wo man überlegen muss: Was wird es denn da für Themen geben?
Grundsätzlich, glaube ich, wir haben mit der Dividendenpolitik auch in der Darstellung gezeigt, dass wir da sehr stabil sind. Und wenn man überlegen, okay, was ist denn jetzt das Potenzial für Ja, wir können profitieren von der Situation, die wir momentan haben, dann ist ja der große Player im Markt der, der besser agieren kann.
Und dann ist liquide Mittel immer auch ein Mittel, ja, handeln zu können. Und insofern war es auch bei der 22er-Sorte so.
Wir setzen es auch natürlich gerne ein, zu sagen: Hey, wir sind handlungsfähig im Vergleich zu kleineren Playern. Und die Erwartungshaltung, glaube ich, ist auch am Markt natürlich Konsolidierung kleinerer Player, die sich einfach schwerer tun.
Das müssen wir nutzen und aktiv nutzen, und die Balance müssen wir als Vorstand natürlich finden.
Herr Wunderlich
Wunderbar. Vielen Dank.
Operator
Wunderbar und vielen Dank für Ihre Frage, Herr Wunderlich. Wir kommen zum nächsten Teilnehmenden: Herr von Kleff, Sie haben die Möglichkeit, jetzt Ihre Frage zu stellen.
Herr von Kleff
Ja, vielen Dank. Guten Nachmittag.
Vielleicht habe ich jetzt gerade nicht aufgepasst: Hatten Sie die Frage meines Vorredners nach zusätzlichen Effizienzmaßnahmen beantwortet?
Thomas Stark
Ja, durchaus, Herr von Kleff.
Herr von Kleff
Okay. Dann Sie hatten indiziert, die Public-Sector-Performance ist mehr als zufriedenstellend.
Wie sieht es bei den Small and Mid-sized Enterprises aus? Ist das ein Lebenszeichen auf einem niedrigen Niveau, oder ist jetzt wirklich eine spürbare Belebung sichtbar, vor allen Dingen auch, weil ja viele dieser Kunden Investitionen in ihre Hardware eigentlich ein Stückchen zu lange schon verschoben haben?
Rüdiger Rath
Sie sagen es richtig, also die Antwort geben Sie teilweise selber. Also wir haben jetzt, glaube ich, die letzten zwei Jahre gesehen, dass gerade der Mittelstand noch mal den Investitionsdruck, den sie eigentlich hatten, sehr geschoben haben.
Und wir merken dort, und das war auch nicht nur auf der öffentlichen Seite, sondern auch im Mittelstand ein Wachstumstreiber, dass dort auch nicht nur teilweise Investitionen getätigt wurden, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, weil sonst werden sie rechts überholt. Und das kann ich vielleicht über einen gewissen Zeitplan aushalten, aber irgendwann muss ich auf den Knopf drücken, gerade wenn ich entsprechende Tools, entsprechende Automatisierungen einführen muss, dann muss ich auch irgendwann mal in entsprechende Rechenleistung, in Security-Maßnahmen, also Schutzmechanismen, sowie auch Netzwerkkapazitäten investieren.
Und auch den Refresh eines Endgerätes, wir haben die letzten Jahre immer über Windows 10, Windows 11 gesprochen, aber es gibt immer noch Nachzügler, die entsprechend auch noch nicht dieses Thema umgesetzt haben. Und das ist im Wesentlichen im SMB-Markt zu finden.
Herr von Kleff
Perfekt. Vielen Dank.
Und dann hatte ich gesehen, die Payables sind in 2025 so hochgegangen. Wahrscheinlich finde ich das auch im Geschäftsbericht, aber die 60 Millionen, die halt aus den Payables gekommen sind in den Operating Cashflow, das ja 40% des Operating Cashflow, war das irgendwas Besonderes, oder ist das einfach nur sehr effizientes Working-Capital-Management?
Thomas Stark
Ja, wir sind schon auf Unmute. Nein, das war jetzt nichts Besonderes.
Wir haben in dem Zusammenhang ja, was heißt gutes Management? Also die Position selber hat jetzt keine speziellen Effekte.
Üblicherweise kommt die Frage auch immer bei den Receivables. Wir haben auch keine nennenswerten Factoring- oder Forderungsveraufspositionen, die wir da dargestellt haben.
Von daher eine Verbesserung, die sicherlich positiv ist. Wenn man die Ratios aber anschaut und mit der Vergangenheit vergleicht, dann haben wir im Forderungsmanagement immer noch eine Quote, die höher ist als in der Vergangenheit.
In den Lieferverbindlichkeiten sind wir vergleichbar. Von daher, Herr von Kleff, keine speziellen Tätigkeiten, die wir da hatten.
Herr von Kleff
Wunderbar, vielen Dank. Und dann noch eine schnelle Anschlussfrage, wenn ich darf: Digitalisierung, The German Bazooka, kommt ja auch immer wieder hoch.
Ich nehme an, auch da sind Sie jetzt aktiv bei den ersten größeren Tenders dabei, aber es wird immer noch zwei, drei Quartale dauern, bis man da wirklich was Greifbares erfahren oder sehen kann?
Rüdiger Rath
Sie sagen es richtig. Es kommen, glaube ich, jede Woche, kann man ja nachlesen, entsprechende große Tenders raus.
Mal sind sie dabei, mal sind sie nicht dabei. Wir haben uns entsprechend positioniert, wissen, bei welchen Tenders wir wo wie teilnehmen wollen.
Aber die monetären Effekte, Sie wissen selber: Tender geht raus, beantworten Sie, dann gibt's vielleicht, kommt auf das jeweilige Verfahren an, teilweise gibt es dann noch Verhandlungsverfahren, die etwas länger dauern, dass Sie dann vielleicht spürbare Effekte dann Q3, Anfang Q4 frühestens sehen können. Da haben Sie vollkommen recht.
Herr von Kleff
Alles klar. Vielen Dank.
Rüdiger Rath
Bitte.
Operator
Vielen Dank, Herr von Kleff. Und wir kommen zum vorerst letzten Teilnehmenden mit einer Frage: Herr Andreas Wolf, Sie haben die Möglichkeit, Ihre Frage zu stellen.
Herr Andreas Wolf
Wunderbar, vielen Dank. Ich hoffe, man hört mich gut.
Ich habe folgende Fragen, und zwar die erste betrifft die öffentliche Hand: Müssen bei höheren Preisen, höheren Hardwarepreisen, Ausschreibungen neu erfolgen, oder kann man die bestehenden weiterführen, die gewonnenen? Vielleicht einmal zu KI und dem adressierbaren Markt insgesamt: Was ist die Einschätzung, wie KI den adressierbaren Markt verändert, ob man glaubt, dadurch mehr Geschäftspotenzial heben zu können, oder wird KI den White-Collar-Job-Bereich so weit beeinflussen, dass dies möglicherweise auch negative Effekte haben könnte?
Vielleicht kann man etwas zum März sagen, wie sich die SME-Kundenbasis zu Beginn des Monats März verhalten hat. Gibt's hier schon erste Erkenntnisse, weil das ja auch letztlich der Monat war, in dem die Ereignisse im Iran richtig an Fahrt bekommen haben?
Dann interessiere ich mich dafür, wie weit die Windows-10-zu-11-Migration fortgeschritten ist, gerade auch vor dem Hintergrund, weil in dem Kontext ja auch viele neue Hardware gekauft wird. Danke schön.
Rüdiger Rath
Hallo, Herr Wolf. Vielen Dank für Ihre Fragen.
Das waren ja unterschiedliche Segmente, die Sie adressiert haben. Gehen wir auf das erste Thema der öffentlichen Hand ein.
Bei der öffentlichen Hand haben Sie ja unterschiedliche Szenarien, wo Sie auf der einen Seite haben Sie Discount auf Listpreis, wo die entsprechenden Listpreisveränderungen Sie haben zwar Diskussionsbedarf mit dem Kunden, aber die Sachlage ist relativ klar daraus resultierend. Sie haben Dinge, Ausschreibungen, bei denen Sie einen klaren Festpreis adressiert haben, wo die öffentliche Hand, und da mache ich vielleicht noch einen Unterschied zwischen Bund und dem lokalen Public, wo wir natürlich mit den Kunden in den Dialog sind, weil auch der Investitionsdruck bei ihnen ist groß.
Und die Herausforderung, die Sie auf der anderen Seite haben, ist, dass Sie die entsprechenden Komponenten benötigen und wir auf der anderen Seite Brücken bauen müssen, damit Sie diese Komponenten beziehen können. Da gibt es unterschiedliche Dialoge.
Auf der einen Seite sitzen wir dort nicht alleine am Tisch, da sitzen wir mit unseren Herstellerpartnern am Tisch und auf der anderen Seite mit dem Kunden und versuchen gemeinschaftlich Lösungen zu finden, die entsprechenden Investitionen möglich zu machen. Weil Sie wissen selber, wenn die Investitionen nicht getätigt werden, werden die Mittel irgendwann gestrichen.
Und wir haben gewisse Bundesländer, die auch noch unter Ausgabenzwang sind, weil sie sogenannte Coronahilfen haben, die ausgegeben werden müssen, die Ende diesen Jahres verfallen. Also da ist schon auch eine relativ hoher Investitionsdruck, wo man versucht, gemeinschaftlich Lösungen zu finden.
Bisher kann ich dazu sagen, sind wir dort auf einem guten Weg. Die Fälle, die bei uns gelandet sind, die Gott sei Dank überschaubar sind, wo es einen klaren Artikelpreis gibt, auf den man sich festgenagelt, sind soweit zu unserem Wohle, also sprich zum Wohle des Herstellers oder Cancom und auch des Kunden ausgetragen worden.
Adressierbarer Markt: Sie haben das White Collar angesprochen. Werden wir kurzfristig, und zwar in diesem Kalenderjahr, dort schon große Effekte sehen?
Ich glaube eher, dass es Automatisierung, Zeitgewinne gibt, die sich dann vielleicht nachfolgend auswirken werden. Das bedeutet dann, Sie spielen ja darauf ab, dass wenn es weniger White Collar gibt, entsprechend weniger Endgeräte verkauft werden.
Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht entsprechende Datacenter-, Netzwerk-, Security-Infrastrukturen benötige. Und die Volumina sind, wie Sie an der preislichen Entwicklung, deutlich höher und überkompensieren letztendlich auf der preislichen Seite die entsprechenden Effekte, die Sie auf der Endgeräte oder auf der Mobile-Seite bzw.
Station-Seite haben. Windows 10, Windows 11: Ja, es gibt noch weiterhin Kunden, die noch nicht auf Windows 11 migriert haben, so.
Und die weiterhin auch entsprechende Lösungen die ganzen Jahre geschoben haben und jetzt in der Situation sind, dass sie entsprechend, weil die Fees werden ja nicht günstiger, sondern werden von Jahr zu Jahr teurer für die entsprechenden Kunden. Jetzt kommt natürlich die preisliche Veränderung auf der Infrastruktur kommt denen nicht zugute, muss man klar deutlich so sagen, aber die Konsequenz einfach, sie müssen es umsetzen, und wir sehen auch, dass sie es umsetzen auf unterschiedlichsten Kanälen.
Damit wäre ich mit meiner Frage mehr oder weniger.
Thomas Stark
Soll ich die letzte nehmen? Nach März?
Ja.
Rüdiger Rath
Ach so.
Thomas Stark
Ja gut, Herr Wolf, das Thema März im Speziellen, ich glaube, Rüdiger Rath hat vorhin schon erläutert: Also wir haben, glaube, klares Statement gemacht, was das Thema Order-Intake oder auch die Belebung im Q1 bisher ausmacht. Das braucht man, denke ich, dann nicht weiter noch mal runterzubrechen, denn die Aussage steht ja.
Operator
Wunderbar. Herzlichen Dank.
Gibt es noch eine Nachfrage, Herr Wolf?
Herr Andreas Wolf
Alles gut. Danke schön.
Operator
Wunderbar. Ich warte noch einen kleinen Augenblick.
Zwischenzeitlich sind keine weiteren Fragen bzw. Wortmeldungen eingegangen.
Ich warte noch einen kleinen Augenblick. Das ist nicht der Fall.
Und damit kommen wir so langsam aber sicher zum Ende des heutigen Earnings Calls. Ein herzlichen Dank an Sie, Herr Rath, Herr Stark, Herr Dannenberg, für die Präsentation und die Zeit für die Beantwortung der Fragen.
Und sollten sich zu einem späteren Zeitpunkt weitere Fragen ergeben, dann dürfen Sie sich gerne an Herrn Dannenberg und den IR-Bereich wenden. Ich wünsche Ihnen von meiner Seite noch einen schönen Nachmittag, eine erfolgreiche Restwoche und übergebe für ein Schlusswort noch einmal an Sie, Herr Rath.
Rüdiger Rath
Ja, vielen Dank, Ingmar. Ja, kurz zusammengefasst: Die strukturellen Treiber der Digitalisierung und der AI-Transformationen bleiben stark.
Unternehmen wie öffentliche Institutionen stehen unter einem Modernisierungsdruck und werden in leistungsfähige, sichere sowie souveräne IT-Infrastrukturen investieren. Wir haben 2025 begonnen, und wie Thomas vorhin ausgeführt, sogar schon in Teilen 2024, uns weiter effizient aufzustellen und robuster uns aufzustellen, und werden auch dort weiterhin auf Sicht, wenn notwendig, weitere Effizienzmaßnahmen durchführen.
Das Q4 hat bestätigt, dass unsere Maßnahmen greifen. Mit einer starken Bilanz, mit einer guten Marktpositionierung und klarer Fokussierung sind wir vorbereitet, die Chancen auf der einen Seite, aber auch den Risiken des Marktes zu begegnen.
Und damit möchte ich abschließen und mich bedanken für Ihre Aufmerksamkeit. Einen schönen Tag noch.
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